Need Pic of General der Artillerie Fritz Lindemann

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Sean Chae
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Need Pic of General der Artillerie Fritz Lindemann

Post by Sean Chae » 28 Jul 2003 16:17

Hi,

I'm looking for a picture of General der Artillerie Fritz Lindemann.
Despite the notedness for 20th Jul plot, It seems too hard to find his photo except for some poor-quality paints.
Does anyone have a nice photo of him?

Thanx in advance,
Sean

P.S. I'm also looking for a pic of General der Panzertruppe Georg Jauer.

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Stauffenberg II
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Post by Stauffenberg II » 16 Mar 2005 08:48

requested on: Mon Jul 28, 2003
delivered on: Wed Mar 16, 2004

Gen. d. Art. Friedrich Lindemann, Source: GDW

Image

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Dieter Zinke
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The bio of Fritz Lindemann (sorry, but in german)

Post by Dieter Zinke » 16 Mar 2005 14:31

Fritz Lindemann
General der Artillerie

Er war 1919 bei den 6 Offizieren, die auf Anforderung des Grafen von Brockdorff- Rantzau die Delegierten und die Akten der Deutschen Friedensdelegation in Versailles schützen sollten.

Während seiner Zeit im Ministeramt / RWM (bis 1929 unter Kurt von Schleicher) war er dessen Beobachter in Reichstagssitzungen. Pflegte gute familiäre Beziehungen zum Ehepaar von Schleicher bis zu dessen Ermordung 1934 im Umfeld der Röhm-Affäre; die Umstände verstärkten Lindemanns oppositionelle Einstellung.
Nachdem er seit 1922 eine illegale Generalstabsausbildung der Reichswehr absolviert hatte, übernimmt er Ende der zwanziger Jahre selbst die Ausbildung von Offizieren.
1933 erfolgt ein Studienaufenthalt in den USA, danach ist er Lehrer für Taktik und Kriegsgeschichte sowie Hörsaalleiter bei den Offizier-Lehrgängen in Berlin (seit 01.10.1932 als Generalstabsoffizier, seit 01.10.1935 an die Kriegsakademie versetzt).

01.07.1936 - 31.05.1938 Ia im Generalstab des X. Armeekorps

31.07.1938 Abschied; Oberst z.V.

Von 1938 bis August 1939 ist er militärpolitischer Mitarbeiter der “Kieler Neuesten Nachrichten“ und beim “Hamburger Fremdenblatt“.

Dann Kommandeur des AR 27 (00.10.1939 - 00.04.1941). (since 11.10.1941 Artillerie-Regiments (mot.) 27)
Er wird am 15.10.1939 von der Funktion als Stadtkommandant von Chelm entbunden, weil er sich zu sehr, neben der Wiederherstellung der Infrastruktur, um das polnische Lazarett und die Linderung des Flüchtlingselends bemüht hatte.

Seit 06.05.1941 Artillerie-Kommandeur 138 (nach Otto Lancelle)

Seit 11.02.1942 mit der Führung der 132. Infanterie-Division beauftragt und seit 11.03.1942 Kommandeur der 132. Infanterie-Division:
Seine 132. ID hatte von 22.06.1941 bis Ende 09.1942 außergewöhnlich hohe Verluste (19.735 Mann, darunter 536 Offiziere) beim Angriff auf Sewastopol bzw bei der Schlacht südlich des Ladoga-Sees. Dieser umfassend gebildete, einer Revanche- und Eroberungspolitik ablehnend gegenüber stehende Offizier mit einem fundierten und unabhängigen Urteil auf historischem Gebiet sowie insbesondere auch in wirtschaftlichen Fragen wehrte sich gegen die Einflussnahme der Partei im Heer allgemein und insbesondere im Ostfeldzug mit seiner Ausrottungs- und wirtschaftlichen Eroberungspolitik.

20.08.1943 Führerreserve.
01.10.1943 mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Generals der Artillerie beim Chef des Generalstabes des Heeres beauftragt.
Nachdem er am 01.12.1943 Waffen-General der Artillerie beim OKH geworden war, traf er zahlreiche Generale und Offiziere des Widerstands, die er seit Jahrzehnten kannte. Er nutzte seine Reisemöglichkeiten zunehmend, um Kontakte zu den militärischen Verschwörern zu knüpfen, von denen Hellmuth Stieff und andere zu seinen engen Freunden zählen. Bald war er aktiv an den Vorbereitungen zum Attentat gegen Hitler beteiligt. Innerhalb dieses Kreises hielt er auch Kontakt zu Hjalmar Schacht und Friedrich Flick, arbeitete Becks geplante Rundfunkrede aus und sollte im Propandaapparat der Regierung der Verschwörer tätig werden. Er war vielleicht der politischste Kopf unter den Generalen der Verschwörer.
Im Zweiten Weltkrieg ist er an den Kämpfen in Polen, Frankreich und der Sowjetunion beteiligt und,

Taucht nach dem 20. Juli unter, seit 21.07.1944 in der Führerreserve. Es gelingt ihm zunächst, sich bei Verwandten in Dresden zu verbergen. Als man seine Beteiligung an der Verschwörung entdeckt, wird Fritz Lindemann in Berlin von Erich und Elisabeth Gloeden aufgenommen, die sich auch um jüdische Verfolgte bemühen.
Am 05.08.1944 wegen seiner Teilnahme an den Vorbereitungen zum Attentat vom 20.7.1944 und der Verschwörung aus dem Heer ausgestoßen und vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Als “Deserteur“ wird er gegen Aussetzung einer Belohnung von 500.000 Reichsmark gesucht.
Die Gestapo verhaftet Fritz Lindemann nach einer Denunziation am 3. September 1944 und verletzt ihn dabei schwer. Er stirbt am 22.09.1944 im Staatskrankenhaus der Polizei Berlin, Berlin W 15, Kaiserallee 20, an den Folgen eines Bauchschusses, den er im Handgemenge bei seiner Verhaftung erhalten hatte.
Zusammen mit anderen Helfern wird das Ehepaar Gloeden im November 1944 zum Tode verurteilt.

Er war verheiratet mit Lina von Friedeburg, mit der er eine Tochter und zwei Söhne hat. Der mit ihm verwandte Amiral von Friedeburg, seinerzeit Kommandierender Admiral der Unterseeboote, versuchte Oberfähnrich zur See Georg Lindemann, den Sohn des Generals, vor der Gestapo zu retten. Dieser wurde aus der Wehrmacht ausgestoßen und überlebte den Krieg. Die Verwendung des Admirals zugunsten der inhaftierten Frau des Generals Lindemann bei Himmler blieb erfolglos.

Lina Lindemann wurde am 28.07.1944 von der Gestapo ins Karmelitergefängnis Koblenz verschleppt. Sie hatte ihrer Schwester Ilse-Margot von Hohenzollern-Sigmaringen, die einen Unfall erlitten hatte, auf Schloss Namedy bei Andernach den Haushalt geführt.
Lina Lindemann kam über Gefängnisse in Vallendar und Altenkirchen ins Frauen-KZ Ravensburg und in das KZ Stutthof bei Danzig. Dort waren schon weitere “Sippenhäftlinge“ (Stauffenberg, Goerdeler etc.). Im April 1945 kam sie zunächst ins KZ Dachau, und wurde mit insgesamt 99 Ehren- bzw Sonderhäftlingen (u.a. Schacht, Generaloberst Halder, Martin Niemöller, Kurt Schuschnigg, die Generale Georg Thomas und von Falkenhausen sowie OT i. G. Bogislaw von Bonin) nach Südtirol verlegt, wo sie in Niederdorf (Villabassa) nördlich von Cortina d’Ampezzo zuerst von deutschen Heereseinheiten der SS-Bewachung entrissen werden und dann in US-Gefangenschaft kommen.

DZ
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Stauffenberg II
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Re: Need Pic of General der Artillerie Fritz Lindemann

Post by Stauffenberg II » 28 Dec 2017 12:20

Here some info from T78 R818 on his active duty:

Oberstlt. i. G. 01.10.1934 (26)
Oberst i. G. 01.04.1937 (21)

Stammwaffe: Feldartillerie
01.10.1928: Reichswehrministerium
01.07.1929: A. R. 3 Bttr. Chef
01.10.1932: Fortbildungskursus
01.09.1933: Kriegsakademie
01.07.1936 (HL1936)/15.07.1936 (HL1935): Gen. St. X. A. K. (Ia)
01.06.1938: Sonst. Offz. (StO Hamburg)
31.07.1938: Ausgesch.

Englischer Hilfsdolmetscher

Jürgen

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Stauffenberg II
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Re: Need Pic of General der Artillerie Fritz Lindemann

Post by Stauffenberg II » 28 Dec 2017 12:51

And here the reason why he had to retire on 31.07.1938 (NARA T-78 R818):
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iggy88
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Re: Need Pic of General der Artillerie Fritz Lindemann

Post by iggy88 » 01 Aug 2018 04:14

From Tätigkeitsbericht IIa/XXX. AK:
"Im Auftrage des Königs von Rumänien überreicht General Manoliu, Kommandeur der 4. Rum. Geb.Brigade, im Beisein des Kommandierenden Generals, Generalleutnant Fretter-Pico, den höchsten rumänischen Kriegsorden ‚Michael der Tapfere‘ an Generalmajor Lindemann, Kommandeur der 132. Inf.-Division.“ (08 Apr 1942)

graveland
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Re: Need Pic of General der Artillerie Fritz Lindemann

Post by graveland » 01 Aug 2018 11:58

Thank you, iggy88, Dieter & Stauffenberg II.

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