Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes /all recipients/pics

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Elwyn W
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Othmar Wolfan

Post by Elwyn W » 02 Jan 2010 02:33

Posting on behalf of my partner in crime Alex again:
ObstLt Othmar Wolfan

Cheers
Freiherr ... and Harmel :D
Othmar Wolfan ( 00.00.1945 RK KVK mS)
* 19.08.1894 Wien
† 1990

He was in WWI pilot Austro-Hungarian Army Air Service (k.u.k. Luftfahrtruppen) with 1 victory.

The son of an Austrian Rail Official was born in Vienna.
His father transferred the family to Olmütz, and in 1913 he graduated from school as top of the class.
He was accepted into the Franz Josef Military Academy and commissioned Leutnant in the k.k. Landwehr Ulanen Regiment Nr. 2 in Hohenmauth / Bohemia (now: Vysoké Mýto / Czechia)
May 1915 sent to the Russian front but on the 14th Sept 1915 he was badly wounded and awarded Military Honour medal,
and on April 1916 made Oberleutant and received the Military Honour Medal(Silver).
30/11/1917 joined the k.u.k. Air Service and
went to Flik 8 Air Trg Unit in Austria, then to Flik 10 in Cracow.
1918-sent to Feldfliegerschule at Campo Formido on the Italian Front,
then to Flik 56j,
where on 1/8/1918 had his first kill,
but in Sept again he was badly injured while attacking British planes he had a bad jaw injury and sent to hospital in Vienna.
After wars end he returned to Olmütz where he joined the Czech Air Force till Oct 1920.

29.06.1942 - 00.10.1942 Kommandeur Fliegerhorst-Kommandantur E 50/VI in Kirkenes (Norway)
In 00.10.1942 renamed Fliegerhorst-Kommandantur A 208/III
15.06.1944 - 21.01.1945 Kommandeur Fliegerhorst-Kommandantur E (v) 216/III in Kemijärvi (Finland)

It was said by his son that he received his KCWSC secretly as it was said he got it for spying which is interesting.

Source Guy Baldwin-The Armourer Militaria Magazine 2006

Meindl/Schroeder/Tötschinger: Des Kaisers letzter Feldpilot - Othmar Wolfan Weishaupt Graz
Jacek wrote: From Wehrmacht-Awards.com by Sebastian Bianchi
... A minority of recipients were not announced in the press in order to protect the sensitive work in which they were involved. This was the case of .... the one to Luftwaffe Oberstleutnant Othmar Wolfan, who was on the staff of Kommandierender General der Deutschen Luftwaffe in Finland. He was recalled to Berlin in the last days of the war, presented with the award, and promoted to another position before going into Russian captivity as the Third Reich capitulated...
Look at http://www.wehrmacht-awards.com/war_mer ... _cross.htm

Regards
D. Z.[/quote] D. Z.
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Gastolli
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Re: Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes /all recipients/p

Post by Gastolli » 16 Apr 2010 19:40

Oberfunkmeister Klaus Hoelck (RK KVK mS 21.02.1944)
* 10.02.1913 in Wrohm / Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein)
+ 14.04.1984 in Heide/Holstein (source: DD Berlin, Standesamt; courtesy of "Chris44"))

00.11.1939 Funkmeister
00.09.1940 Oberfunkmeister

01.04.1933 Eintritt in das Heer
06.11.1939 in der Werkstatt-Kompanie des Panzer-Regiments 6
22.02.1945 zur Heeresnachrichtenschule II, Glatz/Schlesien, kommandiert
D. Z.
Here's "something" from the German Archives, file-group RH 7

****************

Panzer-Werkstattkompanie, Panzer-Regiment 6
O.U, den 15. Dezember 1943

Vorschlagliste Nr. 1 für die Verleihung des Ritterkreuzes zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern

O.U., den 15.12. 1943

gez. Fiehl
Hauptmann und Komp.-Chef

An Oberkommando des Heeres
Pa 1. Staffel
a.d.D.

Hoelck, Klaus
geb. 10.02.1913 in Wrohm, Holstein, Krs. Dithmarschen
Oberfunkmeister (akt.)
Führer der Nachrichtenwerkstatt und Leiter der Abt. V (N) des Regiments seit 21.8.1939

Diensteintritt: 1.4.1935
Friedenstruppenteil: Panzer-Regiment 6

Auszeichnungen:
29.07.1940 = K.V.K. 2. Kl. m. Schw.
01.09.1942 = K.V.K. 1. Kl. m. Schw.


Kurze Begründung und Stellungnahme der Zwischenvorgesetzten:
Oberfunkmeister Hoelck gehört seit der Aufstellung des Regiments am 15.10.1935 zum Regiment.

Seine Verdienste im Krieg und Frieden auf dem Gebiete des Nachrichtenwesens sind außergewöhnlich groß. Da der Funk das einzige Führungsmittel einer Panzereinheit im Kampf ist, ist Holck’s Anteil an den Erfolgen des Regiments und somit an den erfolgreichen Einsätzen in Polen, Frankreich und Russland sehr erheblich.

In den Jahren 1935 bis 1939 hat er das Regiment nachrichtentechnisch verschiedene Male neu ausgestattet. Er hat tagsüber die Instandsetzungsarbeiten und die Erprobung der Funkgeräte durchgeführt, sowie die Panzerkampfwagen ausgerüstet. Die umfangreiche Schreibarbeit, die für die Beschaffung und den Nachweis des Geräts erforderlich war, hat er freiwillig nach dem Dienst bis in die späten Abendstunden eigenhändig erledigt.

Dazu hat er eine vorbildliche Nachrichtenwerkstatt aufgebaut. Durch einen unerhörten Fleiss ist es ihm gelungen, nebenher auch noch seine Meisterprüfung als Elektromechaniker abzulegen. Dieses gab ihm die Grundlage, hervorragendes Personal für die Nachrichtenwerkstatt, und Funkmechaniker für die Kompanien des Regiments auszubilden.

An der Entwicklung und Erprobung des Geräts hat er sich führend beteiligt. Er hat alle Anregungen und Bedingungen seiner Vorgesetzten, die sich bei Übungen als taktisch notwendig erwiesen, restlos erfüllt. So hat er Panzerbefehlswagen immer mit eigenen Mitteln gut ausgestattet und Rahmenantennen entwickelt, die sich bestens bewährt haben.

Bei Aufstellung von zwei Panzerkompanien für die Legion Kondor hat er die Nachrichtenausstattung vollzogen. Am Feldzug in Spanien hat er selbst teilgenommen und diese Kompanien nachrichtentechnisch erstklassig betreut. Er hat sich hier das Spanienkreuz in Silber erworben.

Danach hat er als letzte Vorbereitung für den Einsatz auf Grund seiner nun schon sehr großen Erfahrungen die Funkwerkstatt im Rahmen der Panzerwerkstattkompanie des Regiments mustergültig aufgestellt.

Er hat somit als sein Verdienst zu buchen, daß das Regiment nachrichtentechnisch sehr gut ausgestattet und mit bestem Nachrichten-Fachpersonal gut vorbereitet in den Einsatz zog.

Seit dieser Zeit leitet Hoelck die Funkwerkstatt und bearbeitet das Aufgabengebiet der Abteilung V (N) des Regiments.

Während der Feldzüge im Polen und Frankreich ist ihm die Instandhaltung der Funkanlagen in den Panzerkampfwagen trotz der vielen Beschußschäden voll und ganz gelungen. Durch seinen unermüdlichen Arbeitseifer und großen Fleiss war es möglich, auch größere Instandsetzungsarbeiten an den Funkgeräten selbst durchzuführen. Es ist hierdurch erreicht worden, daß kaum Ausfälle und Nachschubschwierigkeiten, die durch den schnellen Vormarsch bedingt waren, aufgetreten sind. Es ist nie vorgekommen, daß ein Panzerkampfwagen wegen Funkschäden nicht einsatzbereit war. Er hat selbst Funkgeräte in die Bereitstellungsräume gebracht und dort in die Panzerkampfwagen eingebaut.

Der Russlandfeldzug stellte Hoelck vor besonders große Schwierigkeiten. Die Ausfälle durch Beschuss wurden zahlreicher und Witterungseinflüsse, besonders die Nässe während der Regen- und Schlammperiode, bedingten neue grosse Schäden am Funkgerät. Die Ersatzteilfrage spitzte sich immer mehr zu.

Um diese Lage zu meistern, machte es sich Hoelck zum Grundsatz, es darf jetzt möglichst keine Totalausfälle mehr geben.

Aus jedem zerschossenen Kampfwagen, auch aus solchen, die auf dem Schlachtfeld liegenblieben, wurden die Funkgeräte geborgen. Vollkommen zertrümmerte Geräte schlachtete er zur Ersatzteil- und Materialgewinnung aus.

So hat er nach der großen Abwehrschlacht bei Slobin im Juli 1941, bei der nur von einer Abteilung des Regiments 24 Panzerkampfwagen abgeschossen wurden, aus 10 Kampfwagen die ausbrannten und dem Russen nachher in die Hände fielen, in einer Nacht die wertvollen Funkgeräte geborgen. Mit diesen Geräten konnte er die übrigen schwer beschädigten Panzerkampfwagen wieder einsatzbereit machen.

Auch durch die danach folgende Kesselschlacht bei Kiew, den Vormarsch auf Tula und die harten Winterkämpfe im Jahre 1941 auf 1942, die sehr große Materialausfälle nach sich zogen, ist kein Fall eingetreten, daß Mangel an Ersatzteilen, oder Fehl an Nachrichtenmitteln, Ausfälle von Panzerkampfwagen bedingten.

Hoelck hat der Truppenführung in den schwierigsten Lagen, besonders im Winter 1941/1942, wo das Regiment in großem Raum weit verzweigt eingesetzt war die erforderlichen Nachrichtenmittel zur Verfügung gestellt und dadurch erheblich Anteil an dem erforderlichen Gelingen dieser Kämpfe.

Nach kurzer Auffrischungszeit im Mai 1942 hat Hoelck die weiterhin schwierige Instandhaltung des Geräts beim Vormarsch zum Kaukasus und während des Rückzuges meisterhaft bewältigt. Eine ganz besondere Leistung hat er bei den großen Abwehrkämpfen um Charkow im Sommer 1943 vollbracht. Aus elf durch Beschuß und Minen beschädigten Geräten hat er innerhalb von 3 Tagen in unermüdlicher Tages- und Nachtarbeit 9 Geräte wieder vollwertig instandgesetzt.

Daneben hat er ohne Aufforderung, aus sich heraus, allen Truppenteilen der Division trotz Überlastung Geräte instandgesetzt und geholfen, wo zu helfen war.

Trotz der langenund ununterbrochenen Einsätze des Regiments ist es Hoelck gelungen, daß die Nachrichtenausstattung des Regiments immer in vollem Umfange brauchbar war. Seine Funkmechaniker sind durch Erfahrungen und dauernde Schulung, sowie sein persönliches Vorbild, immer besser geworden. Es kann behauptet werden, daß seine Funkwerkstatt ein Musterbetrieb ist.

Hoelck meistert jede Lage und hat durch seinen unerhörten Eifer und seine Einsatzfreudigkeit sich so große Verdienste erworben, daß die Auszeichnung mit dem Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern voll und ganz als gerechtfertigt erscheint.

gez. Fiehl
Hauptmann u. Kompanie-Chef


Der Vorschlag wird sehr befürwortet, denn der Oberfunkmeister Hoelck hat sich während seiner 8-jährigen Tätigkeit im Regiment ganz außergewöhnliche Verdienste um Entwicklung, Ausbildung und Einsatzbereitschaft des Nachrichten-Apparates erworben. Somit entfällt ein entscheidender Anteil an den Kampferfolgen des Regiments auf seine Person.

Besonders verdient gemacht hat sich H. in dem Winter 1941/1942, wo das Regiment auf mehr als 400 km und auf 2 Heeresgruppen getrennt eingesetzt war. Nur durch seine Umsicht, ungewöhnlich große Arbeitskraft und seinen Ideenreichtum war es möglich, unter diesen schwierigen Verhältnissen die Panzerkampfwagen an den einzelnen Stellen mit Nachrichtenmitteln laufend auszustatten und zum Einsatz zu bringen. Nach Beendigung des Rückzuges im Frühjahr 1943 hat H. durch Findigkeit und unermüdlichen Einsatz das Regiment in vorbildlicher Weise mit Nachrichtengerät ausgestattet.

Über sein eigentliches ............................ (not readable) H. oft innerhalb der Panzerwerkstattkompanie als Vorkommando- oder als Ordonnanzoffizier Verwendung und hat auch hier vorzügliches geleistet und, soweit seine Erkundungen im gefährlichen Feuerbereich lagen, persönliche Tapferkeit bewiesen.

H. ist ein lauterer ........., ..................., (not readable) fleissiger, arbeitsamer Mensch, dessen Arbeit auch stets fruchtbar und erfolgreich war, der einfallreich und ohne von Vorgesetzten angetrieben zu sein, Außergewöhnliches geleistet hat. Er ist dieser hohen Auszeichnung in vollem Umfange würdig.

(Bernuth)
Oberst und Regimentskommandeur

* * * * * *

3. Panzerdivision
IIa Div.Gef.St., den 24. Dezember 1943

Stellungnahme zum Vorschlag des Panzer-Regiments 6 für die Verleihung des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern an Oberfunkmeister Hoelck.

Oberfunkmeister Hoelck hat sich zwar hervorragende Verdienste um das Nachrichtenwesen des Regiments erworben, jedoch sind seine Leistungen nicht so überragend, dass man von einer entscheidenden Auswirkung für die Kriegsführung sprechen kann. Ich vermag daher den Vorschlag auf Verleihung des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern nicht zu befürworten.

Ich halte eine Auszeichnung mit dem Deutschen Kreuz in Silber für gegeben.

Md.F.b.

(Bayerlein)
Generalmajor

* * * * * *

Der Oberbefehlshaber A.Gef.St., den 4.1.1944
der 8. Armee

Auch ich halte die Verleihung des Ritterkreuzes zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern an Oberfunkmeister Hoelck für nicht hinreichend begründet.

Die vom Kommandeur der 3. Pz.Div. vorgeschlagene und vom kommandierenden General des III. Pz.Korps befürwortete Auszeichnung durch das Deutsche Kreuz in Silber vermag ich gleichfalls nicht zu befürworten, da H. im September 42 durch das K.V.K. 1. Klasse ausgezeichnet wurde und seine Leistungen und Verdienste seit dieser Zeit nicht so überragend und vielfach sind, daß sie diese Auszeichnung rechtfertigen.

(Wöhler)
General der Infanterie

* * * * * *

Oberkommando der Heeresgruppe Süd
Abt. IIa – Az. 29 H.Qu., den 6.1.1944

Betr.: Vorschlag zur Verleihung des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes.

-1- Vorschlag, doppelt

An
Oberkommando des Heeres
PA 1. Staffel

In der Anlage wird ein Vorschlag zur Verleihung des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes an

Oberfunkmeister Hoelck, Pz.Rgt. 6 (3. Pz.Div.)

vorgelegt.

Da Oberfunkmeister Hoelck bisher nur das Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse besitzt, sind die Voraussetzungen zur Verleihung der beantragten Auszeichnung nicht voll erfüllt.

Auch kann ich auf Grund der Stellungnahme des Oberbefehlshabers der 8. Armee, der ich mich anschließe, die Verleihung des Deutschen Kreuzes in Silber nicht befürworten.

Der Oberbefehlshaber
(v. Manstein)

* * * * * *

Der Chef des Heeresnachrichtenwesens H.Qu., den 29. Januar 1944
Az. 29 Z 1 Nr. 768/44 Fspr. (A) 2135

Betr.: Vorschlag für Verleihung des Ritterkreuzes zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern an Obfm. Hoelck, Pz.Rgt. 6
- 1 – Anlage (5 Blatt)

An
HPA / P5 1.Staffel

Ich kann mich der Stellungnahme des Divisionskommandeurs, Kommandierenden Generals und des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe Süd nicht anschließen, sondern möchte im Gegensatz dazu die Begründung des Kompaniechefs und des Regimentskommandeurs des Pz.Rgt. 6 unterstreichen.

Von der Ausstattung eines Panzerregiments mit Nachrichtenmitteln hängt die Einsatz- und Führungsmöglichkeit eines derartigen Regiments entscheidend ab. Wenn, wie das in der Begründung des Komp.Chefs betont ist, es der persönlichen Tätigkeit, dem Sachverständnis und der Einsatzbereitschaft des Oberfunkmeisters Hoelck zu danken ist, daß die Ausstattung mit Nachrichtenmitteln nicht nur immer wieder ergänzt, aufgefrischt und auf dem laufenden gehalten worden ist, sondern Oberfunkmeister Hoelck sich darüber hinaus durch eigene unermüdliche Tätigkeit stets bemüht hat, derartig komplizierte Geräte, wie sie Panzerfunkgeräte sind, in der von ihm geschaffenen Werkstatt mit eigenen Mitteln instandzusetzen und durch ausgebaute Teile aus zerschossenen Panzern zu ergänzen, in unmittelbarer Zusammenarbeit mit der Truppe immer wieder für die nachrichtentechnische Einsatzbereitschaft des Regiments zu sorgen, so muß man anerkennen, daß hier ein ganz besonderes kriegsentscheidendes Verdienst um die Einsatzbereitschaft des ganzen Regiments vorliegt.

Panzer sind nun einmal, das liegt in der Eigenart dieser Waffe, nur dann einsatzbereit und zu führen, wenn ihre nachrichtenteschniche Ausstattung einwandfrei arbeitet. Das hat Oberfunkmeister Hoelck erkannt und dementsprechend, unter Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit dafür gesorgt, daß für das Regiment die Bedingungen geschaffen wurden, die eine dauernde Kampfbereitschaft immer wieder ermöglichten.

Es kann durchaus sein und trifft in diesem Fall zu, daß ein Oberfunkmeister aus diesen Gründen ein außergewöhnliches Verdienst um die stete Einsatzbereitschaft eines ganzen Panzer-Regiments hat.

Ich befürworte daher die Verleihung des Ritterkreuzes zum Kriegsverdienstkreuz an Oberfunkmeister Hoelck wärmstens.

(Fellgiebel)


* * * * * *

Stellungnahme!
- - - - - - - - - - -
Alle Zwischenvorgesetzten (Div. – H.Gr.) lehnen R.K.z.K.V.K. ab, auch Chef HNW ! – D.K.i.S. – befürwortet durch Div.Kdr. und Kom.Gen. – wird durch beide O.B. ebenfalls abgelehnt.

In seiner Stellungnahme bringt Chef HNW zum Ausdruck, daß die Verdienste H.‘s auf nachr.techn.Gebiet entscheidend für den Einsatz des Pz.Rgt. 6 waren. Besitzt KVK. 1.Kl. s. 1.9.42.

Vorschlag: R.K.z.K.V.K. nein !
D.K.i.Silber unter Umständen ja !

Obfkm. H. wäre dann – abgesehen von 2 Werkmeistern – der erste Uffz. mit diesem Orden.

(...)

* * * * * *

Oliver

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
Addition for Hoelck from Oskar Munzel's Gekämpft- Gesiegt- Verloren:

Jan-Hendrik
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Gastolli
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Panzertruppe: Heeres-Hauptwerkmeister

Post by Gastolli » 17 Apr 2010 23:47

Well, so following is another one, also from the Panzertruppe (my Favorites of course) 8-)
Heeres-Hauptwerkmeister Wilhelm Benoit (RK KVK mS 13.09.1943)
* 26.06.1901 in Dortmund
-----------------
Vorschlag zum Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern


Heeres-Hauptwerkmeister Wilhelm Benoit / verliehen 13.09.1943

* * * * * *

Benoit, Wilhelm
geb. 26.06.1901 in Dortmund
Heereshauptwerkmeister
Werkstatt-Kp. Pz.Regt. 31

Auszeichnungen:
05.10.1940 = K.V.K. 2.Kl. m.Schw.
20.04.1942 = K.V.K. 1.Kl. m.Schw.

letzte Dienststellung: Heeres-Hauptwerkmeister Pz.Regt. 31
seit: 14.8.1939
Beruf: aktiv

Kurze Begründung und Stellungnahme der Zwischen-Vorgesetzten:
Heeres-Hauptwerkmeister Benoit hat seit der Aufstellung des Panzer-Regiments 31 im Herbst 1938 sein außergewöhnlich hohes handwerkliches Können und seine nie erlahmende Energie in den Dienst der Werkstatt gestellt. Die Werkstatt des Pz.Rgts. 31 ist sein Lebenswerk. In jeder Ecke spürt man Benoit. Peinlichste Ordnung, straffste Zusammenfassung der Arbeitsenergie, planvollstes Ineinandergreifen des Arbeitsgeschehens und emsigste Tätigkeit herrschen überall. „Die Panzer müssen schnell aus der Werkstatt und trotzdem müssen sie nach jeder Instandsetzung wie neu sein,“ das ist sein Grundsatz. Seine Panzerwagen verlassen ihn keinen Augenblick. Wenn die Arbeit in der Werkstatt ruht, entwirft er Vorrichtungen und Werkzeuge und probiert sie aus, um immer wieder den Arbeitserfolg der Werkstatt weiterzutreiben. Letzten Endes ausschlaggebend für den außergewöhnlichen stolzen Erfolg der Werkstatt aber ist der persönliche Einsatz in der praktischen Arbeit und das persönliche Vorleben dieses Werkmeisters. Solange auch nur ein Mann in der Werkstatt arbeitet, ist Benoit dabei. Keine Arbeit ist ihm zu gering, als daß er sie nicht persönlich überprüft, keine Arbeit ist ihm zu schwer, als daß er sie nicht selbst seinen Männern vormacht. Schwierigkeiten gibt es für ihn nicht. Das hat er in den beiden Rußland-Wintern bewiesen, wo sein Beispiel und sein Einsatz seine Männer immer wieder zu höchsten Leistungen mitrissen und so gerade der kämpfenden Truppe in den harten Wintermonaten starke Panzerwaffen zur Verfügung standen.

Als in den Januartagen 1942 die Front zurückgenommen wurde, standen 35 Panzer in und vor der Werkstatt in Porjetsche und als die letzten Soldaten Porjetsche verließen, war auch der letzte Panzer geborgen und instandgesetzt.

Während der folgenden Winterkämpfe musste die Division oft an bis zu 10 verschiedenen Stellen ihre Panzerwagen im Raum Juchnow, Gshatsk, Rshew, Wjasma und Beloj gleichzeitig einsetzen, trotzdem wurde die Werkstatt auch der dadurch entstandenen Überbeanspruchung gerecht. Bis 120 Panzerkampfwagen, die damals das Regiment zählte, durchliefen bis auf die Befehlswagen in den Monaten Februar und März 1942 sämtlich die Panzerwerkstatt und trotzdem hatte das Panzer-Regiment dauernd mehr Panzerkampfwagen einsatzbereit als Besatzungen, um se zu besetzen. Dieser Zustand dürfte nicht oft erreicht worden sein. In 15 Fällen konnten damals bereits als Totalschäden gemeldete Panzerkampfwagen durch das überragende Können des Hauptwerkmeisters Benoit wieder instandgesetzt werden. Durch einen weiteren Ausbau der Arbeitsmethoden konnte Benoit trotz oft schwierigster Arbeitsverhältnisse die Leistung der Werkstatt ständig steigern. Gerade während der letzten schweren Kämpfe im Raum von Orel ist das wieder besonders deutlich in Erscheinung getreten. So standen am 22. Juli 22 Panzerkampfwagen aus den schweren Kämpfen der vorausgegangenen Tage in der Werkstatt. Am 27.7. waren es nur noch acht. Alle anderen und die in der Zwischenzeit ausgefallenen Panzerkampfwagen waren wieder einsatzbereit.

Ich schlage Heeres-Hauptwerkmeister Benoit zur Auszeichnung mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes m. Schw. vor.

gez. Schanze
Oberst u. Kommandeur Panzer-Regiment 31

* * * * *

5. Panzer-Division, 18.8.1943

Das Wirken des Heeres-Hauptwerkmeister Benoit hat sich von jeher und ganz besonders wieder in der Orelschlacht entscheidend für die Kampfführung ausgewirkt.

Die starken Panzerausfälle in der Orelschlacht infolge der mehrfachen sowjetischen Panzerüberlegenheit, der großen Zahl sowjetischer Panzerabwehrwaffen und vor allem auch des Artilleriefeuers, verringerten schon in den ersten 3 Kampftagen die Einsatzzahl der Panzerabteilung erheblich. Die Division ließ Benoit wissen, wie brennend die Erhaltung der noch vorhandenen Panzer und ihre jeweils wieder schnelle Einsatzbereitschaft für die Gesamtlagen, nicht nur die der eigenen Division, sei.

In höchstem, pausenlosen Arbeitseinsatz wurde von ihm erreicht, daß die Zahl einsatzbereiter Panzer, von einigen Totalausfällen abgesehen, erhalten blieb. Nur mit dieser Panzerzahl konnte es der Division bei ihren zusammengeschmolzenen infanteristischen Kräften gelingen, die ihr befohlenen entscheidenden Aufgaben an der Resseta und Lowatjanke zu erfüllen, und zudem noch die Nachbardivisionen durch ihre Panzer zu unterstützen.

Heeres-Hauptwerkmeister Benoit ist als Soldat und als Werkmeister würdig, für seine entscheidenden Verdienste mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes m. Schw. ausgezeichnet zu werden.

Der Divisionskommandeur
gez. Faeckenstedt
Generalmajor

* * * * *

9. Armee, 22.8.1943

Die Verdienste des Heeres-Hauptwerkmeisters Benoit sind überragend und von entscheidender Auswirkung für die Kriegsführung. Ich schlage darum Benoit zur Verleihung des Ritterkreuzes zum Kriegsverdienstkreuz vor. Die Zwischenvorgesetzten befürworten den Vorschlag.

Der Oberbefehlshaber
gez. Model
Generaloberst

* * * * *

Der Chef des Heerespersonalamtes, Führerhauptquartier, den 12.9.43

Die Verdienste sind in diesem Falle zunächst mit dem dem deutschen Kreuz in Silber zu belohnen und hinreichend gewürdigt.

gez. Schmundt
Generalleutnant

* * * * *

Vor- und Zuname:
Wilhelm Benoit

Geb.Ort und Tag:
Dortmund, 26. Juni 1901

Dienstgrad:
Heeres-Hauptwerkmeister

Truppenteil:
Werkstatt-Komp./Panzer-Regiment 31

Friedenstruppenteil bzw. U.B.Kdo.: II./Panzer-Regiment 31

Genaue Heimatanschrift:
Ehefrau Julchen Benoit, Jägerndorf-Ostsudeten, Reckengasse 35

Diensteintritt:
1. August 1925

Seit wann in letzter Dienststellung:
14. August 1939

Beruf (falls nicht aktiv):
aktiv

Im jetzigen Kriege verliehene Kriegsauszeichnungen mit Datum:
03.10.1940 = K.V.Kr. 2. Kl. m.Schw.
20.04.1942 = K.V.Kr. 1. Kl. m.Schw.
15.08.1942 = Ostmedaille

bisherige Kriegsverwendung mit Angabe der Daten und Verwendung:
seit 14. August 1939 als Heeres-Hauptwerkmeister bei der Werkst.Komp./Pz.Rgt. 31

* * * * *
Cheers
Oliver

Gastolli
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Heeres-Hauptwerkmeister

Post by Gastolli » 18 Apr 2010 18:13

Heeres-Hauptwerkmeister Anton Sextl (RK KVK mS 13.09.1943)
* 26.07.1904 in Ingolstadt,
+ 28.08.1944 KIA near Paris

10.11.1938 Heereswerkmeister
01.11.1939 Heeresoberwerkmeister
01.08.1942 Heereshauptwerkmeister

01.09.1942 KVK I mit Schwertern
00.00.1943 EK II

Panzer-Instandsetzungs-Kompanie des Panzer-Regiments 35
at last: Heeresschule z.G. (mot.) Lehrgang B, Wünstorf
http://www.wehrmacht-awards.com/forums/ ... 64&page=38
http://www.militaria-lexikon.de/katalog ... kvkms.html
http://www.struemer-phaleristik.de/57/a ... krkms.html
http://www.militaria-archiv.com/showthr ... 91&page=11
D. Z.

********************

Vorschlag zum Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern


Heeres-Hauptwerkmeister Anton Sextl / verliehen 13.09.1943

* * * * * *

Sextl, Anton
geb. 26.07.1904 in Ingolstadt
Heereshauptwerkmeister
I./Pz.Rgt. 35

Auszeichnungen:
11.09.1940 = K.V.K. 2.Kl. m.Schw.
01.09.1942 = K.V.K. 1.Kl. m.Schw.
12.03.1943 = E.K. 2.Kl.

letzte Dienststellung: Werkmeister der Pz.Werkst.Kp.
seit: Kriegsbeginn
Beruf: Automechanikermeister
Beruf des Vaters: Oberbahnmeister

Kurze Begründung und Stellungnahme der Zwischen-Vorgesetzten:
Hauptwerkmeister Anton Sextl hat als Werkmeister sich bereits in Polen, Frankreich und im gesamten Rußlandfeldzug in der Werkstatt-Kp. des Pz.Regt. 35 durch sein weit über den Durchschnitt stehendes Können besonders hervorgetan. Als leuchtendes Vorbild von Pflichterfüllung und Arbeitsfreudigkeit ist er in den langen Jahren seiner Zugehörigkeit zum Regiment jeden Tag der Erste am Arbeitsplatz und der Letzte, der ihn verläßt.

Außergewöhnlich hat sich Sextl bei dem harten Winterfeldzug 41 nach Wennew und Kaschira ausgezeichnet. Der Werkstatt-Zug musste unter denkbar schwierigen Arbeitsbedingungen (30 – 50 Grad Kälte) vom Morgengrauen bis in die Nacht im Freien arbeiten. Sextl bot in seiner straffen, großen Erscheinung und seinem sicheren, nie erlahmenden Zupacken seinen Männern ein leuchtendes Vorbild. Ihm ist es zu verdanken, daß fast alle beschädigten Panzerkampfwagen beim Rückzug nach Orel gerettet werden konnten. Hierbei ist besonders hervorzuheben, daß er nach Eintreffen des Abmarschbefehls um 22.00 Uhr bis zum Morgengrauen noch 17 Panzer rollfähig machen und diese damit dem Zugriff der kurz darauf einbrechenden Russen entzog. Seine Verdienste fanden damals ihre Würdigung durch Verleihung des Kr.V.Kr. 1. Kl. m.Schw.

Im darauf folgenden Jahre wirkte sich sein Können in hohem Maße stets segnungsreich für das Regiment aus, sei es nun im Instandsetzen von Motor-, Beschuß-, Minen- oder Laufwerkschäden, oder in der Durchfühung von Formänderungen. In den schweren Abwehrkämpfen um Orel im Juli und August 1942 hat Sextl wieder an der Spitze seiner Handwerker einmalige Leistungen vollbracht. 2 T-34, die die Abteilung bei Bolchow erbeutet hatte, bildeten die einzige panzerbrechenden Waffen der Abteilung. Die Instandsetzung dieser beiden Panzerkampfwagen erforderte schier unvorstellbare Aufopferung und Können der Instandsetzungsdienste. Nach jedem kurzen Einsatz fielen die beiden Wagen an technischen Mängeln aus. Sextl fand sich aber auch in diese vollkommen fremde Arbeit hinein und setzte die Panzer in kürzester Zeit wieder instand. Selbst die Umstellung eines T-34 von Diesel auf Otto-Motor wurde von ihm schnellstens durchgeführt. Bei dem Ausfall eines T-34 in der H.K.L. fuhr er mit 2 Handwerkern vor und führte dort im heftigsten Artillerie-, Panzer- und Infanteriebeschuß die Instandsetzungn durch. Hierfür wurde er mit dem E.K. II ausgezeichnet.

Im Mai 1943 wurde nun die Abteilung mit neuen Panzerkampfwagen IV lang ausgerüstet. Formänderungen, z. B. Anbringen von Panzerschürzen, die wegen Materialmangels nur unter größten Schwierigkeiten durchgeführt werden konnten, wurden von Hauptwerkmeister Sextl ebenfalls und besonders rasch ausgeführt. Sein Können und seine Liebe zur Arbeit überbrückten alle Schwierigkeiten.

Im Einsatz ab 5.7.43 übertraf Hauptwerkmeister Sextl wiederum seine bisherigen Leistungen. Die Abteilung hatte eine Kampfstärke von 80 Pz.IV lang, 15 Pz.III 7,5 cm kurz und 2 Befehlspanzern. Die Werkstatt-Kompanie der selbständigen Abteilung verfügte über 42 Kfz.-Handwerker, 8 Waffenmeistergehilfen und 3 Nachrichtenfachleute. Bei dieser großen Anzahl von Panzerkampfwagen waren bisher stets Werkstatt-Kompanien mit 2 Zügen eingesetzt. Die Werkstatt-Kompanie I./Pz.Rgt. 35 hat aber nur einen Zug und es fehlen am Soll an Handwerkern noch 13 Mann. Trotz dieser Behinderung konnte Hauptwerkmeister Sextl folgendes Spitzenleistungen in der Instandsetzung erzielen:

Neben den kleineren Schäden der Panzerkampfwagen im Einsatz, die gleich auf dem Gefechtsfeld von I-Trupps der Abteilung behoben wurden, mussten 140 Panzer in die Werkstatt-Kp. zu größeren Instandsetzungen eingeschleppt werden. Es wurden ausgewechselt: 7 Getriebe SSG 76, 1 Getriebe SSG 77, 3 Seitenvorgelege Pz.Kpfwg.IV, 14 Stirnräder und Ritzel im Seitenvorgelege. Insgesamt wurden 65.000 kg Ersatzteile eingebaut. Weiter wurden 180 Kupplungen ausgewechselt oder neu belget. 300 Federpakete für Panzerkampfwagen, Zgkw. 8, 12 und 18 to, teils instandgesetzt, teils neu angefertigt (bei Kupplungen und Federn sind Räderfahrzeuge mit einbegriffen). Besondere Beachtung verdienen die Dreharbeiten, die während dieses Monats geleistet wurden. Mangelersatzteile, die nicht zu beschaffen waren, stellte Sextl kurz entschlossen selbst her. So wurden u.a. 250 Feuerdüsen für M.G. gedreht, unzählige Büchsen, Naben und Pass-Schrauben, Herzbolzen für Federpakete, Kugelbolzen für Lenkungen, Steh- und Achsbolzen aller Art angefertigt. In schwierigen Fällen stand Hauptwerkmeister Sextl selbst an der Drehbank und führte komplizierteste Dreharbeiten durch, z.B. solche für Höhen- und Seitenrichtmaschinen der Panzerkampfwagen. Es gab nichts, was nicht geschmiedet oder gedreht wurde. An jedem Panzerkampfwagen, der vom Gefechtsfeld zurückkam, waren durch Beschuß- oder Minenschäden schwere Schweißarbeiten notwendig geworden. 2 Elektro-Schweißgeräte waren von 4.00 Uhr morgens bis zum Dunkelwerden im Betrieb. Im selben Maße war noch ein Autogen-Schweißer tätig. Infolge der schwierigen Wegeverhältnisse waren täglich Zugvorrichtungen der 12- und 18-to Zugmaschinen beschädigt. Jeden Tag mussten neue Traversen eingesetzt und neue Verstärkungen angebracht werden. Vor allem das Schmieden der Zughaken und Abschleppstangen für Panzerkampfwagen stieß wegen Materialmangel stets auf größte Schwierigkeiten. Immer wieder wußte Sextl sich zu helfen. An über 100 Fahrzeugen wurden abgerissene Abschlepphaken neu geschmiedet und angebracht. In 31 Fällen musste wegen schadhafter Anlasser von den Panzern das Heck abgenommen und der Motor herausgehoben werden. 23 Lichtmaschinen wurden in eigener Werkstatt wieder hergestellt. Durch Beschuß und durch Bombenschäden wurden 35 Kühler schwer beschädigt, die ebenfalls wieder mit feldmäßigen Behelfsmitteln instandgesetzt wurden.

Bei Betrachtung der Zahl der durchgeführten Reparaturen ist noch zu berücksichtigen, daß die Werkstatt innerhalb dieser Zeit 8 Verlegungen durchführen musste, die jeweils einen Tag Arbeitsausfall bedeuteten. Die fachliche Qualität sowohl der großen als auch der kleinen Arbeiten waren in allen Fällen ganz hervorragend und von einer ortsfesten Fachwerkstatt nicht zu überbieten.

Das entscheidende Verdienst erwarb sich Sextl dadurch, daß er 21 Panzerkampfwagen, die auch bei Anlegung eines scharfen Maßstabes als Totalschaden für die Truppe gelten mussten, durch Auswechseln von Türmen, Panzerkastenoberteilen, durch das Verschweißen von Panzerwannen – es wurden Stahlplatten bis zu 0,75 m ausgeschnitten und wieder aufgesetzt – in kurzer Zeit der Truppe wieder zur Verfügung stellen konnte. Nur ganz überragendes Können hat es ermöglicht, daß diese Panzer, die unter normalen Umständen in die Heimat hätten abgeschoben werden müssen, wieder zum Einsatz kamen.

Hauptwerkmeister Anton Sextl hat durch die oben geschilderten einmaligen Leistungen, durch seine vorausschauende Planung der Arbeit, der rechtzeitigen Anforderungen von Ersatzteilen in seiner ruhigen, bescheidenen Art, in nimmer müde werdendem Fleiß entscheidend daran Anteil, daß die Abteilung stets mit einsatzbereiten Panzeren am Feinde war. Die Abteilung konnte fast nie geschlossen eingesetzt werden. Die Kompanien mussten, meist allein auf sich gestellt, weit auseinandergezogen, den gegen Infanterie-Divisionen anrollenden, immer an Zahl überlegenen Panzerfeind bekämpfen. Dabei war es von ausschlaggebender Bedeutung, daß die Kampfstärke nicht unter die Zahl von 8 – 9 Kampfwagen je Kompanie herabsank, da sonst ein Überwalztwerden durch den Russen auf den kilometerlangen Abschnitten nicht zu verhindern war. Daß das geschafft werden konnte, ist allein dem Hauptwerkmeister Sextl zu danken, der, die taktische Lage klar erkennend, aus eigenem Entschluß sich in der geschilderten Weise einsetzte und fortdauernd seine Arbeiter zu Hochleistungen anspornte.

gez. Schultz
Hauptmann u. Abt.-Kommandeur I./Pz.Regt. 35

* * * * *

4. Panzer-Division, 17.8.1943

Die einzigartigen Leistungen des Hauptwerkmeister Sextl, in denen zu einem wesentlichen Teil die Grundlagen für die Erfolge der Division auch gerade während der Kämpfe im Orelbogen gegeben waren, sind nur richtig einzuwerten, wenn die außerordentlichen Schwierigkeiten in Rechnung gestellt werden, die sich seinen Bemühungen hier draußen entgegenstellten. Um sie zu überwinden, bedurfte es einer beinahe übermenschlichen Arbeitskraft, nie erlahmender Pflichttreue, langjähriger Erfahrungen und eines geradezu genialen Könnens. Ich würde es besonders begrüßen, wenn nach der Auszeichnung bewährter Ingenieure und Arbeiter im Heimatgebiet nunmehr auch ein Mann mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes beliehen würde, der seit Beginn des Krieges alle Entbehrungen und Anstrengungen der Truppe teilt und doch nie ein Erlahmen seiner Schaffensfreude hat merken lassen.

Der Divisionskommandeur

gez. v. Saucken
Generalleutnant

* * * * *

Generalkommando XXXV. A.K., 21.8.1943

Je entscheidender der Einfluß der Panzerwaffe auf die Angriffs- und Abwehrkraft der Infanterie wird, umso größere Bedeutung erhalten die I.-Dienste der Panzerwaffe auf den taktischen und operativen Verlauf unserer Kämpfe.

Männer, wie Hauptwerkmeister Sextl, gewinnen damit für die Kampfführung eine Bedeutung, die sehr hoch eingeschätzt werden muß.

Ich schließe mich deshalb dem Urteil des Generalleutnants von Saucken an und befürworte die Verleihung des Ritterkreuzes zum Kriegsverdienstkreuz für den Hauptwerkmeister Sextl auf das wärmste.

Der Kommandierende General, m.d.F.b.
gez. Wiese
Generalleutnant

* * * * *

9. Armee, 24.8.1943

Heereshauptwerkmeister Sextl hat sich im Ostfeldzug überragende Verdienste erworben, die für die Kriegsführung von entscheidender Bedeutung waren.

Ich befürworte den Vorschlag.

Der Oberbefehlshaber
gez. Model
Generaloberst

* * * * *

Der Chef des Heerespersonalamtes, Führerhauptquartier, den 12.9.43

Ich beführworte die Verleihung des R.K. zum KVK unter Umgehen des deutschen Kreuzes in Silber, um an diesem hervorragenden Einzelfall die entscheidende Bedeutung dieser Werkmeister zu betonen.

gez. Schmundt
Generalleutnant

* * * * *

Anton Sextl, Heereshauptwerkmeister
I./Panzer-Regiment 35
Rußland, den 15.8.1943

Lebenslauf
========
Ich wurde am 26.7.1904 als Sohn des Oberbahnmeisters Josef Sextl in Ingolstadt geboren. Nach Besuch der Volkshauptschule in Ansbach trat ich 1917 in die Fahrzeugfabriken Ansbach-Nürnberg (Faun-Werke) in Ansbach in die Lehre ein. Nach Vollendung meiner dreijährigen Lehrzeit legte ich die Gesellenprüfung mit gutem Erfolg ab. Bis 1927 war ich bei den Faun-Werken als Automechaniker und Einfahrer tätig. Anschließend war vom 26.10.27 bis 22.12.28 als Monteur bei der Fa. Schön u. Co. in Pirmasens tätig. Vom 7.12.36 bis 9.11.38 war ich als Vorhandwerker beim Panzer-Regiment 3 in Bamberg beschäftigt. Am 10.11.38 wurde ich als Heereswerkmeister in eine Planstelle eingewiesen. Am 1.11.39 wurde ich zum Heeresoberwerkmeister und am 1.8.42 zum Heereshauptwerkmeister ernannt.

Im Jahre 1936 legte ich die Meisterprüfung mit sehr gutem Erfolg ab. Ich bin Teilnehmer am Einmarsch "Österreich“ und an den Feldzügen Polen, Frankreich und seit dem 22.6.41 am Ostfeldzug.

Für den Einsatz "Österreich" wurde ich mit der Erinnerungsmedaille an den 13. März 1937 beliehen. Nach dem Westfeldzug erhielt ich das Kr.Verd.Kr. II.Kl. m.Schw., am 1.9.42 wurde mir das Kr.Verd.Krz. I. Kl. m.Schw. verliehen. Für den Winterkrieg 1941/42 erhielt ich die Ostmedaille. Bei einem Einsatz im Februar 43 in vorderster Linie erwarb ich mir das E.K. II. Kl.

gez. Anton Sextl

F.d.R.d.A.
gez. Burkard
Oblt. u. Adjutant

* * * * *

Cheers
Oliver
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Re: Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes /all recipients/p

Post by Dieter Zinke » 18 Apr 2010 22:48

Mensch Oliver,

Ich verleihe Euer Ehren das Großkreuz vom Hausorden des Oberstab mit Eichenlaub und Doppelkorn auf Selbstfahrlafette

:P :P

Gastolli
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Re: Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes /all recipients/p

Post by Gastolli » 19 Apr 2010 19:27

8O

Das hört sich wirklich gut an, dieser Orden schmückt bestimmt außerordentlich... :P

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Unknown RK KVK mS-holder; award-presentation

Post by Dieter Zinke » 08 Oct 2010 23:06

Our friend "Harmel" found the following nice pic of un unknown holder of the RK KVK mS.
I have no idea about his identity. Maybe Chris44, RolandP, mjölnir, Heimatschuss or other experts are able to help.

Is Hauptmann Adolf Hoffmann thought provoking ?

Vielen Dank, dear Alex from Leicestershire UK


Dieter Z.
chris44 wrote:mmhh...
very nice pic....

Dieter....Adolf Hoffmann is a "hot spot"

to me he looks like an old "Major" :-)
more like Friedrich Rabitz ???

chris44
harmel wrote:
harmel wrote:Hi Gents,
ref. Hoffmann is there a possible connection to 4th Pz.Div. based Würzburg and a possible time of April 1944,
KC April 1944,
Regards Harmel
Agree with Chris looks like he is wearing rank of Major,is he possibly
a Zahlmeister or Technical officer.
Harmel
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Bevollmächtigter für Wirtschaftsfragen im Südosten

Post by Dieter Zinke » 09 Jan 2011 23:02

NSFK-Obergruppenführer Militärverwaltungschef Franz Neuhausen
RK KVK o.S. 20.04.1945 (most probably)
* 13.12.1887 Merzig
† 14.04.1966 München

00.00.191_ Major (Luftschiffer)

16.04.1941 NSFK-Gruppenführer
20.04.1943 NSFK-Obergruppenführer
00.10.1943 Militärverwaltungschef

00.00.194_ Großkreuz des Kgl. Jugoslawischen Karadjordje-Ordens

1914/ 1918 in einem Luftschiffer-Bataillon
00.00.19__ - 00.00.19__ Direktor beim Wiener Bank-Verein. Gründer der ersten Organisation der NSDAP in Jugoslawien
00.00.1935 - 00.00.1940 Deutscher Generalkonsul in Belgrad; Landesgruppenleiter der NSDAP in Jugoslawien
00.10.1936 “Bevollmächtigter Sonderbeauftragter der Organisation des Vierjahresplanes für Jugoslawien“
20.05.1939 - 00.00.19__ Vizepräsident der “Deutsch-Jugoslawischen Gesellschaft” (German-Yugoslavian Society).
13.04.1941 - 00.10.1943 Generalbevollmächtigter für Wirtschaft in Serbien (Vierjahresplan)
07.10.1943 Befehl des OKW: Der “Bevollmächtigte für Wirtschaftsfragen“ wird in die Militärverwaltung eingegliedert und leitet diese (nach Egon Bönner) bis der neue Militärverwaltungschef Dr. Justus Danckerts Anfang November 1943 eintrifft (Danckwerts trifft aber erst im Januar 1944 ein).
07.10.1943 - 00.07.1944 Chef der Abteilung Wirtschaft beim Chef der Militärverwaltung beim OB Südost
07.10.1943 - 00.01.1944 kommissarischer Chef der Militärverwaltung beim OB Südost

00.00.0000 “Bevollmächtigter für Erdölangelegenheiten im Südosten“ (beim “Beauftragten für den Vierjahresplan”).
“Generalbevollmächtigter für den Metallerzbergbau Südost“ .
Präsident und Mitglied im Verwaltungsrat des “Allgemeinen Jugoslawischen Bank-Vereins AG, Belgrad”
Präsident des Verwaltungsrats des “Kupferbergwerks Bor, Belgrad.”
Geschäftsführer und Aufsichtsrat-Vorsitzender der “Jugo-Montan AG“ .
Aufsichtsrat-Vorsitzender der “Südost-Montan G.m.b.H.“

00.07.1944 auf Befehl Hitlers verhaftet und ins Reich gebracht. Er soll dann sogar im KZ gelandet sein, da er aus dem jugoslawischen Staatsschatz mehrere hundert Kilo Gold für sich abgezweigt habe. Allerdings habe ihn sein ähnlich veranlagter Schirmherr Göring bald wieder frei bekommen

00.00.1945 aus US-Gewahrsam nach Jugoslawien ausgeliefert, Haft im Militärgefängnis Belgrad
22.10.1947 - 31.10.1947 vor dem Militärgerichtshof in Belgrad
31.10.1947 in Jugoslawien zu 20 Jahren Haft verurteilt
00.03.1953 entlassen

His bio is in Andreas Schulz / Dieter Zinke "Die Militärverwaltungsbeamten der deutschen Wehrmacht im Generalsrang", pages 364 - 374, to be published by Verlag Veit Scherzer Bayreuth 01.12.2015; see http://www.verlag-scherzer.de/product_i ... ucts_id=56
D. Z.
Sources:
- Schlarp, Karl-Heinz: Wirtschaft und Besatzung in Serbien 1941 - 1944. Ein Beitrag zur nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik in Südosteuropa. Franz Steiner Verlag Wiesbaden, 1986
- Würzenthal, Hans-Peter in :MARS, Jahrg. 2 / 1996 , Seite 486, Biblio-Verlag, Osnabrück
- BA, R 2/5.350: MA,Organisation der Wirtschaftsverwaltung in Serbien, OKH Nr. II 2468/41 geh. vom 12.5.1941
- Schönfeld, Roland, Deutsche Rohstoffsicherungspolitik in. Jugoslawien 1934-1944, in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte,. 24 (1976)
- page 568 of http://docserver.bis.uni-oldenburg.de/p ... kap063.pdf
- http://www.bundesarchiv.de/foxpublic/48 ... linfo.html
with Abteilung R: R 26-VI Generalbevollmächtigter für die Wirtschaft Serbiens , Lagerung: Freiburg, Bearbeiter: Ulrike Frauenhoffer, Antje Märke
- DER SPIEGEL 47/1949 (17.11.1949) http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44438973.html
- http://books.google.de/books?id=fqUSGev ... 22&f=false
- http://www.elmundosefarad.eu/wiki/wiki/ ... USEN_FRANZ
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Oberquartiermeister einer Heeresgruppe

Post by Dieter Zinke » 07 May 2011 18:13

Otto Friedrich Rauser (RK KVK mS 04.07.1944)
* 31.10.1899 Stuttgart
† 07.11.1977 Büdingen/Hessen (Mathilden-Hospital)

14.08.1916 Kriegsfreiwilliger
00.00.191_ Unteroffizier
23.05.1921 Fahnenjunker
Herbst 1923 Fähnrich
Herbst 1924 Oberfähnrich
01.12.1924 Leutnant (21)
01.04.1928 Oberleutnant (9)
01.07.1934 Hauptmann (19)
30.01.1939 Major (ohne RDA)
20.04.1939 RDA vom 01.01.1938 (29a) erhalten
01.03.1941 Oberstleutnant i. G. (19)
01.09.1942 Oberst i. G. (7)
01.09.1944 Generalmajor (7)

Eltern: Steueramtmann Gottlieb Rauser († 13.05.1932) & Pauline geb. Fahm

14.08.1916 Eintritt in die 1. Ersatz-MG-Kompanie des XIII. Armee-Korps, Münsingen
04.02.1919 Entlassung als Unteroffizier in der 1. MG-Kompanie des 10. Württembergischen Infanterie-Regiments Nr. 180, Tübingen
11.02.1919 - 00.03.1921 vier Semester Studium der Chemie an der Eberhard Karls Universität Tübingen
23.05.1921 Eintritt als Offiziersanwärter in das 13. (Württembergische) Infanterie-Regiment, Ludwigsburg
01.12.1924 in der 3. Kompanie des 15. Infanterie-Regiments, Gießen
00.00.1929 Adjutant des I. Bataillons des 15. Infanterie-Regiments, Gießen
01.10.1932 in der 4. Kompanie des 15. Infanterie-Regiments, Gießen
01.10.1934 - 30.09.1936 zur Kriegsakademie, Berlin, kommandiert
06.10.1936 zum Generalstab des XI. Armeekorps, Hannover, kommandiert
06.04.1938 im Generalstab des XI. Armeekorps, Hannover
10.11.1938 Chef der 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 45, Elbing/Westpreußen (heute: Elbląg/Polen)
26.08.1939 Quartiermeister 1 im Stab der 3. Armee
23.10.1939 Quartiermeister 1 im Stab der 16. Armee
01.11.1940 kommandiert zur Kriegswissenschaftlichen Abteilung im Generalstab des Heeres
01.04.1941 - 30.01.1942 Ia im Generalstab der 293. Infanterie-Division
30.01.1942 Oberquartiermeister der 16. Armee
15.09.1943 Führerreserve OKH (HPA)
25.09.1943 Oberquartiermeister der Heeresgruppe Nord
25.01.1945 Oberquartiermeister der Heeresgruppe Kurland
09.05.1945 in Hasenpot/Kurland (heute: Aizpute/Lettland); NKWD-Lager Nr. 144/ Vorosilovgrad/Ukraine, 279/Borovichi (Novgorod Oblast), Nr. 48/Černcy, Ležnevo. Gefängnis Nr. 3/Borovichi, Gefängnis Nr. 1/Novgorod.
GULAG Workuta
07.07.1949 zu 25 Jahren Arbeitslager durch das Militärtribunal des Gebiets Novgorod verurteilt
07.01.1956 Repatriiert


Verheiratet seit 27.01.1933 mit Henni geb. Spamer

EK II. Klasse
Königl. Württembg. Silberne Militär-Verdienstmedaille
Verwundetenabzeichen in Schwarz
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
Wehrmacht (Heer) Dienstauszeichnung 4. bis 2. Kl.
00.10.1939 Spange zum EK II
17.06.1940 EK I
Kriegsverdienstkreuz 2. und 1. Klasse mit Schwertern
29.01.1942 Deutsches Kreuz in Gold
30.07.1942 Ostmedaille
04.07.1944 RK des KVK mS
D. Z.
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Chef WFSt. (Org.)

Post by Dieter Zinke » 08 May 2011 09:14

Oberst i.G. Kurt Fett, (RK KVK mS most probably 01.03.1945)
* 05.05.1910 Mörchingen/Lothringen (today: Morhange/Département Moselle/France)
† 17.06.1980
His father was Generalleutnant z.V. und SS-Gruppenführer Albert Fett
(* 01.11.1872 Rennerod (Westerwald). † 08.02.1963 Frankfurt am Main); see
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Per ... Albert.htm
01.02.1943 Obepstleutnant i. G. (57)
09.11.1944 Oberst i. G. (42)

EK I

00.00.1928 Eintritt in die Reichswehr als Fahnenjunker im 15. Infanterie-Regiment, Kassel
im Infanterie-Regiment 57, Siegen
03.11.1938 kommandiert zur Kriegsakademie, Berlin
26.08.1939 Ia im Führungsstab z.b.V. Danzig (“Brigade Eberhardt“)
15.10.1939 Ic im Stab der 60. Infanterie-Division (Umbenennung)
01.06.1940 in der Abteilung Landesverteidigung (L) des Wehrmacht-Führungsamts (WFA)
10.06.1940 zum Generalstab kommandiert
09.08.1940 in der Abteilung Landesverteidigung (L) des Wehrmachtführungsstabs (WFSt.)(Umbenennung)
30.01.1941 in den Generalstab versetzt
12.11.1941 - 05.12.1941 Truppenkommando zur 60. Infanterie-Division (mot.)
01.10.1942 in den Stab der 68. Infanterie-Division kommandiert
08.10.1942 Ia im Stab der 68. Infanterie-Division
20.07.1943 Führerreserve OKH, Dienst regelt P 3
01.08.1943 Ia der Organisationsabteilung des Generalstabs des Heeres
25.07.1944 Führerreserve OKH, Dienst regelt P 3; 14 Tage in Gestapo-Haft mit Verhören in der Prinz-Albrechtstraße (wegen “Verdachts der Mitwisserschaft und Verdachts von Verschleierungsversuchen“. Angeblich habe Fett dem zustimmenden Guderian vorgeschlagen, sich freiwillig der Gestapo zu stellen, um größeres Unheil im Generalstab zu verhindern. So habe er mehrere Kameraden schützen können [DER SPIEGEL 1/ 1956]
10.08.1944 Chef der Abteilung Organisation des Wehrmachtführungsstabs (WFSt.) im OKW als Nachfolger von Generalmajor Hellmuth Stieff
1945 Oberst i.G. und Kommandeur einer Kampfgruppe

1945 - 1947 im britischen Gefangenenreservat Schleswig-Holstein, Chef des Stabes bei Generalleutnant Wilhelm-Hunold von Stockhausen.
Frühjahr 1951 in die Bonner "Dienststelle Blank" berufen
1951 - 1954 “senior officer“ der deutschen Militärdelegation (unter Leitung von General Dr. Speidel) im Interimsausschuss der Konferenz für die Organisation der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) [European Defense Community / EDC] in Paris
23.11.1953 - 00.00.1955 Leiter der Unterabteilung Militärische Planung im "Amt Blank" als Nachfolger von Oberst a.D. Bogislaw von Bonin
1956 im BMVtg. (Bundesministerium der Verteidigung); der Personalgutachterausschuss für die Bundeswehr lehnt jedoch zweimal eine Wiederverwendung als Offizier in der Bundeswehr ab [DER SPIEGEL 1/ 1956]
Sommer 1956 Wechsel in die Privatwirtschaft u.a. als Mitarbeiter des Generalbevollmächtigten des Krupp-Konzerns, Berthold Beitz [DER SPIEGEL 23/1956]
Munzinger-Archiv:
http://www.munzinger.de/search/portrait ... /4693.html
Kurt Fett wurde am 5. Mai 1910 in Mörchingen als Sohn des späteren Generals und Wehrkreiskommandeurs F. in Münster geboren. Er begann seine Laufbahn in der Armee als Fahnenjunker in einem Infanterie-Regiment in Kassel und war zuletzt als Nachfolger des nach dem 20. Juli erhängten Generals Stieff und inzwischen zum Oberst befördert, Chef der Organisationsabteilung im OKH. Nach dem Kriege war er als Organisationsberater grosser Firmen tätig.

Im Frühjahr 1951 wurde F. in die Bonner Dienststelle Blank berufen, wo er vornehmlich Angelegenheiten und Probleme der Organisation im grösseren Rahmen der deutschen und europäischen Verteidigung bearbeitete. In dieser Stellung führte er seit Beginn der Pariser Beratungen über einen deutschen Verteidigungsbeitrag zahlreiche Verhandlungen mit den Beauftragten der übrigen europäischen Partner. So wurde er u.a. auch Senioroffizier der deutschen Delegation unter Leitung von General Speidel im Interimsausschuss der EVG in Paris. Mit Wirkung vom 23. Nov. 1953 wurde dann F. aus Paris nach Bonn zurückgerufen und an Stelle von Oberst a.D. Bonin mit der Leitung der Planungsabteilung im Amt Blank betraut. .........
To continue please see here:
DER SPIEGEL 1/1956
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31587092.html
D. Z.
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Re: Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes /all recipients/p

Post by Michael Miller » 28 May 2011 17:50

Greatest thread in the history of Axis History Forums. Thanks and praises to Oberstabsarzt a. D. Dr. med. Dieter Zinke.

~ Mike

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Post by Dieter Zinke » 07 Jun 2011 10:23

Handelsschiffkapitän Kurt Harder
Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern (posthum) 28.08.1944
* ?
† 30.03.1943 Dänemarkstraße


00.00.19__ - 00.08.1940 Kapitän Motorschiff Portland
00.08.1940 Kapitän des Blockadebrechers Osorno (6951 BRT) (Nachfolger Handelsschiff-Kapitän Paul Hellmann)
00.00.1941 Kapitän des Blockadebrechers Motorschiff Regensburg (8.068 BRT)

05.05.1941 Ausreise in Dairen (japanischer Name für die chinesische Hafenstadt Dalian in der Provinz Liaoning; früherer Name Lüda oder Lüta), Reise um Kap Hoorn
27.06.1941 Einlaufen in Bordeaux
00.09.1942 das US-Uboot Searaven (SS. 196 / LCdr. Cassedy) torpediert in der Sundastraße die “Regensburg“
06.02.1943 Abfahrt Djakarta
Ende März 1943 westlich der Azoren Treffen mit den ausreisenden U 191 (Kptlt. Achilles) und U 174 zur Übergabe von Funkmessbeobachtungsgeräten.
30.03.1943 Selbstversenkung in der Dänemarkstraße bei Annäherung einer britischen Kampfgruppe unter dem Leichten Kreuzer Glasgow
Ein Rettungsboot zerschellt am Rumpf der Glasgow. Nur sechs Mann werden gerettet bis die Briten das Kampfgebiet verlassen, 112 im Wasser Treibende finden den Seemannstod!
Bei den Fahrten der Regensburg werden auch deutsche Hilfskreuzer versorgt.
D. Z.

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Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschlands

Post by Dieter Zinke » 27 Jun 2011 17:37

Dr. phil. Karl Richard Ganzer 15.09.1944 RK des KVK oS (posthum).
* 05.05.1909 Gunzenhausen,
† 11.10.1943 KIA 1 km East of Wyssokij near Gomel

Historian.
1929 Eintritt in die NSDAP
follower of the historian Karl Alexander von Müller (* 20.12.1882 München; † 13.12.1964 Rottach-Egern) in München

09.11.1941 HJ-Bannführer im Kulturamt der Reichsjugendführung
00.12.1941 - 11.10.1943 Kommissarischer Leiter des “Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands“

1943 zur Wehrmacht einberufen, zuletzt als Gefreiter d. R. in einem Inf.-Rgt.

Mai 1935 Heirat mit Lydia Gottschewski (* 08.07.1906 Nickelswalde),
26.04.1933 - 13.09.1933 Leiterin der NS-Frauenschaft
00.09.1944 presentation of the award by order of the "Führer" to the widow by Gauleiter and Präsidialrat im Reichsforschungsrat Dr. med. Gustav Adolf Scheel (SS-Obergruppenführer und General der Polizei)

http://www.zeit.de/2004/34/Nazi-Kirche
Karl Richard Ganzer: Das Reich als Europäische Ordnungsmacht. In: Hagen Schulze und Ina Ulrike Paul (Hrsg.): Europäische Geschichte. Quellen und Materialien. Bayrischer Schulbuch Verlag, München 1994
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46174976.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsinst ... utschlands
http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Frank
http://www.jstor.org/pss/27608213
http://books.google.de/books?id=vUG5G7c ... ds&f=false
D. Z.
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Dieter Zinke
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OT and the Dr. Fritz Todt-bridge in the Kuban-area

Post by Dieter Zinke » 14 Jul 2011 11:27

OT- Haupttruppführer Joseph Hinkerohe (RK KVK mS 05.05.1943)
* 14.02.1910 Etteln im Altenautal / Kreis Paderborn
(Bis 31.12.1974 selbstständige Gemeinde, seit 01.01.1975 als südlicher Ortsteil der Gemeinde Borchen eingemeindet)

Seit 1938 in der OT (Organisation Todt)
1943 OT- Haupttruppführer
Führer der OT-Truppe 614
Während des Feldzuges im Westen Arbeiten am Westwall.
Ab 1941 Arbeiten im Osten: in Rumänien, in der Ukraine und im Kaukasus.
Der Bau der Dr. Fritz Todt-Brücke über den Kuban im Winter1942/43 ermöglicht großen Teilen der Kaukasus-Armee den rechtzeitigen Rückzug, hierfür erhält er das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern.
Engagiert in den Bau von U-Boot-Bunkern im Besetzten Frankreich und bei der Beseitigung von Bombenschäden


Involved in construction of U-Boat shelters in France, then with the repair of bomb damage in Germany:
Entered Organisation Todt: 1938
OT-Kameradschaftsführer: (1943)
Führer of OT-Truppe 614
Sent to Romania, then to Ukraine and Caucasus for various projects.
Oversaw the construction of the Dr. Fritz Todt Bridge over the River Kuban, which was used to facilitate the retreat of large numbers of German troops from the Caucasus.
Involved in construction of the Westwall



See also
http://4045.ommering.com/cgi-bin/ImageF ... g&img=&tt=

http://www.oocities.org/~orion47/AWARDR ... w_A-J.html


Hinkerohe award-ceremony with Ludwig Wolff on page 15:
http://forum.axishistory.com/viewtopic. ... e#p1188974

05.06.1943 im Sportpalast Berlin, on page 3:
http://forum.axishistory.com/viewtopic. ... e#p1188974
D. Z. :o
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Fernaufklärungs-Kompanie ("Brandenburg")

Post by Andrey » 15 Sep 2011 06:04

Fahnenjunker-Oberwachtmeister Richard Volkmann (RK KVK mS 12.08.1944)
* 30.03.1911 Dungen/Landkreis Osterode (Ostróda)/Ostpreußen
† 12.04.1965

00.00.1945 Leutnant


als Unteroffizier in der 3. (Preuß.) Nachrichten-Abteilung, Potsdam
15.10.1935 in der Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 3 (Umbenennung)
00.00.1940 in der Fernaufklärungs-Kompanie 623 des Lehr-Regiments z.b.V. “Brandenburg“.
00.05.1944 in der Festen Nachrichten-Aufklärungsstelle 10 im Amt Ausland/Abwehr (ab 01.08.1944 unter “Mil F“ /Oberst Georg Buntrock im “Amt Mil.“)
01.00.1944 in der Nachrichten-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 40, Schwarzenborn bei Treysa im Bezirk Kassel
00.03.1945 in der Nachrichten-Fernaufklärungs-Kompanie 617

D. Z.
Die Verleihung erfolgt in Leipzig durch Gen.Lt. Albert Praun [ab 12.08.1944 Chef Heeres-Nachrichtenwesen]. Volkmann wird erwähnt in Prauns hochinteressanter Autobiographie "Soldat in der Telegraphen- und Nachrichtentruppe", Eigenverlag 1965, S.231:
"Dann standen in Leipzig 750 Fahnenjunker in Paradeaufstellung mit Musik; ihr Kommandeur, Oberst Pannicke, hatte, wie die Lehroffiziere, den Säbel gezogen. Ich konnte dem Oberwachtmeister der Nachrichtenaufklärung Volkmann das eben verliehene Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes umhängen und dann zu den Offiziersanwärtern sprechen."
Courtesy of "joerg"
Interesting info and photo about Fahnenjunker-Oberwachtmeister (Nachrichten) Richard Volkmann 12.08.1944 RK KVKmS from http://gmic.co.uk:
"The guy is Richard Volkmann, he served as an NCO in the signals branch with Nachrichtenabteilung 3 until 1940 then with Nachrichten-Fern-Aufklärungs-Kompanie 623, part of the "Brandenburg" formations.
In May 1944 he went to Festung-Nachrichten-Aufklärungsstelle 10 and afterwards Nachrichten-Ersatz und Ausbildungs-Abteilung 40 where he remained until March 1945. At this point he gained his commission to Leutnant and was posted to a front line unit, Nachrichten-Fernaufklärungs-Kompanie 617.
Volkmann was awarded the Knights Cross of the War Merit Cross with Swords on 12 August 1944, for his achievements whilst serving with the Brandenburg Division.
He survived the war and this is some speculation due to the wierd showing of awards and other insignia (the full photo shows him wearing three cuffbands) that this photo may have been posed for after the war, with him dressed up to the nines with everything he had.
Still leaves a question over that "RK" of the KVK. Awarded August 1944, not too late for him to have actually received the award, so one wonders why he has all sorts of insignia and awards, but not the original awarded RK."

Andrey.
Pic from http://militaria-zeitschrift.de/unbekan ... r-4247.htm
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