Wehrmachtbericht 1939-1945 Archive

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ostland
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Wehrmachtbericht 1939-1945 Archive

Post by ostland » 14 Apr 2020 21:50

Due to corona, I've got more free time on my hands, so here we go again:

Aus dem Führerhauptquartier, Freitag, den 1. September 1939, morgens.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Auf Befehl des Führers und Obersten Befehlshabers hat die Wehrmacht den aktiven Schutz des Reiches übernommen. In Erfüllung ihres Auftrages, der polnischen Gewalt Einhalt zu gebieten, sind Truppen des deutschen Heeres heute früh über alle deutsch-polnischen Grenzen zum Gegenangriff angetreten. Gleichzeitig sind Geschwader der Luftwaffe zum Niederkämpfen militärischer Ziele in Polen gestartet. Die Kriegsmarine hat den Schutz der Ostsee übernommen.

Aus dem Führerhauptquartier, Freitag, den 1. September 1939, abends
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Zuge der deutschen Kampfhandlungen aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen wurden an allen Fronten schon heute die erwarteten Anfangserfolge erzielt. Die von Süden über das Gebirge vorgegangenen Truppen haben die Linie Neumarkt-Sucha erreicht. Südlich Mährisch-Ostrau ist die Olsa bei Teschen überschritten. Südlich des Industriegebietes sind unsere Truppen in Höhe von Kattowitz im zügigen Vordringen. Die aus Schlesien angesetzten Truppen sind im flüssigen Vorgehen in Richting Tschentochau und nördlich davon. Im Korridor nähern sich unsere Truppen der Brahe und haben die Netze bei Nakel erreicht. Dicht vor Graudenz wird gekämpft.

Aus Ostpreußen vorgehende Kräfte stehen tief auf polnischem Gebiet im Kampf. Die deutsche Luftwaffe hat heute in wiederholten kraftvollen Einsätzen die militärischen Anlagen auf zahlreichen polnischen Flugplätzen, so z.B. Rahmel, Putzig, Graudenz, Posen, Plock, Lodz, Tomaszow, Radom, Rura, Kattowitz, Krakau, Lemberg, Brest, Terespol angegriffen und zerstört. Außerdem unterstützten mehrere Schlachtgeschwader wirkungsvoll das Vorwärtskommen des Heeres. Die deutsche Luftwaffe hat sich damit heute die Luftherrschaft über den polnischen Raum erkämpft, obwohl starke Kräfte in Mittel- und Westdeutschland zurückgehalten wurden. Teile der deutschen Seestreitkräfte haben Positionen vor der Danziger Bucht eingenommen und sichern die Ostsee. Das in Neufahrwasser liegende Schulschiff "Schleswig-Holstein" nahm die von den Polen besetzte Westerplatte unter Feuer. In Gdingen wurde der Kriegshafen durch die Luftwaffe bombardiert.

Aus dem Führerhauptquartier, Samstag, den 2. September 1939, vormittags.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die deutschen Truppen haben am Nachmittag des 1. September den Vormarsch auf allen Fronten erfolgreich fortgesetzt. Heute früh sind die Bewegungen überall im Fortschreiten. Der Jablunka-Paß wurde schnell bezwungen. Beim Einsatz der Luftwaffe wurden auf den angegriffenen und zerstörten polnischen Flugplätzen zahlreiche feindliche Flugzeuge vernichtet.

Aus dem Führerhauptquartier, Samstag, den 2. September 1939, abends.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Das Vorgehen der deutschen Truppen brachte auf allen Fronten weitere schnelle Erfolge. Die südlich des oberschlesischen Industriegebiets angesetzte Kräftegruppe nähert sich Biala und hat Pless genommen. Nördlich davon wurde eine polnische Bunkerlinie durchbrochen. Nördlich des Industriegebiets nähern sich unsere Truppen der Warthe. Panzerverbände gehen nördlich Tschentochau auf Radomsko vor. Wielun ist genommen. Die über Kempen angesetzten Teile sind in flottem Vorgehen auf Sieradz. Die pommersche Kräftegruppe hat die Brahe überschritten und in kraftvollem Stoß mit Anfängen die Weichsel südwestlich Graudenz erreicht. Damit ist die Verbindung mit der aus Ostpreußen, Richting Graudenz, angesetzten Gruppe nahezu hergestellt. Die im nördlichen Korridor befindlichen polnischen Heeresteile sind abgeschnitten. Die Säuberung der Tucheler Heide ist im Gange. Auch der aus Ostpreußen nach Süden angesetzte Angriff gewann boden. Deutsche Truppen sind im Vorgehen auf Przasnysz.

Die deutsche Luftwaffe hat heute blitzschnelle und wuchtige Schláge gegen militärische Ziele in Polen geführt. Zahlreiche polnische Flugzeuge wurden im Luftkampf vernichtet. Auf der Erde wurde eine große Anzahl von Militärfliegerhorsten angegriffen, insbesondere bei Gdingen, Krakau, Lodz, Radom, Deblin, Brest, Terespol, Lublin, Luck, Gotab, Warschau-Okecie, Posen-Lawica. Die in den Hallen und auf den Rollfeldern befindlichen Flugzeuge gingen in Flammen auf. Ferner wurden an den wichtigsten Bahnlinien Gleisanlagen zerstört sowie Militärtransporte zum Entgleisen gebracht und im Rückmarsch befindliche Marschkolonnen mit Bomben belegt. Die Munitionsfabrik Skarzysko-Kamienna flog nach einem Angriff in die Luft.

Nach den erfolgen des heutigen Tages ist damit zu rechnen, daß die polnische Fliegertruppe in ihrem Bestand aufs schwerste getroffen ist. Die deutsche Luftwaffe hat die uneingeschränkte Luftherrschaft über dem gesamten polnischen Raum und steht nunmehr für weitere Aufgaben zum Schutze des Reiches zur Verfügung. Die Seestreitkräfte vor der Danziger Bucht beschossen vormittags die Befestigungen auf Hela und den Kriegshafen Hela. Marine-Fliegerverbände griffen mehrfach den Kriegshafen Gdingen mit Bomben an.

Aus dem Führerhauptquartier, Sonntag, den 3. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Am Nachmittag des 2. 9. und in den Morgenstunden des 3. 9. drangen die Truppen des deutschen Heeres auf allen Fronten erfolgreich weiter tief auf polnisches Gebiet vor. Tschenstochau wurde genommen. Ostwärts Wielun wurde die Warte überschritten. Ein Versuch der im Korridor abgeschnittenen polnischen Truppen, nach Süden durchzubrechen, wurde abgewiesen. Berent ist in deutscher Hand.Nach der entscheidenden Wirkung des Einsatzes der deutschen Luftwaffe am 2. 9. beherrschten die Divisionen der beiden gegen Polen eingesetzten Luftflotten uneingeschränkt den polnischen Luftraum und stehen wieder einsatzbereit in ihren Absprunghäfen. Die Einheiten der bisher nicht eingesetzten Luftflotten stehen wie bisher in ihren Fliegerhorsten bereit.

An der Südostfront ist von unseren unaufhaltsam vordringenden Truppen Radomsk genommen worden. Deutsche Truppen haben ostwärts Pleß den Weichselübergang erkämpft und polnische Bunkerstellungen südlich Nikolai überrannt. Über Warschau wurde am Sonntag ein Luftkampf ausgetragen, bei dem sieben polnische Flugzeuge und ein polnischer Ballon abgeschossen wurden. Keine eigenen Verluste.

Aus dem Führerhauptquartier, Montag, den 4. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Von den aus Schlesien und südlich vorgehenden Truppen drängen nördlich der Hohen Tatra und südlich des Industriegebietes starke Kräfte dem aus Krakau zurückweichenden Gegner nach. Ostwärts Pleß wurde der Weichselübergang erkämpft. Nördlich des Industriegebietes folgen unsere Truppen dem zurückgehenden Feind über die Linie Koniepol-Kamiensk und über die Warta nordöstlich Wielun. Im scharfen Vorgehen haben sie sich Sieradz auf 20 Kilometer genähert. Die pommersche Kräftegruppe erreichte mit starken Kräften die Weichsel bei Culm. Das Abschneiden der im nördlichen Korridor stehenden polnischen Kräfte ist damit vollendet. Der deutsche Angriff gegen die Festung Graudenz ist im Nordosten in die Fort-Linie eingedrungen. Die aus Ostpreußen vorgehende Kräftegruppe nahm Przasnysz. Polnische Kavallerie, die nördlich Treuburg versuchte, in deutsches Land einzudringen, wurde zurückgeworfen.

Die deutsche Luftwaffe führte im Laufe des 3. September vermehrt ihre Angriffe auf militärisch wichtige Verkehrsanlagen und größere Truppentransporte durch. Der wiederholte Einsatz von Flak und Sturzkampffliegern trug wesentlich zu dem raschen Erfolg der aus Schlesien vorgehenden Truppen bei. Die Bahnverbindungen Kutno-Warschau, Krakau-Lemberg, Kielce-Warschau, Thorn-Deutsch-Eylau wurden zerstört. Es sind zahlreiche Zugentgleisungen, Brände und Explosionen von Zügen festgestellt. Der Bahnhof Hohensalza liegt in Trümmern. In Okecie bei Warschau wurde das dortige Flugzeugwerk schwer beschädigt. Die dort von den Polen bereitgestellten Reserveflugzeuge wurden vernichtet.

Die Seestreitkräfte waren auch gestern erfolgreich tätig. Zerstörer haben die im Kriegshafen von Hela liegenden feindlichen Schiffe unter wirkungsvolles Feuer genommen. Vor der Danziger Bucht wurde ein polnisches U-Boot versenkt. Luftangriffe gegen Gdingen und Hela wurden erneuert und brachten hierbei den polnischen Zerstörer "Wicher" zum Sinken. Der Minenleger "Gryf" wurde schwer beschädigt. Im Westen bisher keine Kampfhandlungen.

Sondermeldung: Aus dem Führerhauptquartier, Montag, den 4. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Durch das schnelle Zufassen der deutschen Truppen wurde der Pole verhindert, seine aus Gefangenenaussagen bestätigte Absicht durchzuführen, die ausgebaute Warthe-Stellung zu halten. Ostrowo, Krotoschin und Lissa sind in deutscher Hand. Heute morgen haben erstmalig Truppen aus dem Reich auf dem Landwege ostpreußischen Boden erreicht.

Aus dem Führerhauptquartier, Dienstag, den 5. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Das deutsche Ostheer brach am 4. September auf allen Fronten den feindlichen Widerstand und stieß unaufhaltsam weiter vor. Der Gegner geht stellenweise in Unordnung und schwer erschüttert zurück. Gefangenen- und Beutezahlen mehren sich und lassen sich zur Zeit noch nicht übersehen. Die 7. polnische Division wurde südostwärts Tschenstochau aufgerieben, der Divisionsstab gefangen.

Im Süden wurde im scharfen Nachdrängen die Verfolgung auf Krakau fortgesetzt, der Skawa-Abschnitt bei Wadowice überschritten, weiter nördlich Jaworzno genommen. Überstürzt räumt der Feind das ostoberschlesische Industriegebiet. Bei Sieradz wurde der Übergang über die Warthe erzwungen.

Im Norden versucht die umklammerte polnische Korridor-Armee, in verzweifelten Einzelaktionen den eisernen Ring zu sprengen; seit gestern häufen sich die Anzeichen der beginnenden Erkenntnis über die hoffnungslose Lage der Polen. Die Befestigungen in Graudenz wurden genommen. Die bei und südlich Culm unter den Augen des Führers und Obersten Befehlshabers über die Weichsel gesetzten Truppen sind auf dem Ostufer in raschem Vordringen. Bei Mlawa nahmen die ostpreußischen Truppen in hartem Kampf Mann gegen Mann die Stadt und die dortigen Befestigungen. Der geschlagene Feind weicht nach Süden. Die Kriegsmarine hat die Sicherungsmaßnahmen für die deutsche Küste planmäßig durchgeführt. Die Luftwaffe beherrscht den Luftraum. 40 polnische Flugzeuge, darunter fünfzehn im Luftkampf, wurden abgeschossen. In zunehmendem Maße wird durch die Luftangriffe auf feindliche Marsch- und Eisenbahnkolonnen ein planmäßiger Rückzug des Gegners vereitelt.

An der Nordseeküste griffen gegen 18 Uhr englische Kampfflugzeuge modernster Bauart Wilhelmshaven und Cuxhaven sowie die in den Flußmündungen liegenden Seestreitkräfte an. Die Jagd- und Flakabwehr von Kriegsmarine und Luftwaffe setzte so frühzeitig und wirksam ein, daß der Angriff auf Cuxhaven überhaupt vereitelt wurde, während die Bombenabwürfe in Wilhemshaven keinen Schaden anrichteten. Von den angreifenden Flugzeugen wurden mehr als die Hälfte abgeschossen.

Aus dem Führerhauptquartier, Mittwoch, den 6. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Operationen des Heeres in Polen nahmen am 5. September ihren planmäßigen Fortgang. Gebirgstruppen und bewegliche Truppen erkämpften sich in breiter Front die Nordausgänge der Beskiden und befinden sich in flüssigem Angriff gegen Neu-Sandez. Die von Süden und Westen gegen Krakau vorstoßenden Kräfte haben den Feind auf die Stadt zurückgeworfen. Das ostoberschlesische Industriegebiet ist in unserer Hand. Weiter nördlich wurde am frühen Nachmittag die Linie Checiny-Lopußno-Piotrkow genommen. Beiderseits Sieradz wurde eine stark ausgebaute Bunkerlinie durchbrochen und der Angriff auf dem Ostufer der Warthe in Richtung Lodz fortgesetzt.

Die bei Culm und Graudenz auf das Ostufer der Weichsel übergegangenen Kräfte setzten die Verfolgung des geschlagenen Feindes fort. Die aus Ostpreußen über Mlawa vorgestoßenen Truppen haben Ciechanow genommen. Der Gegner geht hier scharf bedrängt gegen Süden zurück. Schnelle Truppen haben bei Rozan den Narew erreicht. 10.000 Gefangene und 60 Geschütze sind bisher die Beute unserer im Norden kämpfenden Truppen. Die Angriffe der deutschen Luftwaffe haben am gestrigen Tage wiederum starke Störungen der feindlichen Verkehrslinien und rückwärtigen Verbindungen bewirkt. Die Bahnhöfe Idunska-Woja, Skarzysko, Tarnow und Wreschen brennen, zahlreiche Bahnstrecken sind unterbrochen. Die polnische Fliegertruppe ist mit Ausnahme einzelner Jäger bei Lodz überhaupt nicht mehr in Erscheinung getreten. Luftangriffe auf deutsche Hoheitsgebiete fanden am 5.9. an keiner Stelle statt. Deutsche Streitkräfte vernichteten in der Ostsee ein drittes polnisches U-Boot.

Sondermeldung: Aus dem Führerhauptquartier, Mittwoch, den 6. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die deutschen Truppen sind in den Mittagsstunden des Mittwoch ohne Kampf in die Stadt Krakau eingerückt. Der kommandierende General sowie der Divisionskommandeur haben am Grabe Pilsudskis militärische Ehren erwiesen. Eine Ehrenwache ist aufgezogen. Die Weichselbrücken sind nicht zerstört. Bromberg ist von den deutschen Truppen genommen. Die Netze wurde in Gegend Bromberg nach Süden überschritten. Am Mittwoch um 14 Uhr wurde die Straße Lask-Unjewow in Richtung Lodz von unseren Truppen überschritten. Der wichtige Eisenbahn- und Straßenknotenpunkt Kielce am Fuße der Lysa Gora wurde in den heutigen Morgenstunden von unseren Truppen in Besitz genommen.

Aus dem Führerhauptquartier, Donnerstag den 7. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Der Rückzug des polnischen Heeres hielt am 6. September auf der ganzen Front an. Durch den entschlossenen Einsatz der Luftwaffe tatkräftig unterstützt, blieben die Truppen des Ostheeres dem weichenden Feind in scharfer Verfolgung auf den Fersen und stellten ihn an verschiedenen Stellen zum Kampf. In Südpolen wurde Neu-Sandez genommen und dort nördlich davon der Dunajec überschritten. Kampflos besetzten unsere Truppen die Stadt Krakau. Dem Grabe des Marschalls Pilsudski wurden militärische Ehren erwiesen. Nach der Einnahme von Kielce sind unsere Truppen im raschen Vordringen durch den Westteil der Lysa Gora und nähern sich weiter nördlich den Städten Tomaszow und Lodz.

Im Norden ist die Tucheler Heide nordwestlich Graudenz nunmehr von den versprengten Resten der polnischen Korridor-Armee gesäubert. Die Zahl der erbeuteten Geschütze hat sich auf 90 erhöht. Die 9. und 27. polnische Division, ein Panzerbataillon, zwei Jägerbataillone und die Kavalleriebrigade Pomorska sind vernichtet. Nur Reste haben sich ohne Waffen und Gerät durch die Weichsel schwimmend gerettet. Das noch in den Wäldern steckende Kriegsgerät kann erst in Wochen festgestellt und geborgen werden.

Ostwärts der Weichsel ist die Straße Thorn-Strasburg überschritten und ein Brückenkopf über die Drewens gebildet. Die aus Ostpreußen vorgehenden Truppen haben den Narew beiderseits Pultusk und bei Rozan erreicht. Die Luftwaffe hat gestern in durchschlagendem Tiefangriff die weichenden Feindkolonnen angegriffen und zersprengt. Der Angriff gegen Eisenbahnanlagen, Bahnhöfe und Brücken wurde fortgesetzt, dabei die Weichselbrücke südlich Warschaus durch Bombentreffer schwer beschädigt. Der Warschauer Westbahnhof steht in Flammen.

Aus dem Führerhauptquartier, Freitag den 8. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die operationen in Polen nahmen gestern an vielen Stellen den Charakter einer Verfolgung an; nur an einzelnen Stellen kam es noch zu ernsteren Kämpfen. Südostwärts Gorlice und ostwärts Tarnow dringen unsere Truppen gegen die Wiesloka vor. Nördlich der Weichsel haben bewegliche Kräfte Staszow und nördlich der Lysa Gora die Gegend dicht westlich Kamienna erreicht. Die Bahnlinie Konskie-Opocno wurde im Angriff überschritten. Nördlich Tomaszow haben Panzertruppen den Feind aus Rawa Mazowiecka geworfen uns stehen dort 60 Kilometer vor Warschau. Zwischen Thorn und Strasburg ist die Drewenz überschritten. Die Besatzung der Westerplatte in Danzig hat sich ergeben, ihr Widerstand wurde durch Pioniere, Marinesturmkompanien und SS-Heimwehr unter Mitwirkung der "Schleswig-Holstein" gebrochen.

Nordostwärts Warschau ist der Narew bei Pultusk und Rozan überschritten. In der Provinz Posen wurden im Süden und Norden weitere Gebietsteile besetzt. An diesen schnellen und großen Erfolgen hatte die Luftwaffe wieder entscheidenden Anteil. Ihr Masseneinsatz richtete sich gegen die zurückweichende polnische Armee. Sie griff mit Schlacht- und Sturzkampfgeschwadern unmittelbar in den Erdkampf ein. Marschkolonnen wurden zersprengt, Rückzugswege durch Zerstörung von Brücken und Übergängen versperrt, Versuche von feindlichenn Gegenangriffen schon in der Bereitstellung zerschlagen. Die Weichselbrücken südlich Warschau sind nachhaltig zerstört, in Warschau selbst sind die Durchgangsstraßen mit Kolonnen angefüllt und verstopft. Die eilige Räumung der Stadt ist im Gange. Zwei deutsche Flugzeugen wurden über polnischen Gebiet abgeschossen, ein Flugzeug wird vermißt. Das deutsche Hoheitsgebiet wurde auch gestern nicht angegriffen. In Nord- und Ostsee wurde eine Reihe von Minensuchunternehmungen durch die Kriegsmarine durchgeführt. Boote einer Minensuchflottille beschossen eine polnische Strandbatterie, die das Feuer erfolglos erwiderte. Ein viertes ponisches Unterseeboot wurde vernichtet.

Sondermeldung: Aus dem Führerhauptquartier, Freitag den 8. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Deutsche Panzertruppen haben an der Straße Tomaszow-Warschau feindlichen Widerstand nach kurzem heftigen Kampf gebrochen und sind in raschem Vordringen auf die polnische Hauptstadt. Noch am Vormittag wurde der Ort Mszczonow erreicht. Deutsche Truppen sind am 8. September 17 Uhr 15 in Warschau eingedrungen. Schnelle Truppen haben die Weichsel bei Sandomierz in Südpolen und bei Gora Kalwarja südostwárts Warschau erreicht.

Aus dem Führerhauptquartier, Samstag den 9. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Auch gestern nahm der Rückzug des geschlagenen polnischen Heeres fast an allen Fronten seinen Fortgang. Die feindlichen Nachhuten vielfach durchstoßend, erreichten bewegliche Truppen mit vordersten Teilen zwischen Sandomir und Warschau an verschiedenen Stellen die Weichsel und drangen am Nachmittag von Südwesten her in die polnische Hauptstadt ein.
In Südpolen wurde kämpfend über die Wisloka nach Osten Raum gewonnen und mit motorisierten Verbänden Rzeszow erreicht. Bei Sandomir gelang es auch im Osten von der Weichsel Fuß zu fassen. In der Vormarschrichtung auf Lublin wurden westlich der Weichsel Zwolen und Radom genommen, weiter nördlich bei Gora Kalwarja bis an die Weichsel durchgestoßen. Lodz wird heute von rückwärts gestaffelten Verbänden besetzt werden, während die Masse der dort kämpfenden Truppen an der Stadt beiderseits vorbeistoßend südlich der Bzura dem kämpfend weichenden Feind folgt. Die Provinz Posen wird ohne feindlichen Widerstand fortschreitend besetzt. Nordostwärts Warschau ist der Feind hinter den Bug bei Wyszkow und ostwärts geworfen.

Die Luftwaffe hat während des ganzen Tages vor allem die Rückzugswege des Gegners westlich und ostwärts der Weichsel angegriffen. Abgesehen von einigen Jagdflugzeugen über den Weichselbrücken zwischen Sandomir und Warschau trat die polnische Fliegertruppe nur noch wenig in Erscheinung. Im Westen wurden zwei französische Flugzeuge über deutschem Gebiet abgeschossen.

Aus dem Führerhauptquartier, Sonntag den 10. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Zwischen dem Gebirge und dem Oberlauf der Weichsel setzten die deutschen Kräfte die Verfolgung des geschlagenen Feindes in ostwärtiger Richtung fort. Im großen Weichselbogen zwischen Sandomir und Kutno hat der schnelle Durchbruch der motorisierten und Panzertruppen bis an die Weichsel große Erfolge angebahnt. Teile zahlreicher polnischer Divisionen sind um Radom von der Weichsel abgeschnitten und von allen Seiten umstellt.

Ebenso ist dem aus dem Raume Skierniewice-Sochaczew-Kutno nach Osten drängenden Feind der Rückzug über die Weichsel bei Warschau und südlich verlegt. Das Schicksal dieser polnischen Heeresteile, mit denen noch heftige Kämpfe im Gange sind, wird sich in den nächsten Tagen erfüllen. Die im nördlichen Polen beiderseits der Weichsel vorgehenden deutschen Kräfte haben die Gegend westlich Wloclawek und nordostwärts Plock erreicht. Nordostwärts Warschaus haben wir am Südufer des Bug Fuß gefaßt. Um Lomza und ostwärts wird noch gekämpft.

Die Luftwaffe hat die von Warschau nach Ost und Südost zurückführenden Straßen und Eisenbahnen durch Bombenangriffe blockiert und die in diesem Raume noch vorhandenen Reste der polnischen Bodenanlagen angegriffen. Bei einem Unternehmen gegen Lublin wurden von einem gemischten Kampf- und Zerstörerverband sieben polnische Flugzeuge im Luftkampf abgeschossen, acht polnische Flugzeuge am Boden durch Bombenabwurf schwer beschädigt. Zur Unterstützung des Heeres griffen Fliegerverbände im Raume von Radom sowie zwischen Narew und Bug wirkungsvoll in den Kampf ein.

Im Westen haben erstmalig französische Spähtrupps die deutsche Grenze überschritten und sind in Gefechtsberührung mit unseren weit vor dem Westwall befindlichen Vorposten getreten. Der Feind ließ zahlreiche Tote und Gefangene, darunter auch einen Offizier zurück. In der Nacht zum 9. September warfen britische Flugzeuge über einigen Städten Nord- und Westdeutschlands Flugblätter ab. Die Besatzung eines bei Überstedt in Thüringen abgestürzten englischen Kampfflugzeuges wurde gefangengenommen. An der Westgrenze wurden drei französische Flugzeuge über deutschem Hoheitsgebiet abgeschossen. Bombenangriffe haben nicht stattgefunden.

Aus dem Führerhauptquartier, Montag den 11. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die große Schlacht in Polen nähert sich ihrem Höhepunkt, der Vernichtung des polnischen Feldheeres westlich der Weichsel.

Während in Südpolen der sich zäh wehrende Gegner über den San zurückgedrängt und der Übergang über den Fluß im Abschnitt Sanok-Jawornik Polski, sowie bei Radymno und Jaroslaw erzwungen wurde, begannen die in den verschiedenen Räumen eingeschlossenen Truppen die Waffen zu strecken. Durchbruchsversuche der eingeschlossenen Teile wurden überall verhindert.

Nach hartem Kampf um die polnischen Befestigungen am Narew gelang es bei Nowogrod und Wizna, Brückenköpfe an dem Südufer zu bilden. Polnische Artillerie aller Kaliber hat von den östlichen Teilen Warschaus aus das Feuer gegen unsere im Westteil der Stadt befindlichen Truppen eröffnet. Die Einschließung des polnischen Kriegshafens Gdingen wurde fortgesetzt. Neustadt und Putzig sind in deutscher Hand.

Seestreitkräfte unterstützten das Vorgehen des Heeres durch erfolgreiche Beschießung polnischer Batterien sowie des Kriegshafens Gdingen. Die Luftwaffe hat die Straßen und Eisenbahnlinien ostwärts und nordostwärts Warschaus und in den Räumen Lemberg und Lublin-Chelm wiederholt mit Erfolg angegriffen und Kolonnen und Truppentransporte dort zerschlagen. In Lemberg wurde der Westbahnhof zerstört.

Im Westen wurde der geräumte Flugplatz Saarbrücken von französischer Artillerie beschossen. Drei französische Flugzeuge wurden über Reichsgebiet abgeschossen.

Aus dem Führerhauptquartier, Dienstag den 12. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Durch das Vorgehen unserer Truppen in den Provinzen Posen und Westpreußen wurden in den letzten Tagen Posen, Thorn, Gnesen, Hohensalza und zahlreiche andere Städte besetzt. Damit ist auch in dieser Gegend das ehemals deutsche Gebiet nahezu restlos in deutscher Hand. Die große Schlacht in Polen geht westlich der Weichsel ihrem Ende entgegen.

Die Südtruppe dringt in Gewaltmärschen gegen und über den San vor. Gebirgstruppen haben am äußersten Südflügel Chyrow südlich Przemysl erreicht. Im Raum zwischen Zwolen, Radom und der Lysa Gora streckt der Feind die Waffen; Geschütze und Kriegsgerät von mindestens vier Divisionen stehen als Beute in Aussicht. Die Gefangenenzahl ist noch nicht zu übersehen. Auf dem Ostufer der Weichsel südlich Warschaus nahmen Panzertruppen eine Anzahl schwerer Geschütze, darunter vier 21-cm-Mörser. Verzweifelte Versuche der rund um Kutno eingeschlossenen starken feindlichen Kräfte, nach Süden durchzubrechen, wurden vereitelt. Der Ring auch um diese feindliche Gruppe ist geschlossen. Nördlich der Weichsel nähern sich unsere Truppen der Festung Modlin.

Nach hartem Kampf ist der Feind auch nordostwärts Warschaus geworfen. In der Verfolgung haben unsere Truppen mit der Masse die Bahnlinie Warschau-Bialystok überschritten, mit vorgeworfenen Abteilungen die Bahnlinie Warschau-Siedlce erreicht. Verbände der Luftwaffe wurden wie am Vortage zur Unterstützung des Heeres bei Kutno und zur Zerstörung der rückwärtigen Verbindungen des Gegners ostwärts der Weichsel mit gutem Erfolg eingesetzt. Eine Sturzkampftruppe hat die Ostausgänge von Warschau abgeriegelt. Der Bahnhof Bialystok wurde zerstört. Großendorf im westlichen Teil der Halbinsel Hela und seine Hafenanlagen sind von leichten Seestreitkräften in Besitz genommen.

Im Westen örtliche Vorpostenkämpfe zwischen Saargemünd und Hornbach. Luftangriffe auf das Reichsgebiet ereigneten sich gestern nicht.

Sondermeldung: Aus dem Führerhauptquartier, Dienstag den 12. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die deutschen Truppen an der Südfront sind im schnellen Vordringen auf Lemberg. Südostwärts von Przemysl haben Gebirgstruppen die Stadt Sambor genommen und stehen damit am Dnjestr. Schnelle Truppen haben sich nordostwärts von Przemysl in den Besitz von Krakowice gesetzt. Im Laufe des heutigen Tages ist der Widerstand der südlich Radom eingeschlossenen polnischen Streitkräfte gebrochen worden. Die Beute an Gefangenen und Kriegsmaterial ist auch nicht annährend zu übersehen. Durch das Vorgehen unserer Truppen in den Provinzen Posen und Westpreußen wurden in den letzten Tagen Posen, Thorn, Gnesen, Hohensalza und zahlreiche andere Städte besetzt. Damit ist auch in dieser Gegend das ehemals deutsche Gebiet nahezu restlos in deutscher Hand.

Aus dem Führerhauptquartier, Mittwoch den 13. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Am 12. September setzte das deutsche Ostheer mit seinem Süd- bzw. seinem Nordflügel die stürmische Verfolgung des Feindes fort. Beiderseits Przemysl vorstoßend, wurden Sambor und Jaworow genommen und mit vorgeworfenen Abteilungen Lemberg erreicht. Die südlich Radom eingeschlossene polnische Gruppe hat aufgehört zu existieren. Die gewaltige Beute an Gefangenen, Geschützen und Kampfgerät aller Art wird noch gesichtet und gezählt. Alle Versuche der um Kutno umstellten fünf polnischen Divisionen und zwei Kavalleriebrigaden, nach Süden durchzubrechen, sind gescheitert. Der konzentrische Gegenangriff unserer Divisionen ist im Gange. Ostwärts und südostwärts von Warschau sind Straße und Bahnlinie Warschau-Siedlce mit starken Kräften überschritten; am äußersten Ostflügel stehen motorisierte Truppen 40 Kilometer nördlich Brest. Weit hinter der Front ist die zu spät aus Lomza nach Süden weichende 18. polnische Division nördlich des Bug gestellt.

Die Luftwaffe griff auch gestern erfolgreich Straßen, Brücken und Eisenbahnen ostwärts der Weichsel an. Im Bahnhof Krystynopol brennen drei Züge. Der Flugplatz Luck wurde schwer beschädigt, die Flugzeugfabrik Biala-Podlask in Brand geschossen. 14 feindliche Flugzeuge wurden zerstört, davon zwei im Luftkampf. Die Luftaufklärung brachte ausgezeichnete und für die Führung wertvolle Ergebnisse.

Im Westen wurde der Birnberg, etwa sechs Kilometer südostwärts Saarbrücken, auf dem sich der Feind mit zwei Kompanien festgesetzt hatte, im Gegenangriff durch unsere Vorposten wiedergenommen. Sonst nur geringe Vorpostenkämpfe. Luftangriffe auf deutsches Reichsgebiet fanden nicht statt.

Aus dem Führerhauptquartier, Donnerstag den 14. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Operationen in Südpolen fanden nur mehr geringen Widerstand und gewannen rasch nach Osten Raum. Die Straße Lublin-Lemberg wurde mit starken Kräften bei Rawa-Ruska und Tomaszow erreicht, die Weichsel nördlich Sandomir an mehreren Stellen überschritten. Als vorläufiges Ergebnis der Vernichtungsschlacht bei Radom sind 60.000 Gefangene, darunter zahlreiche Generale, 143 Geschütze und 38 Panzerwagen eingebracht. Der umfassende Angriff gegen die um Kutno umstellten polnischen Divisionen schreitet vorwärts.

Der Ring um die polnische Hauptstadt wurde gestern auch im Osten geschlossen. Ostwärts Modlin über den Narew vorgehend, nähern sich unsere Truppen auch von Nordwesten der Stadt. Die über die Straße Warschau-Siedlce vorgedrungenen deutschen Kräfte haben mit Teilen nach Südwesten und Westen eingedreht. Die 18. polnische Division, darunter der Divisionsstab, streckte gestern nördlich Ostrow-Mazowieka die Waffen. 6.000 Gefangene und 30 Geschütze wurden eingebracht.

Die auf Brest-Litowsk angesetzten Kräfte nähern sich schnell der Stadt. Als letzte der polnischen Grenzbefestigungen wurde Ossowiec gestern durch ostpreußische Truppen genommen. Trotz ungünstiger Wetterlage griff die Luftwaffe mit Erfolg den Ostrand von Warschau und rückwärtige polnische Verbindungsstraßen an. Zwei feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen.

Im Westen gingen in dem zwischen Saarbrücken und Hornbach weit vor dem Westwall nach Frankreich vorspringenden deutschen Gebietsteil stärkere französische Kräfte als bisher gegen unsere Gefechtsvorposten vor. In Minenfeldern und in unserem Abwehrfeuer blieben sie liegen.

Aus dem Führerhauptquartier, Freitag den 15. September 1939
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Am 14. September überschritt die Südtruppe des deutschen Ostheeres die Straße Lemberg-Lublin. Die sehr starken und sich verzweifelt wehrenden, um Kutno eingeschlossenen polnischen Kräfte versuchten gestern nochmals, nach Südosten durchzubrechen. Auch diese Angriffe schlugen fehl. Ostwärts der Weichsel nähern sich unsere Truppen von Norden, Osten und Südosten der Warschauer Vorstadt Praga. Auch dort wurden Durchbruchsversuche nach Osten abgewiesen. Die auf die Festung Brest-Litowsk angesetzten Truppen sind von Norden in die Befestigungszone eingedrungen. Die Forts sind zum Teil gesprengt. Die Zitadelle ist noch vom Feind besetzt. Die Stadt Gdingen ist in unserer Hand. Seestreitkräfte griffen in den Kampf um Gdingen und auf der Halbinsel Hela wirkungsvoll ein. Die Einfahrt in den Südhafen von Gdingen wurde erzwungen. Die Luftwaffe griff trotz schlechter Wetterlage Bahnlinien und Bahnhöfe mit Erfolg an und unterstützte den Kampf des Heeres gegen die um Kutno eingeschlossene feindliche Armee durch Bomben- und Tiefangriffe. Die noch im Hafen Heisternest liegenden polnischen Kriegsschiffe wurden durch Bomben versenkt.
"Merken Sie sich eins; bei uns zu Haus' sind nur die Mannschaften Ostmärker. Die Herren Offiziere sind Österreicher! Servus Doktorchen!"

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ostland
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Re: Wehrmachtbericht 1939-1945 Archive

Post by ostland » 17 Apr 2020 22:15

Does anyone care for more?
"Merken Sie sich eins; bei uns zu Haus' sind nur die Mannschaften Ostmärker. Die Herren Offiziere sind Österreicher! Servus Doktorchen!"

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Michael Miller
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Re: Wehrmachtbericht 1939-1945 Archive

Post by Michael Miller » 03 Aug 2020 05:30

Thank you very much for you efforts, and I for one would like very much to see more.

Best wishes,
~ Mike

Mori
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Re: Wehrmachtbericht 1939-1945 Archive

Post by Mori » 03 Aug 2020 14:48

Can you detail what are these texts exactly?

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ostland
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Re: Wehrmachtbericht 1939-1945 Archive

Post by ostland » 16 Jul 2023 11:10

15. September 1939
Am 14. September überschritt die Südtruppe des deutschen Ostheeres die Straße Lemberg-Lublin. Die sehr starken und sich verzweifelt wehrenden, um Kutno eingeschlossenen polnischen Kräfte versuchten gestern nochmals, nach Südosten durchzubrechen. Auch diese Angriffe schlugen fehl. Ostwärts der Weichsel nähern sich unsere Truppen von Norden, Osten und Südosten der Warschauer Vorstadt Praga. Auch dort wurden Durchbruchsversuche nach Osten abgewiesen. Die auf die Festung Brest-Litowsk angesetzten Truppen sind von Norden in die Befestigungszone eingedrungen. Die Forts sind zum Teil gesprengt. Die Zitadelle ist noch vom Feind besetzt. Die Stadt Gdingen ist in unserer Hand. Seestreitkräfte griffen in den Kampf um Gdingen und auf der Halbinsel Hela wirkungsvoll ein. Die Einfahrt in den Südhafen von Gdingen wurde erzwungen. Die Luftwaffe griff trotz schlechter Wetterlage Bahnlinien und Bahnhöfe mit Erfolg an und unterstützte den Kampf des Heeres gegen die um Kutno eingeschlossene feindliche Armee durch Bomben- und Tiefangriffe. Die noch im Hafen Heisternest liegenden polnischen Kriegsschiffe wurden durch Bomben versenkt.

16. September 1939
Die Südgruppe des deutschen Ostheeres trieb auch am 15. September die versprengten Teile der polnischen Südarmee vor sich her. Mit ihnen wird vor den Toren Lembergs und am Tanew bei Bilgoraj noch gekämpft. Weit ostwärts davon haben motorisierte Truppen Wlodzimierz erreicht. Przemysl wurde genommen.
Unter Einsatz neuer deutscher Kräfte wurde der Ring um die bei Kutno eingeschlossene polnische Armee verstärkt und im Angriff verengt.
Nach Abwehr der feindlichen Durchbruchsversuche südostwärts Warschau brachten unsere Truppen dort 8000 Gefangeneund 126 Geschütze ein und stehen jetzt dicht um Praga.
Bialystok wurde genommen. Der Kampf um die Zitadelle von Brest ist noch im Gange.
Die Luftwaffe vereitelte den Versuch der letzten polnischen Transportbewegungen gegen die Ostgrenze.
Im Westen feindliche Artillerietätigkeit bei Saarbriicken. Örtliche feindliche Vorstöße wurden unter erheblichen Verlusten für den Gegner abgewiesen.
Luftangriffe auf deutsches Reichsgebiet fanden nicht statt. 

17.September 1939
Die Säuberung Ostgaliziens schritt am 16.September weiter fort. Lemberg ist von drei Seiten umstellt, polnischen Kräften zwischen Lemberg und Przemysl der Rückzug nach Südosten verlegt. Nördlich der San-Mündung dringen unsere Truppen in Richtung Lublin weiter vor. Deblin wurde genommen. 100 unzerstörte Flugzeuge fielen dort in unsere Hand. Bei Wlodawa, südlich Brest, haben sich die vordersten Aufklärungstruppen der aus Ostpreußen und der aus Oberschlesien und der Slowakei angesetzten Armeen die Hand gereicht.
Die Schlacht von Kutno nimmt ihren planmäßigen Verlauf.Von Westen her wurde Kutno genommen, die Bzura nach Norden überschritten. Warschau ist eng umschlossen.
Um die Bevölkerung der polnischen Hauptstadt vor schwerstem Leid und Schrecken zu bewahren, hat die deutsche Wehrmacht den Versuch unternommen, durch einen Offizier den polnischen Militärbefehlshaber von Warschan zur Aufgabe seines zwecklosen Widerstandes in einer offenen Millionenstadt zu veranlassen. Der polnische Militärbefehlshaber in Warschau hat es abgelehnt, den deutschen Offizier zu empfangen.
Der Versuch abgesprengter polnischer Truppen, über Siedlce nach Südosten zu entkommen, endete mit der Gefangennahme von 12000 Mann. 80 Geschütze, sechs Panzerwagen und elf Flugzeuge wurden außerdem erbeutet.
Bei weiter ungünstiger Wetterlage nahm die Luftwaffe ostwärts der Weicbsel durch wiederholte Angriffe auf Truppenansammlungen und Marschkolonnen dem zurückflutenden Gegner die Möglichkeit, seine Verbände zu ordnen. Die Rundfunksender Wilna und Baranowicze wurden durch Luftangriffe zerstört.
Im Westen erlitt der Feind bei einigen Stoßtruppunternehmungen in der Gegend von Zweibrücken erhebliche Verluste.
Ein feindlicher Fesselballon wurde abgeschossen.
Luftangriffe auf das Reichsgebiet fanden nicht statt.
Sondermeldung: Die Zitadelle von Brest-Litowsk wurde genommen.Damit ist die Festung Brest-Litowsk in deutscher Hand. Bei Wegnahme der Zitadelle wurden 600 Gefangene gemacht.
Die Kriegsmarine führte in Ost-und Nordsee und im Atlantik den Handelskrieg erfolgreich fort. In der Ostsee griffen Seestreitkräfte mit ihrer Artillerie in den Kampf gegen die letzten noch Widerstand leistenden polnischen Truppen bei Gdingen und Hela ein. 

Montag,den 18. September 1939
Der Feldzug in Polen geht seinem Ende entgegen.
Nach der völligen Umschließung Lembergs und der Einnahme von Lublin steht ein Teil des deutschen Ostheeres in der allgemeinen Linie Lemberg-Wlodzimierz-Brest-Bialystok und hat damit den größten Teil Polens besetzt. Dahinter vollzieht sich noch an mehreren Stellen die Vernichtung und Gefangennahme einzelner versprengter Reste der ehemaligen polnischen Armee. Die stärkste dieser umschlossenen polnischen Kampfgruppen -etwa ein Viertel des polnischen Heeres- ist südwestlich Wyszogrod zwischen Bzura und Weicbsel auf engstem Raum zusammengepreßt und geht seit gestern der Auflösung entgegen.
Aus dem umschlossenen Warscbau wurde am 17. September durch polnische Sender die Bitte an das Oberkommando der deutschen Wehrmacht gerichtet,einen polnischen Parlamentär zu empfangen. Das Oberkommando der Wehrmacht hat seine Bereitwilligkeit dazu erklärt. Bis zum 17. September Mitternacht hat sich kein Parlamentär bei unseren Truppen eingefunden.
Die Luftwaffe griff die südwestlich Wyszogrod eingeschlossenen polnischen Kräfte wirksam an. Polnische Fliegerkräfte traten an der ganzen Front nicht mehr in Erscheinung.
Die deutsche Luftwaffe hat damit die ihr im Osten gestellte Aufgabe im wesentlichen erfüllt. Zahlreiche Einheiten der Fliegertruppe und Flakartillerie sind zusammengezogen und stehen für anderweitige Verwendung bereit.
Im Westen keine nennenswerten Kampfhandlungen. Bei Saarbrücken wurde ein französisches Flugzeug von einem deutschen Jäger abgeschossen.
Luftangriffe auf deutsches Hoheitsgebiet haben am 17. September nicht stattgefunden.

Dienstag,den 19. September 1939
Die Auflösung und Kapitulation der versprengten oder eingeschlossenen Reste des polnischen Heeres schreiten rasch vorwärts. Die Schlacht an der Bzura ist zu Ende. Bisher wurden 50000 Gefangene und eine unübersehbare Beute eingebracht. Das endgültige Ergebnis läßt sich noch nicht annähernd bestimmen.
Eine kleinere feindliche Kampfgruppe wurde nordwestlich Lemberg vernichtet und dabei 10 000 Gefangene gemacht. Lemberg wurde zur Übergabe aufgefordert. Vor Warschau hat nach Ausbleiben des polnischen Parlamentärs die Kampftätigkeit wieder begonnen. Die Stadt wird von den Polen ohne Rücksicht auf die Bevölkerung, die über eine Million Menschen beträgt, verteidigt.
Die Luftwaffe hat gestern nur noch einzelne Angriffsflüge durchgeführt. Im übrigen war ihr Einsatz an der Ostfront nicht mehr nötig. 
An der Westfront im Raum von Saarbrücken an einzelnen Stellen schwache Artillerie-und Spähtrupptätigkeit.Beim Gegner wurden vielfach Schanzarbeiten beobachtet. Kampfhandlungen in der Luft fanden nicht statt.
Die von der britischen Admiralität bekanntgegebene Versenkung des Flugzeugträgers ,,Courageous“ ist durch die Meldung des angreifenden deutschen Unterseebootes bestätigt worden.

Mittwoch,den 20.September 1939
Die Schlacht im Weichselbogen, die vor etwa einer Woche bei Kutno begann und sich dann nach Osten gegen die Bzura zog, erweist sich nunmehr als eine der größten Vernichtungsschlachten aller Zeiten.Die Zahl der Gefangenen hat sich gestern allein an der Bzura auf 105 000 erhöht und wächst ständig. Dazu treten noch außerordentlich hohe blutige Verluste des Feindes.Das erbeutete Kriegsmaterial ist unübersehbar.
Ernsterer Widerstand wird im ganzen von uns besetzten Polen nur mehr in und südlich Modlin sowie in Warschau geleistet.
Unsere in der Verfolgung des Gegners bis zur Linie Stryi-Lemberg-Brest-Bialystok vorgestoßenen Truppen werden nunmehr nach der Vernichtung der dort befindlichen letzten Reste der polnischen Armee wieder planmäßig auf die zwischen der deutschen und russischen Regierung endgültig festgelegte Demarkationslinie zurückgenommen.
Die Kämpfe bei Gdingen wurden gestern mit der Einnahme des Kriegshafens abgeschlossen. Auch hier fielen mehrere tausend Gefangene in unsere Hand.Das Schulschiff ,,Scbleswig-Holstein“und Streitkräfte des Führers der Minensuchboote griffen wirksam in diese Kämpfe ein.
Der Einsatz der Luftwaffe beschränkt sich an der ganzen Front auf Aufklärungstätigkeit.
Im Westen nur örtliche Spähtruppunternehmen.

Donnerstag, den 21.September 1939
Noch immer ist das Ergebnis der Schlacht im Weichselbogen nicht imvollen Maße zu übersehen. Bis zum Nachmittag des 20. September war die Zahl der Gefangenen auf 170000 gestiegen und ist immer noch im Wachsen. Eine der beiden an der Schlacht beteiligten deutschen Armeen hat bisher allein 320 Geschütze und 40 Kampfwagen erbeutet.Auf polnischer Seite kämpften nach den bisherigen Feststellungen in dieser Schlacht neun Divisionen und Teile von zehn weiteren Divisionen und drei Kavalleriebrigaden.
Im Süden haben sich nach hartem Kampf bei Zamosz und Tomaszow starke 
polnische Kräfte den deutschen Truppen ergeben, darunter der Oberbefehlshaber der polnischen Südarmee. Seit dem 10. September wurden dort 60 000 Gefangene gemacht und 108 leichte und 22 schwere Geschütze erbeutet.
Die Beute in den Kämpfen um Gdingen ist auf 350 Offiziere, 12 000 Mann und etwa 40 Geschütze gestiegen.
Widerstand wird jetzt nr noch in Warschau und Modlin, südostwärts Warschau bei Gora Kalvarja und auf der Halbinsel Hela geleistet.
In den nächsten Tagen wird das Oberkommando der Wehrmacht einen zusammenfassenden Bericht über den Feldzug in Polen geben.
Im Westen wurden drei Fesselballons und acht feindliche Flugzeuge abgeschossen. Sonst keine Ereignisse.

Freitag, den 22. September 1939
Die Bewegungen der deutschen und russischen Truppen auf die vereinbarte Demarkationslinie vollziehen sich planmäßig und im besten Einvernehmen. Bei Lemberg wurden die dort kämpfenden deutschen Truppen durch russische Verbände abgelöst.
Die als Ergebnis der Schlacht bei Tomaszow bereits gemeldeten Gefangenen-und Beutezahlen wachsen noch ständig.
Mehrere polnische Ausbruchsversuche aus Praga wurden abgewiesen. Auf der Strecke Warschau-Siedlce wurde bei Kaluszyn nach kurzem Gefecht ein feindlicher Panzerzug genommen.
178 Angehörige des diplomatischen Korps und 1200 sonstige Ausländer konnten gestern Warscbau auf dem von den deutschen Kommandobehörden bestimmten Wege verlassen. Sie wurden von deutschen Offizieren empfangen und in bereitgestellten Zügen noch in der Nacht nach Königsberg befördert. Sämtliche Ausländer sind wohlbehalten und unverletzt.
Im Westen nur vereinzelte Stoßtruppunternehmungen. Ein französisches Jagdflugzeug wurde im Luftkampf abgeschossen.

Sonnabend, den 23.September 1939
Lemberg ergab sich gestern den bereits im Abmarsch befindlichen deutschen Truppen.Übergabeverhandlungen sind im Einvernehmen mit den am Ostrand der Stadt stehenden sowjetrussischen Truppen im Gange.
Beim Absuchen der Waldungen an der Bzura fiel am 21. September der Oberbefehlshaber der polnischen Korridorarmee,General Bortnowski,mit seinem ganzen Stabe in unsere Hand.
Nach heftigem Kampf mit einem sich verzweifelt wehrenden Gegner gelang es 
gestern, die Süduferstraße an der Weicbsel zwischen Modlin und Warschau zu überschreiten und damit beide Städte getrennt abzuriegeln.Mehrere tausend Gefangene wurden gemacht.
Im Westen nur an einzelnen Stellen schwache Artillerietätigkeit.
Bei Saarbrücken wurde ein französisches Flugzeug durch Flakfeuer zur Landung gezwungen, die Besatzung gefangengenommen; ein deutsches Flugzeug im Luftkampf abgeschossen.
Zusammenfassender Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht über den Feldzug in Polen vom 23. September 1939
Der Feldzug in Polen ist beendet.
In einer zusammenhängenden Reihe von Vernichtungsschlachten, deren größte und entscheidendste die im Weichselbogen war, wurde das polnische Millionenheer geschlagen, gefangen oder zersprengt. Keine einzige der polnischen aktiven oder Reservedivisionen, keine ihrer selbständigen Brigaden usw. ist diesem Schicksal entgangen.
Nur Bruchteile einzelner Verbände konnten sich durch die Flucht in die Sumpfgebiete Ostpolens der sofortigen Vernichtung entziehen. Sie erliegen dort den sowjetrussischen Truppen.
Von der gesamten polnischen Wehrmacht kämpft zur Zeit nur mehr ein geringfügiger Rest auf hoffnungslosem Posten in Warschau, in Modlin und auf der Halbinsel Hela. Daß er das noch kann, verdankt er ausschließlich der gewollten Schonung unserer Truppen und unserer Rücksichtnahme auf die polnische Zivilbevölkerung.

Sonntag,den 24. September 1939
Die Bewegungen der deutschen Truppen auf die Demarkationslinie wurden auf der gesamten Ostfront planmäßig fortgesetzt.
Im Raume Tomaszow-Zamosc-Rudco wurden abgesprengte Feindkräfte bei dem Versuch, sich nach Süden durchzuschlagen, zum Kampfe gestellt.Teile dieses Feindes wurden südwestlich Zamosc eingeschlossen, andere gehen nach Osten zurück und werden dort auf russische Truppen stoßen.
In den letzten Tagen steigerte sich die Zahl der polnischen Überläufer aus Praga und Modlin.
Im Westen an einzelnen Stellen verstärktes Artilleriefeuer. Örtliche feindliche Angriffe wurden abgewiesen.

Montag,den 25.September 1939
Im Osten vollzogen sich die Bewegungen der deutschen Truppen auf die Demarkationslinie am 24. Septemberreibungslos und im Einvernehmen mit den russischen Verbänden.
In wiederholtem Einsatz haben Sturzkampfflieger militärisch wichtige Ziele in Warschau mit Erfolg angegriffen.
Im Westen an einzelnen Stellen Spähtrupp-und Artillerietätigkeit auf beiden Seiten.Acht französische Flugzeuge wurden im Luftkampf abgeschossen.
Ein deutsches Unterseeboot versenkte einen englischen Zerstörer. Auch die Handelskriegführung zeitigte wiederum gute Erfolge.

Dienstag,den 26.September 1939
Im Osten wurde die planmäßige Bewegung auf die Demarkationslinie fortgesetzt. Nur ostwärts des unteren San kam es noch zu kurzen Gefechten mit versprengten Feindteilen, wobei durch eine Panzerdivision 2000 Gefangene gemacht wurden. 
Nachdem es trotz aller Bemühungen nicht gelungen ist, den polnischen Kom mandanten von der Grausamkeit und Nutzlosigkeit eines Widerstandes in Wa scbau zu überzeugen, wurde gestern mit den Kampfhandlungen gegen die Stac begonnen. In kühnem Handstreich wurde das Fort Mokotowski und anschlieBen ein Teil der Vorstadt Mokotowgenommen.
Im Westen Artilleriestörungsfeuer und geringe Spähtrupptätigkeit.
Französische Flugzeuge haben -wie einwandfrei erkannt wurde - belgisches Gebiet überflogen.
In Luftkämpfen wurden fünf französische Flugzeuge und zwei Fesselballone durch Flakfeuer ein französisches Flugzeug abgeschossen.

Mittwoch,den 27. September 1939
Im Osten nähern sich unsere Truppen der mit der Sowjetregierung vereinbarten Demarkationslinie.
Von den versprengten Teilen des polnischen Heeres, die sich noch zwischen den deutschen und den vormarschierenden russischen Truppen befinden, wurde gestern östlich Bilgoraj die 41. polnische Division und 1. Kavalleriebrigade gefangengenommen.
Die zu Beginn der Kampfhandlungen als offene Stadt angesehene und dementsprechend respektierte Hauptstadt Polens ist durch die Maßnahmen des Kommandanten, die Wiederinstandsetzung der alten Forts und die Bewaffnung von Teilen der Zivilbevölkerung in eine Festung verwandelt worden.
Der Angriff dagegen brachte gestern im Nordteil die erste, im Südteil die zweite Fortlinie in unseren Besitz.Unter dem Eindruck dieser Angriffe hat der polnische Kommandant heute vormittag die Übergabe der Stadt und der Besatzung angeboten.
Der Oberbefehlshaber des Heeres hat den General Blaskowitz beauftragt, die Übergabeverhandlungen zu führen.
Die Luftwaffe griff militärisch wichtige Ziele in Modlin an.
Im Westen nur geringe Gefechtstätigkeit.
Der Feind schanzt auf der ganzen Front. Zwei französische Flugzeuge wurden im Luftkampf über Freiburg und Sigmaringen abgeschossen.
Deutsche Luftstreitkräfte griffen gestern englische Seestreitkräfte,Schlachtschiffe,Flugzeugträger, Kreuzer und Zerstörer, in der mittleren Nordsee mit Erfolg an. Außer einem Flugzeugträger, der zerstört worden ist,wurden mehrere schwere Treffer auf einem Schlachtschiff erzielt. Unsere Flugzeuge erlitten keine Verluste. 

Donnerstag, den 28.September 1939
Im Osten hat die Masse unserer Truppen die Demarkationslinie planmäßig überschritten.
In den gestern gemeldeten Kämpfen am Südflügel ostwärts des San wurden im ganzen 500 Offiziere und 6000 Mann gefangengenommen. Neben der schon gemeldeten polnischen 41. Division fielen ein Armeeführer, der Führer eines Grenzschutzkorps sowie die Kommandeure der 7. und 39. Division mit ihren Stäben in unsere Hand.
Die Stadt Warschau, die sich gestern bedingungslos ergeben hat, wird nach Erledigung der notwendigen Vorbereitungen voraussichtlich am 29. September besetzt werden. Heute vormittag hat auch der Kommandant von Modlin die Übergabe der Festung angeboten.
Im Westen keine wesentlichen Kampfhandlungen. Bei einem Luftkampf über Saarbrücken wurde ein feindliches Flugzeug zum Absturz gebracht.
Ein schwerer britischer Kreuzer wurde bei der Isle of May von einer Kampfstaffel mit Erfolg angegriffen. Eine 250-Kilo-Bombe schlug im Vorschiff ein.
Von den am Vortag angegriffenen schweren britischen Seestreitkräften ist ein Flugzeugträger durch eine 500-Kilo-Bombe,ein Schlachtschiff durch zwei 250-Kilo-Bomben im Vor- und Mittelschiff getroffen worden.
Sondermeldung: Warschau hat bedingungslos kapituliert. Die förmliche Übergabe der Stadt an das deutsche Armeeoberkommando wird voraussichtlich am 29. September stattfinden. Die militärische Besatzung beträgt nach den bisherigen Feststellungen über 100 000 Mann.

Freitag,den 29.September 1939
Im Verlauf der planmäBigen Bewegung über die Demarkationslinie wurde am 28.September Przemysl-Süid durch den deutschen Kommandanten in feierlicher Form an die russischen Truppen übergeben.
Der Ausmarsch der entwaffneten Besatzung von Warschau beginnt heute abend und wird sich auf zwei bis drei Tage erstrecken.
Der Einmarsch der deutschen Truppen ist daher erst für den 2. Oktober vorgesehen. Hilfsmaßnahmen für die Verpflegung und sanitäre Versorgung der Zivilbevölkerung sind eingeleitet.
Die Festung Modlin hat unter dem Eindruck der deutschen Angriffe sowie als Folge der Zermürbung durch Artilleriefeuer und Bombenabwürfe bedingungslos kapituliert. Die Einzelheiten der Übergabe werden nach Weisung der Heeresgruppe Nord durch das vor Modlin eingesetzte Korpskommando festgelegt. In der Festung befinden sich etwa 1200 Offiziere, 30 000 Mann,4000 Verwundete.
Im Westen Erdkampftätigkeit wie bisher.
Im Luftkampf wurden bei Weissenburg ein französisches,bei Osnabrück ein britisches Flugzeug abgeschossen.

Sonnabend, den 30.September 1939
Im Osten haben sich nach der Kapitulation von Modlin auch die im Brückenkopf von Modlin südlich der Weicbsel befindlichen 269 Offiziere und etwa 5000 Mann ergeben. 58 Geschütze,183 Maschinengewehre und zahlreiches anderes Kriegsgerät wurde erbeutet.
Im Westen an verschiedenen Stellen etwas lebhaftere Artillerietätigkeit.
Im Skagerrak und Kattegat wurden in den letzten beiden Tagen 45 Dampfer von deutschen Zerstörern und Torpedobooten auf Bannware untersucht und ein Teil von ihnen aufgebracht.
Zwei Schwärme von zusammen zwölf britischen Kampfflugzeugen versuchten in das deutsche Hoheitsgebiet an der Nordseeküste einzufliegen. Ein Schwarm griff in der Deutschen Bucht Zerstörer ohne jeden Erfolg an. Die britischen Flugzeuge wurden durch Flakfeuer vertrieben. Bombentreffer wurden nicht erzielt. Den anderen Schwarm stellten deutsche Jagdflieger in der Nähe der ostfriesischen Inseln Wangerooge und Langeoog. Im Luftkampf wurden von sechs britischen Flugzeugen fünf abgeschossen.Die Besatzungen zweier deutscher Jagdflugzeuge, die auf See notlanden mußten, wurden unverletzt durch deutsche Kriegsschiffe gerettet.
"Merken Sie sich eins; bei uns zu Haus' sind nur die Mannschaften Ostmärker. Die Herren Offiziere sind Österreicher! Servus Doktorchen!"

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Re: Wehrmachtbericht 1939-1945 Archive

Post by ostland » 16 Jul 2023 11:53

Sonntag, den 1. Oktober 1939
Im Osten geht die Übergabe von Warschau und Modlin planmäßig vor sich.
Im Westen war das feindliche Artilleriefeuer in Gegend Saarbrücken stärker.
Sonst keine nennenswerte Kampftätigkeit.
Im Westen wurden zwei französische und zehn britische Flugzeuge, über der Nordsee zwei britische Kampfflugzeuge zum Absturz gebracht. Wir verloren zwei Flugzeuge.

Montag, den 2. Oktober 1939
Gestern vormittag sind die ersten deutschen Truppen ohne Zwischenfälle in Warschau eingerückt. Die Besetzung Pragas wurde gestern beendet.
Der letzte Stützpunkt polnischen Widerstandes, die befestigte Halbinsel Hela, hat sich gestern bedingungslos ergeben, noch bevor der von Heer und Kriegsmarine gemeinsam vorbereitete Angriff durchgeführt wurde. Die Besatzung von 52
Offizieren, darunter der polnische Flottenchef, Konteradmiral von Unruh, und
4000 Mann, werden heute vormittag die Waffen strecken.

Im Westen nur örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Ein britisches Aufklärungsflugzeug wurde ostwärts Paderborn abgeschossen.

Dienstag, den 3. Oktober 1939
Im Laufe des 2. Oktober rückten weitere deutsche Truppen in die Festung Warschau ein.
Die Zählung der Gefangenen sowie der in Warschau und Modlin erbeuteten umfangreichen Bestände an Waffen und sonstigem Kriegsgerät dauert noch an. Im Westen nur geringe Artillerie- und Flugzeugtätigkeit.

Mittwoch, den 4. Oktober 1939
Im Osten kam es bei der Säuberung des Gebietes zwischen der bisherigen Demarkationslinie und der neu festgesetzten deutsch-russischen Interessengrenze noch zu Kämpfen mit versprengten Teilen polnischer Truppen.

Im Westen herrschte außer schwacher feindlicher Artillerietätigkeit in Gegend
Saarbrücken fast völlige Ruhe.
Im Handelskrieg wurden seit dem 30. September weitere 72 Dampfer von
deutschen Seestreitkräften eingeholt. Ein Teil von ihnen wurde wegen Beförderung von Bannware in deutsche Häfen eingebracht.

Donnerstag, den 5. Oktober 1939
Im Osten wurde die gestern begonnene Säuberung des Gebietes ostwärts der Weichsel von versprengten polnischen Truppenteilen fortgesetzt.
Im Westen nur geringe Artillerie- und Luftaufklärungstätigkeit.

Freitag, den 6. Oktober 1939
Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht besuchte gestern die Truppen der 8. Armee vor Warschau und ließ Teile der an der Einnahme der Festung beteiligten Divisionen an sich vorbeimarschieren. Bei Kock, ostwärts Deblin, streckten heute 10 Uhr vormittags die letzten Reste
des polnischen Heeres, etwa 8000 Mann, unter dem polnischen General Kleber die Waffen.
Ostwärts der Weichsel begann gestern die Vorwärtsbewegung zur Besetzung des
Gebietes bis zur deutsch-russischen Interessengrenze.
Im Westen schwache Artillerietätigkeit, sonst ruhiger Verlauf des Tages.

Sonnabend, den 7. Oktober 1939
Ostwärts der Weichsel und im Gebiet von Suwalki vollzog sich das Vorgehen auf die deutsch-russische Interessengrenze reibungslos im Einvernehmen mit den russischen Truppen.
Unter den letzten Resten des polnischen Heeres, die gestern bei Kock kapitulierten, befanden sich zwei Divisionskommandeure und 100 Offiziere.
Im Westen wurden örtliche Spähtruppunternehmungen des Feindes abgewiesen.
Sonst nur vereinzeltes Störungsfeuer.
Französische Aufklärungsflugzeuge versuchten nachmittags den Rhein bei Bonn zu überfliegen. Sie wurden durch deutsche Jagd- und Flakabwehr vertrieben. Eines von ihnen wurde bei Godesberg im Luftkampf abgeschossen, ein zweites bei Euskirchen zur Notlandung gezwungen. Die vierköpfige Besatzung, darunter ein Oberstleutnant im Generalstab, wurde gefangengenommen. Eigene Verluste traten nicht ein.

Sonntag, den 8. Oktober 1939
Die Bewegungen auf die deutsch-russische Interessengrenze verlaufen weiterhin
planmäßig.
Nach den letzten Meldungen des Heeres haben sich bei Kock über die bisher
mitgeteilten Zahlen hinaus zwei Divisionskommandeure, 1255 Offiziere und
15 600 Unteroffiziere und Mannschaften den deutschen Truppen ergeben.
An Beute wurde 10 200 Handfeuerwaffen, 205 Maschinengewehre, 20 Geschütze, über 5000 Pferde und mehrere Kriegskassen eingebracht.
Im Westen tagsüber beiderseitige Artillerietätigkeit, nachts vereinzelt Störungsfeuer.

Montag, den 9. Oktober 1939
Im Osten wurde der Vormarsch gegen die Interessengrenze fortgesetzt.
Im Westen örtliche Spähtrupptätigkeit und schwaches beiderseitiges Artilleriefeuer. In der Luft nur geringe Aufklärungstätigkeit.

Dienstag, den 10. Oktober 1939
Im Osten wurden im Vorgehen auf die deutsch-russische Interessengrenze die befohlenen Tagesziele erreicht.
Im Gebiet nördlich des Bug und im Suwalki-Zipfel sind damit die Bewegungen im wesentlichen abgeschlossen.
Im Westen geringe Spähtrupp- und Artillerietätigkeit.

Mittwoch, den 11. Oktober 1939
Im Osten nähern sich die deutschen Truppen in Mittelpolen der längs des Bug verlaufenden deutsch-russischen Interessengrenze.
Im Westen nach ruhig verlaufener Nacht tagsüber schwache Artillerietätigkeit.

Donnerstag, den 12. Oktober 1939
Im Osten wurde in Mittelpolen an mehreren Stellen der Bug erreicht.
Im Westen geringe Spähtrupp- und Artillerietätigkeit. Coming seas
Geringe Luftaufklärungstätigkeit über der Nordsee und im Westen.
Bei einem Luftkampf südlich Lauterburg wurde ein französisches Flugzeug
abgeschossen.

Freitag, den 13. Oktober 1939
Im Osten stehen die Bewegungen auf die deutsch-russische Interessengrenze vor dem Abschluß.
Im Westen örtliche Spähtrupp- und Artillerietätigkeit wie in den Vortagen.
Die Franzosen sprengten gestern die festen Rheinbrücken bei Wintersdorf, Breisach und Neuenburg.

Sonnabend, den 14. Oktober 1939
Im Osten wurden mit der Besetzung der letzten Abschnitte am Bug die Bewegungen auf die deutsch-russische Interessengrenze abgeschlossen.
Im Westen schwache Artillerietätigkeit. Bei Luftkämpfen wurden durch Jagd-und Flakabwehr drei feindliche Flugzeuge bei Schleiden, Idar-Oberstein und Mayen ohne eigene Verluste abgeschossen.

Sonntag, den 15. Oktober 1939
Im Osten keine besonderen Ereignisse.
Im Westen schwaches Störungsfeuer feindlicher Artillerie, das erwidert wurde.
Am 13. Oktober ist in der Gegend von Birkenfeld ein weiteres feindliches Flugzeug abgeschossen worden. Am 14. Oktober keine feindliche und eigene
Flugtätigkeit von Bedeutung. Wie die britische Admiralität schon durch Rundfunk bekannt gab, wurde das
Schlachtschiff ,,Royal Oak" durch ein deutsches Unterseeboot versenkt. Bisher
konnte die britische Admiralität die Zahl von nur etwa 370 Überlebenden bekanntgeben.
In der Nacht vom 14. zum 15. Oktober über norddeutschem Gebiet vernehmbares Motorengeräusch hat an einigen Stellen eigenes Flakfeuer ausgelöst.

Montag, den 16. Oktober 1939
Nachdem die Truppenbewegungen zur Besetzung des deutschen Interessengebietes in Polen beendet sind, wird das Oberkommando der Wehrmacht über den Osten nicht mehr berichten. Im Westen nur geringe Gefechtstätigkeit und schwaches Artilleriestörungsfeuer.
Am Rhein südwestlich Rastatt wurden die Franzosen durch Hochwasser gezwungen, ein Panzerwerk zu räumen.
In der Luft nur geringe eigene und feindliche Flugtätigkeit in Grenznähe.

Sondermeldung: Das Unterseeboot, durch welches das britische Schlachtschiff „Royal Oak“ versenkt wurde, hat den britischen Schlachtkreuzer „Repulse“ angegriffen und torpediert.

Dienstag, den 17. Oktober 1939
Im Laufe des 16. Oktober räumten die französischen Truppen den größten Teil des von ihnen bisher besetzten deutschen Gebietes im Vorfeld unserer Befestigungen und gingen an und über die Grenze zurück. Die englischen Seestreitkräfte wurden gestern erneut und mit Erfolg angegriffen. Zwei von den im Firth of Forth liegenden englischen Kriegsschiffen erhielten Bombentreffer schwersten Kalibers. Dieser Erfolg konnte erzielt werden trotz heftigster feindlicher Gegenwehr durch Flakfeuer und Jagdflieger.
Bei der Überwachung des deutschen Luftraumes wurden gestern fünf feindliche Flugzeuge, darunter zwei englische, abgeschossen.
Nach Meldung des deutschen Unterseeboots-Kommandanten fanden die Torpedierungen des Schlachtschiffes „Royal Oak“ und des Schlachtkreuzers
,,Repulse" in der Bucht von Scapa Flow statt.

Der Handelskrieg in Nord- und Ostsee zeigte in der letzten Woche wirksame Ergebnisse. Im Atlantik sind nach englischen Quellen allein zwischen dem 13. und 15. Oktober sieben Dampfer mit 54 396 BRT versenkt worden, darunter der
größte französische Tankdampfer ,,Emile Miguet". Mittwoch, den 18. Oktober 1939 Zwischen Mosel und Pfälzer Wald gaben die französischen Truppen im Laufe des 17. Oktober weitere auf deutschem Boden liegende Geländepunkte entlang der Grenze auf, die von unseren nachstoßenden Truppen besetzt wurden. Zahlreiche Gefangene sind eingebracht.

Die deutsche Luftwaffe setzte gestern ihre Operationen gegen die Kriegshäfen an der englischen Ostküste fort. In der Bucht von Scapa Flow wurde nach den bisher vorliegenden Meldungen außer anderen Kriegsschiffen ein älteres englisches Schlachtschiff von Bomben schweren und mittleren Kalibers getroffen. Während eines Luftkampfes wurde ein englisches Jagdflugzeug von deutschen Flugzeugen
abgeschossen. Ein deutsches Kampfflugzeug wurde durch englische Flakartillerie zum Absturz gebracht.

Am 16. und 17. Oktober hat der Gegner zehn Flugzeuge verloren, und zwar:
über deutschem Hoheitsgebiet durch Flakartillerie fünf Flugzeuge, davon ein englisches, durch Jagdflieger je ein französisches und ein englisches und im Luftkampf über englischem Hoheitsgebiet drei englische Flugzeuge.

Donnerstag, den 19. Oktober 1939
Zwischen der Saar und der Straße Hornbach-Bitsch warfen unsere Truppen die noch auf deutschem Boden befindlichen feindlichen Nachhuten nach kurzem, hartnäckigem Kampf auf und über die Grenze zurück.
An den übrigen Abschnitten der Westfront nur örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. An einigen Stellen ist die Fühlung mit dem Feinde vorübergehend verlorengegangen, da unsere Gefechtsvorposten die französische Grenze nicht überschritten haben.

Damit kann der erste Abschnitt der Kampfhandlungen im Westen – hervorgegangen aus der Initiative der Franzosen - als abgeschlossen betrachtet und folgender Überblick über die Ereignisse an der Westfront seit Beginn des Krieges gegeben werden:

Mit dem Beginn der Operationen in Polen wurden auch unsere Grenzbefestigungen im Westen durch starke Kräfte besetzt.
Am 9. September eröffneten die Franzosen die Feindseligkeiten und überschritten mit Spähtrupps an verschiedenen Stellen zwischen Luxemburg und dem Rhein westlich Karlsruhe die deutsche Grenze.
Seit dieser Zeit haben an der ganzen Westfront an keiner Stelle ernsthafte Kampfhandlungen stattgefunden.
Die rein örtlichen Kämpfe spielten sich in einem flachen, nahe der französischen Grenze liegenden Streifen im Vorfeld unseres Westwalles ab.
Von einer einzigen Ausnahme abgesehen, führten diese Kämpfe auf beiden Seiten nur kleine Verbände, meist unter Kompaniestärke. Besetzt wurden von den Franzosen im Laufe des Monats September lediglich
1) einige nahe der französischen Grenze gelegene deutsche Ortschaften zwischen der luxemburgischen Grenze und Saarlautern;
2) das südwestlich Saarbrücken gelegene, nach Frankreich vorspringende Waldgebiet Der Warndt und
3) der ebenfalls vorspringende Gebietsteil südostwärts Saarbrücken zwischen Saar und dem Pfälzer Wald.

Nur in den beiden zuletzt genannten Gebietsteilen, die von uns planmäßig geräumt waren, hat sich der Feind unter erheblichen Verlusten in einer Tiefe von drei bis fünf Kilometer auf deutschem Boden festgesetzt. Das ganze übrige deutsche Gebiet vor dem Westwall blieb frei vom Feinde. An keiner Stelle sind französische Kräfte auch nur in die Nähe des Westwalles gekommen, außer dort, wo der Westwall, wie bei Saarbrücken, in unmittelbarer Nähe der französischen Grenze verläuft. Dieser geringen infanteristischen Gefechtstätigkeit entsprach auch das Artilleriefeuer.

Es beschränkte sich, von der Unterstützung kleinerer Unternehmungen abgesehen, auf Störungsfeuer gegen Geländepunkte im Vorfeld unserer Befestigungen. In einem einzigen Fall wurde ein Bunker in der Nähe von Saarbrücken mit 80 Schuß mittleren Kalibers ohne jeden Erfolg beschossen. Am Oberrhein von Karlsruhe bis Basel herrscht seit Kriegsbeginn völlige, fast friedensmäßige Ruhe.
Diesen von französischer Seite als großen Erfolg und wirksame Unterstützung der Polen hingestellten geringen Geländegewinn hat der Feind zwischen der luxemburgischen Grenze und dem Warndt, sowie zwischen der Saar und dem Pfälzer Wald freiwillig wieder aufgegeben und ist, von unseren daraufhin energisch nachstoßenden Truppen bedrängt, bis dicht an und über die französische Grenze zurückgegangen.
Die Luftkriegführung an der Westfront ging bisher über Aufklärungstätigkeit sowie Jagd- und Flakabwehr auf beiden Seiten nicht hinaus. Bombenangriffe fanden nicht statt. Der wirkungsvollen deutschen Abwehr durch Jäger und Flak sind seit Kriegsbeginn an der Westfront 60 feindliche Flugzeuge, darunter 12 britische, erlegen. Die feindlichen Flugzeugverluste im Innern Deutschlands und im Küsten-
vorfeld sind in diesen Zahlen nicht enthalten.

Die deutschen Gesamtverluste durch feindliche Einwirkung an der Westfront betragen seit Kriegsbeginn bis zum 17. Oktober 196 Tote, 356 Verwundete, 114 Vermißte sowie insgesamt elf Flugzeuge. Demgegenüber waren bis 18. Oktober allein 25 französische Offiziere und 664
Unteroffiziere und Mannschaften als Gefangene eingebracht. An der 170 Kilometer langen Oberrheinfront wurde nur ein Mann durch einen
gelegentlich eines Flakabschusses herabfallenden Granatsplitter verwundet. Britische Truppen konnten bisher in der vorderen Linie der Westfront nirgends festgestellt werden.

Freitag, den 20. Oktober 1939
Im Westen trat nach Abschluß der Kämpfe im Grenzgebiet südostwärts Saarbrücken wieder Ruhe ein. Abgesehen von örtlicher Artillerie- und Spähtrupptätigkeit auf der ganzen Front keine besonderen Ereignisse.

Sonnabend, den 21. Oktober 1939
Im Grenzgebiet zwischen Mosel und Saarbrücken an einzelnen Abschnitten der Front lebhaftere Artillerie- und Spätrupptätigkeit. Der Feind hat gestern auch das Waldgebiet Der Warndt, westlich von Saarbrücken bis auf zwei dicht an der Grenze gelegene Höhen geräumt.

An den übrigen Teilen der Westfront bis auf schwaches örtliches Störungsfeuer der Artillerie Ruhe.

Sonntag, den 22. Oktober 1939
Im Westen außer geringer Artillerie- und Spähtrupptätigkeit keine besonderen Ereignisse.

Montag, den 23. Oktober 1939
An der Westfront außer Artillerie- und Spähtrupptätigkeit keine Kampfhandlungen.

Am 21. Oktober, um 12.45 Uhr, flog ein dreimotoriges britisches Flugzeug von Osten kommend über den Bahnhof Konzen (25 km südostwärts Aachen) und über die in unmittelbarer Nähe befindliche belgische Grenze nach Westen zurück.

Dienstag, den 24. Oktober 1939
An der Front keine besonderen Kampfhandlungen.

Mittwoch, den 25. Oktober 1939
Westlich Völklingen wurden feindliche Nachhuten in Stärke einer Kompanie, die sich noch auf deutschem Boden befanden, angegriffen und über die Grenze zurückgeworfen. Sonst keine besonderen Ereignisse.

Donnerstag, den 26. Oktober 1939
Der Feind versuchte gestern, die 12 km westlich Völklingen dicht an der Grenze gelegene Höhe, die unsere Truppen am Tage vorher genommen hatten, zurückzugewinnen. Sein Angriff in der Stärke eines Bataillons blieb noch auf französischem Boden in unserem Artillerie- und Maschinengewehrfeuer liegen. Sonst keine nennenswerten Kampfhandlungen.

Freitag, den 27. Oktober 1939
Zwischen Mosel und Warndt an einzelnen Stellen auflebende Artillerietätigkeit.
An der übrigen Front nur örtliche Spähtrupptätigkeit und vereinzeltes Störungsfeuer.

Sonnabend, den 28. Oktober 1939
Im Westen zwischen Mosel und Pfälzer Wald etwas lebhaftere Artillerietätigkeit als an den Vortagen. Ein örtlicher Vorstoß schwächerer feindlicher Kräfte im Grenzgebiet westlich des Warndt wurde abgewiesen. Der Handelskrieg in Ost- und Nordsee sowie im Atlantik war weiterhin erfolgreich. In der Zeit vom 12. bis 25. Oktober 1939 wurden versenkt: nach Meldungen, die durch eigene Streitkräfte bereits bestätigt sind, 22 Schiffe mit 109 370 BRT, nach Meldungen der Auslandspresse weitere drei Schiffe mit 12 606 BRT, insgesamt also 25 Schiffe mit 121 976 BRT. Damit steigen die Gesamtverluste seit Kriegsbeginn auf insgesamt 115 Schiffe mit 475 321 BRT. Da bei dieser Zusammenstellung alle unbestätigten Meldungen nicht berücksichtigt sind, muß angenommen werden, daß die tatsächlichen Versenkungsziffern noch wesentlich höher liegen. Trotz dieser Erfolge unserer Seestreitkräfte im Handelskrieg halten sich die eigenen Verluste in sehr geringen Grenzen. Es muß bisher mit dem Verlust von drei Unterseebooten auf Grund ihres langen Ausbleibens gerechnet werden.

Sonntag, den 29. Oktober 1939
Keine besonderen Ereignisse.

Montag, den 30. Oktober 1939
An der Westfront keine Veränderung der Lage.

Dienstag, den 31. Oktober 1939
Im Westen zwischen Mosel und Pfälzer Wald schwache Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. An den übrigen Teilen der Front keine besonderen Ereignisse. Vier feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen.

Mittwoch, den 1. November 1939
Im Westen örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit sowie einzelne Stoßtruppunternehmen.
Die Zahl der am 30. Oktober an der Westfront und über der Nordsee abgeschossenen Flugzeuge hat sich auf sechs, darunter vier britische, erhöht.

Donnerstag, den 2. November 1939
Im Westen nur an einzelnen Stellen schwaches Artilleriefeuer.

Freitag, den 3. November 1939
Im Westen geringe Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.

Sonnabend, den 4. November 1939
Im Westen örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit wie am Vortage.

Sonntag, den 5. November 1939
Im Westen keine wesentlichen Kampfhandlungen.

Montag, den 6. November 1939
Im Westen an einzelnen Stellen der Front etwas lebhaftere Spähtrupptätigkeit, sonst nur schwaches Artilleriefeuer.
In der Gegend von Saarburg wurde durch deutsche Jäger ein französisches Flugzeug abgeschossen.

Dienstag, den 7. November 1939
Im Westen außer geringer Spähtrupptätigkeit und schwachem, beiderseitigem Artilleriefeuer keine nennenswerten Kampfhandlungen.
Im Luftkampf wurden ein britisches Flugzeug bei Mainz und zwei französische Flugzeuge bei Saarlautern abgeschossen.

Mittwoch, den 8. November 1939
Im Westen stellenweise etwas lebhaftere Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. Bei Luftkämpfen über deutschem Hoheitsgebiet wurden am 7. November ein britisches Flugzeug in der Nähe der Wuppermündung, ein französisches Flugzeug bei Völklingen sowie drei weitere feindliche Flugzeuge bei Saarlautern abgeschossen. Innerhalb der ersten sieben Tage des Monats November sind neun feindliche Flugzeuge durch unsere Abwehr zum Absturz gebracht worden, während die eigenen Verluste im gleichen Zeitraum zwei Flugzeuge durch Abschuß betragen.
Drei weitere Flugzeuge werden vermißt.

Donnerstag, den 9. November 1939
Im Laufe der beiden letzten Tage wurden sowohl südwestlich Saarbrücken wie südwestlich Pirmasens feindliche Angriffe in Stärke von etwa ein bis zwei Kompa-nien gegen unsere Gefechtsvorposten an der deutsch-französischen Grenze abgewiesen und im Gegenstoß mehrere Gefangene gemacht. Im übrigen außer etwas lebhafterer Artillerietätigkeit keine besonderen Ereignisse.
Die Zahl der am 7. November zum Absturz gebrachten feindlichen Flugzeuge hat sich von fünf auf sieben, darunter ein britisches, erhöht.
Im Laufe des 8. November wurden zwei französische Flugzeuge abgeschossen. Zwei feindliche Fesselballone durch deutsche Jäger brennend zum Absturz gebracht. Ein deutsches Flugzeug wird vermißt.
Die britische Admiralität gibt nachträglich den Verlust eines britischen Unterseebootes bekannt.

Freitag, den 10. November 1939
Im Westen zwischen Mosel und Pfälzer Wald lebhaftere Spähtrupptätigkeit als an den Vortagen. Im übrigen nur an einzelnen Stellen der Front auflebendes Artilleriefeuer. Das am 8. November als vermißt gemeldete deutsche Flugzeug ist bei Liedersdorf an der deutsch-französischen Grenze von französischen Jägern abgeschossen worden.

Sonnabend, den 11. November 1939
Im Westen schwache Spähtrupp- und Artillerietätigkeit. Ein französischer Fesselballon wurde bei Colmar durch ein deutsches Jagdflug-
zeug abgeschossen.

Sonntag, den 12. November 1939
Mehrere Versuche der Franzosen, in den letzten Tagen eine von unseren Gefechtsvorposten besetzte Höhe 11 km südwestlich Pirmasens mit Unterstützung durch Tiefflieger und starke Artillerie zu nehmen, sind gescheitert.
Die Höhe und eine Anzahl von Gefangenen blieben in unserer Hand.

Montag, den 13. November 1939
Erneute Versuche starker feindlicher Spähtrupps, auf den Höhen beiderseits Liederscheidt, 11 km südwestlich Pirmasens, Fuß zu fassen, blieben ohne Erfolg. Ein Offizier und 24 Mann wurden als Gefangene eingebracht.
Beiderseits Saarbrücken etwas stärkeres Artilleriefeuer als in den letzten Tagen.

Dienstag, den 14. November 1939
Bei nur geringer Spähtrupp- und Artillerietätigkeit verlief der gestrige Tag an der ganzen Front ruhig.
Trotz ungünstiger Wetterlage unternahm am 13. November ein deutscher Kampffliegerverband einen Angriffsflug gegen die Shetland-Inseln. Hierbei wurden zwei Flugboote zerstört. Ein vermutlicher Treffer gegen einen englischen Kreuzer konnte mit Sicherheit
nicht beobachtet werden. Die eigenen Flugzeuge kehrten sämtlich wohlbehalten wieder zurück.

Mittwoch, den 15. November 1939
Im Westen außer geringer örtlicher Artillerietätigkeit keine besonderen Ereignisse.
Die englische Admiralität gibt den Verlust eines Zerstörers bekannt, der auf eine
deutsche Mine gelaufen sei. Der englische Frachtdampfer ,,Matra" (8600 BRT)
wurde durch eine Explosion vernichtet. Eines unserer Unterseeboote hat in den
letzten Tagen 26 000 BRT versenkt und eine Prise eingebracht.

Donnerstag, den 16. November 1939
Keine besonderen Ereignisse am gestrigen Tage.

Freitag, den 17. November 1939
Im Westen bei schwachem, örtlichem Artilleriestörungsfeuer keine nennenswerte Kampftätigkeit.

Sonnabend, den 18. November 1939
Im Westen geringe örtliche Spähtrupptätigkeit. Der Versuch dreier britischer Flugzeuge, Wilhelmshaven anzugreifen, wurde
durch rechtzeitig einsetzende Abwehr vereitelt. Bomben wurden nicht abgeworfen.
Eigene Flugzeuge klärten über dem gesamten französischen Raum auf.

Sonntag, den 19. November 1939
An der Oberrheinfront an einer Stelle beiderseits lebhaftes Maschinengewehr-und Gewehrfeuer, an den übrigen Stellen der Front Ruhe. Nur örtliche Artillerietätigkeit. Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärungstätigkeit über Frankreich fort.

Montag, den 20. November 1939
Keine besonderen Ereignisse.

Dienstag, den 21. November 1939
Im Westen an einzelnen Stellen der Front geringe Spähtrupptätigkeit und schwaches Artilleriefeuer.
Die deutsche Luftwaffe setzte am 20. November ihre Aufklärung gegen die feindlichen Staaten fort. In England wurden Scapa Flow, Schottland und Südengland, in Frankreich der Raum nördlich Paris aufgeklärt. Trotz feindlicher Abwehr führten die Flugzeuge ihre Aufklärung planmäßig durch. In den Monaten September und Oktober haben deutsche Überwasserstreitkräfte gemeinsam mit Luftstreitkräften in der Ost- und Nordsee mehrere hundert Handelsschiffe auf Bannware untersucht. Während sehr zahlreiche Schiffe unmittelbar nach der Untersuchung in See freigelassen werden konnten, da sie keine Bannware an Bord hatten, sind insgesamt 127 Schiffe mit 245 455 BRT in deutsche
Häfen zur genaueren Untersuchung eingebracht worden. Soweit nicht Schiff und Ladung der Beschlagnahme verfiel, wurden sie wieder freigelassen.

Mittwoch, den 22. November 1939
An einzelnen Stellen der Westfront geringe Artillerietätigkeit.
Die Luftwaffe klärte am 21. November wiederum über englischem Gebiet bis Scapa Flow auf. Die Aufklärung über französischem Gebiet wurde auf Südfrankreich ausgedehnt.

Zum Schutz der deutschen Westgrenze wurden am 21. November ebenso wie an den Vortagen zahlreiche Jagdflieger eingesetzt. Diese blieben ohne Berührung mit dem Feinde; auch die in der Luftverteidigungszone West eingesetzte Flakartillerie fand keine Veranlassung, in Tätigkeit zu treten.

Donnerstag, den 23. November 1939
Südwestlich Pirmasens griff eine feindliche Kompanie unsere Gefechtsvorposten an; sie wurde abgewiesen und erlitt schwere Verluste.
Am 22. November erzielte die lebhafte Aufklärungstätigkeit der deutschen Luftwaffe über Frankreich und England trotz starker Jagd- und Flakabwehr besonders wertvolle Erkundungsergebnisse. In der Gegend von Sedan wurde ein französisches Flugzeug abgeschossen. In den Gewässern von Shetland wurde unter starker Abwehr im Tiefangriff ein englisches Flugboot in Brand geschossen. Bei der Grenzüberwachung durch zahlreiche Jagdflieger kam es verschiedentlich zu kleineren Luftkämpfen, vier französische Jagdflugzeuge wurden hierbei
abgeschossen. Bei Freiburg wurde ein deutsches Flugzeug von französischen Jägern zur Notlandung gezwungen.

Am 21. November fand über französischem Gebiet ein Luftkampf zwischen neun deutschen Zerstörerflugzeugen und sieben französischen Jagdflugzeugen statt. Die französischen Jäger wurden vertrieben und dadurch den eigenen Aufklärungsflugzeugen ihre weitere Erkundungstätigkeit ermöglicht. Feindliche Flieger, die in deutsches Hoheitsgebiet einflogen, hielten sich in unmittelbarer Nähe der Grenze.

Freitag, den 24. November 1939
Im Westen etwas regere Spähtrupp- und Artillerietätigkeit.
Die Luftwaffe setzte ihre Erkundungstätigkeit über französischem Gebiet fort.
Zwischen den zur Unterstützung der Aufklärungsflugzeuge und zum Schutz des Grenzgebietes eingesetzten deutschen Jägern und feindlichen Jagdflugzeugen kam es wiederholt zu Luftkämpfen. Hierbei wurde ein englisches Flugzeug bei Verdun, ein Flugzeug bei Saarbrücken und ein französisches Flugzeug durch Flak bei Zweibrücken abgeschossen.

Die Nachricht der ,,New York Times" von der schweren Beschädigung des britischen Kreuzers ,,Belfast" wird durch die Meldung eines Unterseebootes bestätigt, das einen Kreuzer der ,,Southampton"-Klasse im Firth of Forth torpediert hat. Nach Meldungen der britischen Admiralität lief weiter der britische Zerstörer ,,Gipsy" an der englischen Ostküste auf eine Mine und sank.

Sonnabend, den 25. November 1939
Im Westen örtliche Spähtrupptätigkeit und an einzelnen Stellen der Front schwaches Artilleriefeuer.
An der Westgrenze fanden vereinzelt Aufklärungsflüge des Feindes im Grenzgebiet statt, während die deutsche Aufklärung bis nach Mittelfrankreich hinein vordrang.
Ein deutsches Unterseeboot hat in seinem Operationsgebiet eine englische Unterseebootfalle, ein Hilfskriegsschiff von 7000 BRT, vernichtet. Die Unterseebootfalle hatte sich als holländischer Dampfer getarnt. Nach englischen Meldungen sank der 8860 BRT große britische Dampfer
„Mangalore“ durch Minentreffer an der englischen Südostküste.

Sonntag, den 26. November 1939
Im Westen geringe Artillerietätigkeit.
Am 25. November griffen Verbände der deutschen Luftwaffe englische Seestreitkräfte in der nördlichen Nordsee an. Dabei wurden vier Volltreffer, darunter einer auf einen Kreuzer der „Aurora"-Klasse, erzielt.
Die Aufklärungstätigkeit der Luftwaffe erstreckte sich am gestrigen Tage wiederum bis über die Shetland-Inseln. Der Feind versuchte am gestrigen Nachmittag über Helgoland nach Nordwestdeutschland einzufliegen, wurde aber bei Erreichen der Nordseeküste von der deutschen Flakartillerie zur Umkehr gezwungen. Verluste sind bei der deutschen Luftwaffe nicht zu verzeichnen.
Das Vorpostenboot 301 ist am Südausgang des Großen Belt nach einer Detonation gesunken. 16 Mann der Besatzung werden vermißt.

Montag, den 27. November 1939
Im Westen außer schwachem Störungsfeuer der Artillerie keine nennenswerten Kampfhandlungen.

Dienstag, den 28. November 1939
Im Westen an einzelnen Stellen der Front geringe Spähtrupp- und Artillerietätigkeit.
Die Luftwaffe beschränkte sich infolge der Wetterlage auf Aufklärungstätigkeit in Grenznähe.
Deutsche Seestreitkräfte unter Führung von Vizeadmiral Marschall haben beim Passieren der nordatlantischen Gewässer den Seeraum zwischen Faröer und Grönland aufgeklärt. Hierbei stellten sie in der Nähe von Island den britischen Hilfskreuzer ,,Rawalpindi", der nach kurzem Gefecht vernichtet wurde. Es gelang trotz sofort einsetzender Rettungsmaßnahmen nur, 26 Mann der Besatzung des Hilfskreuzers zu bergen.

Mittwoch, den 29. November 1939
Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Englische Flugzeuge versuchten wiederum über die ostfriesischen Inseln nach Nordwestdeutschland einzufliegen, ohne jedoch die deutsche Küste zu erreichen. Hierbei wurde der Fliegerhorst Borkum angegriffen. Schaden wurde nicht angerichtet.
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist ein britischer schwerer Kreuzer der „London“-Klasse durch Kapitänleutnant Prien ostwärts der Shetland-Inseln torpediert und vernichtet worden.

Donnerstag, den 30. November 1939
An der Westfront schwaches örtliches Artilleriefeuer.
Die Luftaufklärung gegen England wurde fortgesetzt.

Sonnabend, den 2. Dezember 1939
Keine besonderen Ereignisse.

Freitag, den 1. Dezember 1939
Im Westen geringe Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Bei der Luftaufklärung über der Nordsee gerieten die eingesetzten Kräfte in ein schweres Unwetter. Vier Flugboote mußten auf See niedergehen und wurden teilweise beschädigt. Die Besatzungen sind sämtlich gerettet.

Sonntag, den 3. Dezember 1939
Im Westen örtliche Spähtrupptätigkeit und geringes Artilleriefeuer.
An der Mosel- und Rheinfront sowie in der Gegend von Karlsruhe und Freiburg
geringe eigene und feindliche Jagdfliegertätigkeit.

Montag, den 4. Dezember 1939
Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Englische Kampfflugzeuge versuchten am 3. Dezember einen Angriff auf Helgoland. Die frühzeitig einsetzende deutsche Abwehr verhinderte die planmäßige Durchführung des Angriffs. Außer einem Treffer auf einen kleinen Fischlogger ist kein Schaden angerichtet worden.

Dienstag, den 5. Dezember 1939
An der Westfront, abgesehen von etwas lebhafterem feindlichen Artillerie-Störungsfeuer im Grenzgebiet ostwärts der Mosel, nur geringe örtliche Gefechtstätigkeit.

Mittwoch, den 6. Dezember 1939
Keine besonderen Ereignisse.

Donnerstag, den 7. Dezember 1939
Im Westen schwache örtliche Artillerietätigkeit.
Die Luftwaffe führte Aufklärungsflüge gegen England und Schottland durch.
Die Aufklärer stießen wiederum bis zu den Shetlands vor. Bei einem Luftkampf westlich der holländischen Insel Texel stießen ein deutsches und ein englisches Flugzeug zusammen und stürzten ins Meer.
In den Abendstunden fanden fünf Einflüge britischer Flugzeuge von der Deutschen Bucht her nach Schleswig-Holstein statt. Flakfeuer zwang den Gegner zum Abdrehen nach Norden, wobei er versuchte, über dänisches Hoheitsgebiet zu entkommen. Bomben wurden über deutschem Gebiet nicht abgeworfen.

Freitag, den 8. Dezember 1939
Im Westen geringe örtliche Spähtrupptätigkeit.
Die Luftwaffe führte mit stärkeren Kräften Kontrollflüge über der Nordsee durch und streifte dabei auch die Ostküste Schottlands in niedrigster Flughöhe ab. Eine deutsche Staffel wurde ostwärts des Firth of Forth von britischen Jägern erfolglos angegriffen. Auf dem Rückflug mußte ein deutsches Flugzeug wegen Motorstörung eine Notwasserung vornehmen. Die Besatzung verließ das Flugzeug im Schlauchboot. Flugsicherungskräfte zur Bergung der Besatzung sind unterwegs.

Sonnabend, den 9. Dezember 1939
Im Westen an einigen Stellen der Front etwas lebhaftere Artillerietätigkeit. Zwischen Mosel und Rhein wurden durch einen Stoßtrupp südwestlich Merzig auf französischem Boden zwei feindliche Unterstände gesprengt sowie drei weitere Unterstände unbrauchbar gemacht.
Die Luftwaffe führte ihre Aufklärungstätigkeit in verstärktem Maße hauptsächlich über West- und Mittelfrankreich durch. Die deutschen Flugzeuge wurden an verschiedenen Stellen erfolglos von Jägern angegriffen und von Flakartillerie beschossen. Eigene Verluste sind nicht eingetreten. Die britische Admiralität bestätigt die Torpedierung des Zerstörers ,,Jersey" am 7. Dezember durch ein deutsches Unterseeboot.

Sonntag, den 10. Dezember 1939
Bei geringer örtlicher Infanterie- und Artillerietätigkeit verlief der gestrige Tag ohne besondere Ereignisse.

Montag, den 11. Dezember 1939
Zwischen Mosel und Pfälzer Wald an einzelnen Stellen der Front geringes Artilleriestörungsfeuer.
Im übrigen verlief der Tag an der ganzen Westfront ruhig. Im Westausgang des Englischen Kanals wurden zwei britische Tanker von zusammen 18 000 BRT versenkt.

Dienstag, den 12. Dezember 1939
Ostwärts der Mosel geringes feindliches Artilleriestörungsfeuer auf das Vorfeld.
Die Luftwaffe führte einzelne Erkundungsflüge gegen Großbritannien durch.

Mittwoch, den 13. Dezember 1939
Im Westen örtliche Spähtrupp- und Artillerietätigkeit. In Gegend südostwärts Saarbrücken hob ein Spähtrupp in Stärke von einem Offizier und zehn Mann einen feindlichen Stützpunkt auf französischem Gebiet aus. Der Feind verlor fünf Tote. Ein Offizier und 16 Mann wurden gefangengenommen. Der deutsche Spähtrupp kehrte ohne eigene Verluste zurück.
Im Zusammenhang mit der Rückkehr des Lloyd-Schnelldampfers „Bremen“ flogen in den Abend- und Nachtstunden des 12. Dezember britische Flugzeuge in die Deutsche Bucht ein. Frühzeitig von den Nordseeinseln und den Kriegsschiffen einsetzendes Abwehrfeuer zwang den Gegner, ohne die Nordseeküste erreicht zu haben, im Küstenvorfeld umzukehren.

Donnerstag, den 14. Dezember 1939
Neben geringem feindlichen Artilleriestörungsfeuer auf das Vorfeld an der Front zwischen Mosel und Rhein lebhaftere Spähtrupptätigkeit. An mehreren Stellen konnten wiederum Gefangene gemacht werden. In den letzten Tagen fanden Operationen der Seestreitkräfte in der nördlichen
Nordsee statt. Auf dem Rückmarsch ereignete sich bei einem leichten Kreuzer eine Unterwasserdetonation. Die Schäden sind geringfügiger Art, das Schiff ist in den Heimathafen zurückgekehrt. Das Panzerschiff ,,Admiral Graf Spee", eines der seit Kriegsausbruch in den Atlantischen Gewässern operierenden Kriegsschiffe, stieß gegen den Geleitzugweg La Plata-Europäische Gewässer vor und versenkte die britischen Dampfer „Tairoa" (7983 BRT) und ,,Streonshall“ (3895 BRT). Hierbei kam das Panzerschiff in Gefechtsberührung mit dem schweren englischen Kreuzer „Exeter“ und den leichten Kreuzern,,Ajax" und ,,Achilles". Bei dem Gefecht gelang es dem Panzerschiff, den zahlenmäßig überlegenen feindlichen Streitkräften schweren Schaden zuzufügen. ,,Exeter" mußte sich nach schweren Treffern aus dem Gefecht zurückziehen. Einer der leichten Kreuzer wurde gleichfalls schwer beschädigt. Das Panzerschiff ,,Admiral Graf Spee" erhielt seinerseits einige Treffer. Zur Zeit befindet es sich in dem Hafen von Montevideo (Uruguay). Die britische Admiralität teilt den Verlust des Zerstörers ,,Duchess" in den
heimischen Gewässern mit.

Freitag, den 15. Dezember 1939
Ein einzelnes britisches Bombenflugzeug, das gestern den Fliegerhorst Borkum ohne Bomben zu werfen anflog, wurde durch unsere Flugabwehr vertrieben. Zwei weitere britische Kampfflugzeuge versuchten die Insel Sylt anzugreifen. Vier abgeworfene Bomben fielen außerhalb der Insel ins Meer. Größeren Umfang nahm in den Nachmittagsstunden ein Luftkampf an, der sich aus dem Angriff britischer Kampfflugzeuge im Gebiet der Nordfriesischen Inseln entwickelte. Deutsche Jäger schossen von den 20 Angreifern zehn ab. Ein deutsches Flugzeug mußte auf See niedergehen.
Im Westen keine besonderen Ereignisse.

Sonnabend, den 16. Dezember 1939
Keine besonderen Ereignisse.

Sonntag, den 17. Dezember 1939
An der Westfront keine nennenswerten Kampfhandlungen.
Die Luftwaffe führte Aufklärungsflüge über den Nordseegebieten durch.
Versuche britischer Bombenflugzeuge, in der Nacht vom 16. zum 17. Dezember die Inseln Norderney und Sylt anzugreifen, scheiterten. Eine Anzahl Bomben fielen in die See.

Montag, den 18. Dezember 1939
Zwischen Mosel und Pfälzer Wald war das Artilleriefeuer von beiden Seiten etwas lebhafter.
Die Luftwaffe führte ihre Aufklärung über Ostfrankreich und der Nordsee durch. Hierbei stießen die deutschen Flugzeuge im Norden bis zu den Shetlands, im Süden bis Portsmouth vor. Sie vertrieben an mehreren Stellen englische Vorpostenschiffe und Küstenwachboote von ihren Standorten. Ein Vorpostenschiff wurde durch Bombenwurf versenkt.
Am Abend versuchten englische Flugzeuge, die deutsche Küste anzufliegen.
Das Panzerschiff ,,Admiral Graf Spee" hat die zur Wiederherstellung seiner
Seefähigkeit benötigte Frist von der uruguayischen Regierung nicht bekommen.
Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat deshalb dem Kommandanten den Befehl gegeben, das Panzerschiff außerhalb der Hoheitsgewässer selbst zu sprengen und zu vernichten. Dies ist am 17. Dezember gegen 20 Uhr geschehen.

Dienstag, den 19. Dezember 1939
An der Westfront geringe örtliche Spähtrupp- und Artillerietätigkeit. Die Luftwaffe klärte gegen Seeziele ostwärts Schottland auf. Hierbei griffen deutsche Fernaufklärer vier englische Vorpostenboote an. Sie wurden versenkt. In den frühen Nachmittagsstunden versuchten 52 englische Kampfflugzeuge Wilhelmshaven anzugreifen. Der deutsche Flugmeldedienst erkannte frühzeitig die Angreifer. Bereits nördlich Helgoland wurden sie von Jagd- und Zerstörer-Flugzeugen gestellt. 34 britische Flugzeuge wurden hierbei nach hartem Kampf abgeschossen. Wir verloren zwei Flugzeuge. Einzelne feindliche Flugzeuge, denen es gelang, sich den angreifenden deutschen Jägern zu entziehen, gerieten in das konzentrierte Abwehrfeuer der Flakartillerie auf den Inseln und an der Küste. Sie mußten umkehren, ohne zum Bombenabwurf zu kommen.

Mittwoch, den 20. Dezember 1939
An mehreren Stellen der Westfront gelang es eigenen Spähtrupps in die feindlichen Stellungen einzudringen und dabei eine Anzahl Gefangene zu machen. Die deutsche Luftwaffe führte unter schwierigsten Wetterverhältnissen Erkundungen und Angriffe gegen Seeziele in der Nordsee durch. Nach den bisherigen Feststellungen wurden dabei vier Schiffe britischer leichter Seestreitkräfte durch Bombentreffer zerstört. Ein deutsches Aufklärungsflugzeug griff ein großes britisches Flugboot an und brachte es zum Absturz.

In den letzten drei Tagen hat die deutsche Luftwaffe 23 Schiffe der britischen Vorpostenstreitkräfte vernichtet, unter anderen: „,Pearl“, „,Serenity“, „New Choice“, „Eileed Wray“, „Evelina“, „Sedgefly“, „Trinity". Die Verluste der Briten in der Luftschlacht vom 18. Dezember haben sich um zwei weitere Flugzeuge erhöht, so daß als feindliche Gesamtverluste dieses Tages nunmehr 36 Kampfflugzeuge vom Typ Vickers-Wellington festzustellen sind.

Donnerstag, den 21. Dezember 1939
Im Westen etwas lebhaftere örtliche Artillerietätigkeit.
Ein französischer Nahaufklärer wurde kurz nach Überfliegen der Grenze durch deutsche Jagdflieger in Gegend Pirmasens abgeschossen.

Freitag, den 22. Dezember 1939
An der Westfront keine besonderen Kampfhandlungen. Die Luftwaffe führte Aufklärungsflüge über Nordfrankreich und Südengland
durch. Bei der Grenzüberwachung im Westen fand ein Luftkampf zwischen deutschen Messerschmitt-Jagdflugzeugen und französischen Jagdflugzeugen statt. Ein feindliches Flugzeug wurde nach hartnäckiger Gegenwehr zur Notlandung gezwungen. Die eigenen Flugzeuge kehrten ohne Verluste zurück.

Sonnabend, den 23. Dezember 1939
An der Westfront verlief der Tag ruhig.
Bei einem Grenzüberwachungsflug wurden nordwestlich Metz zwei französische Jagdflugzeuge von deutschen Jägern abgeschossen.
Die Erkundungsflüge der Luftwaffe gegen Frankreich, England und über der Nordsee wurden auch heute fortgesetzt.

Sonntag, den 24. Dezember 1939
An der Westfront ruhiger Tag.
Die deutsche Luftwaffe klärte auch gestern wieder tief nach Nordfrankreich hinein auf.

Montag, den 25. Dezember 1939
An der Westfront verlief der Tag ruhig.
Während die Tätigkeit der deutschen Luftwaffe am 24. Dezember ruhte, überflogen britische Flugzeuge in den Nachmittagstunden die Deutsche Bucht.

Dienstag, den 26. Dezember 1939
Auch am 25. Dezember versuchten britische Flugzeuge wie am Vortage Vorpostenboote in der Deutschen Bucht anzugreifen. Im Abwehrfeuer der Maschinengewehre blieben die Angriffe erfolglos. Kampfhandlungen der deutschen Wehrmacht fanden am gestrigen Weihnachtsfeiertage nicht statt.

Mittwoch, den 27. Dezember 1939
Bis auf geringes feindliches Artilleriefeuer herrschte auch am zweiten Weihnachtsfeiertage an der Front Ruhe.

Donnerstag, den 28. Dezember 1939
An der Westfront keine besonderen Ereignisse. Britische Flugzeuge versuchten gestern nachmittag gegen die deutsche Nordseeküste vorzustoßen, wurden aber durch rechtzeitige Abwehr daran gehindert. Von zwei Flugzeugen, die bis zur deutschen Küste gelangten, wurde eines durch einen
Jagdflieger abgeschossen, das andere durch Flakfeuer vertrieben.

Freitag, den 29. Dezember 1939
Bis auf geringes Störungsfeuer der feindlichen Artillerie verlief der Tag an der ganzen Front ruhig.

Sonnabend, den 30. Dezember 1939
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben wurde, hat ein deutsches Unterseeboot westlich Schottland ein englisches Schlachtschiff der ,,Queen-Elizabeth"-Klasse torpediert. An der Westfront herrschte Ruhe. Die Luftwaffe setzte trotz der schlechten Wetterlage ihre Aufklärungstätigkeit über Großbritannien und Frankreich fort.

Sonntag, den 31. Dezember 1939
An der Westfront verlief der Tag ruhig. Die Kriegsmarine setzte auch in den letzten Wochen die Aufklärungs- und Überwachungstätigkeit sowie eine laufende Kontrolle der Handelswege in Ost-und Nordsee planmäßig fort. Der Ansatz von Seestreitkräften im Handelskriege war weiterhin erfolgreich.
Ein Vorpostenboot ist in der Nacht vom 29. zum 30. Dezember östlich von Trelleborg bei schwerem Sturm gestrandet. Von der 37 Mann starken Besatzung wurden 35 Mann gerettet.

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that concludes the OKW messages for 1939, sorry for the 3 year delay ;-)
"Merken Sie sich eins; bei uns zu Haus' sind nur die Mannschaften Ostmärker. Die Herren Offiziere sind Österreicher! Servus Doktorchen!"

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Re: Wehrmachtbericht 1939-1945 Archive

Post by ostland » 16 Jul 2023 13:05

1939 English, part I:

The High Command of the Armed Forces announces:

Friday, September 1, 1939, morning.
On the orders of the Führer and Supreme Commander, the Armed Forces have taken active protection of the Reich. Fulfilling their mission to stop Polish violence, troops of the German army have this morning counter-attacked across all German-Polish borders. At the same time, squadrons of the Luftwaffe have started to combat military targets in Poland. The Navy has taken over the protection of the Baltic Sea.

Friday, September 1, 1939, evening
As part of the German military operations from Silesia, Pomerania, and East Prussia, the expected initial successes were achieved on all fronts today. The troops who advanced over the mountains from the south have reached the Neumarkt-Sucha line. The Olsa at Teschen has been crossed south of Moravian Ostrava. South of the industrial area, our troops are rapidly advancing at the height of Katowice. The troops from Silesia are smoothly advancing in the direction of Częstochowa and north of it. In the corridor, our troops are approaching the Brahe and have reached the Netze at Nakel. Fighting is taking place close to Graudenz.

Forces advancing from East Prussia are deeply involved in combat on Polish territory. The German Luftwaffe today repeatedly and powerfully attacked and destroyed military facilities on numerous Polish airfields, such as Rahmel, Putzig, Graudenz, Poznan, Plock, Lodz, Tomaszow, Radom, Rura, Katowice, Krakow, Lemberg, Brest, Terespol. In addition, several fighter-bomber wings effectively supported the army's advance. Thus, the German Luftwaffe has fought today for air supremacy over Polish space, although strong forces were held back in Central and Western Germany. Parts of the German naval forces have taken positions in front of the Bay of Danzig and secure the Baltic Sea. The training ship "Schleswig-Holstein", anchored in Neufahrwasser, fired at the Westerplatte, occupied by the Poles. The war harbor in Gdingen was bombarded by the Luftwaffe.

Saturday, September 2, 1939, morning.
On the afternoon of September 1, German troops successfully continued their advance on all fronts. This morning, the movements are progressing everywhere. The Jablunka Pass was quickly overcome. During the Luftwaffe's deployment, numerous enemy aircraft were destroyed on the attacked and destroyed Polish airfields.

Saturday, September 2, 1939, evening.
The progress of the German troops brought further rapid successes on all fronts. The force group deployed south of the Upper Silesian industrial area is approaching Biala and has taken Pless. To the north of it, a Polish bunker line was broken through. North of the industrial area, our troops are approaching the Warthe. Tank units are advancing north of Częstochowa towards Radomsko. Wielun has been taken. The parts deployed over Kempen are making a rapid advance on Sieradz. The Pomeranian force group has crossed the Brahe and, in a powerful thrust with beginnings, reached the Vistula southwest of Graudenz. The connection with the group deployed from East Prussia, towards Graudenz, is almost established. The Polish army units located in the northern corridor are cut off. The clearing of the Tucheler Heath is in progress. The attack launched from East Prussia to the south also gained ground. German troops are advancing on Przasnysz.

The German Luftwaffe carried out quick and powerful blows against military targets in Poland today. Numerous Polish aircraft were destroyed in aerial combat. On the ground, a large number of military airfields were attacked, particularly at Gdynia, Kraków, Łódź, Radom, Dęblin, Brest, Terespol, Lublin, Łuck, Gotab, Warsaw-Okecie, Poznań-Lawica. The aircraft in the hangars and on the taxiways went up in flames. Furthermore, track facilities were destroyed on the main railway lines, military transports were derailed, and marching columns returning home were bombed. The ammunition factory at Skarzysko-Kamienna blew up after an attack.

Following today's successes, it can be assumed that the Polish air force has been heavily hit in its existence. The German Luftwaffe has uncontested air supremacy over the entire Polish territory and is now available for further tasks to protect the Reich. The naval forces off the Bay of Danzig bombarded the fortifications on Hela and the naval base of Hela in the morning. Naval air units repeatedly bombed the naval port of Gdynia.

Sunday, September 3, 1939
In the afternoon of September 2 and in the early hours of September 3, the troops of the German army successfully continued to penetrate deep into Polish territory on all fronts. Częstochowa was taken. East of Wielun, the Warte was crossed. An attempt by the Polish troops cut off in the corridor to break through to the south was repelled. Berent is in German hands. After the decisive effect of the deployment of the German Luftwaffe on September 2, the divisions of the two Luftflotten deployed against Poland completely dominated the Polish airspace and are again ready for action at their jump-off airports. The units of the previously unused Luftflotten are ready as before at their air bases.

On the southeast front, our unstoppable advancing troops took Radomsk. German troops have fought their way to the Vistula crossing east of Pleß and overrun Polish bunker positions south of Nikolai. Over Warsaw, an air battle took place on Sunday in which seven Polish aircraft and a Polish balloon were shot down. No own losses.

Monday, September 4, 1939
From the troops advancing from Silesia and to the south, strong forces are pursuing the enemy retreating from Krakow, north of the High Tatra and south of the industrial area. East of Pleß, the Vistula crossing was fought for. North of the industrial area, our troops are following the retreating enemy over the line Koniepol-Kamiensk and over the Warta northeast of Wielun. In sharp advance, they have approached Sieradz by 20 kilometers. The Pomeranian force group reached the Vistula at Culm with strong forces. The cutting off of the Polish forces standing in the northern corridor is thus completed. The German attack against the Fortress of Graudenz has penetrated into the Fort-Line in the northeast. The force group advancing from East Prussia took Przasnysz. Polish cavalry, which tried to penetrate German land north of Treuburg, was repelled.

The German Luftwaffe carried out increased attacks on militarily important traffic facilities and larger troop transports on September 3. The repeated use of anti-aircraft guns and dive bombers contributed significantly to the rapid success of the troops advancing from Silesia. The railway connections Kutno-Warsaw, Krakow-Lviv, Kielce-Warsaw, Thorn-Deutsch-Eylau were destroyed. Numerous train derailments, fires, and explosions of trains were recorded. The Hohensalza train station is in ruins. At Okecie near Warsaw, the local aircraft factory was heavily damaged. The reserve aircraft provided there by the Poles were destroyed.

The naval forces were also successful yesterday. Destroyers took the enemy ships lying in the naval port of Hela under effective fire. A Polish submarine was sunk off the Bay of Danzig. Air raids against Gdynia and Hela were renewed and brought the Polish destroyer "Wicher" to sink. The minelayer "Gryf" was heavily damaged. No combat operations in the West so far.

Monday, September 4, 1939
Through the quick action of the German troops, the Pole was prevented from carrying out his intention confirmed from prisoner statements, to hold the expanded Warthe position. Ostrowo, Krotoschin and Lissa are in German hands. This morning, for the first time, troops from the Reich have reached East Prussian soil by land.

Tuesday, September 5, 1939
The German Eastern Army broke the enemy resistance on all fronts on September 4 and continued to push forward unstoppably. The enemy is retreating in some areas in disarray and severely shaken. The numbers of prisoners and booty are increasing and cannot be overlooked at this time. The 7th Polish Division was annihilated southeast of Częstochowa, the division staff captured.

In the south, the pursuit towards Krakow was continued with sharp pressure, the Skawa section was crossed at Wadowice, and Jaworzno further north was taken. The enemy hastily evacuates the eastern Upper Silesian industrial area. At Sieradz, the crossing over the Warthe was forced.

In the north, the encircled Polish Corridor Army is trying to break the iron ring in desperate individual actions; since yesterday, the signs of the beginning of realization about the hopeless situation of the Poles are increasing. The fortifications in Graudenz were taken. The troops set over the Vistula at and south of Culm under the eyes of the Führer and Supreme Commander are advancing rapidly on the east bank. The East Prussian troops took the city and the fortifications there in hard man-to-man fighting at Mlawa. The beaten enemy retreats to the south. The Navy has carried out the security measures for the German coast according to plan. The Luftwaffe controls the airspace. 40 Polish aircraft, including fifteen in aerial combat, were shot down. The enemy's planned retreat is increasingly thwarted by air strikes on enemy march and railway columns.

At the North Sea coast, around 6 p.m., English combat aircraft of the most modern design attacked Wilhelmshaven and Cuxhaven as well as the sea forces lying in the river mouths. The fighter and anti-aircraft defense of the Navy and Luftwaffe intervened so early and effectively that the attack on Cuxhaven was thwarted altogether, while the bomb drops in Wilhelmshaven caused no damage. More than half of the attacking aircraft were shot down.

Wednesday, September 6, 1939
The operations of the army in Poland continued according to plan on September 5. Mountain troops and mobile troops fought their way through the northern exits of the Beskidy in a broad front and are in fluid attack against Neu-Sandez. The forces advancing from the south and west against Krakow have thrown the enemy back onto the city. The Eastern Upper Silesian industrial area is in our hands. Further north, the line Checiny-Lopußno-Piotrkow was taken early in the afternoon. On both sides of Sieradz, a strongly developed bunker line was broken through and the attack on the east bank of the Warthe in the direction of Lodz continued.

The forces that had crossed to the east bank of the Vistula at Culm and Graudenz continued the pursuit of the defeated enemy. The troops advancing from East Prussia via Mlawa have taken Ciechanow. The enemy here is retreating sharply towards the south. Rapid troops have reached the Narew at Rozan. 10,000 prisoners and 60 guns are the booty of our troops fighting in the north so far. The attacks of the German Luftwaffe have again caused strong disturbances of the enemy's traffic lines and rear connections. The train stations Idunska-Woja, Skarzysko, Tarnow, and Wreschen are burning, numerous railway lines are interrupted. The Polish air force, with the exception of individual fighters near Lodz, has not appeared at all. Air raids on German territories did not take place at any point on 5.9. German forces in the Baltic Sea destroyed a third Polish submarine.

Special announcement: Wednesday, September 6, 1939
German troops entered the city of Krakow without a fight at noon on Wednesday. The commanding general and the division commander paid military honors at Pilsudski's grave. An honor guard has been drawn up. The Vistula bridges are not destroyed. Bromberg was taken by the German troops. The Netze was crossed south of Bromberg. On Wednesday at 2 p.m., our troops crossed the road Lask-Unjewow in the direction of Lodz. The important railway and road junction Kielce at the foot of the Lysa Gora was taken into possession by our troops in the early morning hours.

Thursday, September 7, 1939
The retreat of the Polish Army continued on the entire front on September 6. With the determined support of the Luftwaffe, the troops of the Eastern Army kept the retreating enemy under sharp pursuit and engaged him in battle at various points. In southern Poland, Neu-Sandez was taken and the Dunajec was crossed north of there. Our troops occupied the city of Krakow without a fight. Military honors were given at the grave of Marshal Pilsudski. After the capture of Kielce, our troops are advancing rapidly through the western part of the Lysa Gora and are approaching the cities of Tomaszow and Lodz further north.

In the north, the Tucheler Heide northwest of Graudenz has now been cleared of the scattered remnants of the Polish Corridor Army. The number of captured guns has increased to 90. The 9th and 27th Polish Division, a tank battalion, two hunter battalions, and the Pomorska Cavalry Brigade have been destroyed. Only remnants have saved themselves without weapons and equipment by swimming across the Vistula. The war material still stuck in the forests can only be determined and recovered in weeks.

East of the Vistula, the road Thorn-Strasburg has been crossed and a bridgehead over the Drewens has been formed. The troops advancing from East Prussia have reached the Narew on both sides of Pultusk and at Rozan. Yesterday, the Luftwaffe attacked and scattered the retreating enemy columns in a decisive deep attack. The attack on railway facilities, train stations, and bridges continued, damaging the Vistula bridge south of Warsaw by bomb hits. The Warsaw Westbahnhof is in flames.

Friday, September 8, 1939
Operations in Poland took on the character of pursuit in many places yesterday; only in individual places was there more serious fighting. Our troops are advancing towards Wiesloka southeast of Gorlice and east of Tarnow. North of the Vistula, mobile forces have reached Staszow and north of Lysa Gora, the area just west of Kamienna. The railway line Konskie-Opocno was crossed in the attack. North of Tomaszow, armored troops have thrown the enemy out of Rawa Mazowiecka and stand there 60 kilometers in front of Warsaw. The Drewenz has been crossed between Thorn and Strasburg. The garrison of the Westerplatte in Gdansk has surrendered, their resistance was broken by engineers, naval storm companies and SS home guard with the assistance of the "Schleswig-Holstein".

Northeast of Warsaw, the Narew at Pultusk and Rozan has been crossed. Further areas have been occupied in the south and north of the province of Posen. The air force again played a decisive part in these rapid and large successes. Its mass deployment was directed against the retreating Polish army. It intervened directly in the ground battle with ground attack and dive bomber squadrons. Marching columns were dispersed, routes of retreat blocked by the destruction of bridges and crossings, and attempts at enemy counterattacks smashed in the preparation stage. The Vistula bridges south of Warsaw are sustainably destroyed, the transit streets in Warsaw itself are filled and blocked with columns. The hurried evacuation of the city is underway. Two German aircraft were shot down over Polish territory, one aircraft is missing. The German territory was not attacked yesterday either. A series of mine detection operations were carried out in the North and Baltic Seas by the navy. Boats of a mine search flotilla fired on a Polish beach battery, which returned fire without success. A fourth Polish submarine was destroyed.

Special announcement: Friday, September 8, 1939
German armored troops have broken enemy resistance on the Tomaszow-Warsaw road after a brief intense battle and are rapidly advancing on the Polish capital. Mszczonow was reached in the morning. German troops entered Warsaw on September 8th at 5:15 PM. Fast troops have reached the Vistula at Sandomierz in southern Poland and at Gora Kalwarja southeast of Warsaw.

Saturday, September 9, 1939
Even yesterday, the retreat of the defeated Polish army continued almost on all fronts. Mobile troops reached the Vistula at various points between Sandomir and Warsaw, pushing through enemy rearguards, and entered the Polish capital from the southwest in the afternoon.
In southern Poland, fighting gained space to the east over the Wisloka, and Rzeszow was reached with motorized units. At Sandomir, it was also possible to get a foothold east of the Vistula. In the advance direction to Lublin, Zwolen and Radom west of the Vistula were taken, further north at Gora Kalwarja the Vistula was reached. Lodz will be occupied today by rearward staggered units, while the majority of the troops fighting there bypass the city on both sides following the fighting retreating enemy south of the Bzura. The province of Posen is being occupied progressively without enemy resistance. Northeast of Warsaw, the enemy has been thrown behind the Bug at Wyszkow and to the east.

The air force attacked the enemy's retreat routes west and east of the Vistula throughout the day. Apart from a few fighters over the Vistula bridges between Sandomir and Warsaw, the Polish air force was hardly noticeable. In the west, two French aircraft were shot down over German territory.

Sunday, September 10, 1939
Between the mountains and the upper reaches of the Vistula, German forces continued to pursue the defeated enemy in an easterly direction. The rapid breakthrough of motorized and tank units to the Vistula in the large Vistula arc between Sandomir and Kutno has brought great successes. Parts of numerous Polish divisions are cut off from the Vistula around Radom and surrounded from all sides.

The enemy, who is pushing east from the Skierniewice-Sochaczew-Kutno area, also has his retreat across the Vistula at Warsaw and to the south. The fate of these Polish army units, with whom fierce fighting is still ongoing, will be decided in the next few days. The German forces advancing on both sides of the Vistula in northern Poland have reached the area west of Wloclawek and northeast of Plock. Northeast of Warsaw, we have gained a foothold on the southern bank of the Bug. Fighting is still going on around Lomza and to the east.

The air force has blocked the roads and railways leading back from Warsaw to the east and southeast by bombing raids and attacked the remaining Polish ground installations in this area. In an operation against Lublin, seven Polish aircraft were shot down in air combat by a mixed combat and destroyer unit, eight Polish aircraft on the ground were heavily damaged by bomb drops. To support the army, flying units effectively intervened in the fighting in the area of Radom and between Narew and Bug.

For the first time in the West, French reconnaissance patrols crossed the German border and came into combat contact with our outposts far in front of the Westwall. The enemy left many dead and prisoners, including an officer. On the night of September 9, British aircraft dropped leaflets over several cities in Northern and Western Germany. The crew of a British combat aircraft that crashed in Überstedt in Thuringia was captured. Three French aircraft were shot down over German territory at the western border. Bombing raids did not take place.

Monday, September 11, 1939
The great battle in Poland is nearing its climax, the annihilation of the Polish field army west of the Vistula.

While in southern Poland the tenaciously resisting enemy was pushed back across the San and the crossing over the river was forced in the Sanok-Jawornik Polski sector, as well as at Radymno and Jaroslaw, the troops encircled in various areas began to surrender. Attempts by the encircled units to break through were prevented everywhere.

After a hard battle for the Polish fortifications on the Narew, it was possible to form bridgeheads on the south bank at Nowogrod and Wizna. Polish artillery of all calibers has opened fire against our troops located in the western part of the city from the eastern parts of Warsaw. The encirclement of the Polish war port of Gdynia continued. Neustadt and Putzig are in German hands.

Naval forces supported the advance of the army by successfully shelling Polish batteries and the war port of Gdynia. The air force repeatedly attacked the roads and railway lines eastward and northeastward of Warsaw and in the areas of Lviv and Lublin-Chelm with success, smashing columns and troop transports there. The West Station in Lviv was destroyed.

In the West, the evacuated airfield of Saarbrücken was shelled by French artillery. Three French aircraft were shot down over Reich territory.

Tuesday, September 12, 1939
Through the advance of our troops in the provinces of Posen and West Prussia in recent days, Posen, Thorn, Gnesen, Hohensalza, and numerous other cities have been occupied. Thus, the formerly German territory is almost completely in German hands in this area as well. The great battle in Poland is nearing its end west of the Vistula.

The South Troop is pushing against and across the San in forced marches. Mountain troops have reached Chyrow south of Przemysl on the far southern flank. In the area between Zwolen, Radom, and the Lysa Gora, the enemy is surrendering; guns and war equipment from at least four divisions are expected to be captured. The number of prisoners is not yet in sight. On the east bank of the Vistula south of Warsaw, armored troops took a number of heavy guns, including four 21-cm mortars. Desperate attempts by the strong enemy forces encircled around Kutno to break through to the south were thwarted. The ring around this enemy group is also closed. North of the Vistula, our troops are approaching the fortress of Modlin.

After a hard battle, the enemy was also thrown back northeast of Warsaw. In the pursuit, our troops have crossed the railway line Warsaw-Bialystok with the bulk, and with advanced detachments, they have reached the railway line Warsaw-Siedlce. Units of the air force were used with good success, as on the previous day, to support the army at Kutno and to destroy the enemy's rear connections eastward of the Vistula. A dive-bomber squadron has sealed off the eastern exits of Warsaw. The station of Bialystok was destroyed. Großendorf in the western part of the Hel Peninsula and its port facilities have been taken by light naval forces.

In the West, local outpost battles between Saargemünd and Hornbach. There were no air raids on Reich territory yesterday.

Special Announcement: Tuesday, September 12, 1939
The German troops on the southern front are rapidly advancing on Lviv. Southeast of Przemysl, mountain troops have taken the city of Sambor and are thus on the Dniester. Fast troops have taken possession of Krakowice northeast of Przemysl. In the course of today, the resistance of the Polish forces encircled south of Radom has been broken. The booty in prisoners and war material is not even roughly in sight. Through the advance of our troops in the provinces of Posen and West Prussia in recent days, Posen, Thorn, Gnesen, Hohensalza, and numerous other cities have been occupied. Thus, the formerly German territory is almost completely in German hands in this area as well.

Wednesday, September 13, 1939
On September 12, the German Eastern Army with its southern or northern wing continued its stormy pursuit of the enemy. Advancing on both sides of Przemysl, Sambor and Jaworow were taken, and Lviv was reached with advanced detachments. The Polish group encircled south of Radom has ceased to exist. The enormous booty in prisoners, guns, and combat equipment of all kinds is still being sighted and counted. All attempts by the five Polish divisions and two cavalry brigades encircled around Kutno to break through to the south have failed. The concentric counterattack of our divisions is underway. Eastward and southeast of Warsaw, the road and railway line Warsaw-Siedlce have been crossed with strong forces; on the far eastern flank, motorized troops stand 40 kilometers north of Brest. Far behind the front, the 18th Polish Division, which retreated too late from Lomza to the south, was stopped north of the Bug.

Yesterday, the Air Force again successfully attacked roads, bridges, and railways east of the Vistula. Three trains are burning at the station in Krystynopol. The airfield in Luck was heavily damaged, the aircraft factory in Biala-Podlask was set on fire. 14 enemy aircraft were destroyed, two of them in aerial combat. Aerial reconnaissance brought excellent and valuable results for the leadership.

In the West, the Birnberg, about six kilometers southeast of Saarbrücken, where the enemy had settled with two companies, was retaken in a counterattack by our outposts. Otherwise, only minor outpost battles. There were no air raids on German Reich territory.

Thursday, September 14, 1939
Operations in southern Poland encountered only minor resistance and quickly gained ground to the east. The Lublin-Lviv road was reached with strong forces at Rawa-Ruska and Tomaszow, the Vistula river was crossed at several points north of Sandomir. As a preliminary result of the battle of annihilation near Radom, 60,000 prisoners, including numerous generals, 143 guns, and 38 armored vehicles were captured. The comprehensive attack against the Polish divisions surrounded near Kutno is progressing.

The circle around the Polish capital was also closed in the east yesterday. Advancing east of Modlin across the Narew, our troops are also approaching the city from the northwest. The German forces that had advanced via the Warsaw-Siedlce road turned parts to the southwest and west. The 18th Polish Division, including the divisional staff, surrendered north of Ostrow-Mazowiecka yesterday. 6,000 prisoners and 30 guns were captured.

Forces set on Brest-Litovsk are quickly approaching the city. Ossowiec, the last of the Polish border fortifications, was taken by East Prussian troops yesterday. Despite unfavorable weather conditions, the Air Force successfully attacked the eastern edge of Warsaw and Polish rear communication roads. Two enemy aircraft were shot down.

In the West, stronger French forces than before advanced against our outposts in the German territory that protrudes far into France between Saarbrücken and Hornbach, well in front of the Western Wall. They were stopped in minefields and by our defensive fire.

September 15, 1939
On September 14, the southern group of the German Eastern Army crossed the Lviv-Lublin road. The very strong and desperately resisting Polish forces, encircled around Kutno, tried again yesterday to break through to the southeast. These attacks also failed. To the east of the Vistula, our troops are approaching the Warsaw suburb of Praga from the north, east, and southeast. Also there, breakthrough attempts to the east were repelled. The troops set on the fortress Brest-Litovsk have penetrated the fortification zone from the north. The forts are partially blown up. The citadel is still occupied by the enemy. The city of Gdynia is in our hands. Naval forces effectively participated in the battle for Gdynia and on the Hel Peninsula. The entrance to the south harbor of Gdynia was forced. Despite poor weather conditions, the Air Force successfully attacked railway lines and stations and supported the army's battle against the enemy army encircled around Kutno with bombing and low-level attacks. The Polish warships still in the port of Heisternest were sunk by bombs.

September 16, 1939
The southern group of the German Eastern Army also drove the scattered parts of the Polish Southern Army ahead of them on September 15. They are still fighting at the gates of Lviv and at the Tanew near Bilgoraj. Far to the east of this, motorized troops have reached Wlodzimierz. Przemysl was taken.
With the commitment of new German forces, the circle around the Polish army encircled near Kutno was reinforced and narrowed in attack.
After repelling enemy breakout attempts southeast of Warsaw, our troops there captured 8000 prisoners and 126 guns and are now tightly around Praga.
Bialystok was taken. The battle for the citadel of Brest is still underway.
The Air Force thwarted the attempt of the last Polish transport movements against the eastern border.
In the West, enemy artillery activity near Saarbrücken. Local enemy advances were repelled with significant losses for the opponent.
Air raids on German territory did not take place.

September 17, 1939
The cleaning of Eastern Galicia progressed further on September 16. Lviv is surrounded on three sides, Polish forces between Lviv and Przemysl are cut off from retreating to the southeast. North of the mouth of the San River, our troops continue to advance towards Lublin. Deblin was taken. 100 undestroyed airplanes fell into our hands there. At Wlodawa, south of Brest, the foremost reconnaissance troops of the armies set from East Prussia and from Upper Silesia and Slovakia shook hands.
The Battle of Kutno is progressing as planned. Kutno was taken from the west, the Bzura was crossed to the north. Warsaw is tightly encircled.
To save the population of the Polish capital from severe suffering and horror, the German Wehrmacht tried to persuade the Polish military commander of Warsaw to give up his pointless resistance in an open city through an officer. The Polish military commander in Warsaw refused to receive the German officer.
The attempt by scattered Polish troops to escape to the southeast via Siedlce ended with the capture of 12,000 men. 80 guns, six armored cars, and eleven aircraft were also captured.
Despite continuing unfavorable weather, the Air Force repeatedly attacked troop concentrations and marching columns east of the Vistula, denying the retreating enemy the opportunity to reorganize his units. The radio transmitters Vilnius and Baranowicze were destroyed by air raids.
In the West, the enemy suffered significant losses in some raiding operations in the area of Zweibrücken.
An enemy captive balloon was shot down.
Air raids on German territory did not take place.
Special announcement: The citadel of Brest-Litovsk was taken. Thus, the fortress Brest-Litovsk is in German hands. 600 prisoners were made during the capture of the citadel.
The Navy continued the trade war successfully in the Baltic and North Seas and in the Atlantic. In the Baltic Sea, naval forces effectively used their artillery in the battle against the last resisting Polish troops at Gdynia and Hela.

Monday, September 18, 1939
The campaign in Poland is nearing its end.
After the complete encirclement of Lviv and the capture of Lublin, part of the German Eastern Army stands on the general line Lviv-Wlodzimierz-Brest-Bialystok and thus occupies most of Poland. Behind this, the destruction and capture of individual scattered remnants of the former Polish army are still taking place in several locations. The strongest of these enclosed Polish combat groups - about a quarter of the Polish army - is southwest of Wyszogrod between Bzura and Vistula, pressed tightly and has been disintegrating since yesterday.
From the encircled Warsaw, a request was made on September 17 through Polish broadcasters to the High Command of the German Wehrmacht to receive a Polish parlementaire. The High Command of the Wehrmacht has expressed its willingness to do so. Until September 17 midnight, no parlementaire has appeared to our troops.
The Air Force effectively attacked the Polish forces enclosed southwest of Wyszogrod. Polish air forces did not appear on the entire front.
The German Air Force has thus essentially fulfilled its task in the east. Numerous units of the Air Force and anti-aircraft artillery have been assembled and are ready for other uses.
In the west, no significant combat actions. Near Saarbrücken, a French plane was shot down by a German fighter.
Air raids on German territory did not take place on September 17.

Tuesday, September 19, 1939
The dissolution and surrender of the scattered or enclosed remnants of the Polish army are rapidly advancing. The Battle of Bzura is over. So far, 50,000 prisoners and an incalculable amount of loot have been taken. The final result cannot yet be determined approximately.
A smaller enemy combat group was annihilated northwest of Lviv, and 10,000 prisoners were taken. Lviv was asked to surrender. In Warsaw, after the absence of the Polish parlementaire, the fighting activity has started again. The city is defended by the Poles without consideration for the population, which amounts to over one million people.
The Air Force only conducted a few attack flights yesterday. Otherwise, their use on the eastern front was no longer necessary.
On the western front in the Saarbrücken area, there were weak artillery and reconnaissance troop activities at some points. The enemy was often observed digging. There were no air battles.
The sinking of the aircraft carrier "Courageous", announced by the British Admiralty, has been confirmed by the report of the attacking German submarine.

Wednesday, September 20, 1939
The Battle of the Vistula Bend, which began about a week ago near Kutno and then moved east against the Bzura, now turns out to be one of the greatest battles of annihilation of all time. The number of prisoners alone on the Bzura increased to 105,000 yesterday and is constantly growing. In addition, there are extraordinarily high bloody losses on the enemy side. The captured war material is incalculable.
More serious resistance is only being offered in and south of Modlin as well as in Warsaw throughout the whole of Poland occupied by us.
Our troops, who pursued the enemy to the line Stryi-Lviv-Brest-Bialystok, will now be systematically taken back to the demarcation line finally agreed upon between the German and Russian government after the annihilation of the last remnants of the Polish army located there.
The battles at Gdynia were completed yesterday with the capture of the naval base. Here too, several thousand prisoners fell into our hands. The school ship "Schleswig-Holstein" and forces of the leader of the mine sweepers effectively participated in these battles.
The deployment of the Air Force is limited to reconnaissance activity along the entire front.
In the West, only local reconnaissance operations.

Thursday, September 21, 1939
The outcome of the battle in the Vistula Bend is still not fully discernible. By the afternoon of September 20, the number of prisoners had risen to 170,000 and is still growing. One of the two German armies involved in the battle alone has captured 320 guns and 40 tanks. According to the current findings, nine divisions and parts of ten additional divisions and three cavalry brigades fought on the Polish side in this battle.
In the south, strong Polish forces surrendered to the German troops after fierce fighting at Zamosc and Tomaszow, including the commander-in-chief of the Polish Southern Army. Since September 10, 60,000 prisoners and 108 light and 22 heavy guns have been captured there.
The spoils in the battles for Gdynia have increased to 350 officers, 12,000 men, and about 40 guns.
Resistance now only continues in Warsaw and Modlin, southeast of Warsaw at Gora Kalvarja, and on the Hel Peninsula.
In the coming days, the High Command of the Wehrmacht will provide a comprehensive report on the campaign in Poland.
In the west, three observation balloons and eight enemy planes were shot down. No other events occurred.

Friday, September 22, 1939
The movements of German and Russian troops to the agreed demarcation line are proceeding as planned and in the best agreement. At Lviv, the German troops engaged in combat there were replaced by Russian units.
The numbers of prisoners and spoils reported as a result of the battle at Tomaszow are still increasing.
Several Polish breakout attempts from Praga were repelled. A hostile armored train was captured near Kaluszyn after a brief engagement on the Warsaw-Siedlce route.
178 members of the diplomatic corps and 1,200 other foreigners were able to leave Warsaw yesterday following the route determined by the German command authorities. They were received by German officers and transported to Königsberg by trains provided during the night. All foreigners are safe and unharmed.
In the west, only isolated reconnaissance operations.

Saturday, September 23, 1939
Lviv surrendered to the German troops who were already departing. Surrender negotiations are underway in agreement with the Soviet Russian troops standing on the eastern outskirts of the city.
While searching the forests along the Bzura, General Bortnowski, the commander-in-chief of the Polish Corridor Army, fell into our hands with his entire staff on September 21.
After fierce fighting against a desperate enemy, it was possible yesterday to cross the south bank road on the Vistula between Modlin and Warsaw and thus seal off both cities. Several thousand prisoners were taken.
In the west, only weak artillery fire at individual locations.
Near Saarbrücken, a French plane was forced to land by anti-aircraft fire, and the crew was captured; a German plane was shot down in an air battle.
Summary report from the High Command of the Wehrmacht on the campaign in Poland as of September 23, 1939
The campaign in Poland has ended.
In a series of consecutive battles, the largest and most decisive of which was in the Vistula Bend, the Polish million-strong army was defeated, captured, or dispersed. Not a single active or reserve division, nor any of their independent brigades, etc., escaped this fate.
Only fractions of individual units were able to evade immediate annihilation by fleeing into the swampy areas of eastern Poland. They will succumb there to the Soviet Russian troops.
Currently, only a negligible remainder of the entire Polish armed forces is still fighting in a hopeless position in Warsaw, Modlin, and on the Hel Peninsula. The fact that they can still do so is solely due to our troops' deliberate leniency and consideration for the Polish civilian population.

Sunday, September 24, 1939
The movements of German troops toward the demarcation line continued smoothly along the entire eastern front on September 24, in agreement with the Russian units.
Stuka dive bombers carried out successful attacks on militarily important targets in Warsaw in repeated missions.
In the west, there was reconnaissance and artillery activity at individual locations on both sides. Eight French planes were shot down in air battles.
A German submarine sank an English destroyer. The commerce warfare once again yielded good results.

Tuesday, September 26, 1939
In the east, the planned movements of German troops toward the demarcation line continued. Only east of the lower San River, there were still brief skirmishes with scattered enemy units, resulting in 2,000 prisoners taken by a tank division.
After all efforts to convince the Polish commander of the cruelty and futility of resistance in Warsaw were unsuccessful, combat operations against the city began yesterday. In a bold attack, Fort Mokotowski and a part of the Mokotow suburb were captured.
In the west, there was disruptive artillery fire and minor reconnaissance activity.
French planes - as clearly identified - flew over Belgian territory.
In air combat, five French planes and two observation balloons were shot down by anti-aircraft fire.

Wednesday, September 27, 1939
In the east, our troops are approaching the demarcation line agreed upon with the Soviet government.
Yesterday, east of Bilgoraj, the 41st Polish Division and 1st Cavalry Brigade, which were among the scattered parts of the Polish army still located between the German and advancing Russian troops, were captured.
The capital of Poland, initially considered an open city and accordingly respected, has been transformed into a fortress through the measures taken by the commander, including the restoration of old forts and arming parts of the civilian population.
However, yesterday's attack resulted in the northern part gaining control of the first defensive line, while the southern part gained control of the second defensive line. Under the impression of these attacks, the Polish commander offered the surrender of the city and its garrison this morning.
The Army Commander-in-Chief has entrusted General Blaskowitz with conducting the surrender negotiations.
The Luftwaffe targeted strategically important targets in Modlin.
In the west, there is only minor combat activity.
The enemy is fortifying positions along the entire front. Two French planes were shot down in an air battle over Freiburg and Sigmaringen.
German air forces successfully attacked English naval forces, including battleships, aircraft carriers, cruisers, and destroyers, in the central North Sea. Besides a destroyed aircraft carrier, several heavy hits were scored on a battleship. Our planes suffered no losses.

Thursday, September 28, 1939
In the east, the majority of our troops have crossed the demarcation line as planned.
In the battles reported yesterday at the southern flank east of the San River, a total of 500 officers and 6,000 men were captured. In addition to the previously reported 41st Polish Division, an army commander, the leader of a border protection corps, and the commanders of the 7th and 39th Divisions, along with their staffs, fell into our hands.
The city of Warsaw, which surrendered unconditionally yesterday, will likely be occupied on September 29 after the necessary preparations are completed. This morning, the commander of Modlin also offered the surrender of the fortress.
In the west, there are no significant combat actions. A hostile aircraft was brought down in an air battle over Saarbrücken.
A heavy British cruiser was successfully attacked near the Isle of May by a squadron. A 250-kilogram bomb struck the bow.
From the heavy British naval forces attacked the previous day, an aircraft carrier was hit by a 500-kilogram bomb, and a battleship was hit by two 250-kilogram bombs in the bow and midsection.
Special report: Warsaw has surrendered unconditionally. The formal surrender of the city to the German Army High Command will likely take place on September 29. The military occupation force is estimated to be over 100,000 men.

Friday, September 29, 1939
During the planned movement across the demarcation line on September 28, Przemysl-Süd was formally handed over to the Russian troops by the German commander.
The disarmament and withdrawal of the Warsaw garrison will begin this evening and is expected to take two to three days.
The entry of German troops is therefore scheduled for October 2. Measures to provide food and sanitation for the civilian population have been initiated.
Modlin Fortress has unconditionally surrendered as a result of German attacks, as well as the attrition from artillery fire and bombing. The details of the surrender will be determined by the corps command deployed near Modlin, according to the instructions of the North Army Group. The fortress contains approximately 1,200 officers, 30,000 men, and 4,000 wounded.
In the west, there is ground combat activity as before.
In aerial combat, a French plane was shot down near Weißenburg, and a British plane near Osnabrück.

Saturday, September 30, 1939
In the east, following the surrender of Modlin, the 269 officers and approximately 5,000 men located in the Modlin bridgehead south of the Vistula have also surrendered. 58 guns, 183 machine guns, and numerous other war equipment have been captured.
In the west, slightly more active artillery activity was observed at various locations.
In the Skagerrak and Kattegat, 45 steamers were inspected for contraband by German destroyers and torpedo boats over the past two days, and a portion of them was intercepted.
Two groups of a total of twelve British fighter planes attempted to fly into German territory along the North Sea coast. One group attacked destroyers in the German Bight without any success. The British planes were driven off by anti-aircraft fire. No bomb hits were achieved. The other group was intercepted by German fighter planes near the East Frisian Islands of Wangerooge and Langeoog. Five out of six British planes were shot down in the air battle. The crews of two German fighter planes that had to make an emergency landing at sea were safely rescued by German warships.

Sunday, October 1, 1939
The surrender of Warsaw and Modlin is proceeding as planned in the east.
In the west, enemy artillery fire near Saarbrücken was stronger.
No other significant combat activity.
In the west, two French and ten British planes were shot down, and over the North Sea, two British fighter planes crashed. We lost two planes.

Monday, October 2, 1939
Yesterday morning, the first German troops entered Warsaw without incident. The occupation of Praga was completed yesterday.
The last stronghold of Polish resistance, the fortified Hel Peninsula, unconditionally surrendered yesterday before the joint attack prepared by the army and navy was carried out. The garrison of 52 officers, including Polish Fleet Commander Rear Admiral von Unruh, and 4,000 men will lay down their weapons this morning.
In the west, only local artillery and reconnaissance activity.
A British reconnaissance plane was shot down east of Paderborn.

Tuesday, October 3, 1939
During October 2, additional German troops entered the Warsaw Fortress.
The counting of prisoners and the inventory of extensive weapons and war equipment captured in Warsaw and Modlin is still ongoing. In the west, there is only minor artillery and aircraft activity.

Wednesday, October 4, 1939
In the east, there were still fights with scattered Polish troops during the clearance of the area between the previous demarcation line and the newly established German-Russian zone of interest.

In the west, except for weak enemy artillery activity near Saarbrücken, there was almost complete calm.
In the economic war, an additional 72 steamers were intercepted by German naval forces since September 30. Some of them were brought into German ports for carrying contraband goods.

Thursday, October 5, 1939
In the east, the clearance of the area east of the Vistula from scattered Polish troops, which started yesterday, continued.
In the west, there was only minor artillery and aerial reconnaissance activity.

Friday, October 6, 1939
Yesterday, the leader and Supreme Commander of the Armed Forces visited the troops of the 8th Army in front of Warsaw and had parts of the divisions involved in the capture of the fortress march past him. Today, at 10 o'clock in the morning, the remaining remnants of the Polish army, approximately 8,000 men under Polish General Kleber, surrendered their weapons at Kock, east of Deblin.
East of the Vistula, the forward movement to occupy the area up to the German-Russian zone of interest began yesterday.
In the west, there was weak artillery activity, and the rest of the day proceeded calmly.

Saturday, October 7, 1939
East of the Vistula and in the Suwałki area, the progress toward the German-Russian zone of interest proceeded smoothly in agreement with the Russian troops.
Among the last remnants of the Polish army that surrendered yesterday at Kock were two division commanders and 100 officers.
In the west, local enemy reconnaissance missions were repelled.
Otherwise, only isolated disruptive fire.
French reconnaissance planes attempted to fly over the Rhine near Bonn in the afternoon. They were driven off by German fighter planes and anti-aircraft defenses. One of them was shot down in Godesberg during an air battle, and another was forced to make an emergency landing near Euskirchen. The four-member crew, including a lieutenant colonel in the general staff, was captured. There were no own losses.

Sunday, October 8, 1939
Movements toward the German-Russian zone of interest continue as planned in the east.
According to the latest army reports, in addition to the numbers previously reported, two division commanders, 1,255 officers, and 15,600 non-commissioned officers and enlisted men surrendered to the German troops at Kock.
As spoils, 10,200 firearms, 205 machine guns, 20 cannons, over 5,000 horses, and several war chests were captured.
In the west, there was mutual artillery activity during the day, followed by isolated disruptive fire at night.

Monday, October 9, 1939
In the east, the advance toward the zone of interest continued.
In the west, there were local reconnaissance activities and weak mutual artillery fire. There was only minor aerial reconnaissance activity.

Tuesday, October 10, 1939
In the east, the prescribed daily objectives were reached in the advance toward the German-Russian zone of interest.
In the area north of the Bug River and in the Suwałki salient, movements are largely completed.
In the west, there was minor reconnaissance and artillery activity.

Wednesday, October 11, 1939
In the east, German troops in central Poland are approaching the German-Russian zone of interest running along the Bug River.
In the west, weak artillery activity during the day followed a calm night.

Thursday, October 12, 1939
In central Poland, the Bug River was reached at several points.
In the west, there was minor reconnaissance and artillery activity. Limited aerial reconnaissance activity over the North Sea and the west.
A French plane was shot down during an aerial battle south of Lauterburg.

Friday, October 13, 1939
In the east, movements toward the German-Russian zone of interest are nearing completion.
In the west, there were local reconnaissance and artillery activities as in previous days.
The French blew up the fortified bridges over the Rhine at Wintersdorf, Breisach, and Neuenburg yesterday.

Saturday, October 14, 1939
In the east, movements toward the German-Russian zone of interest were completed with the occupation of the final sections along the Bug River.
In the west, there was weak artillery activity. Three enemy planes were shot down in air battles by fighter planes and anti-aircraft defenses near Schleiden, Idar-Oberstein, and Mayen, without own losses.

Sunday, October 15, 1939
There were no significant events in the east.
In the west, there was weak disruptive fire from enemy artillery, which was returned.
On October 13, another enemy plane was shot down in the Birkenfeld area. On October 14, there was no significant enemy or own aviation activity.
As announced by the British Admiralty on the radio, the battleship "Royal Oak" was sunk by a German submarine. So far, the British Admiralty has reported only about 370 survivors.
The sound of engines heard over northern German territory during the night of October 14 to 15 triggered German anti-aircraft fire at some locations.

Monday, October 16, 1939
Since the troop movements to occupy the German zone of interest in Poland have been completed, the High Command of the Armed Forces will no longer report on the east.
In the west, there was only minor combat activity and weak disruptive artillery fire.
Due to flooding, the French were forced to evacuate a tank fortification on the Rhine southwest of Rastatt.
In the air, there was only minor aviation activity from both sides near the border.

Special report: The submarine that sank the British battleship "Royal Oak" has attacked and torpedoed the British battlecruiser "Repulse".

Tuesday, October 17, 1939
During October 16, the French troops evacuated most of the German territory they had previously occupied in front of our fortifications and crossed back over the border. The English naval forces were attacked again yesterday, and the attack was successful. Two of the English warships located in the Firth of Forth were hit by heavy-caliber bombs. This success was achieved despite fierce enemy resistance from anti-aircraft fire and fighter planes. During the monitoring of German airspace, five enemy planes, including two English ones, were shot down yesterday.
According to the report from the German submarine commander, the torpedoing of the battleship "Royal Oak" and the battlecruiser "Repulse" took place in the Scapa Flow Bay.

The economic war in the North and Baltic Seas showed effective results last week. In the Atlantic, according to English sources, seven steamers with a total tonnage of 54,396 were sunk between October 13 and 15, including the largest French tanker, the "Emile Miguet."

Wednesday, October 18, 1939
Between the Moselle and the Palatinate Forest, the French troops relinquished further German territory along the border on October 17, which was occupied by our advancing troops. Numerous prisoners have been taken.

The German Air Force continued its operations against the naval bases on the English East Coast yesterday. In the Scapa Flow Bay, according to the available reports, an older English battleship was hit by bombs of heavy and medium caliber, among other warships. During an aerial battle, an English fighter plane was shot down by German aircraft. A German bomber was brought down by English anti-aircraft artillery.

On October 16 and 17, the enemy lost ten aircraft as follows:
- Five aircraft, including one English plane, were shot down by German anti-aircraft artillery over German territory.
- One French and one English plane were shot down by German fighter planes.
- Three English planes were lost in aerial combat over English territory.

Thursday, October 19, 1939
Between the Saar and the Hornbach-Bitsch road, our troops, after a brief and determined fight, forced the remaining enemy rearguards on German soil to retreat across the border.
In other sections of the Western Front, there was only local artillery and reconnaissance activity. In some places, contact with the enemy has temporarily been lost as our combat outposts did not cross the French border.

With this, the first phase of the fighting in the west, resulting from the French initiative, can be considered completed, and the following overview of the events on the Western Front since the beginning of the war can be given:

With the start of operations in Poland, our border fortifications in the west were occupied by strong forces.
On September 9, the French initiated hostilities by sending reconnaissance troops across the German border at various points between Luxembourg and the Rhine, west of Karlsruhe.
Since then, no serious combat has taken place on the entire Western Front.
The local battles took place in a flat area near the French border, in the foreground of our West Wall.
With the exception of one case, these battles involved only small units, mostly company-sized. The French only occupied a few German towns near the French border between the Luxembourg border and Saarlautern during September:
1) Several German towns located near the French border between the Luxembourg border and Saarlautern,
2) The forest area called Der Warndt, located southwest of Saarbrücken and protruding into France,
3) The area southeast of Saarbrücken between the Saar and the Palatinate Forest, which also protrudes into France.

Except for these two areas, which we intentionally evacuated, the enemy established himself on German soil, at a depth of three to five kilometers, with significant losses. The rest of the German territory in front of the West Wall remained free from the enemy. French forces did not come close to the West Wall except where it runs in close proximity to the French border, such as near Saarbrücken. The limited infantry combat corresponded to the level of artillery fire.

The artillery fire was limited to sporadic shelling of points in the foreground of our fortifications, except for occasional support for small operations. In one case, a bunker near Saarbrücken was targeted with 80 rounds of medium-caliber fire without any success. From Karlsruhe to Basel on the Upper Rhine, there has been complete and almost peaceful calm since the beginning of the war.
Contrary to the French claims of great success and effective support for the Poles, the enemy voluntarily relinquished the small territorial gains between the Luxembourg border and Der Warndt, as well as between the Saar and the Palatinate Forest, and retreated back to and over the French border under pressure from our troops. The air warfare on the Western Front has been limited to reconnaissance activities and defensive measures such as fighter planes and anti-aircraft artillery. There have been no bombing attacks. Since the beginning of the war on the Western Front, effective German defense by fighters and anti-aircraft artillery has resulted in the downing of 60 enemy planes, including 12 British ones. These figures do not include the enemy aircraft losses in the interior of Germany and the coastal areas.

The total German losses due to enemy action on the Western Front, from the beginning of the war until October 17, were 196 dead, 356 wounded, 114 missing, and a total of eleven aircraft. In contrast, as of October 18, 25 French officers and 664 non-commissioned officers and soldiers were taken prisoner. Only one man was wounded on the 170-kilometer-long Upper Rhine front, by a shell fragment falling during an anti-aircraft fire. British troops have not been observed anywhere in the front line of the Western Front.

Friday, October 20, 1939
After the completion of the fighting in the border area southeast of Saarbrücken, calm returned to the west. Apart from local artillery and reconnaissance activity along the entire front, there were no significant events.

Saturday, October 21, 1939
In the border area between the Moselle and Saarbrücken, there was livelier artillery and reconnaissance activity at certain sections of the front. The enemy also evacuated the forest area called Der Warndt, west of Saarbrücken, except for two heights located close to the border.

In the rest of the Western Front, there was calm except for weak disruptive fire from the artillery.

Sunday, October 22, 1939
There were no significant events in the west, except for minor artillery and reconnaissance activity.

Monday, October 23, 1939
There were no combat actions on the Western Front, except for artillery and reconnaissance activity.

On October 21, at 12:45 PM, a three-engine British aircraft flew from the east over the Konzen railway station (25 kilometers southeast of Aachen) and crossed the nearby Belgian border back to the west.

Tuesday, October 24, 1939
There were no significant combat actions on the front.

Wednesday, October 25, 1939
West of Völklingen, enemy rear guards, comprising a company that was still on German territory, were attacked and pushed back across the border. Otherwise, no significant events.

Thursday, October 26, 1939
Yesterday, the enemy attempted to recapture the height located 12 km west of Völklingen, which our troops had taken the day before. Their attack, carried out by a battalion, was repelled while they were still on French territory under our artillery and machine gun fire. Otherwise, no noteworthy combat actions.

Friday, October 27, 1939
Some increased artillery activity between Mosel and Warndt at certain locations. Only local reconnaissance and sporadic harassing fire on the rest of the front.

Saturday, October 28, 1939
Slightly livelier artillery activity between Mosel and the Palatinate Forest compared to previous days. An attempted incursion by weaker enemy forces in the border area west of Warndt was repulsed. The naval warfare in the Baltic and North Sea, as well as in the Atlantic, continued to yield successful results. According to English sources, between October 13 and 15, 1939, seven steamers with a total tonnage of 54,396 GRT were sunk in the Atlantic, including the largest French tanker "Emile Miguet."

Wednesday, November 1, 1939
Localized artillery and reconnaissance activities in the west, as well as individual raiding operations. The number of enemy aircraft shot down on October 30 increased to six, including four British planes.

Saturday, November 4, 1939
Localized artillery and reconnaissance activities in the west, similar to the previous day.

Sunday, November 5, 1939
No significant combat actions in the west.

Monday, November 6, 1939
Slightly more active reconnaissance activities by enemy patrols along the front at certain locations, but only weak artillery fire otherwise. German fighters shot down a French aircraft near Saarburg.

Tuesday, November 7, 1939
No noteworthy combat actions along the western front, except for minor reconnaissance activities and sporadic artillery fire. In aerial combat, a British aircraft was shot down near Mainz, and two French planes were shot down near Saarlautern.

Friday, November 10, 1939
Slight increase in reconnaissance and artillery activities by enemy patrols in the west. The German Air Force conducted a bombing raid on the Shetland Islands on November 13, despite unfavorable weather conditions. Two flying boats were destroyed, and a probable hit on a British cruiser could not be observed with certainty. All German aircraft returned safely.

Saturday, November 11, 1939
Localized reconnaissance and artillery activities in the west, similar to the previous day. A French observation balloon was shot down by a German fighter near Colmar.

Sunday, November 12, 1939
In the past few days, the French made several attempts to take a hill occupied by our forward posts, located 11 km southwest of Pirmasens, using low-flying aircraft and heavy artillery support. All attempts failed, and the hill, along with a number of prisoners, remained in our hands.

Tuesday, November 14, 1939
Only minimal reconnaissance and artillery activities along the western front. Four enemy planes were shot down.

Saturday, November 18, 1939
Localized reconnaissance and artillery activities in the west. An attempted attack by three British aircraft on Wilhelmshaven was thwarted by timely defense measures. No bombs were dropped. German aircraft conducted reconnaissance flights over the entire French territory.

Tuesday, November 21, 1939
Localized reconnaissance and artillery activities at certain locations along the front. German Air Force limited its activities to reconnaissance near the border due to weather conditions. German naval forces, led by Vice Admiral Marschall, conducted operations in the North Atlantic and surveyed the area between the Faroe Islands and Greenland. Near Iceland, they engaged and destroyed the British auxiliary cruiser "Rawalpindi" after a brief battle. Despite immediate rescue efforts, only 26 crew members could be saved.

Friday, November 24, 1939
Slightly more active reconnaissance and artillery activities in the west. German aircraft continued their reconnaissance missions over French territory. Several aerial engagements occurred between German fighters and enemy aircraft. An English aircraft was shot down near Verdun, one near Saarbrücken, and a French aircraft was downed by anti-aircraft fire near Zweibrücken.

Saturday, November 25, 1939
Localized reconnaissance and artillery activities in the west, with sporadic artillery fire at certain locations along the front.

Sunday, November 26, 1939
Limited artillery activity in the west.
On November 25, German Luftwaffe units attacked British naval forces in the northern North Sea. They scored four direct hits, including one on a cruiser of the "Aurora" class.
German aerial reconnaissance extended to the Shetland Islands once again. On the afternoon of the previous day, the enemy attempted to fly over Heligoland into northwest Germany but was forced to turn back upon reaching the North Sea coast due to German anti-aircraft fire. There were no losses in the German Air Force.
At the southern exit of the Great Belt, patrol boat 301 sank after a detonation. Sixteen crew members are missing.

Thursday, November 30, 1939
Weak local artillery fire along the western front.
Aerial reconnaissance continued over England.
"Merken Sie sich eins; bei uns zu Haus' sind nur die Mannschaften Ostmärker. Die Herren Offiziere sind Österreicher! Servus Doktorchen!"

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Re: Wehrmachtbericht 1939-1945 Archive

Post by ostland » 16 Jul 2023 13:07

1939 English, Part II:

Saturday, December 2, 1939
No significant events.

Friday, December 1, 1939
In the west, there was minor artillery and reconnaissance activity. During aerial reconnaissance over the North Sea, the deployed forces encountered a severe storm. Four seaplanes had to make emergency landings at sea and were partially damaged. All crews were rescued.

Sunday, December 3, 1939
In the west, there was local reconnaissance activity and minor artillery fire. On the Moselle and Rhine fronts, as well as in the Karlsruhe and Freiburg areas, there was limited activity by our own and enemy fighter aircraft.

Monday, December 4, 1939
No significant events occurred in the west. On December 3, British bombers attempted an attack on Heligoland. Early German defense measures prevented the planned execution of the attack. Apart from hitting a small fishing boat, no damage was caused.

Tuesday, December 5, 1939
At the western front, aside from slightly more active enemy artillery disturbance fire in the border area east of the Moselle, there was only minor local combat activity.

Wednesday, December 6, 1939
No significant events occurred.

Thursday, December 7, 1939
In the west, there was weak local artillery activity. The Luftwaffe conducted reconnaissance flights over England and Scotland. The reconnaissance planes once again advanced as far as the Shetland Islands. During an aerial battle west of the Dutch island of Texel, a German and an English plane collided and crashed into the sea. In the evening hours, five British aircraft made incursions from the German Bight toward Schleswig-Holstein. Anti-aircraft fire forced the enemy to turn north, attempting to escape over Danish territory. No bombs were dropped on German territory.

Friday, December 8, 1939
In the west, there was minor local reconnaissance activity. The Luftwaffe conducted control flights over the North Sea with stronger forces and skimmed the east coast of Scotland at low altitude. A German squadron was unsuccessfully attacked by British fighters east of the Firth of Forth. On the return flight, a German aircraft had to make an emergency landing due to engine trouble. The crew abandoned the aircraft using a life raft. Search and rescue forces are en route.

Saturday, December 9, 1939
In some areas of the front, there was slightly more active artillery activity. A reconnaissance squad southwest of Merzig on French soil destroyed two enemy shelters and rendered three other shelters unusable. The Luftwaffe significantly increased its reconnaissance activity, mainly over western and central France. German aircraft were unsuccessfully attacked by fighters at various locations and fired upon by anti-aircraft artillery. No losses were incurred on our side. The British Admiralty confirms the torpedoing of the destroyer "Jersey" on December 7 by a German submarine.

Sunday, December 10, 1939
There was minor local infantry and artillery activity, and the previous day passed without significant events.

Monday, December 11, 1939
Between the Moselle and the Palatinate Forest, there was minor artillery harassment fire at individual points on the front. Otherwise, the day was calm along the entire western front. In the western exit of the English Channel, two British tankers with a combined tonnage of 18,000 tons were sunk.

Tuesday, December 12, 1939
East of the Moselle, there was minor enemy artillery harassment fire on the forward area. The Luftwaffe conducted individual reconnaissance flights against Great Britain.

Wednesday, December 13, 1939
In the west, there was local reconnaissance and artillery activity. In the area southeast of Saarbrücken, a reconnaissance squad consisting of one officer and ten men dismantled an enemy outpost on French territory. The enemy suffered five fatalities, while one officer and 16 men were captured. The German reconnaissance squad returned without any losses. In connection with the return of the Lloyd express steamship "Bremen," British aircraft flew into the German Bight in the evening and night hours of December 12. Early defensive fire from the North Sea islands and warships forced the enemy to turn back before reaching the North Sea coast.

Thursday, December 14, 1939
In addition to minor enemy artillery harassment fire on the forward area between the Moselle and the Rhine, there was livelier reconnaissance activity. Prisoners were captured at several points once again. In the past few days, naval operations were conducted in the northern North Sea. On the return journey, a minor cruiser experienced an underwater explosion. The damage was minor, and the ship returned to its home port. The battleship "Admiral Graf Spee," one of the warships operating in the Atlantic waters since the outbreak of the war, encountered the La Plata-European waters convoy route and sank the British steamers "Tairoa" (7983 tons) and "Streonshall" (3895 tons). The battleship engaged in combat with the heavy English cruiser "Exeter" and the light cruisers "Ajax" and "Achilles." In the battle, the battleship managed to inflict heavy damage on the numerically superior enemy forces. "Exeter" had to withdraw from the battle after receiving heavy hits, and one of the light cruisers was also severely damaged. The battleship "Admiral Graf Spee" itself sustained several hits. It is currently in the port of Montevideo, Uruguay. The British Admiralty reports the loss of the destroyer "Duchess" in domestic waters.

Friday, December 15, 1939
A single British bomber, which approached the Borkum airfield without dropping any bombs, was driven off by our anti-aircraft defense. Two additional British bombers attempted to attack the island of Sylt, but four dropped bombs fell into the sea outside the island. In the afternoon, an air battle escalated from the attack of British bombers in the area of the North Frisian Islands. German fighters shot down ten out of the 20 attackers. One German aircraft had to make an emergency landing at sea. There were no significant events in the west.

Saturday, December 16, 1939
No significant events occurred.

Sunday, December 17, 1939
There were no significant combat actions on the western front. The Luftwaffe conducted reconnaissance flights over the North Sea areas. Attempts by British bombers to attack the islands of Norderney and Sylt during the night from December 16 to 17 failed, and a number of bombs fell into the sea.

Monday, December 18, 1939
Between the Moselle and the Palatinate Forest, there was slightly more active artillery fire from both sides. The Luftwaffe conducted reconnaissance over eastern France and the North Sea. German aircraft advanced as far as the Shetland Islands in the north and Portsmouth in the south. They displaced English patrol boats and coastal guard boats from their positions at several locations. One patrol boat was sunk by bombing. In the evening, English aircraft attempted to fly along the German coast. The battleship "Admiral Graf Spee" did not receive the necessary time frame for restoration of its seaworthiness from the Uruguayan government. As a result, the leader and supreme commander of the armed forces ordered the commander to self-destruct and destroy the battleship outside territorial waters. This was carried out on December 17 around 8 p.m.

Tuesday, December 19, 1939
There was minor local reconnaissance and artillery activity on the western front. The Luftwaffe conducted reconnaissance against sea targets east of Scotland. German long-range reconnaissance planes attacked four English patrol boats, which were subsequently sunk. In the early afternoon, 52 British bombers attempted to attack Wilhelmshaven. The German air surveillance service detected the attackers early. They were intercepted by fighter and destroyer aircraft north of Heligoland. After a fierce battle, 34 British aircraft were shot down. We lost two aircraft. Several enemy aircraft that managed to evade the attacking German fighters came under concentrated anti-aircraft fire from the islands and the coast. They were forced to turn back without dropping their bombs.

Wednesday, December 20, 1939
At various points on the western front, our reconnaissance squads managed to penetrate enemy positions and capture a number of prisoners. The German Luftwaffe conducted reconnaissance and attacks against sea targets in the North Sea under extremely difficult weather conditions. Based on preliminary findings, four ships of British light naval forces were destroyed by bomb hits. A German reconnaissance aircraft attacked a large British flying boat, causing it to crash. In the past three days, the German Luftwaffe destroyed 23 ships of the British coastal patrol forces, including: "Pearl," "Serenity," "New Choice," "Eileed Wray," "Evelina," "Sedgefly," and "Trinity." The enemy's total losses for the day now amount to 36 Vickers Wellington-type bombers.

Thursday, December 21, 1939
In the west, there was slightly more active local artillery activity. A French close-range reconnaissance plane was shot down by German fighter aircraft in the Pirmasens area.

Friday, December 22, 1939
There were no significant combat actions on the western front. The Luftwaffe conducted reconnaissance flights over northern France and southern England. During border surveillance in the west, an aerial battle took place between German Messerschmitt fighter aircraft and French fighter aircraft. After intense resistance, one enemy aircraft was forced to make an emergency landing. Our own aircraft returned without any losses.

Saturday, December 23, 1939
The day was calm on the western front. During a border surveillance flight, two French fighter aircraft were shot down by German fighters northwest of Metz. The Luftwaffe continued its reconnaissance flights over France, England, and the North Sea.

Sunday, December 24, 1939
The day was calm on the western front. The German Luftwaffe conducted deep reconnaissance into northern France.

Monday, December 25, 1939
The day was calm on the western front. While the German Luftwaffe was inactive on December 24, British aircraft flew over the German Bight in the afternoon hours.

Tuesday, December 26, 1939
On December 25 as well, British aircraft attempted to attack patrol boats in the German Bight. The attacks were unsuccessful due to machine gun fire. There were no military actions by the German armed forces on Christmas Day.

Wednesday, December 27, 1939
Apart from minor enemy artillery fire, the second day of Christmas was calm on the entire front.

Thursday, December 28, 1939
There were no significant events on the western front. British aircraft attempted to advance toward the German North Sea coast in the afternoon hours but were hindered by timely defense measures. One aircraft was shot down by a fighter, and the other was driven away by anti-aircraft fire.

Friday, December 29, 1939
Apart from minor disturbance fire from enemy artillery, the day remained calm along the entire front.

Saturday, December 30, 1939
As previously reported in a special bulletin, a German submarine torpedoes an English battleship of the "Queen Elizabeth" class west of Scotland. There was calm on the western front. Despite poor weather conditions, the Luftwaffe continued its reconnaissance activities over Great Britain and France.

Sunday, December 31, 1939
The day was calm on the western front. The Navy continued its planned reconnaissance, surveillance, and monitoring of trade routes in the Baltic and North Sea. The engagement of naval forces in commerce warfare remained successful. During a heavy storm, a patrol boat stranded east of Trelleborg. Out of the 37-man crew, 35 were rescued.
"Merken Sie sich eins; bei uns zu Haus' sind nur die Mannschaften Ostmärker. Die Herren Offiziere sind Österreicher! Servus Doktorchen!"

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ostland
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Re: Wehrmachtbericht 1939-1945 Archive

Post by ostland » 16 Jul 2023 13:11

Mori wrote:
03 Aug 2020 14:48
Can you detail what are these texts exactly?
During World War II, the Wehrmacht communiqué (Wehrmachtbericht ) was the official news communication medium about the military situation of the Reich, and was intended for both domestic and foreign consumption.[4] The communiqué was produced by a special propaganda department attached to the Wehrmacht Chief of Operation Staff, general Alfred Jodl, in the Wehrmacht High Command (the OKW). I reproduce the original texts here for historical reference, and translate them with help of AI.
"Merken Sie sich eins; bei uns zu Haus' sind nur die Mannschaften Ostmärker. Die Herren Offiziere sind Österreicher! Servus Doktorchen!"

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Re: Wehrmachtbericht 1939-1945 Archive

Post by [email protected] » 08 Aug 2023 04:38

My aunt went missing from Gdansk Proust in March 1945. She told her family on March 6th she would be leaving by bus with her colleagues to the last ship in Danzig (not sure which port). We never heard from her again. My aunts said she worked at the post office by the rail station (Military Post) but others have said that is impossible, only men worked there, and she worked at the civilian station on Danziger Strasse somewhere around 12 Danziger. Regardless, a group of post workers went I assume missing. The German Red Cross only tells me she went missing. The Berlin and Freiburg Military Archives say all files were lost. Well, for a family that served the German Military (another aunt and uncle), you would expect more especially let's not forget how meticulous they were.

Did she sink on a ship (cargo I would assume since at that time period there were no known passenger ships that sunk in March 1945)? Or was she killed on route to Gdansk.

Our family has been seeking her since March 1945. It is really time to bring her home. I have become her mother. I will not rest until Dora Ida Pawloski is brought home. There had to be other colleagues with her that either all perished with her and maybe their family knows, or some escaped and know what happened. Any guidance you may have would really be appreciated to find out.

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