Operation Barbarossa

Discussions on the Holocaust and 20th Century War Crimes. Note that Holocaust denial is not allowed. Hosted by David Thompson.
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Roberto
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Operation Barbarossa

Post by Roberto » 15 Apr 2002 21:00

"Unternehmen Barbarossa"
Der Angriff gegen die Sowjetunion und der Holocaust
von Wigbert Benz


"1. Der Krieg ist nur weiter zu führen, wenn die gesamte Wehrmacht im 3. Kriegsjahr aus Rußland ernährt wird.



2. Hierbei werden zweifellos zig Millionen Menschen verhungern, wenn das für uns Notwendige aus dem Lande herausgeholt wird."




Dieses Ergebnis einer Arbeitsbesprechung des Generalrats der Vierjahresplanbehörde vom 2.Mai 1941, der die militärischen und wirtschaftlichen Aspekte der Angriffsplanung koordinierte und dem die Staatssekretäre aller wirtschafts- und sozialpolitisch wichtigen Ressorts sowie der Wehrwirtschaftsgeneral des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) Georg Thomas angehörten, bildete eine wesentliche Grundlage für die deutsche Besatzungspolitik in der Sowjetunion. Initiiert wurde der Plan, "zig Millionen Menschen verhungern" zu lassen, von Göring und Führungsstellen der Wehrmacht, ausgearbeitet in erster Linie von Experten des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, unter dessen Staatssekretär Herbert Backe. Er sollte zum einen die negative Ernährungsbilanz im Reich ausgleichen, dessen Getreidevorräte eineinhalb Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges entscheidend zusammengeschmolzen waren. Zum anderen sollten die Nachschubwege der Wehrmacht bei ihren geplanten gigantischen Vorstößen von allem entlastet werden, was nicht absolut notwendig erschien; d.h. die drei Millionen Soldaten sollten "aus dem Lande" ernährt werden. Eine wesentliche Einschränkung des Nahrungsmittelverbrauchs in Deutschland galt als Tabu. Eine Situation wie im Ersten Weltkrieg, bei dem der Hunger eine Destabilisierung der "Heimatfront" bewirkte, sollte unter allen Umständen vermieden werden. Zum Zwecke der "Abschöpfung der für Deutschland nötigen Lebensmittel" wurde die militärische Abriegelung der Industriezonen von den landwirtschaftlichen Überschußgebieten geplant - mit der in den "Wirtschaftspolitischen Richtlinien für die Wirtschaftsorganisation Ost" vom 23.Mai 1941 klar ausgesprochenen Konsequenz: "Viele 10 Millionen von Menschen werden in diesem Gebiet überflüssig und werden sterben oder nach Sibirien auswandern müssen."

Die im Generalrat der Vierjahresplanbehörde zusammengeschlossenen Staatssekretäre rechneten mit etwa 30 Millionen Hungertoten. Diese Zahl nannte nicht nur der Höhere SS- und Polizeiführer von dem Bach-Zelewski in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen, sondern Göring selbst schon im November 1941 gegenüber dem italienischen Außenminister Graf Ciano. Sie wurde durch den konkreten Kriegsverlauf nach dem 22. Juni nicht erreicht. Aber auf dieser Hungerstrategie basierten Befehle, sowjetische Großstädte nicht auf klassischem militärischen Wege zu erobern, sondern mit minimalen eigenen Verlusten und ohne die dortige Zivilbevölkerung ernähren zu müssen, einzuschließen und auszuhungern - eine Vorgehensweise, die allein in Leningrad während der 900 Tage währenden Blockade ca. eine Million Menschen das Leben kostete. Die Gewinnung von Nahrungsmitteln für das Reich und seine Soldaten mit den Folgen der Entstädterung und Entindustrialisierung im Okkupationsbereich, dessen Preis die Menschen in der Sowjetunion - nicht selten mit Hunger und Tod - zu bezahlen hatten, blieb bis 1944 ein wesentliches Ziel der deutschen Besatzungspolitik. Die heutige Forschung, z.B. Hans-Heinrich Nolte, Osteuropa-Historiker an der Universität Hannover, beziffert unter Einbeziehung neuerer russischen Forschungen die sowjetischen Menschenopfer im "Unternehmen Barbarossa" auf ca. 27 Millionen - darunter allein sieben Millionen Hungertote hinter der Front.

Nicht verkannt werden sollte, daß Hitlers "Ostprogramm" ein Amalgam von strategischen, ökonomischen und rassenideologischen Elementen darstellt. Dessen rassenideologische Basis hatte auch eine praktische, sozusagen für den intendierten Eroberungskrieg funktional günstige Seite. Der Kampf um "Lebensraum im Osten" rechtfertigte den Krieg als Recht des Stärkeren zur Durchsetzung machtpolitischer und wirtschaftlicher Interessen in einer nach der vermeintlichen rassischen Wertigkeit ihrer Völker eingeteilten Welt. Für die geplante Unterwerfung der Sowjetunion war es von Vorteil, die slawischen Völker als "Untermenschen" anzusehen. Deren entmenschlichter Status ermöglichte den Abbau moralischer Barrieren für die notwendige Entgrenzung von Gewalt im "totalen Krieg", der zwecks Optimierung seiner Erfolgsaussichten auch mit inhumansten Mitteln geführt werden sollte. Die "Endlösung der Judenfrage" steht in engem Kausalzusammenhang mit dieser vernichtenden Kriegführung. Der weltweit bedeutendste Hitler-Forscher Ian Kershaw faßt diesen Zusammenhang von Russlandfeldzug und Holocaust in seiner neuen jüngst erschienenen Biographie "Hitler 1936 - 1945" wie folgt zusammen: "Es war kein Zufall, daß der Krieg im Osten zu einem Genozid führte. Das ideologische Ziel der Auslöschung des ‚jüdischen Bolschewismus' stand im Mittelpunkt, nicht am Rande dessen, was man bewußt als einen Vernichtungskrieg angelegt hatte. Er war mit dem militärischen Feldzug untrennbar verbunden. Mit dem Anrücken der Einsatzgruppen (der SS), das in den ersten Tagen des Angriffs einsetzte und durch die Wehrmacht unterstützt wurde, war die völkermordende Natur dieser Auseinandersetzung bereits eingeleitet. Die deutsche Kriegführung im Russlandfeldzug sollte sich schnell zu einem umfassenden Völkermordprogramm entwickeln, wie es die Welt noch nie gesehen hatte. Hitler sprach während des Sommers und Herbstes 1941 zu seinem engeren Gefolge häufig in den brutalsten Ausdrücken über die ideologischen Ziele des Nationalsozialismus bei der Zerschlagung der Sowjetunion. Während derselben Monate äußerte er sich bei zahllosen Gelegenheiten in seinen Monologen immer wieder mit barbarischen Verallgemeinerungen über die Juden. Das war genau die Phase, da aus den Widersprüchen und dem Mangel an Klarheit in der antijüdischen Politik ein Programm zur Ermordung aller Juden im von den Deutschen eroberten Europa konkrete Gestalt anzunehmen begann."

Ohne hier die Entschlußbildung zur "Endlösung der Judenfrage" nachzeichnen zu können, muss festgestellt werden, daß der historische Rahmen für die "Endlösung" durch die Planungen des "Unternehmens Barbarossa" als Vernichtungskrieg gesetzt wird. In diesem Zusammenhang sollte die Tatsache mehr Beachtung finden, daß dem Entschluß, die europäischen Juden zu ermorden, die Entscheidung darüber vorausgegangen war, aus ökonomischen Gründen viele Millionen Russen verhungern zu lassen. Diese Entscheidung "erleichterte" die Vernichtung der - zunächst sowjetischen, dann europäischen - Juden ungemein, standen sie in der Rassenhierarchie doch noch unter den Millionen dem Hungertod preisgegebenen "slawischen Untermenschen".

Um den für die Eroberung und dessen wirtschaftliche Ausbeutung vorgesehenen "Lebensraum" von den als überflüssig angesehenen Teilen der sowjetischen Bevölkerung freizumachen, wurden die Aufgaben von Wehrmacht, SS, Vierjahresplanbehörde bzw. deren Wirtschaftsorganisation Ost und Verwaltung nicht etwa klar getrennt, sondern eng miteinander verzahnt. Die "Richtlinien auf Sondergebieten zur Weisung Barbarossa" vom 13. März 1941 übertrugen Himmler besondere Vollmachten für "Sonderaufgaben im Auftrag des Führers, die sich aus dem endgültig auszutragenden Kampf zweier entgegengesetzter politischer Systeme ergeben". Zur Erledigung dieses Auftrages wurden vom Reichssicherheitshauptamt vier besondere "Einsatzgruppen" aus Angehörigen des SD, des Polizeiapparats und der Waffen-SS - insgesamt etwa 3000 Mann -aufgestellt. Sie hatten die Aufgabe, unmittelbar hinter der vorrückenden Wehrmacht alle tatsächlichen oder vermeintlichen "jüdisch-bolschewistischen" Gegner zu liquidieren. Das Oberkommando des Heeres interessierte in diesem Zusammenhang vor allem die "Vermeidung von Störungen der eigenen militärischen Operationen". Durch die SS-Einsatzgruppen wurden allein zwischen Ende Juni 1941 und April 1942 mehr als 500000 Menschen getötet - mit den Juden als weitaus größter Opfergruppe. Nach neueren, auf umfassender Quellenbasis vorgenommenen, seriösen Schätzungen der Forschung sind von den ca. fünf Millionen am 22. Juni 1941 im sowjetischen Herrschaftsbereich befindlichen Menschen jüdischer Herkunft durch den NS-Terror und die vom ihm entfesselten Verfolgungsmaßnahmen ca. 2,8 Millionen umgekommen. Aufgrund ihrer schon zahlenmäßig begrenzten Stärke konnten die Einsatzgruppen ihre Aufgaben nur mit Wehrmachtsunterstützung durchführen. Dabei gestaltete sich die praktische Zusammenarbeit von Heer und SS hinsichtlich der Aktionen gegen die Juden so, daß die Armeeoberbefehlshaber unmittelbar nach dem Einmarsch in den besetzten Orten die Kennzeichnung und Registrierung der jüdischen Bevölkerung an ihrem Wohnsitz anordneten, so daß den Kommandos der Einsatzgruppen der Zugriff bequem möglich war. Beispielsweise wurde die größte Einzelaktion der Judenvernichtung in der UdSSR, die Erschießung von über 33000 Menschen in der Schlucht von Babi Yar Ende September 1941, bei einer Besprechung des Befehlshabers der Einsatzgruppe C, Emil Otto Rasch, und des Befehlshabers des Sonderkommandos 4a, Paul Blobel, mit dem Stadtkommandanten von Kiew, Generalmajor Eberhardt, organisiert. Die Propagandakompanie der 6. Armee druckte 2000 Plakate, mit denen die Juden zur "Umsiedlung" aufgerufen wurden. Heerespioniere der 6. Armee besorgten die Absperrung der Schlucht und sprengten - nachdem die Kiewer Juden dann innerhalb von zwei Tagen von Paul Blobels Sonderkommando 4a erschossen worden waren - die Wände der Schlucht ab, um die Leichenberge zu verdecken. Daß es bei dieser Wehrmachtshilfe für die SS, einer Art Beihilfe zum Holocaust, nicht blieb, sondern Wehrmachtseinheiten die "Säuberung" des flachen Landes von Juden, getarnt als "Partisanenbekämpfung", in eigener Regie übernahmen, hat die jüngere Forschung insbesondere für Weißrußland nachgewiesen. Wie sehr im ersten Kriegsjahr der angebliche Partisanenkampf als Rechtfertigungsfloskel zur Ermordung von Juden und sonst irgendwie "verdächtiger" Zivilisten diente, zeigen die Liquidierungszahlen. Alleine die 707. Infanteriedivision, die dem Wehrmachtsbefehlshaber Ostland unterstand, erschoß innerhalb eines Monats von 10940 gefangenen "Partisanen" 10431, hatte aber selbst bei Kampfhandlungen mit "Partisanen" lediglich zwei Tote und fünf Verwundete zu beklagen.

Die ideologische Grundlage für diese Integration der Wehrmacht in den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg bildete, so der ehemalige Leitende Historiker des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes der Bundeswehr, Wilhelm Deist, "ein ausgeprägter, aggressiver Antikommunismus, ein zwar weniger aggressiver, aber um so tiefer sitzender Antisemitismus und Antislawismus, die die führenden Offiziere mit der Mehrheit der Deutschen teilten." Liest man die Befehle der im Osten eingesetzten Wehrmachtsstäbe, so stößt man häufig auf die Vorstellung, einem undurchsichtigen Konglomerat von Kommunisten, Juden und Kriminellen gegenüberzustehen, die es gilt, mit allen Mitteln zu vernichten. Diese Befehle wurden keineswegs nur von hitlerhörigen Nazigenerälen erteilt. So erließ beispielsweise der später als Widerstandskämpfer des "20. Juli 1944" hingerichtete Befehlshaber der Panzergruppe 4, Generaloberst Hoepner, noch vor Ergehen des Kommissarbefehls eigenständig einen Befehl, in dem er zur "Abwehr des jüdischen Bolschewismus die völlige Vernichtung des Feindes" forderte. Die Generäle und ihre Soldaten konnten sich der kirchlichen Unterstützung für diesen Krieg gewiß sein. Das in beiden christlichen Konfessionen eindeutig vorhandene totale Feindbild vom Bolschewismus trug zur moralischen Rechtfertigung der deutschen Kriegführung bei und förderte die Bagatellisierung der damit verbundenen ethischen Probleme.

Russlandfeldzug und Holocaust sind zwei Seiten einer Medaille, schließlich ging es bei diesem Krieg um die Vernichtung des Weltfeindes Nr.1: des "jüdischen Bolschewismus". Zum einen in der Gestalt der Juden - mit dem Holocaust als Ergebnis; zum anderen in der Gestalt der bolschewistischen Sowjetunion - mit dem Ergebnis des "ungeheuerlichsten Eroberungs-, Versklavungs- und Vernichtungskrieges" der Geschichte (Ernst Nolte, 1963).
Source of quote:

http://www.wk-2.de/unternehmen_barbarossa.html

My translation:
"Operation Barbarossa"
The attack against the Soviet Union and the Holocaust

by Wigbert Benz

"1. The war can only be continued if the whole Wehrmacht can be fed out of Russia in the 3rd year of the war.

2. This will no doubt lead to umpteen million people dying of starvation when what is needed for us is taken out of the land."


This result of a working meeting on 2 May 1941 of the General Council of the Four Year Plan Authority, which coordinated the military and economic aspects of the plan for attack and to which the state secretaries of all important departments in matters of economy and social politics as well as the Chief of the Industrial Armament Department at the Wehrmacht Supreme Command (OKW) Georg Thomas belonged, was an essential basis for the German occupation policy in the Soviet Union. The plan to have "umpteen million people” die of starvation was initiated by Göring and leading authorities of the Wehrmacht and worked out primarily by experts of the Ministry of Foodand Agriculture under its secretary of state Herbert Backe. It was meant on the one hand to compensate the negative food balance in the Reich, the grain stocks of which had decisively diminished one and a half years after the beginning of the Second World War. On the other hand the supply routes of the Wehrmacht during the planned gigantic offensives were to be freed of all that didn’t seem absolutely necessary; i.e. the three million soldiers should live “off the land”. A considerable restriction of food consumption in Germany was considered a taboo. A situation like in the First World War, when hunger had led to a de-stabilization of the “home front”, was to be avoided under all circumstances. For the purpose of "taking away the food necessary for Germany” it was planned to militarily seal off the industrial zones from the agricultural excess areas – with the consequence clearly spelled out in the "Economical-Political Directives for the Economic Organization East" of 23 May 1941: "Many tens of millions of people will become superfluous in this area and will have to die or emigrate to Siberia."
The secretaries of state gathered in the General Council of the Four Year Plan Authority counted on about 30 million starvation dead. This number was mentioned not only by the Higher SS and Police Commander von dem Bach Zelewski at the Nuremberg war crimes trials, but by Göring himself already in November 1941 towards Italian foreign minister Count Ciano. It was not reached due to the development of the war after 22 June. This hunger strategy, however, was the basis for orders not to conquer Soviet cities in a classical military manner but to encircle and starve them with minimum casualties and without having to feed the local civilian population - a procedure that cost the lives of about one million people in Leningrad alone during the 900 day long blockade. The gaining of food supplies for the Reich and its soldiers with the resulting de-urbanization and de-industrialization in the occupation areas, the price of which the people of the Soviet Union had to pay - not seldom with hunger and death - was an essential goal of German occupation policy until 1944. Current research, for example Hans-Heinrich Nolte, Eastern Europe historian at Hannover University, estimate the Soviet human victims of "Operation Barbarossa", taking into account recent Russian research, at ca. 27 million - thereof seven million starvation dead behind the front line alone.
It should not be ignored that Hitler’s “Eastern Program” was an amalgam of strategic, economic and race ideology elements. The racial ideology basis also had a practical side functionally favorable for the intended war of conquest. The fight for “living space” in the East justified the war as the right of the stronger to impose its power and economic interests in a world divided according to the presumed racial value of the peoples. For the planned subjugation of the Soviet Union it was of advantage to look upon the Slavic peoples as “sub-humans”. Their de-humanized status allowed for elimination of moral barriers to the necessary limitless violence in a “total war”, which in order to optimize its chances of success was to be conducted also by the most inhumane means. The "Final Solution of the Jewish Question” stands in a close causal relationship to this devastating way of making war. The world’s most renowned Hitler researcher Ian Kershaw, in his recent biography “Hitler 1936 – 1945”, summarizes this connection between the Russian campaign and the Holocaust as follows: "It was no coincidence that the war in the East led to genocide. The ideological task of wiping out ‘Jewish Bolshevism’ was the central aspect and not a collateral of what had consciously been conceived as a war of annihilation. It was inseparably linked to the military campaign. With the arrival of the SS-Einsaztgruppen that commenced in the first days of the attack and was supported by the Wehrmacht the genocidal nature of this conflict had already been introduced. The German conduct of war in the Russian campaign quickly developed into an encompassing genocide program such as the world had never seen before. During the summer and autumn of 1941, Hitler often spoke in his closer circle in the most brutal terms about the ideological goals of National Socialism in destroying the Soviet Union. During the same months he on countless occasions in his monologues referred to the Jews in barbaric generalizations. This was exactly the phase in which out of the contradictions and unclear aspects in the policies against the Jews a program to murder all Jews in German-occupied Europe began to take a concrete shape."
Without it being possible to redraw the formation of decisions leading to the “Final Solution of the Jewish Question” at this place, it must be pointed out that the historical framework for the “Final Solution” was set by the planning of “Operation Barbarossa” as a war of extermination. In this context it should be taken into greater consideration that the decision to murder all European Jews had been preceded by the decision to let many millions of Russians starve to death for economic reasons. This decision immensely “eased” the extermination of the Jews – first the Soviet, then the European ones –, given that in the racial hierarchy they stood even below the millions of “Slav sub-humans” left to die of starvation.
In order to clear the “living spaces intended for economic exploitation of the parts of the Soviet population seen as superfluous, the tasks of the Wehrmacht, the SS and the Four Year Plan Authority with its Economic Organization East and Administration were not clearly separated but closely intertwined. The “Directives On Special Areas to Instruction Barbarossa” of 13 March 1941 gave Hitler special powers for “special tasks on behalf of the Führer resulting from the final fight between two opposite political systems.” In order to carry out these tasks four special Einsatzgruppen were constituted of members of the SD, the police apparatus and the Waffen-SS at the Reich Main Security Office – a total of about 3 000 men. They had the task to liquidate all actual or presumed “Judeo-Bolshevik” enemies behind the advancing Wehrmacht. The Army High Command was especially interested in this respect in the “avoidance of disturbances to the military operations”. The SS-Einsatzgruppen killed more than 500 000 people between the end of June 1941 and April 1942 alone – with the Jews being by far the largest group of victims. According to recent serious estimates of researchers based on an extensive framework of sources, of the ca. 5 million people of Jewish origin living in the Soviet area of influence as of 22 June 1941 about 2.8 million lost their lives due to the National Socialist terror and the persecution measures unleashed thereby. Due to their numerical strength the Einsatzgruppen could carry out their tasks only with the assistance of the Wehrmacht. The practical cooperation between the army and the SS in regard to the actions against Jews was carried out in the way that the army supreme commanders ordered the identification and registration of the Jews immediately at the place they lived immediately after having entered the respective locality, thus allowing for comfortable access to the Jews by the detachments of the Einsatzgruppen. The greatest single action of extermination of Jews in the USSR, for instance, the shooting of 33 000 people in the ravine of Babi Yar at the end of Septemberr 1941, was organized at a meeting of the commander of Einsatzgruppe C, Emil Otto Rasch, and the commander of Sonderkommando 4a, Paul Blobel, with the city commander of Kiev, General Major Eberhardt. The propaganda company of the 6th army printed 2 000 posters on which the Jews were called upon for “resettlement”. Army engineers took care of sealing off the ravine and – after the Jews had been shot within two days by Paul Blobel’s Sonderkommando 4a – blew up the walls of the ravine to cover up the heaps of corpses. Recent research has proven, especially for the territory of Belorussia, that the Wehrmacht’s help to the SS was not limited to this kind of assistance to the Holocaust, but Wehrmacht units carried out the “cleansing” of the open country of Jews, disguised as “anti-partisan fighting”, on their own initiative. The liquidation numbers show how in the first year of the war the alleged fight against the partisans was a mere justification pretext for the murder of Jews or other “suspicious” civilians. The 707th Infantry Division alone, which was under the Wehrmacht Commander Ostland, shot 10 431 out of 10 940 captured “partisans” within a month, while its own losses amounted to merely two dead and five wounded.
The ideological basis for this integration of the Wehrmacht in the National Socialist war of extermination, according to the Leading Historian of the Bundeswehr Academy of Military History, Wilhelm Deist, was "a marked, violent anti-Communism, and a less violent, but all the more deeply rooted anti-Semitism and anti-Slavism that the leading officers shared with the majority of Germans." When reading the orders of the Wehrmacht staffs in action in the East it often becomes apparent that those who issued them saw themselves confronted with an unfathomable conglomeration of Communists, Jews and criminals that had to be destroyed by all means. These orders were by no means issued only by Nazi generals. One example is the commander of the 4th Panzer Corps Colonel General Hoeppner, later executed as a member of the conspiracy of 20 July 1944, who even before the issue of the Commissar Order issued an order on his own initiative in which he called for “the total annihilation of the enemy in order to fight off Jewish Bolshevism”. Generals and soldiers could count on clerical support for this war. The view of Bolshevism as a total enemy upheld by both Christian confessions contributed to the moral justification of the German warfare and enhanced the playing down of the ethical problems related thereto.
The Russian campaign and the Holocaust are two sides of a medal – after all this war was about the destruction of the world’s enemy no. 1: “Jewish Bolshevism”. On the one hand in the shape of the Jews – with the Holocaust as a result – on the other hand in the shape of the Bolshevik Soviet Union – the result being the “most monstrous war of conquest, enslavement and extermination” in history (Ernst Nolte, 1963).

Gwynn Compton
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Post by Gwynn Compton » 16 Apr 2002 03:10

In short the war on the Ostfrontwas to be that of a genocide. I knew pretty much all that was said there, but it was interesting to see it in so much detail.

Robert Murphy
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Post by Robert Murphy » 22 Apr 2002 00:05

Truly impressive. Well done Medorjurgen.

Robert
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Cantankerous
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Re:

Post by Cantankerous » 15 Aug 2020 03:05

Gwynn Compton wrote:
16 Apr 2002 03:10
In short the war on the Ostfrontwas to be that of a genocide. I knew pretty much all that was said there, but it was interesting to see it in so much detail.
For info about how Nazi officials tied Operation Barbarossa to Hitler's determination to purify all German and European society by destroying Jews and other inferior peoples, see this link:

https://www.ushmm.org/learn/timeline-of ... barbarossa

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