by jojo on 13 Oct 2004 22:55
Fernsehen in den Dreißigern Jahren in Deutschland
"Das öffentliche Fernsehen in Deutschland begann mit dem Ersten Programm der ARD im Jahre 1953".
So lernen es die Schulkinder und die TV-Zuschauer. Wenn es eine TV-Erinnerungssendung an die Frühzeiten des deutschen Fernsehens gibt, so beginnt diese regelmäßig im Jahr 1953 und zeigt, wie ein hohes Tier da irgendwo auf einen Knopf gedrückt hat, um das Fernsehzeitalter in Deutschland einzuleiten.
Diese Geschichtsklitterung ist nur eine unter vielen, die dem heutigen Deutschen, vor allem den jüngeren Jahrgängen, klarmachen will, dass die deutsche Geschichte quasi erst 1945 begonnen hat, und dass das davor sich ereignet habende, so genannte “Dritte Reich” nichts aber auch gar nichts Positives zu bieten hatte, da es ja damals nichts anderes als nur KZ`s, Vergasungs- Einrichtungen, Kriegsmaschinen und Folterinstrumente gegeben habe, und dass neben dem Kino und der Wochenschau, als einziges Massenmedium der Rundfunk mit dem ominösen Volksempfänger lediglich der Verbreitung der stereotypen Goebbels- Propaganda gedient habe. Tatsache, wenn auch eine gründlich verdrängte, ist aber, dass der öffentliche Fernsehbetrieb in Deutschland nicht erst im Jahre 1953 sondern schon 18 Jahre früher, mitten im "Dritten Reich", eröffnet wurde.
Also - nicht im Jahre 1953, sondern schon am 22. März 1935 eröffnete Reichssendeleiter Hadamovsky das deutsche Fernsehen: "... in dieser Stunde wird der Rundfunk berufen, die größte und heiligste Mission zu erfüllen: nun das Bild des Führers unverlöschlich in alle deutsche Herzen zu pflanzen...".
Der erste deutsche Fernsehsender "Paul Nipkow" in Berlin Witzleben startete seinen regelmäßigen Fernsehbetrieb an 3 Tagen der Woche für 2 Stunden am Abend. Die Reichweite des Senders war noch auf Berlin und Umgebung beschränkt.
Allerdings war es nun nicht so, dass in vielen Haushalten ein so genannter Volksfernseher (FE 1) stand. Dahin war noch ein weiter Weg. Nein, das Deutsche Fernsehen startete 1935 sozusagen noch für die Blindenanstalt. In ganz Deutschland gab es im ersten Fernsehjahr nicht mehr als 50 Empfangsgeräte, und die standen in den Wohnstuben einiger Parteigenossen.
Das waren etwa:
Reichsminister Joseph Goebbels
Ministerialrat Horst Dressler
Staatssekretär Walter Funk
Fernseh-Direktor Eugen Hadamofsky
Stv. Fernseh-Reichssendeleiter Carl Heinz Boese
Intendant Hans-Jürgen Nierentz
Arnolt Bronnen
RRG Oberingenieur Ernst Augustin
Reichsorganisationsleiter Robert Ley
Reichsjugendführer Baldur von Schirach
Reichsluftfahrtminister Hermann Göring
Fernsehkritiker Klaus Wagenführ
Gesendet wurde schwarz- weiß mit 180 Zeilen pro Sekunde (heute: 625 Zeilen), was zu einer geringen Bildauflösung führte. Kinofilme konnten zwar übertragen werden, aber das Filmmaterial musste nach seiner Übertragbarkeit gesichtet und entsprechend einfache Bilddarstellungen ausgesucht werden, da sonst nicht recht etwas zu erkennen gewesen wäre.
Mit Hilfe des Zwischenfilmverfahrens waren bereits Direktübertragungen - etwa von Sportereignissen - mit einem kleinen Zeitunterschied von ca. 1 Minute möglich. Die Geschehnisse werden vor Ort auf Film aufgenommen, in Sendewagen in rasender Eile an Ort und Stelle entwickelt und kurz darauf über ein Film-Abtastgerät weitergegeben. Für den Empfang dieser Bilder galt allerdings auch die 180 Zeilen Begrenzung.
Dieses Verfahren wurde unter anderem neben der ersten elektronischen “Ikonoskop”-Kamera verwandt, um die Sommer-Olympiade im Jahre 1936 zu übertragen. Vor dem Olympia-Stadion in Berlin hatte die Reichspost einen Übertragungswagen, in dem die zu
übertragenden Aufnahmen der Sportereignisse vor Ort entwickelt, und dann in die Fernsehstuben in Berlin übertragen wurden. In Fernsehstuben deshalb, weil das technische Verfahren noch zu teuer und kompliziert war, um eine breite Streuung von privaten Empfangsgeräten zu ermöglichen.
Dann gab es die noch Möglichkeit sich direkt aus einem Studio ins Bild setzen zu lassen. Man konnte das Abbild einer Person in der so genannten Dunkelzelle durch die Nipkowscheibe zerlegen lassen. Durch ein Abtastgerät war es möglich, eine Person, die sich in der Dunkelzelle befand, zu übertragen. Diese Dunkelzelle war allerdings technisch bedingt winzig klein und hatte eine Grundfläche von 2,25 Quadratmetern.
Darin saß dann etwa Ursula Patzschke, die erste Fernsehansagerin der Geschichte.
Durch dieses Verfahren war es aber nicht möglich Menschen in voller Lebensgröße aufzunehmen. Das Abtastgerät erfasste meist nur den Kopf, im besten Fall konnte man ein Brustbild abtasten. Als Komplikation kam noch hinzu, dass das Abtasten in völliger Dunkelheit geschehen musste und es durfte kein Tageslicht einfallen. Woraus sich der Name "Dunkelzelle" erklärt. Damit man die Kontraste auf einem Gesicht besser erkennen konnte, wurden die Personen stark geschminkt
und kontrastreich gekleidet.
Im Sommer 1936 vergrößerten sich diese winzigen Dunkelzellen und ermöglichten es, dass auch Menschen in voller Lebensgröße zu sehen waren. Später war es sogar möglich, dass sich sechs Personen im Bild bewegten. Die "Bühne", wie jetzt die Dunkelzelle bezeichnet wurde, war trotzdem so winzig, dass jeder größere Schritt bereits aus dem Bild herausführte. Was natürlich auch extrem schwierig war, da die Bühne in völliger Dunkelheit lag. Man behalf sich damit, weiße Striche als Markierung auf den Boden aufzuzeichnen. Eine Person war dafür zuständig, zu überprüfen, dass diese Striche nicht übertreten wurden. Denn dies bedeutete, dass man sich außerhalb der Aufnahme befand.
Es ist nicht bekannt, dass sich Dr. Goebbels und der Führer jemals in einer Dunkelzelle abtasten ließen.
Zwei Jahre nach der Eröffnung des deutschen Fernsehens 1935 gab es schätzungsweise erst etwa 75 Heimempfänger. Im Vergleich mit dem Hörfunk steckte das Fernsehen noch in den Kinderschuhen. Die Hörerzahl des deutschen Rundfunks schätzte man dagegen mit 8 167 957 Hörern zu der größten in Europa.
Einer der Gründe hierfür war, dass das Signal nur in Berlin und Umgebung empfangen werden konnte. Des weiteren waren die Fernsehgeräte so teuer, dass sie nicht für jedermann erschwinglich waren. 1935 kostete ein Fernsehempfänger bis zu 2 500 Reichsmark, so dass die Geräte nicht auf dem Markt angeboten wurden. Auch durch die schlechte Bildqualität aufgrund der niedrigen Zeilenzahl von 180 Zeilen bei einer Größe des Bildschirms von 23 mal 26 Zentimetern ging die Entwicklung nur schleppend voran.
Um das Volk für die Idee des Fernsehens zu gewinnen, wurden ab 1935 von der Reichspost so genannte öffentliche Fernsehstuben in Postämtern eingerichtet.
Die erste Fernsehstelle, die schon zwei Wochen nach Aufnahme des Sendebetriebes am 9. April 1935 im Berliner Reichspostmuseum Ecke Leipziger/Mauerstraße eröffnet wurde, hatte nur 30 Plätze. Fernsehen konnte man auf 2 Geräten, deren Bildschirmgröße gerade mal 18 mal 22 Zentimeter betrug.
Den Tag über liefen in solchen Fernsehstuben Fernseh-Versuchssendungen und Musik, abends wurde ein zweistündiges Informations- und Abendprogramm geboten.
Auch gab es Fernsehstuben außerhalb Groß-Berlins. So wurde am 13. Mai 1935 in Potsdam und Leipzig eine Fernsehstube eingerichtet, ein Kabel führte auch nach Hamburg.
Kontinuierlich wurden neue Fernseh-Stellen eingerichtet. Diese Fernsehstuben wurden aber oft nicht aus Interesse für das Programm aufgesucht, sondern weil man sich für die technische Erneuerung interessierte oder weil es schlichtweg gut geheizt war.
Viele Fernsehstuben, deren Eintritt meist kostenlos waren, standen in "einfacheren" Wohngegenden. Die Bewohner konnten sich eine Kinokarte oft nicht leisten. Die Post bemühte sich, immer neue Fernsehstellen einzurichten, insbesondere vor größeren politischen Ereignissen, z.B. Funkausstellungen oder Parteitagen. Am Ende dieser Entwicklung waren 150 000 Zuseher zu verzeichnen. Alle diese haben es anscheinend aber versäumt, ihren Nachkommen beizubringen, dass das deutsche Fernsehen nicht erst nach dem Kriege - durch die Güte der Amerikaner und Briten - eingerichtet wurde.
Bis zur Olympiade 1936 wurden im Großraum Berlin fünfzehn Fernsehstuben eröffnet, andere Quellen nennen sogar 25 Fernseh-Stellen. Außerdem waren über Kabel Potsdam und Leipzig, 1941 auch Hamburg angeschlossen.
Im Herbst 1935 folgte die erste »Fernseh-Großbildstelle« für 294Zuschauer, im Jahr 1936 eine Zweite mit 120 Plätzen; 1941 wurde der denkmalge- schützte Bechstein- Saal in der Berliner Linkstraße mit 200 Plätzen in ein Fernseh-Kino umgewandelt. Die Programme wurden dabei in einem Zwischenfilmverfahren auf Zelluloid gespeichert und anschließend wie herkömmlicher Film auf eine Leinwand projiziert.
Man griff also gezielt auf das Kino zurück. Diese Vorführungen waren erste Beispiele einer Kooperation von elektronischen und fotografischen Produktionsverfahren. Es blieben lokale Pilotprojekte.
Ende 1943 mussten die Hamburger Fernsehstellen ihren Betrieb einstellen; die BerlinerFernsehstuben und Großbildstellen arbeiteten ungefähr bis Herbst 1944.
Trotz fehlender Reichweite entwickelte sich nach Inbetriebnahme ein Kompetenzstreit zwischen Propaganda-Minister Josef Goebbels, Reichspostminister Wilhelm Ohnesorge und dem Reichsminister für Luftfahrt, Hermann Göring, über die Fernseh-Zuständigkeit. Als Initiatorin und Veranstalterin langjähriger Fernsehexperimente wollte die Post beim Fernsehen nicht so schnell ausmanövriert werden, wie sie sich dies im März und Juni 1933 durch das Propagandaministerium beim Rundfunk hatte gefallen lassen. Göring verbündete sich mit dem Reichspostminister; gemeinsam mit diesem setzte er bei Hitler den »Erlass des Führers und Reichskanzlers über die Zuständigkeit auf dem Gebiet des Fernsehens« vom 12. 7. 1935 durch.
Darin hieß es:»Mit Rücksicht auf die besondere Bedeutung des Fernsehwesens für die Flugsicherung und den nationalen Luftschutz ordne ich daher an: Die Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Fernsehwesens gehen auf den Reichsminister der Luftfahrt über, der sie im Benehmen mit dem Reichspostminister ausübt«
Welche Bedeutung das Fernsehen für die Rüstung hatte, unterstrich ein Patent, das am15. 7. 1935, also drei Tage nach dem Fernseh- Erlass, von Postrat Dr. Weiß von der Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost ein gereicht wurde.
Es war ein System, um “mit Hilfe des Fernsehens die Lenkung unbemannter Fahrzeuge oder Torpedos durchzuführen”. Wichtig erschien den Monopolvertretern im Reichspostministerium vor allem eine Anwendung dieses Gedankens auf den oder die Berichterstattung vom Nürnberger Parteitag 1937 gewesen sein, obwohl dafür speziell ein Breitbandkabel von Berlin nach Nürnberg gelegt wurde.
Technisch hatte sich das Fernsehen bis zum Zweiten Weltkrieg dahingehend weiter entwickelt, daß ab 1935 ein Zellensprungverfahren eingeführt worden war, das das Flimmern des Bildes verdeckte, indem ein Bild in zwei Halbbildern abgetastet wurde (erst die geraden, dann die ungeraden Zeilen). Damit erzielte man eine scheinbare Bildwechselzahl von 50 anstatt der eigentlichen 25 Bilder pro Sekunde.
Am 15. Juli 1937 erklärte der Reichspostminister 441 Zellen bei 50 Halbrastern/s zur endgültigen deutschen Fernsehnorm. Diese Obergrenze war durch die Übertragungstechnik gesetzt.
Zwar gab es erste Versuche für Hochauflösendes Fernsehen mit 729 und 1029 Zellen, was allerdings nur militärisch für die Luftaufklärung genutzt wurde. Auf dieses Ziel hin wurde das Fernsehen überhaupt sehr schnell modifiziert.
In Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt der Reichspost wurde ab 1940 an einer Fernseh-Lenkeinrichtung für Bomben gearbeitet. Die Technik wurde zwar verbessert, doch: Trotzdem wurden bei 60 bis 80 Probewürfen in Peenemünde und Jesau auf der Kurischen Nehrung nur etwa 2 % Volltreffer erzielt, einmal weil die Fernseh-Lenkeinrichtung nur beim Fehlen jeglicher elektrischer Störstrahlung und bei klarer Sicht befriedigend arbeitete, zum anderen aber auch deshalb, weil bei dem ungewohnten Bildlenkverfahren der Bombenschütze der Gleitbombe leicht zu starke Ruderausschläge erteilte, die dann bei der hohen Endgeschwindigkeit nicht mehr korrigierbar waren.
In den USA ging die Forschung in eine ähnliche Richtung. Bei RCA hatte Vladimir Zworykin, der die elektronische Kameraröhre entwickelt hatte, mit einem Team schon 1935 Arbeiten abgeschlossen »for the implantation of a miniature vidicon camera in the noseof a flying missile«
Während des Zweiten Weltkrieges wurden ähnliche Techniken in der Praxis eingesetzt:
»Kinescope recording received its first practical use during WW II when it was used by the Air Force to record images transmitted from TV cameras on board experimental missiles and rockets«
Ein spezieller Einsatz war die Beobachtung von V2-Raketenstarts in Peenemünde. Trotz aller Kritik am System schwingt bei Bruch immer der Stolz über die Technik mit – bis zum Ende: »Als 1945 die Russen in Berlin einmarschierten, stand eine der modernsten Fernsehanlagen ihrer Zeit, vollautomatisiert, von meinen Mitarbeitern für Peenemünde entwickelt, versandfertig bereit. Peenemünde war längst zerstört, und die eigentlichen Auftraggeber für diese Anlagen waren vielleicht tot?! Das Fernsehen schien für uns zu Ende«
Ein Beispiel für die militärische Nutzung des Fernsehens gibt Lertes. Die bereits im Ersten Weltkrieg genutzte Bildtelegrafie sei ausbaufähig. »Sie wird jedoch für die Kriegsführung geradezu katastrophal, wenn das Fernsehen gelingt, denn dann könnte einem aufklärenden Flugzeug überhaupt nichts mehr verborgen bleiben«
In der Regel wurde das Fernsehprogramm vom Sender Nipkow in Berlin 1935 an drei Tagen (Montags, Mittwochs und Samstags) von 20.30 Uhr bis 22.00 Uhr und Sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr gesendet. Ausnahmen waren durchaus möglich. Nach der Hälfte der Sendezeit wurde eine Pause eingelegt und das Publikum im Sendesaal ausgetauscht.
Natürlich führte dies zu Missstimmungen auf der Seite der TV- Zuseher. Daher stieg man ab Januar 1936 auf einen Schichtbetrieb um. Das hatte zur Folge, dass der Programmablauf auf eine Stunde gekürzt und dann im Anschluss komplett wiederholt wurde.
Die Arbeitsbedingungen für die Sendungen "Wir senden Frohsinn - wir spenden Freude" erschwerten sich, weil man mit Bombenangriffen rechnen musste. Einige Übertragungen fielen daher aus, ganz eingestellt wurden sie wahrscheinlich im Sommer 1944.
Da an den übrigen Tagen "Konserven" über den Sender liefen, waren nicht mehr so viele Mitarbeiter notwendig. Diese zogen die Arbeit der Truppenbetreuung der in den Rüstungsbetrieben vor, deshalb musste eine Alternative gefunden werden. Begleitend zum Fernsehprogramm bildete sich aus dem Paul-Nipkow-Ensemble eine Art Wanderbühne, die ihr Programm direkt in den Lazaretten aufführten.
Im September 1944 verbot Goebbels das Kulturleben, infolgedessen kamen das Fernsehprogramm und die Wandertruppe zum Erliegen. Viele Bühnenkünstler mußten nun doch an die Front.
Der letzte "Atemzug" vor dem endgültigen Aus, war ein Wanderkino. Zwei Einheiten führten in Lazaretten und Flakstellungen Filmbeiträge aus dem Archiv des Paul-Nipkow-Senders vor. Im Frühjahr 1945 wurden die Vorführungen eingestellt.
Ab dem 23.11.1943 konnte das Programm nur noch per Breitbandkabel übertragen werden, da die Sendeeinrichtungen von den alliierten Bombern vernichtet worden waren.. Der Sendebetrieb kann nur durch Filmkonserven aufrechterhalten werden. Kurz nach diesem schweren Rückschlag beschränkte sich die Live-Sendungen des Senders nur noch auf die freitäglichen Übertragungen aus dem Kuppelsaal im Haus des Sports auf dem Reichssportfeld. Diese enden am 21. Juni 1944.
Trotz der Reduzierungsmaßnahmen werden bis zuletzt Pläne für die Zeit nach dem Krieg entwickelt. Am 19. Oktober 1944 gibt das Propagandaministerium (RMVP) bekannt, dass bis Kriegsende die Weiterentwicklung des Fernsehens gestoppt wird.
Unter der Maxime des "totalen Kriegseinsatzes" findet der Sendebetrieb beim Fernsehsender Paul Nipkow sein Ende. Bis zur Kapitulation am 8./9. Mai 1945 betätigen sich die Mitarbeiter des Senders als Filmvorführer in Lazaretten.
Im Zuge der Kapitulation fallen die technischen Geräte und Apparate in die Hände der Sowjetstreitkräfte. So werden ca. 10.000 Dias von Rotarmisten auf den Boden geworfen und zertreten. Das ist das Ende einer Geschichte, die in den 20er Jahren ihren Anfang genommen hatte.