SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- u. Ersatz-Bataillone

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Moniroth You-Bell
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SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- u. Ersatz-Bataillone

Post by Moniroth You-Bell » 13 Jul 2011 18:38

Zur Geschichte des SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- u. Ersatz-Bataillons 11
(Zusammengestellt von Roland Pfeiffer MIHAG-D 2005)

Freiwilligen-Ersatzbataillon SS Graz 01.12.1941 – 14.12.1941
Ersatz-Bataillon der Legionen Graz 15.12.1941 – 30.04.1941
SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- und Ersatz-Bataillon 11 01.05.1943 – 08.05.1945

Teil I Das Ersatz-Bataillon der Legionen

01.12.1941
Bildung des "Freiwilligen-Ersatz-Bataillon SS" durch Zusammenfassung der einzelnen Ersatz-Kompanien der Legionen:

mit Ersatz-Kompanie "FreikorpsDanmark" Ersatz-Kompanie Freiwilligen-Legion"Flandern" Ersatz-Kompanie Freiwilligen-Legion "Niederlande"
Ersatz-Kompanie Finnisches Freiwilligen-Bataillion (Mehner)
als Ersatz-Einheit für die Freiwilligen-Verbände aus Dänemark, Flandern,Niederlande,Finnland und zunächst auch Norwegen! (Tessin)

Nachdem der Führer nach Ausbruch des Rußlandfeldzuges die „Teilnahme ausländischer Freiwilliger am Kampf gegen den Bolschewismus genehmigt“ hatte, wurden die „ausländischen Freiwilligen art-verwandten nordischen Blutes“ – Dänen, Flamen, Niederländer und Norweger – durch das SS-FHA als Freiwilligen-Legionen aufgestellt und der Waffen-SS angegliedert.

Zur Sicherstellung des Nachersatzes für die aufgestellten bzw. in der Aufstellung begriffenen Freiwilli-genverbände
- SS-Freiwilligen-Bataillon „Nordost“ (ab 13.9.1941 Finnisches FrwBtl der Waffen-SS) aus Finnen
- SS-Freiwilligen-Standarte „Nordwest“ aus Niederländern und Flamen
- Freiwilligen-Verband Dänemark (ab 14.8.1941 „Freikorps Danmark“) aus Dänen
- Freiwilligen-Legion Norwegen (das sogen.“Viken“-Bataillon) aus Norwegern

plante das SS-FHA im Sommer 1941 die zum Teil bereits zur Aufstellung befohlenen Ersatz-Kompanien zu einem Ersatz-Batailon zusammenzufassen.
Nach der Verlegung des SS-Inf.Ers.Btl. „Der Führer“ von Graz nach Stralsund im Spätsommer 1941 (bis spätestens Sept.1941, der Verf.) war die SS-Kaserne in Graz-Wetzelsdorf für die Durchführung des Aufstellungvorhabens frei.

Am 6.11.1941 befahl das SS-FHA die Aufstellung des „Freiwilligen-Ersatzbataillons SS“ mit Wirkung vom 1.12.1941.
In dem Bataillon wurden freiwillige Dänen, Flamen, Niederländer und Finnen zusammengefasst. Die Kommando- und Befehlsführung lag in den Händen deutscher SS-Führer, die Kommandosprache war deutsch.

Nach dem Stand vom 1.12.1941 war das Bataillon zuständiger Ersatztruppenteil für:
a) das Finn.Frw.Btl.der Waffen-SS (bis 12.9.1941 SS-Frw.Standarte „Nordost“)
b) die Frw.Legion „Niederlande“ (bis 24.9.1941 SS-Frw.Standarte „Nordwest“)
c) die Frw.Legion „Flandern“ (bis 24.9.1941 SS-Frw.Standarte „Nordwest“)
d) die Frw.Legion „Norwegen“ (bis 00.0.1941 „Viken“-Bataillon)
e) das Freikorps „Danmark“ (bis 14.8.1941 Frw.Verband „Dänemark“)
(WV,s.a. Mehner, W-SS u.OrPo, S- 54-56, Anlage 1 zum Verordnungsblatt Nr. 10 Jhrg. 2 v. 1.6.41, Veränderungen und Ergänzungen nach den Verord.Bl. Nr. 16, 1.9.41 und 22, 1.12.41)

Die Kaserne in Graz-Wetzelsdorf wurde von einem Architektenbüro aus Berlin geplant und das Bau-vorhaben von 1939 - 1940 durchgeführt! Der Baustil ist dem Alpenland angepaßt. Sie war ursprüng-lich für den II.Sturmbann der SS-Standarte “Der Führer” gebaut wurden.
Infolge des Krieges wurden jedoch Offizierskasino, Festsaal und Schwimmbad nicht mehr weiterge-baut.
(Tieke,Nachträge zu den Truppengeschichten,S. 127, heute ist die Kaserne unter der Bezeichnung "Belgier-Kaserne" (in Erinne-rung an das steirische Infante-rie-Regiment Nr. 27 "Leopold,König der Belgier "(bis 1797 gehörte Belgien zu Österreich), ge-nannt "die Belgier") vom österreichischen Bundesheer belegt)

Zur Geschichte des SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- u. Ersatz-Bataillons 11
(Zusammengestellt von Roland Pfeiffer MIHAG-D 2005)

Freiwilligen-Ersatzbataillon SS Graz 01.12.1941 – 14.12.1941
Ersatz-Bataillon der Legionen Graz 15.12.1941 – 30.04.1941
SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- und Ersatz-Bataillon 11 01.05.1943 – 08.05.1945

Teil I Das Ersatz-Bataillon der Legionen

01.12.1941
Bildung des "Freiwilligen-Ersatz-Bataillon SS" durch Zusammenfassung der einzelnen Ersatz-Kompanien der Legionen:

mit Ersatz-Kompanie "FreikorpsDanmark" Ersatz-Kompanie Freiwilligen-Legion"Flandern" Ersatz-Kompanie Freiwilligen-Legion "Niederlande" Ersatz-Kompanie Finnisches Freiwilligen-Bataillion (Mehner)
als Ersatz-Einheit für die Freiwilligen-Verbände aus Dänemark, Flandern,Niederlande,Finnland und zunächst auch Norwegen! (Tessin)

Nachdem der Führer nach Ausbruch des Rußlandfeldzuges die „Teilnahme ausländischer Freiwilliger am Kampf gegen den Bolschewismus genehmigt“ hatte, wurden die „ausländischen Freiwilligen art-verwandten nordischen Blutes“ – Dänen, Flamen, Niederländer und Norweger – durch das SS-FHA als Freiwilligen-Legionen aufgestellt und der Waffen-SS angegliedert.

Zur Sicherstellung des Nachersatzes für die aufgestellten bzw. in der Aufstellung begriffenen Freiwilli-genverbände
- SS-Freiwilligen-Bataillon „Nordost“ (ab 13.9.1941 Finnisches FrwBtl der Waffen-SS) aus Finnen
- SS-Freiwilligen-Standarte „Nordwest“ aus Niederländern und Flamen
- Freiwilligen-Verband Dänemark (ab 14.8.1941 „Freikorps Danmark“) aus Dänen
- Freiwilligen-Legion Norwegen (das sogen.“Viken“-Bataillon) aus Norwegern

plante das SS-FHA im Sommer 1941 die zum Teil bereits zur Aufstellung befohlenen Ersatz-Kompani-en zu einem Ersatz-Batailon zusammenzufassen.
Nach der Verlegung des SS-Inf.Ers.Btl. „Der Führer“ von Graz nach Stralsund im Spätsommer 1941 (bis spätestens Sept.1941, der Verf.) war die SS-Kaserne in Graz-Wetzelsdorf für die Durchführung des Aufstellungvorhabens frei.

Am 6.11.1941 befahl das SS-FHA die Aufstellung des „Freiwilligen-Ersatzbataillons SS“ mit Wirkung vom 1.12.1941.
In dem Bataillon wurden freiwillige Dänen, Flamen, Niederländer und Finnen zusammengefaßt. Die Kommando- und Befehlsführung lag in den Händen deutscher SS-Führer, die Kommandosprache war deutsch.

Nach dem Stand vom 1.12.1941 war das Bataillon zuständiger Ersatztruppenteil für:
a) das Finn.Frw.Btl.der Waffen-SS (bis 12.9.1941 SS-Frw.Standarte „Nordost“)
b) die Frw.Legion „Niederlande“ (bis 24.9.1941 SS-Frw.Standarte „Nordwest“)
c) die Frw.Legion „Flandern“ (bis 24.9.1941 SS-Frw.Standarte „Nordwest“)
d) die Frw.Legion „Norwegen“ (bis 00.0.1941 „Viken“-Bataillon)
e) das Freikorps „Danmark“ (bis 14.8.1941 Frw.Verband „Dänemark“)
(WV,s.a. Mehner, W-SS u.OrPo, S- 54-56, Anlage 1 zum Verordnungsblatt Nr. 10 Jhrg. 2 v. 1.6.41, Veränderungen und Ergänzungen nach den Verord.Bl. Nr. 16, 1.9.41 und 22, 1.12.41)

Die Kaserne in Graz-Wetzelsdorf wurde von einem Architektenbüro aus Berlin geplant und das Bau-vorhaben von 1939 - 1940 durchgeführt! Der Baustil ist dem Alpenland angepaßt. Sie war ursprüng-lich für den II.Sturmbann der SS-Standarte “Der Führer” gebaut wurden.
Infolge des Krieges wurden jedoch Offizierskasino, Festsaal und Schwimmbad nicht mehr weitergebaut.
(Tieke,Nachträge zu den Truppengeschichten,S.127, heute ist die Kaserne unter der Bezeichnung "Belgier-Kaserne" (in Erinne-rung an das steirische Infante-rie-Regiment Nr.27 "Leopold,König der Belgier "(bis 1797 gehörte Belgien zu Österreich), genannt "die Belgier") vom österreichischen Bundesheer belegt)

01.02.1942
Auf Befehl des SS-FHA übernahm SS-Stubaf. Ernst Rädecke das "Ersatz-Bataillion der Legionen, später SS-PzGren.A.u.E.Btl. 11 in Graz.(am 1.2.42) (Vincs/Schotanius,Div."Nederlande",Bd.III,S.10)
00.04.1942
Die im April 1942 gefasste Absicht zur Aufstellung eines besonderen Ersatz-Bataillons für die Frw.Legi-on Niederlande kann nicht zur Ausführung. (WV)

01.06.1942
Bereits am 18.9.1941 wurde auch für das Freikorps Danmark eine eigene Ersatz-Kompanie in Posen-Treskau, ab Ende Oktober 1942 Bobruisk (s.u.) aufgestellt, die im Mai 1942 zum zuständigen Ersatztruppenteil für „alle Dänen, die dem Freikorps Danmark angehören“, bestimmt wurde, so daß das in Graz stationierte Ersatz-Bataillon am 1.6.1942 nur noch zuständiger Ersatztruppenteil für die flämischen, niederländischen und finnischen Freiw.Legionen war. (WV)

Auszugsweise nach SS-FHA, Organisation,Berlin-Wilmersdorf, 1.6.42: Verzeichnis der zuständigen Ersatztruppenteile (Mehner, S. 57-58)

ErsBtl der Legionen/Freiw.ErsBtl Graz für das “Finn.FrwBtl”, “Freiw.Leg.Flandern”, “Niederlande”,”Norwegen”

ErsKomp.”Freikorps Danmark” Posen-Treskau für das Freikorps “Danmark”

17.06.1942
Führer der Ersatz-Kompanie Frw.Leg.Ndl. war am 17.6.1942 SS-Ustuf. Franz Hoffmann.Im Oktober 1942 wurde Hoffmann zur SS-FrwLeg.Ndl versetzt. (N.Heitman v. 6.12.2001)

Im Juni 1942 wurde Uscha.Erwin Schmaltz nach der Wiederherstellung nach seiner Verwundung als Fahrlehrer zum “Ersatz-Btl. d. Leg.” nach Graz-Wetzelsdorf versetzt.
Kommandeur: SS-Hstuf. Rädecke
Adutant: SS-Ustuf. Rudolf/Rudolph
SS-U- oder Ostuf.Willi “Tuck” Schweitzer

Btl.-Stabsscharführer: SS-Oscha. Gulden
Rechnungsführer: SS-Uscha. Schenk
Fourier: SS-Rttfhr. Roman
Poststelle: SS-Uscha. Muschal

Abt.V SS-Ostuf. Roßbach

TFK I: SS-Uscha. Schertle
SS-Ostuf. Günther

Tankwart: SS-Uscha. Schulze
Schirrmeister: SS-Oscha. Zelesni
Fahrlehrer: SS-Uscha. Erwin Schmaltz 00.06.42 – 00.06.43

Abt.VI: SS-Uscha. Sude

Ein weiterer Führer des Btl war Ustuf. Kurt Meyer, der wenig später ebenfalls zur Fronttruppe versetzt wurde!
Uscha. Schmaltz wurde dann ab Juni 1943 zur 11. SS-FrwPzGrenDiv”Nordland” versetzt.
(E.Schmaltz tel.v.17.2.02)

00.09.1942
Kurt Meyer kam im Sept.42 als SS-StOJu. von der Junkerschule Tölz als Zugführer zur 1.Kp. des Ers.Btl. d. Leg. nach Graz-Wetzelsdorf! Dabei handelte es sich um die ErsKp für die Ndl. Legion. Führer war ein älterer Hstuf. Burkhardt, den Kurt Meyer ab Januar 1943 als KpChef vertrat und der schließlich bis Sommer 1943 die Kp. führte. Zwischendurch absolvierte Meyer noch einen (Kp.Fhr ?) Lehrgang!
Btl.-Kdr war Hstuf. Rädecke, den Kurt Meyer noch von 1941 als seinen Kompaniechef in der T-Div. kannte. Meyer war seinerzeit Gruppenführer!
Btl.Adjutant war SS-Ostuf. Leonhard Rudolph, der später RgtsAdju. in der Estnischen Legion wurde!
Btl.Spieß war Oscha. Gulden.
Ustuf. Schaumüller war in dieser Zeit ebenfalls KpChef in Graz!

Im Sommer 1943 kam Ustuf. Kurt Meyer mit seiner Kompanie auf dem TrÜbPl. Grafenwöhr zur Aufstellung des III. (germ.) SS-PzK und wurde zur SS-AA 11 abkommandiert! (K.Meyer tel. v. 25.2.2002)

24.09.1942
Befehl des SS-FHA, Kommandoamt der Waffen SS,OrgTgbNr. 5890/42 geh. v. 24.9.1942
Betrifft: Aufstellung einer Genesenden-Kompanie beim Ers.Btl.d.Leg.,Graz

1. Auf Anraten des Ers.Btl. d. Legionen Graz wird bei dieser Einheit die Aufstellung einer Genesenden-Kompanie mit Wirkung vom 1.10.1942 befohlen!

2. Der Kommandeur soll die Kopfstärke der Komapnie so gering wie möglich halten, KSTN und KAN sind hier nicht anwendbar! (Vincs/Schotanius, Band 2,S. 183-186)

01.10.1942
Laut Befehl des SS-FHA, Org.Tgb.Nr. 5890/42 geh. vom 24.9.1942 betr.: Aufstellung einer Genesenden-Kompanie beim E-Btl.d.Legionen, wurde mit Wirkung vom 1.10.1942 beim Ersatz-Bataillon der Legionen eine Genesenden-Kompanie mit Standort in Fellbach aufgestellt. (WV)

Nach einem Befehl des Gruf.u.GenLt. d. W-SS Krüger, SS-FHA, Kdoamt d.W-SS, Abt I d, Az. 34d vom 13.4.42 betr.: Gliederung der Genesenden-Kompanien in 4 Zügen, gliederte sich diese Kompanie anscheinend wie folgt:

I. Zug Männer, die in absehbarer Zeit, bis 4 Wochen wieder kv werden
II. Zug Männer, die erst nach längerer Zeit wieder kv werden
III. Zug Männer, die nicht mehr kv werden
IV. Zug Aufnahme-Zug, mit dem Auftrag, die aus den Lazaretten kommenden SS-Männer aufzuneh-
men und je nach Tauglichskeitsgrad dem I., II. oder III. Zug zuzuteilen (BA NS 756/ 345)

06.02.1943
Nach einer „Statistischen Übersicht der bei den Feld- und Ersatzeinheiten der Waffen-SS befindlichen germanischen Freiwilligen (Stand 6.2.1942) “ befanden sich beim Ers.Btl. der Legionen
693 Niederländer, davon 312 Rekruten
373 Flamen, davon 168 Rekruten. (WV, s.a. Schulze-Kossens, Junkerschulen, S. 109)

00.02.1943
In einem Bericht über eine Besprechung beim “Ersatz-Bataillon der Legionen” Graz werden genannt:
SS-Hstuf. Burkhardt (kam später zur 14.WGD d SS)
SS-Ustuf. Rudsolf, Führsorge-Sachbearbeiter des ErsBtl. (N.Heitman v. 17.10.2000)

01.05.1943
Im Rahmen der Durchnummerierung der Ersatztruppenteile der Waffen-SS wurde das bisherige „Ersatz-Bataillon der Legionen Graz“ am 1.5.1943 in „SS-Pz.Gr.Ausb.u.Ers.Btl.11“ umbenannt. (s.u.) (WV)


Anhang Die Ersatz-Kompanien der Legionen

1. Die Ersatz-Kompanie des Freikorps Danmark FPNr. 48 499

18.09.1941
Um den Zustrom neuer Freiwilliger augzufanden, befahl das SS-FHA bereits am 18.(13.?) 9.1941 nach der Verlegung des Freikorps Danmark von Hamburg-Langenhorn nach Posen-Treskau die Aufstellung einer Ersatz-Kompanie unter dem dänischen Hauptsturmführer Neergaard-Jakobsen.

Im September 1941 hatte die Kompanie eine Stärke von 296 Unterführern und Mannschaften.(WV)

01.12.1941
Die Ers.Kp. gab ab 1.12.1941 mehrmals Ersatzmannschaften an das Ersatz-Bataillon der Legionen in Graz, dem nunmehr eigentlichen zuständigen Ersatztruppenteil für das Freikorps Danmark, ab.(WV)

08.05.1942
Nachdem das Freikorps Danmark am 8.Mai 1942 in Posen-Treskau zum Fronteinsatz verladen und schließich in den Kessel von Demjansk zur SS-Totenkopf-Division eingeflogen worden war, wurde auf Befehl des SS-FHA aus den in Posen-Treskau zurückgebliebenen Führern, Unterführern und Mannschaften die Ers.Kp. mit Rekruten und als zuständiger Ersatztruppenteil für „alle Dänen, die dem Freikorps Danmark angehören“, bestimmt.
Bis Ende Juli 1942 stellte die Kompanie etwa 100 Ersatzmannschaften zur Front ab.

Sie unterstand dem SS-FHA. (WV)

00.10.1942
Ende Oktober 1942 verlegte die Ers.Kp.nach Bobruisk, wo am 24.11.1942 das Freikorps Danmark zum Umgliederung (und Auffrischung, der Verf.) eintraf.

Die Ers.Kp. gliederte sich zu diesem Zeitpunkt in vier Züge.

Nach abgeschlossener Ausbildung wurden die Rekruten zu den Feld-Kompanien versetzt. Die Genesenden traten – sofern K.v. geschrieben – zu ihren Stammkompanien zurück. (WV)

03.12.1942
Laut Befehl des SS-FHA, Kdo.Amt der Waffen-SS, Org.Tgb.Nr. 870/42 geh. vom 3.12.1942 betr.: Auf-stellung und Verlegung eines Genesenden-Zuges der Ers.Kp.“Freikorps Danmark“, wurde mit Wirkung vom 3.12.1942 die Genesenden der Ers.Kompanie Freikorps Danmark (FPNr. 48 499) in einen „Genesenden-Zug“ (FPNr. 48 499 A) zusammengefaßt und noch Anfang Dezember 1942 nach Breslau ver-legt, wo er durch Zuweisung weiterer Genesenden zu einer Genesenden-Kompanie aufgestockt wur-de. (WV)

00.02.1943
Im Februar 1943 verlegte die Ers.Kp. noch für kurze Zeit nach Mogilew. (WV)

00.04.1943
Ende April 1943 wurde die Ers.Kp. Freikorps Danmark mit etwa 250 Mann von Mogilew zum Truppen-übungsplatz Grafenwöhr, dem Aufstellungsort des III. (germanischen) SS-Pz.Korps, verlegt, wo sie mit Wirkung vom 20.5.1943 aufgelöst wurde, um den Stamm für die Neuaufstellung des SS-Gren.Rgt. 1 „Danmark“ (später SS-Frw.Pz.Gren.Rgt 24 „Danmark“) zu bilden. (WV)

Führer der Ersatz-Kompanie des Freikorps Danmark:
SS-Hstuf. Neergaard-Jakobsen 00.09.41 – 00.05.42
SS-Ustuf. Mendell 00.05.42 – 00.02.43
SS-Hstuf. Kai Hansen 00.02.43 – 20.05.43

Standorte:
Posen-Treskau 13.09.41 – 00.10.42
Bobruisk 00.10.42 – 00.02.43
Mogilew 00.02.43 – 00.04.43
TrÜbPl.Grafenwöhr 01.05.43 – 20.05.43 aufgelöst

Standort Genesenden-Kompanie:
Bobruisk 03.12.42 – 00.12.42
Breslau 00.12.42 – 00.00.43

Quellen ErsKp. Danmark:
- SS-FHA, Org.Tgb.Nr. 5221/41 geh. vom 15.1.1941 betr.: Ersatz-Bataillon der Legionen
- Verzeichnis der zuständigen Ersatztruppenteile der Waffen-SS vom 1.6.1942
- VO Bl.d.W-SS, Jahrg. 1942, Nr. 21, Ziff. 383, vom 1.11.1942
- SS-FHA, Kdo.Amt der Waffen-SS, Org.Tgb.Nr. 870/42 geh. vom 3.12.1942 betr.: Aufstellung und Verlegung eines Genesenden-Zuges der Ers.Kp. “Freikorps Danmark“.
- Statistische Übersicht der bei den Feld- und Ersatzeinheiten der Waffen-SS befindlichen germanischen Freiwilligen (Stand 6.2.1942)
- RF-SS v. 3.3.1943 betr.: Aufstellung des germanischen Korps
- W.Tieke, Im Lufttransport an Brennpunkte der Ostfront (1971), S. 193, 260, 269, 288, 290


2. Die Ersatz-Kompanie der Freiwilligen-Legion Flandern FPNr. ohne

Ersatz-Kompanie“Frw.Legion Flandern“ beim Frw.Ers.Btl.-SS Graz 01.12.41 – 14.12.41
Ersatz-Kompanie“Frw.Legion Flandern“ beim Ers.Btl. d. Legionen Graz 15.12.41 – 30.04.43
Ersatz-Kompanie“Frw.Legion Flandern“ beim SS-Pz.Gren.A.u.E.Btl. 11 01.05.43 – 30.05.43

01.12.1941
Zur Sicherstellung des Nachersatzes für die bei Beginn der Russlandfeldzuges aufgestellten Freiwilligen-Verbände der Waffen-SS, darunter auch die SS-Frw.Standarte Nordwest aus Niederländern und Flamen, liefen ab November 1941 Planungen für die Aufstellung der erforderlichen Ersatzeinheiten für die einzelnen Frw.Verbände.
Am 6.11.1941 befahl des SS-FHA die Aufstellung des Freiwilligen-Ers.Btl. in Graz m.W.v.1.12.1941 mit je einer Kompanie für jeden Frw.Verband, so u.a. auch für die „Frw.Legion Flandern“ (ab 24.9.41 aus Frw.St. “Nordwest“). (WV)

25.03.1942
Nachdem bereits Ende 1941 ein erstes Kontingent Rekruten in Graz eingetroffen war, rückten am 25.3.1942 weitere 78 Rekruten aus Flandern kommend zur Kompanie ein. (WV)

30.04.1942
Am 30.4.1942 stellte die Kompanie den ersten Nachersatz für die Frw.Legion Flandern in Stärke von 115 Mann ab. (WV)

00.06.1942
Der flämische Freiwillige Jan De Vries berichtete: „ Ich wurde am 9.8.1925 in Flandern geboren. Von März bis Mai 1942 erhielt ich im Lager Sennheim meine Grundausbildung. Anschließend kam ich zum Ersatz-Bataillon der Legionen nach Graz in die Steiermark. Im September 1942 wurde ich zur 3.Kp. der Frw.Leg.Flandern an die Front versetzt....“ (in: R.Michaelis, GrenDiv. d. W-SS, Bd 2, S.59)

00.10.1942
Ein flämischer Freiwilliger berichtete: ” … Am 10.8.1942 erhielt ich dann in Schoten bei Antwerpen eine erste Ausbildung. Wir erhielten noch keine feldgraue Uniformen, sondern eine schwarzgefärbte belgische. Zwei Wochen später befand ich mich auf dem Truppenübungsplatz (beim SS-Ausbildungsla-ger, der Verf.) Sennheim im Elsass. Hier erhielten wir Uniformen der Waffen-SS, aber noch keine Waffen.
Im Oktober 1942 wurden wir flämische Freiwillige nach Graz zum Ersatz-Bataillon der Legionen versetzt und erhielten eine richtige infanteristische Ausbildung. Ende Dezember 1942 kam ich für noch 5 Monate nach Nürnberg (SS-Nachr.AuE-Abt. 1, der Verf.) zur Nachrichtenausbildung….”
(In: R. Michaelis, GrenDiv. d. W-SS, Bd 2, S. 26)

Der flämische Freiwillige Guido Depoorter berichtete: „ Am 10.8.1942 wurde ich zusammen mit Theo Elewaut nach Antwerpen einberufen und von dort nach Schoten gebracht, wo wir eine Art vormilitäri-sche Ausbildung absolvierten. Am 28.8.1942 wurden wir von Brüssel zusammen mit etwa 300 ande-ren flämischen Freiwilligen nach Sennheim/Cernay im Elsass gebracht. Ich kam in die 1.Kompanie “West“, Theo Elewaut zur Wach-Kompanie.
Anfang Oktober 1942 wurde unser ganzer Lehrgang wieder verlegt. Theo blieb mit der Wach-Kompanie in Sennheim. Der Lehrgang wurde aufgeteilt auf die Ersatzeinheit der Legion Flandern in Graz-Wetzelsdorf und auf die Ersatzeinheit in Klagenfurt (SS-Ers.Btl. “Westland“, der Verf.). Ich kam nach Graz, wo ich meine militärische Grundausbildung erhielt. Im Frühjahr 1943 erhielt ich noch eine Fernsprecher-Ausbildung in Nürnberg.

Zur gleichen Zeit, Frühjahr 1943, wurde die Wach-Kompanie, mit Theo Elewaut, nach Bitsch verlegt, und deren Angehörige erhielten eine Ausbildung bei der Panzerwaffe. In Bitsch gab es bereits vor dem Krieg ein französisches „Camp militaire de Bitsche“. Theo wurde Anfang Juni 1943 zum Obersturmmann befördert. Von Bitsch kam er nach Grafenwöhr zur Schießausbildung und Kommandantenlehrgang für Panther und Tiger. Anfang September 1943 zum SS-Sturmmann befördert, kam er nach Dondangen/Lettland zur Ersatzeinheit für die 11. SS-FrwPzGrenDiv. Mitte November 1943 war er in Kampen in den Niederlanden....“ (Berkenkruis 10/99, S. 16)


31.05.1943
Im Rahmen der befohlenen Umgliederung der „Frw.Legion Flandern“ zu der „SS-Sturmbrigade Langemarck“ wurde am 31.5.1943 die bisherige Ersatz-Kompanie der Frw.Legion Flandern vom SS-Pz.Gren. A.u.E.-Btl. 11 getrennt und zum SS-Gren.Ers.Btl. “Ost“ in Breslau (Genesenden-Zug) und SS-Gren. Ausb.Btl. “Ost“ in Shitomir (Ausbildungs-Züge) versetzt.
Diese Ersatz-Kompanie wurde als Genesenden-Zug bzw. Ausbildungs-Kompanie SS-Sturmbrigade „Langemarck“ in sich geschlossen in den Rahmen des m. Verf. des SS-FHA v. 15.4.1943 zur Umgliederung befohlenen SS-Gren.Ers.Btl. “Ost“ Breslau bzw. SS-Gren.Ausb.Btl. “Ost“ Shitomir eingegliedert.

Damit wurde das SS-Gren.Ers.Btl. “Ost“ zuständiger Ersatztruppenteil für die SS-Sturmbrigade „Langemarck“, ausgenommen Spezialisten (s.d.). (WV, 31.3.43 ?)

Führer:
SS-Hstuf. Vetter 00.00.00 – 00.00.00
SS-Ostuf. Oskar Pahnke 00.00.00 – 19.04.42
SS-Ustuf. Wiolly Köhn 19.04.42 – 30.04.42
SS-Hstuf. Vetter
SS-Ostuf. Müller

SS-Ustuf. Gustav Poüliart 00.00.45 – 00.00.45 (WV)

Standorte:
Graz 00.12.41 – 31.05.43
Breslau (Ers.Kp.) 01.06.43 – Frühjahr 1944
Shitomir (Ausb.Kp.) 01.06.43 – 00.12.43
Ellwangen 00.04.44 – 00.10.44
Amelighausen b. Soltau 00.11.44 – 00.04.45 (SS-Gren.A.u.E.Btl. 36,s.d.)

Unterstellung:
Frw.Ers.Btl. – SS Graz/SS-FHA 01.12.41 – 14.12.41
Ersatz-Btl.d.Legionen/SS-FHA 15.12.41 – 30.04.43
SS-Pz.Gren.A.u.E.-Btl. 11 Graz/SS-FHA 01.05.43 – 30.05.43
SS-Gren.Ers.Btl. “Ost“ 01.06.43 –
SS-Gren.Ausb.Btl. “Ost“ 01.06.43

Quellen Ers.Kp. Frw.Legion Flandern:
- s.a. W.Vopersal, ErsBtl. d .Legionen
- VO Bl.d.W-SS, Jahrg. 1942, Nr. 3, Ziff. 40 v. 1.2.1942
- Verzeichnis der Ersatztruppenteile der Waffen-SS v. 1.6.1942
- VO Bl.d.W-SS, Jahrg. 1943, Nr.9, Ziff. 157 v. 1.5.1943
- SS-FHA, Kdo.Amt der Waffen-SS, OrgTgbNr. II/680/43 gKdos v, 31.5.1943 betr.: Umgliederung der „Frw.Legion Flandern“
- Verzeichnis der Ersatztruppenteile der Waffen-SS v. 1.6.1943
- Verzeichnis der Ersatztruppenteile der Waffen-SS v. 1.8.1944
- VO Bl.d.W-SS, Jahrg. 1944, Nr22, Ziff. 742 v. 1.12.1944
- VO Bl.d.W-SS, Jahrg. 1944, Nr.24, Ziff. 773 v. 15.12.1944
- VO Bl.d.W-SS, Jahrg. 1945, Nr.2, Ziff. 57 v. 15.1.1945


3. Die Ersatz-Kompanie der Freiwilligen-Legion Niederlande

01.12.1941
Zur Sicherstellung des Nachersatzes für die bei Beginn des Russlandfeldzuges aufgestellten Freiwilligen-Verbände der Waffen-SS, darunter auch die SS-Frw.Standarte Nordwest aus Niederländern und Flamen, liefen ab November 1941 Planungen für die Aufstellung der erforderlichen Ersatzeinheiten für die einzelnen Frw.Verbände.
Am 6.11.1941 befahl des SS-FHA die Aufstellung des Freiwilligen-Ers.Btl. in Graz m.W.v.1.12.1941 mit je einer Kompanie für jeden Frw.Verband, so u.a. auch für die „Frw.Legion Niederlande“ (ab 24.9. 41 aus Frw.St. “Nordwest“).

Leider liegen keine Ausführungen seitens W.Vopersal zu dieser Kompanie vor. Es gibt daher keine Angaben zur Aufstellung, Gliederung und Geschichte der Kompanie. Einziger Hinweis ist der Bericht von Kurt Meyer.

00.09.1942
Kurt Meyer kam im Sept.42 als SS-StOJu. von der Junkerschule Tölz als Zugführer zur 1. Kp. des Ers.Btl. d. Leg. nach Graz-Wetzelsdorf! Dabei handelte es sich, so Meyer, um die Ers.Kp. für die Ndl. Legion.
Kp.-Führer war ein älterer Hstuf. Burkhardt, den Kurt Meyer ab Januar 1943 als KpChef vertrat und der schließlich bis Sommer 1943 die Kp. führte. Zwischendurch absolvierte Meyer noch einen (Kp.Fhr ?) Lehrgang! Ein weiterer Kp.Chef in Graz war in dieser Zeit der SS-Ustuf. Walter Schaumüller.

Im Sommer 1943 kam Ustuf. Kurt Meyer mit seiner Kompanie auf dem TrÜbPl.Grafenwöhr zur Aufstellung des III. (germ.) SS-PzK und wurde zur SS-AA 11 abkommandiert!
(K.Meyer tel. v. 25.2.2002)


4. Die Ersatz-Kompanie des Finnischen Freiwilligen-Btl. d. Waffen-SS

18.09.1941
Am 18.9.1941 verfügte das SS-FHA die Aufstellung einer Ersatz-Kompanie für das Finnische Freiwilligen-Bataillon der Waffen-SS (bis 12.9.1941 SS-Frw.Btl. "Nordost“), das zu diesem Zeitpunkt zur Ausbildung auf dem Truppenübungsplatz Groß Born in Hinterpommern lag. (WV)

Aufstellung einer SS-Ersatz-Kompanie "Finnisches Freiwilligen-Bataillon" in Radom, später Verlegung nach Graz. (21.9.41 in Groß-Born?)
Die Kompanie war für die wiedergenesenden Finnen zuständig, sowie später für die im September 1942 ankommenden 200 Finnen (Vereidigung im Oktober 1942 in Graz)
Kompanieführer: SS-Ostuf. Schröder
Stabsscharführer: SS-Hscha.Jahn (4.43, 12.41 Spieß 3.Kp./Finn.Btl.d.W SS)
(Kuusela/Wikberg Finn.Frw.of. Div."Wiking" 1996,S.149--165)
06.11.1941
Zur Aufstellung der Ers.Kompanie scheint es jedoch bis Anfang November 1941 nicht gekommen zu sein, denn am 6.11.1941 befahl das SS-FHA in Abänderung bzw. Ergänzung der bisher ergangenen Verfügungen die Aufstellung des „Frw.Ersatz-Bataillons SS“ mit Wirkung vom 1.12.1941 in der SS-Kaserne Graz-Wetzelsdorf, in dem freiwillige Dänen, Flamen, Niederländer und Finnen zusammenzufassen waren.
In diesem Bataillon, das bereits am 15.12.1941 in „Ersatz-Bataillon der Legionen“ umbenannt wurde, wurde die 4.Kompanie als „Ersatz-Kompanie Finn. Frw.Btl. d. Waffen-SS“ aufgestellt. (WV)

00.05.1943
Bei der Auflösung des Finn.Frw.Btl. der Waffen-SS im Juli 1943 wurde auch die Ersatz-Kompanie aufgelöst. (WV)

Am 8.5.1943 traf das Ersatz-Bataillon des Finn.Frw.Btl. d. Waffen-SS auf dem TrÜbPl.Grafebwöhr ein und wude mit dem Front-Bataillon zusammenelegt.
Das ErsBtl lag in Graz und hatte die Aufgabe, Ersatz aus Finnlanf aufzunehmen und nach einer Ausbildung weiterzuleiten, sowie die verwundeten Soldaten des Bataillons nach ihrer Lazarettentlassung zu betreuen und dem Front-Bataillon wieder zuzuführen. (W.Tieke, Finn.Frw.Btl., S. 238-239)

Führer:
Kompanieführer: SS-Ostuf. Schröder

Stabsscharführer: SS-Hscha.Jahn (4.43, war 12.41 Spieß 3.Kp./Finn.Btl. d. W SS)


Unterstellung:
Frw.Ers.Btl. – SS Graz/SS-FHA 01.12.41 – 14.12.41
Ersatz-Btl. d. Legionen/SS-FHA 15.12.41 – 30.04.43
SS-Pz.Gren.A.u.E.-Btl. 11 Graz/SS-FHA 01.05.43 – 00.05.43

Quellen Ers.Kp. Finn.Frw.Btl.d.Waffen-SS:
- s.a.W.Vopersal, Ers.Btl. der Legionen
- W.Tieke, Das Finn.Frw.Btl.d.W-SS, Munin-Verlag Osnabrück, 1979


5. Die Ersatz-Kompanie der Freiwilligen-Legion Norwegen, Holmestrand FPNr. 47 703 A

15.12.1941
„In der fortschreitenden Entwicklung“ der Frw.Legion Norwegen wurde auf Befehl des SS-FHA, Org.-TgbNr.5520/41 geh.v. 15.12.1941 betr.: „Aufstellung eines Ers.Btl. für die Frw.Legion Norwegen“ ein Gebirgsjäger-Ersatz-Bataillon als zuständiger Ersatztruppenteil für die Frw.Legion Norwegen m.W.v. 15.1.1942 in Holmestrand bei Oslo aufgestellt.
Das Ersatz-Bataillon der Legionen in Graz wurde als bisheriger Ersatz-Truppenteil für die Legion Norwegen gestrichen.

In dem neuaufzustellenden Bataillon waren „freiwillige Norweger“ zusammenzufassen, soweit sie nicht Angehöriger der Waffen-SS waren. Über die Zuweisung von Freiwilligen aus anderen Heimatländern entschied das SS-FHA/Kdo.Amt der Waffen-SS.

Vorgesehene Gliederung des Ersatz-Bataillons (Stand 15.1.1942)
Stab Geb.Jg.Ers.Btl.
1.-3. Geb.Jg.Ers.Komp.
4. Geb.Jg.MG-Ers.Komp.

Die Aufstellung des Bataillons war so durchzuführen, daß zunächst eine Geb.Jg.Ers.Komp. und die Geb.Jg.MG-Ers.Komp. und erst nach Zuweisung weiterer Freiwilliger jeweils eine weitere Geb.Jg.-Ers.Kompanie aufzustellen waren.

Die Kommando- und Befehlsführung lag in den Händen deutscher SS-Führer. Die Kommandosprache war anders als bei der Frw.Legion Norwegen deutsch. „Zur Gewährleistung der Führung nach deutschen Grundsätzen und Vorschriften“ wurden die Führerstellen und Funktionsdienstposten zunächst mit deutschem Personal besetzt, das später durch ausländische Freiwillige nach „strenger Prüfung ihrer charakterlichen und politischen Zuverlässigkeit und sachlicher Eignung“ ersetzt werden sollten.

Die norwegischen Freiwilligen des Bataillons trugen die Uniform und Abzeichen der Frw.Legion Norwegen.

Der leider nicht bekannte Führer des Ers.Btl. d. Frw.Legion Norwegen nahm insofern eine Sonderstellung ein, als dass er ab dem 15.1.1942 gleichzeitig die Dienststellung eines Befehlshabers der Waffen-SS im Bereich des HSSPF Nord wahrzunehmen hatte. (WV)

00.01.1942
Heinz Twesmann berichtete: „1920 geboren, trat ich am 1.April 1937 in die LSSAH ein und diente ab Mai 1938 in der neuaufgestellten SS-Standarte 3 (später in Regiment „Der Führer“ umbenannt) .
Am 8.August 1941 erhielt ich während der Schlacht im Jelnja-Bogen das EK II verliehen und wurde am 20.September 1941 bei einem Stoßtruppunternehmen verwundet. Ich erhielt das Verwundetenabzeichen in Schwarz und meine Beförderung zum SS-Oberscharführer.
Am 13.Januar 1942 kam meine Versetzung als Ausbilder (vom Ers.Btl. „DF“ Stralsund ?, der Verf.) zur Freiwilligen-Legion „Norwegen“ nach Holmestrand.
Auf die Verlegung im Herbst 1942 nach Mitau in Lettland folgte im April 1943 der Marsch auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr zur Aufstellung der SS-Panz.Gren.Division „Nordland“. Am 1.Mai 1943 erhielt ich hierbei die Beförderung zum SS-Hauptscharführer....“
(R.Michaelis, Die 11.SS-FrwPzGrDiv“Nordland“, Berlin, 2001, S. 31)

19.05.1942
Das Ers.Btl der Frw.Legion entwickelte sich zu einem Störfaktor. Am 19.Mai 1942 schrieb der RF-SS an den SS-Obergruppenführer und General der Polizei Redieß, den HSSuPF Norwegen: „ ... Als größten Krebsschaden hat sich das Ersatz-Bataillon in Oslo herausgestellt! ...“
Ursache waren Briefe an norwegische Freiwillige in der SS-Division“Wiking“, in denen diese aufgefordert wurden, „nach Hause zu kommen, in Oslo hätten sie auch Gelegenheiten, in der Waffen-SS Dienst zu tun. Außerdem wären sie damit in der Heimat und könnten hier im Augenblick mehr für ihr Volk tun, als dort, wo sie augenblicklich befänden“.
Wegen dieser „ in gröbster und unsoldatischer Form“ betriebener Zersetzung forderte der Reichsführer-SS die Auflösung „dieses unsoldatischen Haufens!“
Vermutlich unterblieb die ins Auge gefasste Auflösung jedoch mit Rücksicht auf die innenpolitische Lage in Norwegen und auf den norwegischen Nationalsozialisten Quisling. (WV)

01.06.1942
Nach dem Stand vom 1.6.1942 war das Ers.Btl zuständiger Ersatztruppenteil für die „Freiwilligen-Legion Norwegen“ (ausgenommen deutsches Pesonal), also für alle Norweger, die Legions-Angehörige waren. (WV)

05.06.1942
Am 5.6.1942 wurde die laut Befehl des SS-FHA, Org.TgbNr. 3335/42 geh. vom 5.6.1942, betr.: „Aufstellung einer 2.Genesenden-Kp. für die SS-Geb.Div.“Nord“, m.W.v. 15.6.1942 in Holmestrand auf-zustellende 2.Genesenden-Kompanie der SS-Geb.Div.“Nord“ – sie erfasste die aus den norwegischen Lazaretten zur Entlassung kommenden Angehörigen dieser Division – dem Ers.Bataillon unterstellt.
(WV)

00.07.1942
Der norwegische Freiwillige John Sandstad berichtete: „ .... Ich wurde am 5.Februar 1925 in Hunan/ China als Sohn eines norwegischen Missionars geboren. 1932 musste mein Vater aus gesundheitlichen Gründen China verlassen und kaufte sich einen kleinen Bauernhof in Norwegen.
Da ich nach dem sowjetischen Angriff auf Finnland 1939/40 eine schwebende Gefahr für die nordischen Länder und Westeuropa sah, meldete ich mich 1942 zur Freiwilligen-Legion „Norwegen“.
Kurz zuvor hatten sich schon zwei Freunde von mir eingeschrieben und waren nach ein oder zwei Wochen eingezogen worden. Meine Einberufung folgte erst nach sechs Wochen, was mich ärgerte, da ich nun nicht mit ihnen in einer Kompanie war.
Im Ersatzkommando der Waffen-SS in Norwegen, Oslo, wurde ich untersucht und reiste danach mit zwei Jungen aus Ost-Norwegen nach Holmestrand, südwestlich Oslo.
Am 10.Juli 1942 begann der Dienst für mich im Ausbildungslager des Legionersatzes. Hier befand sich eine halbausgebildete Schützen-Kompanie und eine im Aufbau befindlichen schwere Kompanie, zu der ich kam. Anfänglich waren wir nur 20 bis 30 Mann, es kamen aber jede Woche einige neue hinzu.

Anfang August 1942 wurde die Schützen-Kompanie an die Leningrader Front verlegt.

Unsere etwa 80 Mann starke schwere Kompanie kam Anfang Oktober 1942 nach Mitau (Jelgava)/ Lettland. Hier waren wir etwa zwei Kilometer außerhalb der Stadt in einem ehemaligen Jagdschloß oder Gut untergebracht. Auch hier kamen noch einige Neulinge hinzu.

Die Ausbildung war hart, die Ausbilder Deutsche, genauso die Kommandosprache. Im allgemeinen war das Verhältnis zwischen den deutschen Ausbildern und uns gut – nur unser Zugführer, ein SS-Oberscharführer, war ziemlich launisch, was wir dann zu spüren bekamen.

Als wir im Januar 1943 einsatzfähig waren, wurde die Freiwilligen-Legion “Norwegen“ kurze Zeit spä-ter aus dem Fronteinsatz gezogen. Unsere Kompanie war somit eine Ersatzeinheit ohne Fronteinheit.
Während einige von uns zur Spezialausbildung nach Dresden (Pioniere) und Holland (Infanteriegeschütze) kamen, wurde ich u.a. zum Hilfsausbilder für neue norwegisch Freiwillige bestimmt.

Am 16.März 1943 besuchte uns der Reichsführer-SS in Mitau. Nach der Besichtigung hielt er eine Rede, bei der auch von der künftigen Aufstellung des Regiments „Norge“ sprach. Wir konnten ihm später in gelockerter Atmosphäre auch Fragen stellen. Einer von uns fragte ihn, wie es mit der sogenannten „Judenfrage“ stand. Himmler antwortete uns, dass es zwischen Deutschland und Frankreich Verhand-lungen bezüglich Madagaskar gab, um dort einen Judenstaat zu errichten. (*)
Obwohl er kein soldatischer Typ war – eher kleingebaut und Brillenträger – fand ich ihn damals sympathisch. Ende März 1943 wurden wir nach Grafenwöhr/Auerbach verlegt.....

Nach Auflösung der Freiwilligen-Legion „Norwegen“ kam ich zum SS-Panzer-Grenadier-Ausbildungs- und Ersatz-Bataillon 11 nach Graz. Dort nahm ich mit neun weiteren Norwegern an einem Unterführerlehrgang teil. Nach einem Heimaturlaub und einigen Wochen als Ausbilder in einer volksdeutschen Rekrutenkom-panie in Graz, kam ich erst am 2.November 1943 zum SS.Panzer-Grenadier-Regiment 23 „Norge“ nach Kroatien. Viele der norwegischen Freiwilligen fühlten Enttäuschung, weil es kein geschlossen norwegischer Verband war wie die Legion oder das norwegische SS-Ski-Bataillon in Finnland. Die Volksdeutschen kamen in der Masse im August und stellten durchschnittlich 50 % der Mannschaftsstärke. Grundsätzlich hatten wir guten Kontakt zu ihnen .....“
(Zur Aufstellung der SS-Freiw.Div.“Nordland“, der Verf., *: Die Madagaskar-Pläne waren bereits 1940 überholt, s.a. R.Michae—
lis, Die 11.SS-FrwPzGr-Div“Nordland“, Berlin, 2001, S. 14-15, 29)

00.08.1942
Der norwegische Freiwillige Ingebret Lilleborge berichtete: „ ... Ich wurde 1920 in Borge/Fredrikstad geboren und meldete mich – wie vermutlich die meisten – für einen Einsatz in Finnland. So waren auch unsere Gedanken: Wir wollen Finnland helfen und gegen den Kommunismus kämpfen.
Im August 1942 erhielt ich dann meine Einberufung zur 1. Ersatz-Kompanie der Freiwilligen-Legion „Norwegen“ - Per Schiff kamen wir von Oslo nach Stettin und dann weiter ging es mit dem Zug nach Mühlhausen. Danach per LKW in die Sennheimer Lager.
Dies waren große zweistöckige Gebäude, die auch mit anderen Einheiten der Waffen-SS (Dänen, Niederländer u.a.) belegt waren.
Alle Rekruten wurden in der Gegend herumgejagd. Unsere Kompanie, etwa 130 Mann, hatte deutsche Ausbilder, die uns den ganzen Tag ab sechs Uhr beschäftigten. Es gab auch theoretischen Unterricht in den Säälen. Es war ein hartes Leben für uns frühere Zivilisten, machte aber zackige Soldaten aus uns.
Vom SS-Ausbildungslager Sennheim kamen wir dann nach Mitau; zum Einsatz gelangten wir jedoch nicht mehr und wurden im März 1943 nach Grafenwöhr zur Aufstellung des SS-Freiw.Panz.Gren.Re-giments „Norge“ verlegt....“
(R.Michaelis, Die 11. SS-FrwPzGrDiv“Nordland“, Berlin, 2001, S. 15-16)

07.09.1942
„Die geringe Stärke des Bataillons“, der Rückgang der Freiwilligenmeldungen zur Legion, aber vermutlich auch die von dem Bataillon ausgehende Unruhe (s.a. 19.5.42) veranlassten das SS-FHA, Org.Tgb-Nr. 5432/42 geh. v. 7.9.1942 betr.: Zusammenfassung des Ers.Btl.s der „Frw.Legion Norwegen“ zu einer E.-Kp., am 7.9. 1942, das Ersatz-Bataillon in einer Schützen-Ersatz-Kompanie (mot.) zusam-menzufassen und entsprechend umzugliedern.

Der inzwischen beim Bataillon aufgestellte Musik-Zug wurden zum HSSPF für die besetzten norwegi-schen Gebiete versetzt. (WV)

28.09.1942
Am 28.9.1942 (? bei WV) verlegte die nunmehrige Ersatz-Kompanie nach Mitau.

Die bisher unterstellte und in Holmestrand zurückgebliebene 2.Genesenden-Kompanie der SS-Geb.-Div.“Nord“ verlegte laut Befehl des SS-FHA, Org.TgbNr. 5520/42 geh.v. 9.9.1942, betr.: 2.Gen.Kp. der SS-Geb.Div.“Nord“, nach Oslo, wo sie der dortigen Stabskompanie der Waffen-SS beim HSSPF ange-gliedert wurde. (WV)

01.11.1942
Mit Wirkung vom 1.11.1942 wurde die bisherige F.P.Nr. 47 703 A gelöscht und die Ersatz-Kompanie ging zur offenen Anschrift „E-Kp. der Frw.Legion Norwegen, Mitau/Ostland “, über. (WV)

24.12.1942
Auf Befehl des SS-FHA vom 24.12.1942 wurde für die „Frw.Legion Norwegen“ in Mitau die Aufstellung einer 2.Ersatz-Kompanie mit Wirkung vom 1.1.1943 befohlen.
Alle über die Sollstärke der zwei Ersatz-Kompanien hin zur Einberufung gelangten Rekruten waren in der Folge dem SS-Pz.Gren.Ausb.u.Ers.Btl. I „Totenkopf“, Warschau, zur Ausbildung zuzuweisen.
(WV, in wie weit es zu Abstellungen zum SS-T-AuE I kam ist bisher nicht bekannt, der Verf.)

19.01.1943
Am 19.1.1943 erfolgte die Zusammenfassung der bei den vorgesehenen zwei E-Kompanien befindli-chen Genesenden in einem Genesenden-Zug. (WV)

06.02.1943
Die Stärke der beiden E-Kompanien betrug am 6.2.1943 insgesamt 318 Mann, darunter 180 Rekru-ten. (WV)

20.05.1943
Als am 20.5.1943 die Freiwilligen-Legion Norwegen im Rahmen der Aufstellung des III. (germ.) SS-Pz.Korps aufgelöst wurde, bildeten ihre Angehörigen, deren Verträge noch nicht abgelaufen waren oder die sich weiter freiwillig zum Dienst in der Waffen-SS verpflichtet hatten, zusammen mit den An-gehörigen der beiden, nunmehr ebenfalls aufgelösten Ersatz-Kompanien u.a. den Stamm für das SS-Gren.Rgt.2 „Norge“ (später SS-Frw.Pz.Gren.Rgt. 23 „Norge“) (WV)

Führer:
? 15.01.42 – 00.00.00

Quellen SS-Ers.Kp. Frw.Legion Norwegen:
R.Michaelis Die 11.SS-FrwPzGrDiv“Nordland“, Berlin, 2001
W.Vopersal BA-MA NS 756
- SS-FHA, Org.TgbNr.5520/41 geh.v. 15.12.1941 betr.: Aufstellung eines Ers.Btl für die Frw.Legion Norwe-gen
- VO-Bl.d.Waffen-SS, Jahrg. 1942, Nr. 3, Ziff. 40 vom 1.2.1942
- RF-SS an SS-Ogruf. Rediess, Aktenzeichen RF/V.AR 46/ 2/42 v. 19.5.1942 betr.Norwegische Freiwillige
- SS-FHA, Org.TgbNr. 3335/42 geh. vom 5.6.1942 betr.: Aufstellung einer 2.Genesenden-Kp. für die SS-Geb.Div.“Nord“
- SS-FHA, Org.TgbNr. 5520/42 geh.v. 9.9.1942, betr.: 2.Gen.Kp. der SS-Geb.Div. “Nord“
- SS-FHA, Org.TgbNr. 5432/42 geh. v. 7.9.1942 betr.: Zusammenfassung des Ers.-Btl.s der „Frw.Legion Norwegen“ zu einer E.-Kp.
- Bericht über die Arbeit der gemranischen Leistelle in Norwegen von Ende Sept.1942
- VO-Bl.d.Waffen-SS, Jahr. 1942, Nr. 19, Ziff. 340 v. 1.10.1942




In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, daß über die angebliche Aufstellung eines “SS-Ersatz-Btl."Nordland", Brünn, laut SS-FHA,Ia,Tgb.Nr.157/40,Tag der Aufstellung: 15.12.40, bisher keine Angaben vorliegen. ( s.a. Mehner, W-SS u.OrPo, der Verf. v. 21.3.2005)


Stellenbesetzung des Ersatz-Bataillons der Legionen 1941 - 1943
"SS-Freiwilligen-Ersatz-Bataillion Graz", ab 15.12.41 "Ersatz-Bataillon der Legionen",
Graz, SS-Kaserne Wetzelsdorf.

Kommandeur:
? 01.12.41 – 00.00.42
SS-Hstuf./Stubaf. Ernst Rädecke (01.02.42) – 30.04.43
(* 3.7.1911,SS-Nr. 254 915, 1941 Kp.Chef in der T-Div., 9.11.42 Stubaf., lt.K.Meyer tel.v. 25.2.2002)

Btl.-Adjutant:
SS-Ostuf. Leonhard Rudolph (00.09.42) – 00.00.43
(später RgtsAdju. in der Estnischen Legion, lt.K.Meyer tel.v. 25.2.2002)

SS-U-/Ostuf.Willi “Tuck” Schweitzer 00.00.43 – 00.00.00


Btl.-Stabsscharführer: SS-Oscha. Gulden (00.09.42) – 00.00.0
(lt.K.Meyer tel.v. 25.2.2002)
Rechnungsführer: SS-Uscha. Schenk
Fourier: SS-Rttfhr.Roman
Poststelle: SS-Uscha. Muschal


IVa Verwaltungsführer:


IVb Truppenarzt:
SS-Ostuf. Dr.Helmuth Slama 00.00.00 – (00.00.42)
(* 18.2.1912, + 8.9.1996 Salzburg, SS-Nr. 298 083, 1942 Trupenarzt in Graz-Wetzelsdorf, 1944 Schularzt SS-JS Tölz, 12.44 Hstuf.u. IVb,Pz.Brig.150, 23.01.1945 DKiG als SS-Hstuf.u.KGr.Arzt 150.PzBrig,s.a. Berkenkruis, 12/96, S. 2)

Abt.V
SS-Ostuf. Roßbach

TFK I:
SS-Uscha.Schertle
SS-Ostuf. Günther

Tankwart: SS-Uscha. Schulze
Schirrmeister: SS-Oscha. Zelesni
Fahrlehrer: SS-Uscha. Erwin Schmaltz 00.06.42 – 00.06.43

Abt.VI:
SS-Ustuf. Rudsolf (00.02.43) – 00.00.00
(wird 2.43 genannt als Führsorge-Sachbearbeiter des ErsBtl.d.Leg., s.a.N.Heitman v. 17.10.2000)

SS-Uscha. Sude

1.Kompanie für freiwillige Dänen (Ers.Kp. Freikorps Danmark)
Die Aufstellung hat laut Befehl SS-FHA, OrgTgbNr. 3850/41 v. 11.9.41 und OrgTgbNr. 3954/41 v. 18. 9.41 bereits begonnen.

Kp.-Führer:
SS-Hstuf. Neergaard-Jakobsen 00.09.41 – 00.05.42
SS-Ustuf. Mendell 00.05.42 – 00.02.43
SS-Hstuf. Kai Hansen 00.02.43 – 20.05.43



2.Kompanie für freiwillige Flamen (Ers.Kp. Frw.Legion Flandern)
Kp.-Führer:
SS-Hstuf. Vetter 00.00.00 – 00.00.00
SS-Ostuf. Oskar Pahnke 00.00.00 – 19.04.42
SS-Ustuf. Wiolly Köhn 19.04.42 – 30.04.42
SS-Hstuf. Vetter

3.Kompanie für freiwillige Niederländer (Ers.Kp. Frw.Legion Niederlande)
Kp.-Führer:

SS-U-/Ostuf. Franz Hoffmann (17.06.42) – 00.10.42
(* 14.3.18, SS-Nr. 286 777, 30.1.41 Ustuf., 10.41 Zugfhr.i. 5./”D”, 21.6.42 Ostuf., KpChef Ers.Kp.Ndl. Legion, 10.42 zur SS-Frw-Leg. Ndl vers., 20.4.44 Hstuf., 6.44 in I./SS-PR 10, s.a. N.Heitman v. 6.12.01)

SS-Hstuf. Burkhardt (00.09.42) – 00.00.43
(wird noch 2.43 beim ErsBtl.d.Leg. genannt, kam später zur 14.WGD d SS,s.a. N.Heitman v. 17.10. 2000)

SS-Ustuf. Kurt Meyer i.V. 00.01.43 –

Zugführer:
SS-St.OJu./Ustuf. Kurt Meyer 00.09.42 – 00.00.43
(41 Gruf.i.d.SS-T-Div., 9.42 als SS-StOJu.v.d.JS als Zugführer zur 1.Kp/ ErsBtl.d.Leg., ErsKp d.Ndl.Legion, ab 1.43 i.V.Fhr.d. Kp., zwischendurch (KpFhr ?) Lehrgang, bis Sommer Chef der Kp., anschl.vers.mit der Kp.z. SS-AA 11, III.(germ.) SS-PzK, K.Meyer tel.v. 25.2.2002)


4.Kompanie für freiwillige Finnen (Ers.Kp. Finn.Frw.Btl.d.Waffen-SS)
Kp.-Führer:
SS-Ostuf. Schröder 00.09.41 – 00.00.00
Stabsscharführer:
SS-Hscha.Jahn (00.04.43) – 00.00.00
(12.41 Spieß 3.Kp./Finn.Btl.d.W SS, 4.43 Spieß ErsKp.)

Unbekannte Dienststellung im Ers.Btl.d.Legionen:

SS-Ustuf. Walter Schaumüller
(* 06.08.20, SS-Nr. 423 914, 1942/43 Ustuf.u.KpChef in Graz, 11.43 Ostuf.i.SS-AuE-11, lt.K.Meyer tel.v. 25.2.2002)



Quellen Ers.Btl.der Legionen:
Drs.NCHM.Heitmann Schriftl.Mitteilungen 2000 – 2001
Kurt Meyer Tel.Mitteilung v.25.2.2002
Erwin Schmalz Tel.Mitteilung v.17.2.2002
J.Vinkx/F.Schotanius Niederländische Freiwillige an der Ostfront, Band II Ndl.Legion
Herendals, Belgien,
Wolfgang Vopersal BA-MA NS 756
- VO BL.d.W-SS, Jahrg.1941, Nr.18, Ziff. 377 v. 1.10.1941
- RF-SS/TgbNr. 309/41 gKdos vom 6.11.1941 betr.: Aufstellung und Einsatz ausl.Frw.Verbände
- VO BL.d.W-SS, Jahrg.1941, Nr.22, Ziff. 452 v. 1.12.1941
- SS-FHA, Org.Tgb.Nr. 5520/41 geh. vom 5.12.1941 betr.: Aufstellung eines Ers.Btl. für die „Frw.
Legion Norwegen“
- SS-FHA, Org.Tgb.Nr. 317/42 vom 16.1.1942 betr.: Ersatztruppenteile der Frw.Verbände der Waffen-SS
- VO BL.d.W-SS, Jahrg.1942, Nr.3, Ziff. 40 v. 1.2.1942
- Schreiben HSSuPF i.d.Niederlanden (Rauter) an den RF-SS v. 1.4.1942
- SS-FHA, OrgAbt v. 1.6.1942: Verzeichni der zuständigen Ersatztruppenteile der Waffen-SS
- SS-FHA, Org.Tgb.Nr. 5890/42 geh. vom 24.9.1942 betr.: Aufstellung einer Genesenden-Kom-panie beim E-Btl.d.Legionen
- VO BL.d.W-SS, Jahrg.1943, Nr.9, Ziff. 157 v. 1.5.1943
- SS-FHA, Kdo.Amt der Waffen-SS, OrgTgbNr. II/680/43 gKdos v, 31.5.1943 betr.: Umgliederung der „Frw.Legion Flandern“




Teil II Das SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- u. Ersatz-Bataillon 11

01.05.1943
Im Zuge der Durchnummerierung der Feldeinheiten der Waffen SS wurde das bisherge “Ersatz-Ba-taillon der Legionen” in Graz mit Wirkung vom 1.5.1943 in
"SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- und Ersatz-Bataillion 11" Graz
umbenannt.

Gliederung:
Bataillons-Stab
1.-4. Ausbildungs-Kompanie
5. Geneseneden-Kompanie
6. Stamm-Kompanie
Marsch-Kompanie

Das Bataillon war in der Folge zuständiger Ersatztruppenteil folgender Feldeinheiten der Waffen-SS:

a) Finnisches Freiwilligen-Batailon der Waffen-SS (Ersatz-Kompanie) bis 11.Juli 1943

b) SS-Pz.Gren.Div.”Nordland” (ab 22.10.1943 11.SS-Frw.Pz.Gren.Div.”Nordland”)
- Divisionsstab
- Div.Sicherungs-Kompanie (ohne Spezialisten)
- Stäbe der Pz.Gren.Rgter. und der Bataillone
- Stabskompanien der Pz.Gren.Rgter (ohne Spezialisten)
- Panz.Gren.Kompanien und schwere Kompanien (ohne Spezialisten)

SS-Frw.Pz.Gren.Brig.”Nederland” (ab 10.2.1945 23.SS-Frw.Pz.Gren.Div.”Nederland”)
- Birgade-/Divisionsstab
- Brigade-/Div.Sicherungs-Kompanie (ohne Spezialisten)
- Stäbe der Pz.Gren.Rgter. und der Bataillone
- Stabskompanien der Pz.Gren.Rgter (ohne Spezialisten)
- Panz.Gren.Kompanien und schwere Kompanien (ohne Spezialisten)
(WV, s.a. W.Tieke,Tragödie ...,S.242)

31.05.1943
Im Rahmen der befohlenen Umgliederung der „Frw.Legion Flandern“ zu der „SS-Sturmbrigade Lange-mark“ wurde am 31.5.1943 die bisherige Ersatz-Kompanie der Frw.Legion Flandern vom SS-Pz.Gren. A.u.E.-Btl.11 getrennt und zum SS-Gren.Ers.Btl.“Ost“ in Breslau (Genesenden-Zug) und SS-Gren.-Ausb.Btl.“Ost“ in Shitomir (Ausbildungs-Züge) versetzt. (WV, 31.3.43 ?)

Für die Zeit Mai 43 bis Sommer 1944 liegen bisher kaum Angaben zum Bataillon vor!

00.08.1943
Im August 1943 wurde dem SS-Pz.Gren.A.u.E.Btl.11 vorübergehend eine „faschistische Wach-Kom-panie“ aus Agram/Zagreb, die über die „grüne Grenze“ von kroatisches auf deutsches Gebiet gewech-selt hatte, angegliedert. (WV)

05.02.1944
Befehl des SS-FHA,Berlin, Amt XI (2),Az: 360, vom 5.2.1944 betr.:
Lehrgangsplanung für den Führernachwuchs der Waffen SS im Jahre 1944/45

A. Aktiver Führernachwuchs

1) Führerbewerber-Lehrgänge (FB.-Lg.)
Neue Bezeichnung dür die bisherigen Vorbereitungslehrgänge für SS-Führerbewerber.
Dauer: In Zukunft einheitlich 10 Wochen,für Übergangszeit noch abgekürzt.Die FB.-Lg. werden als ständi-ge Einrichtungen gemeinsam für die aktiven und Reserveführerbewerber bei folgenden Einheiten durch-geführt:
1. SS-Pz.Gren.Ausb.u.Ers.Btl. 2
2. SS-Pz.Gren.Ausb.u.Ers.Btl. 3
3. SS-Pz.Gren.Ausb.u.Ers.Btl. 4
4. SS-Pz.Gren.Ausb.u.Ers.Btl. 5
5. SS-Geb.J.Ausb.u.Ers.Btl. 6
6. SS-Pz.Gren.Ausb.u.Ers.Btl. 10
7. SS-Pz.Gren.Ausb.u.Ers.Btl. (11 ?)
8. SS-Kav.Aub.u.Ers.Abt.
9. SS-Art.Schule II
10. SS-Pio.Schule
11. Nachr.Schule der Waffen SS
Die FB-Lg. werden mit geraden Zahlen numeriert und beginnen mit dem 14.FB-Lg.
(Schulze-Kossens,JS,S.272)

Ab Februar 1944 führte das Bataillon neben der Rekruten-Ausbildung Führeranwärter-Vorbereitungs-Lehrgänge von 8-wöchiger Dauer in Dobelbad bei Graz durch. Diese Lehrgänge waren als „Lehrkom-panien“ dem Bataillon angegliedert. Die Teilnehmer wurden anschließend zu Junker-Lehrgängen an die Junkerschulen kommandiert. (WV)

Ab Frühjahr 1944 erreichte das SS-Pz.Gren.A.u.E.Btl.11 zeitweise die Stärke von 9 Ausb.Kompani-en. Da die Unterkünfte im Standortbereich dafür nicht mehr ausreichten, wurden Kompanien außer-halb des Kasernenbereiches untergebracht, so z.b. die 5.Ausb.Kompanie in Graz-Unterlsdorf.

Die zahlreichen Neuaufstellungen innerhalb der Waffen-SS brachten es mit sich, daß das Bataillon in zunehmenden Maße auch Marsch-Kompanien zu anderen als den ursprünglichen, o.g. Feldeinheiten
Abstellen mußte. (WV)
Leider sind bisher keine Einzelheiten über Abstellungen an andere Divisionen o.ä. bekannt. (der Verf.)

01.05.1944
Durchführung des 16. Führerbewerber-Lehrgang FB-Lg für aktive SS-FB v. 1.5.- 11.7.44 für 16.KJL v. 15.7.-15.12.44

16.Führerbewerber-Lehrgang beim SS-PzGrenAuE-Btl 11, Graz-Tobelbad:
Lehrgangsleiter: SS-Ostuf. Matt
1.Zug: SS-StOJu. ?
2.Zug: SS-StOJu. Baase
(SS-Ustuf. Erwin Baase, * 24.05.20 + 06.11.90, SS-Nr. 495 606,noch 11.44 beim Btl)
3.Zug: SS-StOJu. Roller
(SS-Ustuf. Hans Roller ,* 21.11.18, noch 9.44 beim Btl)

Alle drei Zugführer wurden nach Beendigung des Lehrganges zu Untersturmführern befördert.

Teilnehmer war neben Andreas Mallak von der 8.SS-KD auch Nikolaus Geiss, der nach Absolvierung eines Unterführer-Lehrganges in Fünfkirchen im März – April 1944 nach Graz kommandiert wurde und anschließend die SS-JS Klagenfurt besuchte, während Mallak auf die KavSchule Göttingen kam!
(N.Geiss v. 22.3.2000)

15.05.1944
Befehl des SS-FHA, Amt XI v. 15.5.1944 betr.: Verlegung des FB-Lehrgangs vom SS-Geb.Jg.AuE-Btl 6 zum SS-PzGrenAuE-Btl 11
Mit Wirkung vom 26.4.44 wurde der Führerbewerber FB-Lehrgang für Volksdeutsche vom SS-Geb.-A.u.E.-Btl 6 zum SS-PzGrenAuE-Btl 11 verlegt. (BA NA 756/337)

Juli 1944
Versetzung von SS-Stubaf. Rädeke zur 6.SS-Gebirgs-Division"Nord", wo er am 28.10.1944 fiel.
Übernahme des Bataillions durch SS-Hstuf. Schweitzer.

Ab Juli 1944 trafen Rekruten der Jahrgänge 1926 und 1927 sowie Genesende beim SS-PzGren. A.u. E.Btl. 11,Graz-Wetzelsdorf, dem Ersatz-Bataillion der SS-PGD"Nordland", ein.
Kommandeur war SS-Hstuf.Willi Schweitzer.
Beendung der Grundausbildung bis Mitte September 1944. (Tieke, Korps Steiner, S.127)

01.08.1944
Durchführung des 18.FBLg für aktive SS-FB v.01.08.44 – 27.10.44 für 18.KJl (BA NA 756/337)

17.08.1944
Am 17.8.44 wurden germanische Freiwillige, darunter Kees Schulp (* 11.9.1926 Schiedam/Ndl, Frw.d. W-SS Mitte 1944, FPNr. 41450 A Sennheim), vom SS-Ausb.Lager Sennheim nach Graz zum SS-Pz.-GrenAuE-Btl 11 versetzt.
Schulp wurde am 27.1.45 in Pommern verwundet und war im Feb.45 in Feldbach/Lazarett, südlich Graz. (DF 8/2004,S.28)

18.09.1944
Das SS-PzGren.A.u.E.Btl.11 verlegte, bis auf einen Ausbildungsstamm und ohne Fahrzeuge und oh-ne schwere Waffen, zur Verbandsausbildung auf den Truppenübungsplatz Hammerstein.
Der Bahntransport erfolgte über den Semmering-Wien-Donau-Preßburg-Brünn-Breslau-Posen.In Wien kam es zu einem längeren Aufenthalt,die Wiener dürfen kurz zu ihren Angehörigen.
In Preßburg wird bei einem Verpflegungsaufenthalt ein Angehöriger des Bataillons von einem Schnell-zug erfaßt und getötet,der erste Tote des Bataillons.
Empfang der Rekruten am 18.9.1944 durch die Aufstellungsstäbe I./SS-PGR"Norge" und I./SS-PGR "Danmark" der 11.SS-Frw.-PGD"Nordland".Kompanieweise Unterbringung in die Baracken.

Nach den verlustreichen Abwehrkämpfen bei Narwa bei der HGr.Nord waren die Reste des I./ SS-Frw.Pz.Gren.Rgt. 23 “Norge” (FPNr. 32 298) sowie des I./ SS-Frw.Pz.Gren.Rgt 24"Danmark" (FPNr. 40 670) zur Neuaufstellung auf den Truppenübungsplatz Hammerstein verlegt und dort unter der Be-zeichnung “Ausbildungseinheiten III.(Germ.) SS-Pz.Korps”; Kommandeur seit dem 9.8.1944 bis zum 21.1.1945 war der SS-Ostubaf. Paul Massell; zusammengefaßt worden. (s.a. WV, AuE 11)

Am 19.9.1944 erfolgte bereits die Aufteilung der etwa 1000 Soldaten vom SS-PzGren.A.u.E. Btl.11 in Hammerstein auf beide wiederaufzustellende Bataillone. Es liegen zur Führerstellenbesetzung leider nur Angaben zum I./SS-Frw.Pz.Gren.Rgt. 23 “Norge” unter SS-Hstuf. Fritz Vogt vor:
Kdr.: SS-Hstuf. Fritz Vogt,
Adjutant: SS-Ostuf.Radke
BtlArzt: SS-Ostuf.Dr.Storm (Norweger)
1. Kp.: SS-Ostuf.Rendemann
2.Kp.: SS-Ostuf.Fechner
3.Kp.: SS-Ostuf.Stüwe
4.Kp. SS-Ostuf.Kiefer

Welche Führer vorher beim SS-PzGrAuE-Btl 11 waren, ist bisher nicht bekannt. (der Verf.)

Das I./SS-Frw.Pz.Gren.Rgt 24"Danmark" wurde unter SS-Hstuf. Hermann im Masche neu aufgestellt, weitere Einzelheiten fehlen. (Tieke, Korps Steiner,S.127)

Im Oktober 1944 traten die Seetransport von Reval überführten Restteile und das bereit in der Neu-aufstellung begriffene I./SS-Frw.Pz.Gren.Rgt 48 “General Seyffarth” (niederl.Nr.1) zu den Ausbil-dungseinheiten. Der Kommandeur der Ausbildungseinheiten, SS-Ostubaf. Massell, übernahm in Per-sonalunion die Führung des neuaufzustellenden SS-Frw.Pz.Gren.Rgt 48 im Raum Schlochau.

Weiterhin wurde auf dem TrÜbPl Hammerstein ein “Unterführer-Lehr-Bataillon des III. (germ.) SS-Pz.Korps” unter SS-Stubaf. Hämel sowie eine Führer-Lehrgruppe unter SS-Ostubaf. Siegfried Scheibe gebildet.

Mitte November 1944 wurden das I./”Norge” (jetzt als SS-PzGrenBtl.”Norge”) und I./”Danmark” (jetzt PzGrenBtl.”Danmark”), die bisher gliederungsmäßig zur 11.SS-Frw.Pz.Gren.Div.”Nordland” gehörten, als selbstständige Bataillone der 5.SS-PzDiv.”Wiking” im sogenannten “Nassen Dreieck” bei Modlin bzw. der 3.SS-PzDiv.”Totenkopf” zugeführt und unterstellt. Beide Divisionen im Rahmen des IV.SS-Pz.Korps waren durch die vorausgegangenen Kämpfe um Warschau personell schwer angeschlagen.

Die restlichen Verbände der “Ausbildungseinheiten III. (germ.) SS-Pz.Korps” wurden Anfang Januar 1945 getrennt von ihren Stammeinheiten eingesetzt: das SS-Frw.Pz.Gren.Rgt 48, SS-Ostubaf. Mas-sell, gelangte aus dem Aufstellungsraum Schlochau ab 22.Januar 1945 im Rahmen des neugebilde-ten XVI.SS-AK, getrennt von der SS-Frw.PzGrenBrig.”Nederland” zum Einsatz; die dann noch auf dem TrÜbPl.Hammerstein befindlichen Ausbildungseinheiten wurden ab 29.1.1945 in die SS-KGr. Scheibe eingegliedert. (WV)

September 1944
Einsatz von Teilen (?) des SS-PzGrenA.u.E.Btl.11 zur Partisanenbekämpfung in Serbien (?)
(DF 1/80,S.32, bisher nicht zu belegen, der Verf.)

01.11.1944
Durchführung des 20.FBLg für aktive SS-FB v. 01.11.44 – 12.01.45 für 20.KJL (BA NA 756/337)

00.01.1945
Im Januar und Februar 1945 wurden ganze Ausbildungs-Kompanien geschlossen als Nachersatz dem III.(germ.) SS-Pz.Korps im pommerschen Kampfraum zugeführt. (WV)
Einzelheiten sind bisher nicht bekannt. (der Verf.)

01.02.1945
Durchführung des 22.FBLg für aktive SS-FB v. 01.02.45 – 12.04.45 für 22.KJL (BA NA 756/337)

Die vorgesehene Durchführung des 24.FBLg für aktive SS-FB v. (01.05.45) – (12.07.45) für 24.KJL, konnte auf Grund der Kriegslage nicht mehr erfolgen. (BA NA 756/337)

30.03.1945
Nach dem Einbruch der Roten Armee in die Reichsschutzstellung bei Rechnitz am 29.3.1945 wurde das SS-Pz.Gren.A.u.E.Btl.11 auf Befehl des Befehlshabers des Wehrkreises XVIII, Gen.d.Geb.Tr.Ringel, am 30.3.1945 alarmiert und zu einer SS-Kampfgruppe Schweizer” umgegliedert und zum Einsatz in den Raum Rechnitz abgestellt. (siehe Anhang). Die "Kgr.Schweitzer" hatte im Ein-satz 266 Vermißte zu beklagen. (WV, s.a. Tessin,W.Tieke,Tragödie ...,S.242)

Weitere Teile des Bataillons (Stärke ?) bezogen Feldstellungen im Raum Feldbach und nahmen vom 1.4.1945 an den Abwehrkämpfen im Raum Feldbach teil. (WV)

07.04.1945
Bereits am 7.4.1945 waren weitere Teile des Bataillons zu einer Kampfgruppe (Führer ?) zusammen-gefaßt und in den Raum Hortberg vorgeführt, wo sie der KGr.ARKO 3 (auch KGr.Oberst Semmer, AR-KO III.Pz.Korps) unterstellt wurde.
Diese KGr. wurde am 10.4.1945 zur Auffrischung der aus Rechnitz kommenden und an diesem Tage von Oberschützen aus durchgebrochenen SS-KGr.Schweitzer verwandt.(s.d.) (WV)

10.04.1945
Um den 10.4.1945 wurden weitere 2 Kompanien des Bataillons von Feldbach in den Raum Oranien-burg bei Berlin in Marsch gesetzt, um in die 11.SS-Frw.PzGrenDiv.”Nordland” eingegliedert zu werden
(WV)
Ob diese Kompanien ihren Bestimmungsort noch erreichen konnten, ist bisher nicht bekannt.
(der Verf.)

13.04.1945
Um den 13.4.1945 wurde eine weitere Kompanie des SS-PzGrenAuE-Btl 11 von Graz nach Birkenfeld vorgeführt und am 14./15.4.1945 angesichts des Feindvorstoßes über Wenigzell – Stralleg zur Siche-rung der Straße bei Miesenbach im Rahmen der KGr.Krause (Korück 593) eingesetzt.
Über das weitere Schicksal dieser Kompanie liegen keine Erkenntnisse vor. (WV)

30.04.1945
Noch bis Ende April 1945 erfolgten Einberufungen zum Bataillon nach Graz-Wetzelsdorf, von wo kleinere Kampfgruppen gegen die sowjetischen Truppen und jugoslawischen Tito-Partisanen in der Untersteiermark eingesetzt worden sein sollen. Einzelheiten fehlen. (WV)

Über die Endphase des Bataillons liegen keine bestätigten Erkenntnisse vor. Ende April 1945 sollen mehrere noch in Graz stationiert Kompanien (Welche noch ?) als “SS-Kampfgruppe Zweltger” über Kufstein in das Inntal gelangt sein. (WV)
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Re: SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- u. Ersatz-Bataillons 11

Post by Moniroth You-Bell » 13 Jul 2011 18:48

Anhang I:

Die SS-Kampfgruppe Schweitzer des SS- PzGren.A.u.E.Btl.11 März – April 1945

30.03.1945 Karfreitag
Im Vorstoß aus dem ungarischen Grenzraum ab 29./30.3.1945 erreichten starke Verbände der Roten Armee Rechnitz/Steiermark und konnten den Ort , der nur durch örtliche Volkssturmeinheiten vertei-digt wurde, fast kampflos nehmen.
Der "Befehlshaber im WK XVIII",Gen.d.Geb.Tr.Ringel, alarmierte u.a. das SS-PzGren.A.u.E. Btl. 11, SS-Stubaf.Schweitzer, in Graz-Wetzelsdorf, mit 6 Kompanien (Stammpersonal von Führern und Un-terfüh-ern aus Feld- und Heimat-Lazaretten und/oder Rekruten).
Das Bataillion erhielt den Auftrag, angriffsweise den Ort Rechnitz wiederzunehmen und anschließend die "Reichsschutzstellung" zu besetzen! Stubaf.Schweitzer, ein Schwerkriegsversehrter, lief auf Grund einer noch nicht ausgeheilten Knöchelfraktur, noch an einem Stock.

In aller gebotener Eile wurden die vorhandenen genesenden und gehfähigen Soldaten und Rekruten zu Gruppen, Zügen und Kompanien zusammengestellt und zu der sogenannten "SS-Kampfgruppe Schweitzer" zusammengefaßt.
Die Bewaffnung war notdürftig, schwere Waffen waren, außer ein paar Granatwerfern, nicht vorhan-den.
Zeit,die Namen der Soldaten, das letzte Aufgebot mit zum Teil 16jährigen, seitens der Zug- und Kom-panieführer war nicht vorhanden,so daß niemand von dem Anderen Namen und Adresse wußte.

SS-Oscha. Horst Schaa: "Meines Wissens waren wir sechs Kompanien. Zwei Kompanieführer sind mir noch erinnerlich: SS-Ustuf. Williy Wagner,2.Kp. (s.a.Bild) und SS-Ostuf.Peter Pongratz,6.Kp.!"
(Horst Schaa, SS-PGR 23"Norge" bzw. KG"Schw.", an L.W., 27.10.97)

Noch am 30.3.45 wurde die Kampfgruppe mit Postomnibussen an die bedrohte Fronstelle in den Ab-schnitt Rechnitz gebracht.
Die Kampfgruppe schied nach der Aufstellung aus dem Befehlsbereich des Wehrkreises XVII Graz, Gen. d.GebTr.Ringel, aus und wurde durch Zuführung von Grau nach Großpetersdorf (siehe Karte) dem III. Panzer-Korps (Heer), 6.Armee, Heeregruppe Süd, unterstellt!
Ab dem 31.3.1945 wurde die Kampfgruppe durch eine Ersatz-Schwadron der 3.Kav.Div. und durch das Volkssturm-Btl. 31/191 verstärkt.

Die darauffolgende Rückeroberung von Rechnitz war wegen der heftigen Häuser- und Straßenkämp-fen sowie wegen der Unterlegenheit an Ausrüstung und Kampfstärke,den Russen gegenüber, von empfindlichen Verlusten begleitet
(M.Rauchensteiner,Krieg in Österreich 1945,S.246,Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag, den 15.4.45, Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)
31.03.1945
Unterstellung des SS-Bataillons"Schweitzer" unter die Divisionsgruppe des Gen.Lt.Krause.Das Ba-taillon, das sich vorwiegend aus niederländischen und norwegischen Freiwilligen sowie Volksdeut-schen aus dem Südostraum zusammensetzte, erreichte am 31.3.45 Dürnbach, wo die erste Kompa-nie zunächst den Meierhof vom Feind säuberte und eine Widerstandslinie bezog.
Der für 9 Uhr befohlene Angriff auf Rechnitz blieb in den Anfängen stecken. Das SS-Pz.-Gren.A.u.E.-Btl. 11, das mit der Kavallerie-Ersatz-Schwadron den Hauptstoß führen sollte, blieb im unwegsamen Gelände liegen.

Neugliederung des Abschnittes der Divisionsgruppe:
Von der Straße Dürnbach-Szombathely nach Norden unter SS-Obersturmbannführer Ney, nach Sü-den Major Gottwald.Kdr.Volks-Werfer-Regiment 24.
Ein Bataillon des ungarischen SS-Regimentes "Ney" bildete mit dem SS-PzGren.A.u.E.Btl. 11 die "SS-Kampfgruppe Schweitzer".
( M.Rauchensteiner, Krieg...,S.256ff; Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag,den 15.4.45)

Die Kampfgruppe Schweitzer unterstand vom 30.3. bis 10.4.1945 der KGr.Krause (Korück 593) der 6. Armee, HGr.Süd. (WV)

01.04.1945 Ostersonntag
Angriff der "Kgr Schweitzer" von den Höhen nordwestlich Rechnitz, im überraschenden Vorstoß wird Rechnitz genommen!
Der Feind hatte sich in Rechnitz festgesetzt und den Ort mit starken,tief gegliederten Feldstellungen umgeben, die beste Verteidigungsmöglichkeiten boten.
Beginn des deutschen Angriffes um 11 Uhr. Eine Kompanie wurde zum Frontalangriff angesetzt, wäh-rend drei Kompanien aus den Wäldern heraus ein Umfassungsunternehmen so geschickt durchführ-ten, das sie sich vom Feind unbemerkt bis auf etwa 200 Meter an die feindlichen Feldstellungen her-ranarbeiten konnten. Nach schwerem Kampf wurde der Gegner geworfen und der Ort Haus für Haus gesäubert.
Gegen 14 Uhr war der Gegner hinter die "Reichsschutzstellung" zurückgeworfen worden. Ein Gegen-angriff mit starker Feuerunterstützug durch schwere Waffen konnte abgeschlagen werden, die Kämpfe dauerten bis in die Nacht an.
(M.Rauchensteiner,Krieg ...,S.256,Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag,den 15.4.45)

Bei der Rückeroberung von Rechnitz konnten Soldaten der "Kampfgruppe Schweitzer" im Ort vielfa-che Übergriffe russischer Soldaten gegenüber der Zivilbevölkerung (Vergewaltigung von Frauen und Mäd-chen, Plünderungen von Wohnungen und Geschäften) feststellen.
(Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)

SS-Oscha. Schaa: "Der sofort einsetzende Angriff brachte uns hohe Verluste an Gefallenen und Ver-wundten durch Artillerie- und Granatwerferfeuer. Unser Angriffziel, Rechnitz und die Panzergräben, haben wir dennoch erreicht!" (Bericht Horst Schaa an L.W.)

Der SS-Uscha. Heinz Burdach berichtete: "Die Russen hatten Rechnitz bereits in Besitz. Nach hartem Infanterie-Einsatz ist es der "Kampfgruppe Schweitzer" gelungen, den Gegner wieder auf ungari-sches Gebiet zurückzuwerfen!
Trotz heftiger Gegenangriffe wurden die Orte Rechnitz und Schachendorf, speziell von der 2. Kompa-nie, gehalten!
Von den etwa 1000 Mann,die mit dem Bataillion im Einsatz waren, hatten wir in den nächsten 10 Ta-gen etwa 600 Gefallene und Verwundete zu beklagen. Das Bataillion wurde sechs Tage lang von den Russen eingeschlossen,da die Nachbareinheiten des Heeres ihre Stellungen nicht halten konnten!
Unsere hohen Verluste sind besonders darauf zurückzuführen, daß der Russe seine Angriffe mit allen schweren Waffen (Panzer,Pak,Artillerie) führte, während wir nur über Infanteriewaffen verfügten.
Die Kampfgruppe führte diesen Einsatz mit Rekruten durch,die erst seit sechs Wochen in der Ausbil-dung waren. Der Stamm dieser Einheit bestand aus zum Teil verwundeten Unterführern und Männern des SS-Frw.-PzGren.Rgt.23"Norge" der 11.SS-PzGren.Div."Nordland".
(Bericht SS-Uscha.Heinz Burdach,SS-A.u.E.Btl.11 an L.W.v.2.7.98)
02.04.1945 Ostermontag
Fortsetzung der Abwehr der feindlichen Vorstöße aus dem Grenzraum auf Rechnitz.Einer dieser An-griffe wurde von sechs russischen Sturmgeschützen unterstützt, von denen eines durch Panzerfaust abgeschossen werden konnte. (Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag,den 15.4.45)
03.04.1945
Im Morgengrauen Angriff der Freiwilligen aus den genommenen Stellungen gegen den Kastenwald und das Bahnhofsgelände, das sie im Sturm erobern konnten. Nach 5 1/2 stündigem Trommelfeuer trat ein russisches Bataillion gegen eine Kompanie an, die sich daraufhin wieder auf die Ausgangs-stellung absetzen mußte.Weitere Angriffe trafen auf erbitterten deutschen Widerstand.
In der Nacht auf den 4.4.45 sperrte der Gegner die einzige Nachschubstraße nach Rechnitz, ein so-fortiger Gegenangriff warf ihn wieder auf Dürnbach zurück.
(Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag,den 15.4.45)
04.04.1945
Obwohl bereits am 3.4.45 von Gen.Lt.Krause eine Rücknahme der Stellungen bei Rechnitz beantragt worden war, da bei der zumehmenden zahlenmäßigen Überlegenheit des Gegners ein weiteres Hal-ten von Rechnitz mit der Einschließung seiner Besatzung enden würde, wurde der Antrag vom III.Pan-zer-Korps abgelehnt.
In der Nacht zum 4.4.1945 war es den Russen gelungen,die einzige Nachschubstraße nach Rechnitz zu sperren. Nach zahlreichen vergeblichen Versuchen hatte die Rote Armee laufend Verstärkung durch motorisierte Einheiten,,Artillerie und Kavallerie in diesen Abschnitt zugeführt.
Am 4.4.45 begann der Angriff der inszwischen herangekommenen 26.russischen Armee, das SS-Btl. "Schweitzer" kämpfte weiterhin in Rechnitz, das bis zum Nachmittag von überlegenen russischen Kräften von allen Seiten eingeschlossen wurde.
Das Bataillon begann unter Mitnahme der Verwundeten den Duchbruchskampf zu den eigenen Linien, quer durch die vom Feind besetzten Wälder über den Hirschenstein in Richtung Glashütte, von dort weiter Richtung Schönau-Rauriegel.
(M.Rauchensteiner,Krieg ...,S.257ff,Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag,den 15.4.45, Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)
05.04.1945
Der Gegner konnte mit seinem XXX.Schützen-Korps in einem Sprung das Gebiet zwischen Rechnitz und Oberwart-Pinkafeld überwinden. Bis Mittag hielten sich die Kräfte der Div.Gr. Krause, dann hatte der Gegner die Straße Großpetersdorf-Oberwart erreicht, drang aber nicht weiter nach Westen vor.
Der weitgehende Verlust der im Kampfabschnitt Rechnitz eingesetzten Kräfte erforderte die Rücknah-me der Gruppe Krause und die Aufgabe der "Reichsschutzstellung".
Der Artilleriekommandeur des III.Panzer-Korps (Heer), Oberst Sommer, bildete aus einer Reihe klei-nerer Verbände, die teilweise noch aus den Kämpfen um Rechnitz stammmten, eine Kampfgruppe, um den Raum Friedberg zu schützen.
Darunter waren die Einheiten: ein Bataillon des SS-Rgt."Ney", das Bau-Pi.Btl.504, das SS-Pz.Gren.-Ausb.u.Ersatz-Btl. 11 Graz, die Panther-Abteilung I./PR 24 sowie die Sturmgeschütz-Brigade 303. Besonders das SS-Btl.11 dürfte nur mehr aus Splittern bestanden haben. Bis zum 6.4.1945 wird die Kampfgruppe weit hinter Friedberg und Pinggau zurückgeworfen.
(M.Rauchensteiner,Krieg ...,S.260 ff., s.a. Anm.97)

06.04.1945
SS-Stubaf.Schweitzer faßte den Entschluß zum Durchbruch durch die starken feindlichen Stellungen im Schutze ausgedehnter Waldgebiete. Zwischen dem 6.4. und 9.4.1945 erfolgte der Ausbruch der "Kampf-gruppe Schweitzer" aus Rechnitz und das Zurückkämpfen der Reste über Weiden-Oberschüt-zen unter Mitführung der Leichtverwundeten.Die Schwerverwundeten blieben in Rechnitz zurück, ihr Schicksal ist unbekannt. (Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)

Oscha.Schaa: "Bei Einbruch der Nacht (am Abend des 6.4.45?) verließen wir unsere Stellungen.Noch einigermaßen intakt,was die Führung betraf, und unter Zurücklassung aller Schwerverwundeten setz-ten wir uns ab. Was mit denen geschah ...?
Nach der ganzen Nacht,marschierend in unbekanntem Gelände und immer weitgehend gedeckt, ka-men wir in den Morgenstunden (des 7.4.1945 ?) aus Richtung Pinkafeld in den kleinen, von den Rus-sen besetzten Ort Unterschützen. Bei unseren Absetzbewegungen trafen wir auf eine russische Troß-einheit. Die Kampfhandlungen nahmen ihren Lauf. Der Weg nach Oberwart war uns durch starke rus-sische Verbände versperrt,so daß uns nur der Weg über eine breite,ebene Wiese zum gegenüberlie-genden Waldrand vorbehalten blieb. Der Wald war aus unserer Sicht die einzige Möglichkeit, durchzu-kommen.
Mit etwa bei mir verbliebenen 10 Mann ist es mir gelungen, bei Buchschachen die russichen Linien zu überwinden! (Bericht Horst Schaa an L.W.)
07.04.1945
Durchbruchskämpfe des Btl.Schweitzer an Schlaining und Alt-Schlaining vorbei nach Süden, dann nach Westen, bis es nach einem weiteren Vorstoß zwischen St.Martin - Drumling am 7.4.45 den Jo-sefsberg nördlich Oberwart erreichte, nachdem die Bahnlinie Oberwart-Tatzmannsdorf überschritten worden war.
Nach der Einnahme des Josefsberges setzte das Btl. zunächst zum Angriff gegen die Waldstücke nordostwärts der Bahnlinie Oberwart-Pinkafeld an, brach in die feindliche Stellungen ein, durchstieß die feindlichen Artilleriestellungen am Pinkabruch und überschritt die Rollbahn.Ein russischer Angriff aus Richtung Oberwart wurde abgeschlagen.
Am Nachmittag des 7.4.45 schwere Waldkämpfe des Bataillons auf dem Weg nach Norden gegen zwei russische Regimenter.
Teile des Bataillons wurden abgeschnitten, schlugen sich aber am Abend des 7.4.45 durch die feind-liche Hauptkampflinie zu den eigenen Linien durch. Der Rest des Bataillons folgte unter der Führung von Stubaf.Schweitzer am Morgen des 8.4.45.
(Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag,den 15.4.45)

Bereits am 7.4.1945 waren weitere Teile des SS-Pz.Gren.A.u.E.Btl 11 Graz zu einer Kampfgruppe (Führer ?) zusammengefaßt und in den Raum Hortberg vorgeführt, wo sie der KGr.ARKO 3 (auch KGr.Oberst Semmer, AR-KO III.Pz.Korps) der 6.Armee, HGr.Süd, unterstellt wurde.
Diese KGr. wurde am 10.4.1945 zur Auffrischung der aus Rechnitz kommenden und an diesem Tage von Oberschützen aus durchgebrochenen SS-KGr.Schweitzer verwandt.(s.d.) (WV)

09.04.1945
Bei den Ausbruchskämpfen der Kgr"Schweitzer", SS-PzGren.A.u.E.Btl.11 Graz, aus Rechnitz, Bur-genland, fiel der Ritterkreuzträger SS-Oscha.Albert Hektor in den Wäldern zwischen Oberwart und Hartberg am 9.4.45 bei Hartberg.
Das Ritterkreuz erhielt er am 23.8.44 als Zugführer der 7./SS-PzGren.Rgt.24"Danmark" für seine Einsätze an der Narwafront. (DF 11/75,S.9, Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)

Uscha. Burbach: "Beim Rückzug, durch waldreiches Gebiet, kamen wir auf eine Höhe an und erreich-ten ein Tal von etwa 2 Kilometern Breite.
Dieses Tal war nun zu überwinden. Unsere schweren MG wurden am Waldrand in Stellung gebracht, und die Reste der Kompanien griffen an.
Nachdem wir erkannt waren, begannen die Russen vorwiegend mit Granatwerfern und Pak uns von Osten,Süden und Westen zu beschießen! Wir erreichten unter schweren Verlusten eine bewaldete Höhe in südöstlicher Richtug, überrannten eine russiche Troßeinheit und sammelten uns im Wald-stück. Ich wurde durch Granatsplitter verwundet,SS-Oscha.Hektor war rechts von mir beim Angriff auf eine Pakstellung gefallen!" (Bericht Heinz Burbach)

In Grafendorf (Schloß) war eine Sammelstelle für die Restkampfgruppe Schweitzer eingerichtet. Nach etwa 5 Tagen haben sich dort noch etwa 120 - 150 Mann eingefunden.
SS-Stubaf.Schweitzer war beim Ausbruch am Hals verwundet worden und übergab die Führung der Einheit an SS-Ustuf. Hans Roller.

11.04.1945
Einsatz der Kgr. aus dem Raum Hortberg: Beziehen von Verteidigungsstellungen beiderseits Lafnitz
Abwehrkämpfe bis zum 16.4.1945 beiderseits Lafnitz, dabei Kämpfe am 15.4.45 im Raum Opraten-dorf. (WV)

15.04.1945
Nach Sammlung,Auffrischung und Neugliederung wurde die "Rest-Kampfgruppe Schweitzer" der Kgr."Semmer"/ARKO 3,AOK 6, zugeteilt und kam erneut zum Einsatz:
Abriegelung eines Feindeinbruches bei Grafendorf-Rohrbach 15. -18.4.45.

16.04.1945
Teile der KGr. kämpften um Vorau. (WV)

17.04.1945
Absetzen der Kgr. auf die Höhenstellunen westlich Grafendorf – Waldwiese – Masenberg.
Vom 18. bis 21.4.1945 gelang es, diese Stellungen zu verteidigen. (WV)

Am 21.4.45 schied die KGr aus der Unterstellung bei der KGr.ARKO 3 aus und wurde der 1.Volks-Gebirgs-Division im III.Pz.Korps, 6.Armee, HGR.Süd (ab 1,5,45 HGR.”Ostmark”) unterstellt, bei der sie bis zur Kapitulation verblieb. (WV)

22.04.1945
Gegenangriff der KGr. auf die Höhen westlich der Lafnitz bis 24.4.1945 (WV)

25.04.1945
Angriff der KGr. auf Feindbrückenköpfe bei Lafnitz und ... berg (WV)

26.04.1945
Die KGr. verteidigte bis Anfang Mai 1945 im oberen Lafnitztal. (WV)

06.05.1945
Absetzbewegung der KGr. bis zum 9.5.45 (?) im Rahmen der allgemeinen Kapitulation hinter die Enns.

08.05.1945
Nach der Kapitulation zog sich die Kampfgruppe auf die Enns zurück, wo ihre Reste in amerikanische Gefangenschaft kamen!
SS-Stubaf.Willi Schweitzer erhielt am 14.4.1945 das Ritterkreuz für die Einsätze seiner Männer bei der Rückeroberung von Rechnitz. (Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)


An Stelle eines Schlußwortes:
Lennart Westberg schrieb 1999 quasi als Schlußwort zum Einsatz der KGr.Schweitzer : Sehr viele Soldaten der SS-Kampfgruppe"Schweitzer" gelten heute noch als vermißt. Die Kampfgruppe hatte bei einer anfänglichen Gesamtstärke von 1000 Mann 60 % Verluste (Gefallene und Verwundete) und wurde im Raum Rechnitz-Grafendorf-Hartberg-Lafnitz-Pinkafeld-Oberschützen praktisch aufgerieben und vernichtet.

Das SS-PzGren.A.u.E.Btl.11 setzte sich 1945 vorwiegend aus Volksdeutschen aus dem Südostraum sowie aus west- und nordeuropäischen Kriegsfreiwilligen, vorwiegend Norwegern und Holländern, zusammen.
Namen und Zahlen sind heute wegen der überstürzten Ereignisse bei der Zusammenstellung der Kampfgruppe und der Vernichtung von Kriegsunterlagen der Kaserne Graz-Wetzelsdorf in den letzten Kriegstagen weitgehend unbekannt!

Nach Schätzungen von Ortseinwohnern in Rechnitz,die viele Soldaten beerdigt hatten, sind einige hundert russische Soldaten dort gefallen, die dort zum Teil später exhumiert und dann in Oberwart beigesetzt wurden.
Die Verluste auf deutscher Seite werden mit 300 - 400 gefallenen Soldaten, Waffen SS sowie Volks-sturm und Heer, geschätzt. Von in Rechnitz insgesamt gefallenen Soldaten, vermutlich der Waffen-SS, sind nur 6 namentlich bekannt.
Einer der wenigen Identifizierten ist der im April 1945 in einem Feldgrab bei Rechnitz-Schachendorf beige-setzte SS-Oscha. Ludwig Nagelmann (WASt./Berlin an Tommy Natedal v. 24.9.98).

Unter den noch heute vermißten norwegischen jungen Panzergrenadieren (Jahrgang 1925) sind u.a. Ottar Olsen Herseth, Bjarne Petter Klimpen und Kristoffer Kolberg (Archiv Tommy Natedal/Norwegen).

Die Beisetzung der gefallenen Soldaten erfolgte zuerst an Ort und Stelle in den Panzergräben und Schützenlöchern,wobei allen Toten von Besatzungssoldaten die Erkennungsmarken und Papiere ab-genommen wurden.
Der damalige Oscha. Horst Schaa: "In Unterredungen mit Einheimischen wurde angedeutet, das die Gebeine (der SS-Soldaten) nicht im Friedhof bestattet wurden,sondern außerhalb der Mauern.Der damalige Pfarrer soll die Beisetzung auf dem Friedhof verhindert haben.” (H.Schaa an L.W.)

Im Jahre 1947/48 wurden die Skelette ausgegraben und auf dem Heldenfriedhof Rechnitz in einem großen Sammelgrab beigesetzt. Im Jahre 1969 wurden die Kriegstoten in einer Umbettaktion vom Friedhof in Rechnitz nach Mattersburg in den Soldatenfriedhof überführt. Die drei großen Soldaten-friedhöfe in der Steiermark sind heute: Graz (1647 Tote), Feldbach-Mühldorf (971 Tote) und St.Veith an der Glan (762 Tote).
In den Wäldern in Grafendorf,Hartberg,Rohrbach (Lafnitz) befinden sich heute mit Sicherheit noch unbekannte Feldgräber von Soldaten der Kampfgruppe"Schweitzer".

Was mit den in Rechnitz beim Ausbruch zurückgebliebenen Schwerverwundeten der Kampfgruppe geschehen ist, blieb ungewiß. Leider muß man erfahrungsgemäß dabei mit dem Schlimmsten rech-nen!.... (Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)

Der Kommandeur der Kampfgruppe, der damalige Sturmbannführer der Reserve Willi "Tuck" Schweit-zer, wurde nach dem Krieg wegen der Hinrichtung von zwei abgeschossenen amerikanischen Flie-gern, die bei Graz vom "Deutschen Volkssturm" erschossen wurden, von einem amerikanischen Kriegsgericht verurteilt.
Die Erschießungen geschahen aus Wut der Volkssturmangehörigen über die Bombardierungen, Willi Schweitzer hatte damit nichts zu tun, wurde aber einige Jahre wegen angeblicher Kriegsverbrechen in Landsberg/Lech inhaftiert. (R.Sellner v. 25.7.98)


Anhang I:

Die SS-Kampfgruppe Schweitzer des SS- PzGren.A.u.E.Btl.11 März – April 1945

30.03.1945 Karfreitag
Im Vorstoß aus dem ungarischen Grenzraum ab 29./30.3.1945 erreichten starke Verbände der Roten Armee Rechnitz/Steiermark und konnten den Ort , der nur durch örtliche Volkssturmeinheiten vertei-digt wurde, fast kampflos nehmen.
Der "Befehlshaber im WK XVIII",Gen.d.Geb.Tr.Ringel, alarmierte u.a. das SS-PzGren.A.u.E. Btl. 11, SS-Stubaf.Schweitzer, in Graz-Wetzelsdorf, mit 6 Kompanien (Stammpersonal von Führern und Un-terfüh-ern aus Feld- und Heimat-Lazaretten und/oder Rekruten).
Das Bataillion erhielt den Auftrag, angriffsweise den Ort Rechnitz wiederzunehmen und anschließend die "Reichsschutzstellung" zu besetzen! Stubaf.Schweitzer, ein Schwerkriegsversehrter, lief auf Grund einer noch nicht ausgeheilten Knöchelfraktur, noch an einem Stock.

In aller gebotener Eile wurden die vorhandenen genesenden und gehfähigen Soldaten und Rekruten zu Gruppen, Zügen und Kompanien zusammengestellt und zu der sogenannten "SS-Kampfgruppe Schweitzer" zusammengefaßt.
Die Bewaffnung war notdürftig, schwere Waffen waren, außer ein paar Granatwerfern, nicht vorhan-den.
Zeit,die Namen der Soldaten, das letzte Aufgebot mit zum Teil 16jährigen, seitens der Zug- und Kom-panieführer war nicht vorhanden,so daß niemand von dem Anderen Namen und Adresse wußte.

SS-Oscha. Horst Schaa: "Meines Wissens waren wir sechs Kompanien. Zwei Kompanieführer sind mir noch erinnerlich: SS-Ustuf. Williy Wagner,2.Kp. (s.a.Bild) und SS-Ostuf.Peter Pongratz,6.Kp.!"
(Horst Schaa, SS-PGR 23"Norge" bzw. KG"Schw.", an L.W., 27.10.97)

Noch am 30.3.45 wurde die Kampfgruppe mit Postomnibussen an die bedrohte Fronstelle in den Ab-schnitt Rechnitz gebracht.
Die Kampfgruppe schied nach der Aufstellung aus dem Befehlsbereich des Wehrkreises XVII Graz, Gen. d.GebTr.Ringel, aus und wurde durch Zuführung von Grau nach Großpetersdorf (siehe Karte) dem III. Panzer-Korps (Heer), 6.Armee, Heeregruppe Süd, unterstellt!
Ab dem 31.3.1945 wurde die Kampfgruppe durch eine Ersatz-Schwadron der 3.Kav.Div. und durch das Volkssturm-Btl. 31/191 verstärkt.

Die darauffolgende Rückeroberung von Rechnitz war wegen der heftigen Häuser- und Straßenkämp-fen sowie wegen der Unterlegenheit an Ausrüstung und Kampfstärke,den Russen gegenüber, von empfindlichen Verlusten begleitet
(M.Rauchensteiner,Krieg in Österreich 1945,S.246,Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag, den 15.4.45, Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)
31.03.1945
Unterstellung des SS-Bataillons"Schweitzer" unter die Divisionsgruppe des Gen.Lt.Krause.Das Ba-taillon, das sich vorwiegend aus niederländischen und norwegischen Freiwilligen sowie Volksdeut-schen aus dem Südostraum zusammensetzte, erreichte am 31.3.45 Dürnbach, wo die erste Kompa-nie zunächst den Meierhof vom Feind säuberte und eine Widerstandslinie bezog.
Der für 9 Uhr befohlene Angriff auf Rechnitz blieb in den Anfängen stecken. Das SS-Pz.-Gren.A.u.E.-Btl. 11, das mit der Kavallerie-Ersatz-Schwadron den Hauptstoß führen sollte, blieb im unwegsamen Gelände liegen.

Neugliederung des Abschnittes der Divisionsgruppe:
Von der Straße Dürnbach-Szombathely nach Norden unter SS-Obersturmbannführer Ney, nach Sü-den Major Gottwald.Kdr.Volks-Werfer-Regiment 24.
Ein Bataillon des ungarischen SS-Regimentes "Ney" bildete mit dem SS-PzGren.A.u.E.Btl. 11 die "SS-Kampfgruppe Schweitzer".
( M.Rauchensteiner, Krieg...,S.256ff; Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag,den 15.4.45)

Die Kampfgruppe Schweitzer unterstand vom 30.3. bis 10.4.1945 der KGr.Krause (Korück 593) der 6. Armee, HGr.Süd. (WV)

01.04.1945 Ostersonntag
Angriff der "Kgr Schweitzer" von den Höhen nordwestlich Rechnitz, im überraschenden Vorstoß wird Rechnitz genommen!
Der Feind hatte sich in Rechnitz festgesetzt und den Ort mit starken,tief gegliederten Feldstellungen umgeben, die beste Verteidigungsmöglichkeiten boten.
Beginn des deutschen Angriffes um 11 Uhr. Eine Kompanie wurde zum Frontalangriff angesetzt, wäh-rend drei Kompanien aus den Wäldern heraus ein Umfassungsunternehmen so geschickt durchführ-ten, das sie sich vom Feind unbemerkt bis auf etwa 200 Meter an die feindlichen Feldstellungen her-ranarbeiten konnten. Nach schwerem Kampf wurde der Gegner geworfen und der Ort Haus für Haus gesäubert.
Gegen 14 Uhr war der Gegner hinter die "Reichsschutzstellung" zurückgeworfen worden. Ein Gegen-angriff mit starker Feuerunterstützug durch schwere Waffen konnte abgeschlagen werden, die Kämpfe dauerten bis in die Nacht an.
(M.Rauchensteiner,Krieg ...,S.256,Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag,den 15.4.45)

Bei der Rückeroberung von Rechnitz konnten Soldaten der "Kampfgruppe Schweitzer" im Ort vielfa-che Übergriffe russischer Soldaten gegenüber der Zivilbevölkerung (Vergewaltigung von Frauen und Mäd-chen, Plünderungen von Wohnungen und Geschäften) feststellen.
(Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)

SS-Oscha. Schaa: "Der sofort einsetzende Angriff brachte uns hohe Verluste an Gefallenen und Ver-wundten durch Artillerie- und Granatwerferfeuer. Unser Angriffziel, Rechnitz und die Panzergräben, haben wir dennoch erreicht!" (Bericht Horst Schaa an L.W.)

Der SS-Uscha. Heinz Burdach berichtete: "Die Russen hatten Rechnitz bereits in Besitz. Nach hartem Infanterie-Einsatz ist es der "Kampfgruppe Schweitzer" gelungen, den Gegner wieder auf ungari-sches Gebiet zurückzuwerfen!
Trotz heftiger Gegenangriffe wurden die Orte Rechnitz und Schachendorf, speziell von der 2. Kompa-nie, gehalten!
Von den etwa 1000 Mann,die mit dem Bataillion im Einsatz waren, hatten wir in den nächsten 10 Ta-gen etwa 600 Gefallene und Verwundete zu beklagen. Das Bataillion wurde sechs Tage lang von den Russen eingeschlossen,da die Nachbareinheiten des Heeres ihre Stellungen nicht halten konnten!
Unsere hohen Verluste sind besonders darauf zurückzuführen, daß der Russe seine Angriffe mit allen schweren Waffen (Panzer,Pak,Artillerie) führte, während wir nur über Infanteriewaffen verfügten.
Die Kampfgruppe führte diesen Einsatz mit Rekruten durch,die erst seit sechs Wochen in der Ausbil-dung waren. Der Stamm dieser Einheit bestand aus zum Teil verwundeten Unterführern und Männern des SS-Frw.-PzGren.Rgt.23"Norge" der 11.SS-PzGren.Div."Nordland".
(Bericht SS-Uscha.Heinz Burdach,SS-A.u.E.Btl.11 an L.W.v.2.7.98)
02.04.1945 Ostermontag
Fortsetzung der Abwehr der feindlichen Vorstöße aus dem Grenzraum auf Rechnitz.Einer dieser An-griffe wurde von sechs russischen Sturmgeschützen unterstützt, von denen eines durch Panzerfaust abgeschossen werden konnte. (Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag,den 15.4.45)
03.04.1945
Im Morgengrauen Angriff der Freiwilligen aus den genommenen Stellungen gegen den Kastenwald und das Bahnhofsgelände, das sie im Sturm erobern konnten. Nach 5 1/2 stündigem Trommelfeuer trat ein russisches Bataillion gegen eine Kompanie an, die sich daraufhin wieder auf die Ausgangs-stellung absetzen mußte.Weitere Angriffe trafen auf erbitterten deutschen Widerstand.
In der Nacht auf den 4.4.45 sperrte der Gegner die einzige Nachschubstraße nach Rechnitz, ein so-fortiger Gegenangriff warf ihn wieder auf Dürnbach zurück.
(Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag,den 15.4.45)
04.04.1945
Obwohl bereits am 3.4.45 von Gen.Lt.Krause eine Rücknahme der Stellungen bei Rechnitz beantragt worden war, da bei der zumehmenden zahlenmäßigen Überlegenheit des Gegners ein weiteres Hal-ten von Rechnitz mit der Einschließung seiner Besatzung enden würde, wurde der Antrag vom III.Pan-zer-Korps abgelehnt.
In der Nacht zum 4.4.1945 war es den Russen gelungen,die einzige Nachschubstraße nach Rechnitz zu sperren. Nach zahlreichen vergeblichen Versuchen hatte die Rote Armee laufend Verstärkung durch motorisierte Einheiten,,Artillerie und Kavallerie in diesen Abschnitt zugeführt.
Am 4.4.45 begann der Angriff der inszwischen herangekommenen 26.russischen Armee, das SS-Btl. "Schweitzer" kämpfte weiterhin in Rechnitz, das bis zum Nachmittag von überlegenen russischen Kräften von allen Seiten eingeschlossen wurde.
Das Bataillon begann unter Mitnahme der Verwundeten den Duchbruchskampf zu den eigenen Linien, quer durch die vom Feind besetzten Wälder über den Hirschenstein in Richtung Glashütte, von dort weiter Richtung Schönau-Rauriegel.
(M.Rauchensteiner,Krieg ...,S.257ff,Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag,den 15.4.45, Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)
05.04.1945
Der Gegner konnte mit seinem XXX.Schützen-Korps in einem Sprung das Gebiet zwischen Rechnitz und Oberwart-Pinkafeld überwinden. Bis Mittag hielten sich die Kräfte der Div.Gr. Krause, dann hatte der Gegner die Straße Großpetersdorf-Oberwart erreicht, drang aber nicht weiter nach Westen vor.
Der weitgehende Verlust der im Kampfabschnitt Rechnitz eingesetzten Kräfte erforderte die Rücknah-me der Gruppe Krause und die Aufgabe der "Reichsschutzstellung".
Der Artilleriekommandeur des III.Panzer-Korps (Heer), Oberst Sommer, bildete aus einer Reihe klei-nerer Verbände, die teilweise noch aus den Kämpfen um Rechnitz stammmten, eine Kampfgruppe, um den Raum Friedberg zu schützen.
Darunter waren die Einheiten: ein Bataillon des SS-Rgt."Ney", das Bau-Pi.Btl.504, das SS-Pz.Gren.-Ausb.u.Ersatz-Btl. 11 Graz, die Panther-Abteilung I./PR 24 sowie die Sturmgeschütz-Brigade 303. Besonders das SS-Btl.11 dürfte nur mehr aus Splittern bestanden haben. Bis zum 6.4.1945 wird die Kampfgruppe weit hinter Friedberg und Pinggau zurückgeworfen.
(M.Rauchensteiner,Krieg ...,S.260 ff., s.a. Anm.97)

06.04.1945
SS-Stubaf.Schweitzer faßte den Entschluß zum Durchbruch durch die starken feindlichen Stellungen im Schutze ausgedehnter Waldgebiete. Zwischen dem 6.4. und 9.4.1945 erfolgte der Ausbruch der "Kampf-gruppe Schweitzer" aus Rechnitz und das Zurückkämpfen der Reste über Weiden-Oberschüt-zen unter Mitführung der Leichtverwundeten.Die Schwerverwundeten blieben in Rechnitz zurück, ihr Schicksal ist unbekannt. (Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)

Oscha.Schaa: "Bei Einbruch der Nacht (am Abend des 6.4.45?) verließen wir unsere Stellungen.Noch einigermaßen intakt,was die Führung betraf, und unter Zurücklassung aller Schwerverwundeten setz-ten wir uns ab. Was mit denen geschah ...?
Nach der ganzen Nacht,marschierend in unbekanntem Gelände und immer weitgehend gedeckt, ka-men wir in den Morgenstunden (des 7.4.1945 ?) aus Richtung Pinkafeld in den kleinen, von den Rus-sen besetzten Ort Unterschützen. Bei unseren Absetzbewegungen trafen wir auf eine russische Troß-einheit. Die Kampfhandlungen nahmen ihren Lauf. Der Weg nach Oberwart war uns durch starke rus-sische Verbände versperrt,so daß uns nur der Weg über eine breite,ebene Wiese zum gegenüberlie-genden Waldrand vorbehalten blieb. Der Wald war aus unserer Sicht die einzige Möglichkeit, durchzu-kommen.
Mit etwa bei mir verbliebenen 10 Mann ist es mir gelungen, bei Buchschachen die russichen Linien zu überwinden! (Bericht Horst Schaa an L.W.)
07.04.1945
Durchbruchskämpfe des Btl.Schweitzer an Schlaining und Alt-Schlaining vorbei nach Süden, dann nach Westen, bis es nach einem weiteren Vorstoß zwischen St.Martin - Drumling am 7.4.45 den Jo-sefsberg nördlich Oberwart erreichte, nachdem die Bahnlinie Oberwart-Tatzmannsdorf überschritten worden war.
Nach der Einnahme des Josefsberges setzte das Btl. zunächst zum Angriff gegen die Waldstücke nordostwärts der Bahnlinie Oberwart-Pinkafeld an, brach in die feindliche Stellungen ein, durchstieß die feindlichen Artilleriestellungen am Pinkabruch und überschritt die Rollbahn.Ein russischer Angriff aus Richtung Oberwart wurde abgeschlagen.
Am Nachmittag des 7.4.45 schwere Waldkämpfe des Bataillons auf dem Weg nach Norden gegen zwei russische Regimenter.
Teile des Bataillons wurden abgeschnitten, schlugen sich aber am Abend des 7.4.45 durch die feind-liche Hauptkampflinie zu den eigenen Linien durch. Der Rest des Bataillons folgte unter der Führung von Stubaf.Schweitzer am Morgen des 8.4.45.
(Grazer Kleine Zeitung,42.Jhg.,Nr.92,v. Sonntag,den 15.4.45)

Bereits am 7.4.1945 waren weitere Teile des SS-Pz.Gren.A.u.E.Btl 11 Graz zu einer Kampfgruppe (Führer ?) zusammengefaßt und in den Raum Hortberg vorgeführt, wo sie der KGr.ARKO 3 (auch KGr.Oberst Semmer, AR-KO III.Pz.Korps) der 6.Armee, HGr.Süd, unterstellt wurde.
Diese KGr. wurde am 10.4.1945 zur Auffrischung der aus Rechnitz kommenden und an diesem Tage von Oberschützen aus durchgebrochenen SS-KGr.Schweitzer verwandt.(s.d.) (WV)

09.04.1945
Bei den Ausbruchskämpfen der Kgr"Schweitzer", SS-PzGren.A.u.E.Btl.11 Graz, aus Rechnitz, Bur-genland, fiel der Ritterkreuzträger SS-Oscha.Albert Hektor in den Wäldern zwischen Oberwart und Hartberg am 9.4.45 bei Hartberg.
Das Ritterkreuz erhielt er am 23.8.44 als Zugführer der 7./SS-PzGren.Rgt.24"Danmark" für seine Einsätze an der Narwafront. (DF 11/75,S.9, Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)

Uscha. Burbach: "Beim Rückzug, durch waldreiches Gebiet, kamen wir auf eine Höhe an und erreich-ten ein Tal von etwa 2 Kilometern Breite.
Dieses Tal war nun zu überwinden. Unsere schweren MG wurden am Waldrand in Stellung gebracht, und die Reste der Kompanien griffen an.
Nachdem wir erkannt waren, begannen die Russen vorwiegend mit Granatwerfern und Pak uns von Osten,Süden und Westen zu beschießen! Wir erreichten unter schweren Verlusten eine bewaldete Höhe in südöstlicher Richtug, überrannten eine russiche Troßeinheit und sammelten uns im Wald-stück. Ich wurde durch Granatsplitter verwundet,SS-Oscha.Hektor war rechts von mir beim Angriff auf eine Pakstellung gefallen!" (Bericht Heinz Burbach)

In Grafendorf (Schloß) war eine Sammelstelle für die Restkampfgruppe Schweitzer eingerichtet. Nach etwa 5 Tagen haben sich dort noch etwa 120 - 150 Mann eingefunden.
SS-Stubaf.Schweitzer war beim Ausbruch am Hals verwundet worden und übergab die Führung der Einheit an SS-Ustuf. Hans Roller.

11.04.1945
Einsatz der Kgr. aus dem Raum Hortberg: Beziehen von Verteidigungsstellungen beiderseits Lafnitz
Abwehrkämpfe bis zum 16.4.1945 beiderseits Lafnitz, dabei Kämpfe am 15.4.45 im Raum Opraten-dorf. (WV)

15.04.1945
Nach Sammlung,Auffrischung und Neugliederung wurde die "Rest-Kampfgruppe Schweitzer" der Kgr."Semmer"/ARKO 3,AOK 6, zugeteilt und kam erneut zum Einsatz:
Abriegelung eines Feindeinbruches bei Grafendorf-Rohrbach 15. -18.4.45.

16.04.1945
Teile der KGr. kämpften um Vorau. (WV)

17.04.1945
Absetzen der Kgr. auf die Höhenstellunen westlich Grafendorf – Waldwiese – Masenberg.
Vom 18. bis 21.4.1945 gelang es, diese Stellungen zu verteidigen. (WV)

Am 21.4.45 schied die KGr aus der Unterstellung bei der KGr.ARKO 3 aus und wurde der 1.Volks-Gebirgs-Division im III.Pz.Korps, 6.Armee, HGR.Süd (ab 1,5,45 HGR.”Ostmark”) unterstellt, bei der sie bis zur Kapitulation verblieb. (WV)

22.04.1945
Gegenangriff der KGr. auf die Höhen westlich der Lafnitz bis 24.4.1945 (WV)

25.04.1945
Angriff der KGr. auf Feindbrückenköpfe bei Lafnitz und ... berg (WV)

26.04.1945
Die KGr. verteidigte bis Anfang Mai 1945 im oberen Lafnitztal. (WV)

06.05.1945
Absetzbewegung der KGr. bis zum 9.5.45 (?) im Rahmen der allgemeinen Kapitulation hinter die Enns.

08.05.1945
Nach der Kapitulation zog sich die Kampfgruppe auf die Enns zurück, wo ihre Reste in amerikanische Gefangenschaft kamen!
SS-Stubaf.Willi Schweitzer erhielt am 14.4.1945 das Ritterkreuz für die Einsätze seiner Männer bei der Rückeroberung von Rechnitz. (Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)


An Stelle eines Schlußwortes:
Lennart Westberg schrieb 1999 quasi als Schlußwort zum Einsatz der KGr.Schweitzer : Sehr viele Soldaten der SS-Kampfgruppe"Schweitzer" gelten heute noch als vermißt. Die Kampfgruppe hatte bei einer anfänglichen Gesamtstärke von 1000 Mann 60 % Verluste (Gefallene und Verwundete) und wurde im Raum Rechnitz-Grafendorf-Hartberg-Lafnitz-Pinkafeld-Oberschützen praktisch aufgerieben und vernichtet.

Das SS-PzGren.A.u.E.Btl.11 setzte sich 1945 vorwiegend aus Volksdeutschen aus dem Südostraum sowie aus west- und nordeuropäischen Kriegsfreiwilligen, vorwiegend Norwegern und Holländern, zusammen.
Namen und Zahlen sind heute wegen der überstürzten Ereignisse bei der Zusammenstellung der Kampfgruppe und der Vernichtung von Kriegsunterlagen der Kaserne Graz-Wetzelsdorf in den letzten Kriegstagen weitgehend unbekannt!

Nach Schätzungen von Ortseinwohnern in Rechnitz,die viele Soldaten beerdigt hatten, sind einige hundert russische Soldaten dort gefallen, die dort zum Teil später exhumiert und dann in Oberwart beigesetzt wurden.
Die Verluste auf deutscher Seite werden mit 300 - 400 gefallenen Soldaten, Waffen SS sowie Volks-sturm und Heer, geschätzt. Von in Rechnitz insgesamt gefallenen Soldaten, vermutlich der Waffen-SS, sind nur 6 namentlich bekannt.
Einer der wenigen Identifizierten ist der im April 1945 in einem Feldgrab bei Rechnitz-Schachendorf beige-setzte SS-Oscha. Ludwig Nagelmann (WASt./Berlin an Tommy Natedal v. 24.9.98).

Unter den noch heute vermißten norwegischen jungen Panzergrenadieren (Jahrgang 1925) sind u.a. Ottar Olsen Herseth, Bjarne Petter Klimpen und Kristoffer Kolberg (Archiv Tommy Natedal/Norwegen).

Die Beisetzung der gefallenen Soldaten erfolgte zuerst an Ort und Stelle in den Panzergräben und Schützenlöchern,wobei allen Toten von Besatzungssoldaten die Erkennungsmarken und Papiere ab-genommen wurden.
Der damalige Oscha. Horst Schaa: "In Unterredungen mit Einheimischen wurde angedeutet, das die Gebeine (der SS-Soldaten) nicht im Friedhof bestattet wurden,sondern außerhalb der Mauern.Der damalige Pfarrer soll die Beisetzung auf dem Friedhof verhindert haben.” (H.Schaa an L.W.)

Im Jahre 1947/48 wurden die Skelette ausgegraben und auf dem Heldenfriedhof Rechnitz in einem großen Sammelgrab beigesetzt. Im Jahre 1969 wurden die Kriegstoten in einer Umbettaktion vom Friedhof in Rechnitz nach Mattersburg in den Soldatenfriedhof überführt. Die drei großen Soldaten-friedhöfe in der Steiermark sind heute: Graz (1647 Tote), Feldbach-Mühldorf (971 Tote) und St.Veith an der Glan (762 Tote).
In den Wäldern in Grafendorf,Hartberg,Rohrbach (Lafnitz) befinden sich heute mit Sicherheit noch unbekannte Feldgräber von Soldaten der Kampfgruppe"Schweitzer".

Was mit den in Rechnitz beim Ausbruch zurückgebliebenen Schwerverwundeten der Kampfgruppe geschehen ist, blieb ungewiß. Leider muß man erfahrungsgemäß dabei mit dem Schlimmsten rech-nen!.... (Lennart Westberg in DF 3/99,S.10-12)

Der Kommandeur der Kampfgruppe, der damalige Sturmbannführer der Reserve Willi "Tuck" Schweit-zer, wurde nach dem Krieg wegen der Hinrichtung von zwei abgeschossenen amerikanischen Flie-gern, die bei Graz vom "Deutschen Volkssturm" erschossen wurden, von einem amerikanischen Kriegsgericht verurteilt.
Die Erschießungen geschahen aus Wut der Volkssturmangehörigen über die Bombardierungen, Willi Schweitzer hatte damit nichts zu tun, wurde aber einige Jahre wegen angeblicher Kriegsverbrechen in Landsberg/Lech inhaftiert. (R.Sellner v. 25.7.98)

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Moniroth You-Bell
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Re: SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- u. Ersatz-Bataillons 11

Post by Moniroth You-Bell » 13 Jul 2011 18:49

Anhang II

Die SS-Kampfgruppe"Pongratz" des SS-PzGren.A.u.E.Btl.11 April 1945
(aus: Friedrich Brettner, Kämpfe um das Semmering-Gebiet)

02.4.1945
In Graz wurde bei dem SS-PzGren.A.u.E.Btl. 11 eine 200 Mann starke Kampfgruppe unter SS-Ober-sturmführer Pongratz gebildet und in den Raum Semmering verlegt.
Diese Einheit kam von Graz nach Rettenegg in den Abschnitt Feistritzsattel-Pfaffensattel. (FB,S.36)

07.04.1945
Am Freistritzsattel lag eine SS-Einheit, die sich sehr sorglos benahm. Beim russischen Vorstoß flüch-teten die SS-Soldaten in Richtung Feistritzsattel, wo sie verblieben. (FB,S.63/64)

08.04.1945
Aufstellung der Kampfgruppe des SS-Oscha.Schoffer beim SS-PzGren.A.u. E.Btl.11 Graz-Wetzels-dorf. Kommandeur war dort SS-Stubaf.Schweitzer, Kp.-Fhr. SS-Ostuf.Pongratz. Von Graz wurde die Kgr. am 8.4.45 mit einem Autobus über Krieglach bis zum Alpl gefahren. (FB,S.66)

10.04.45
Die KGr."Schoffer" marschierte am 10.4.45 über Rettenegg zum Forsthaus Feistritz-Wald.
(Bericht des SS-SturmmannesWolfgang Häuptner:) Die Gruppe Blöchl übernahm die Besetzung des Wetterkoglhauses 1743 m auf dem Hochwechsl, wo sie auf eine HJ-Kampfgruppe trafen,die vor der Ankunft der SS-Einheit einigerot-bemützte Deserteure erschossen hatte. Die Toten wurden in einer Felsenkuhle bestattet!

11.04.1945
Verwundung von SS-Uscha.Hügel durch Partisanen bei einem Spähtrupp auf dem Niederwechsel.
Die Einheit wurde am 13.4.45 zum Pfaffensattel verlegt. (FB,S.66)

Am 11.4.45 übernahm Oberst Heribert Raithel die sogen."Kgr.Semmering" (sp.9.Geb.Div.)
In einer Divisions-Kampfschule im Schloß Langenwang wurde unter der Führung von SS-Ostuf. Pongratz sofort eine praktische Offiziers- und Unteroffiziers-Ausbildung hinter der Front durchgeführt, vor allem Gebirgs- und Nahkampf betreffend! (FB,S.71/72)

13.04.1945
Ablösebefehl für die Kgr.Schoffer, über eine von Kameraden bereitgestellte Langholzbahn in Feistritz erreichte die Einheit bei Dunkelheit Rettenegg, von wo sie gleich weiter zum Pfaffensattel geleitet wer-den. Dort lag eine Luftwaffeneinheit. Die SS-Kgr. bezog eine Unterkunft knapp vor dem Sattel in ei-nem Straßenwärterhaus. (FB,S.140-141)

17.04.1945
SS-Uscha.Berger führte einen Spähtrupp zu den eingeschlossenen Verteidigern von Rettenegg. Tref-fen mit Oblt.Ihssen in einem Wirtshaus vor dem Ort.
Andauernder russischer Granarwerferbeschuß. Rückzug des Spähtrupps über den Zwiebelbauer- und Rentbauernhof.

19.04.1945
Oberst Raithel, Kdr.Kgr.Semmering, erläutert im Gasthof Pfaffensattel persönlich den Spähtrupp Uscha. Blöchl, Strm.Häußtner, Schützen Zeibig u. Kopp, zur Aufklärung in Richtung Feistritz-Wald.
Am Kardinal Nagl Steig beim großen Pfaffen Zusammentreffen mit einer russischen Gruppe, 1 Offizier und 4 Mann, die im Feuergefeht niedergekämpft werden. Die Einbringung von Gefangenen mißlingt. Der Spähtrupp wurde am 20.4.45 fortgeführt.
Am 21.4.45 schließt sich SS-Oscha.von Beck dem Spähtrupp an, Uscha.Blödl wird bei diesem Einsatz an der Hand verletzt. (FB,S.140-141)

23.04.1945
Angriff auf das Sattelkreuz: Sammeln am Jagdhaus Harderkogel, die Luftwaffe am linken Flügel weicht zurück. SS-Strm.Häuptner blieb mit Uscha.Halbertschlager zur Sicherung zurück.
Spähtrupp mit Oscha.Schoffer auf eine granatwerferstellung ein einem Waldgehöft,die aber bereits vom Russen geräumt worden war! Dabei stand Häuptner mit 2 Mann und 1 MG sechs Stunden im Wald. Sie wurden erst am 24.4.45 abgelöst und über Steinhaus nach Mürzzuschlag zurückgeführt.

27.04.1945
Strm.Häuptner führte nun eine zusammengestellte Infantriegruppe von 12 Mann,darunter 2 Flieger, mit 2 MG 42, 2 Schnellfeuergewehren und 1 Granatbecher. Stellung oberhalb von Steinhaus Richtung Rotte Pfaffen.Mehrer Ausfälle durch russische 17,5 cm-Granaten. Ablösung der Einheit am 29.4.45 und Rück-führung zum Pfaffensattel.

Eine Kompanie im Rahmen des III.Btl.,Hptm.d.PzTr. Heinz Becker, des Geb.Jäg.Rgt. 155 der 9.Geb.-Division führte SS-Oscha. van Beck (Komp. "Nordland z.b.V.).

30.04.1945
Aufstieg der Gruppe Häuptner zum Harderkogel, Übernahme eines Abschnittes im gelände zwischen Geborgsjägern links und ungar.Honveds rechts. Vor der Stellung lag in der Senke die Halterhütte. Granatwerferstörfeuer und Spähtruppgeplänkel.
In der Nacht zum 3.5. sollte Häuptner zusammen mit Uscha.Johannsenn einen Spähtrupp durchfüh-ren,wurde aber 1 Stunde vor dessen Eintreffen durch Granatwerfersplitter am Bein verwundet, der MG-Schütze Bernhard durch Splitter im Hals getötet. Häuptner wurde am 3.5. 45 durch einen russ.Hi-wi zum Pfaffensattel getragen, von dort kam er mit einem B-Krad und einem Sanka über Mürzzu-schlag zum Schloß Langenwang. (FB,S.141-142)

08.05.1945
Div.Kampfschule der 9.Geb.Division in Schloß Langenwang:
Am 8.5.45 erfuhr die Einheit über Funk von der deutschen Kapitulation. SS-Ostuf.Pongratz ließ antre-ten, seine Frau und der Sportwagen warteten schon.
Einige Soldaten fehlten bereits Nach knappen Abschiedsworten Abfahrt der Schule mit zwei Autobus-sen nach Leoben, darunter auch Wolfgang Häuptner. (FB,S.163)




Stellenbesetzung des SS-Panz.Gren.Ausb.u.Ers.Btl.11 1943 – 1945

Kommandeur:
SS-Hstuf., ab 9.11.42 SS-Stubaf. Ernst Rädeke 01.05.1943 - 00.07.1944
(* 3.7.1911,SS-Nr. 254 915, Kdr. lt. WV bis 10.44, 7.44 Vers.z.6.SS-Geb.Div.Nord, gef.28.10.44)
SS-Hstuf.d.R.,ab 30.1.45 Stubaf. d.R.Willi "Tuck" Schweitzer 00.07.1944 - 01.04.1945
(*13.12. 1911 in Minden,Westfalen,+ 1993 Minden, SS-Nr. 257 576, "LAH", 1943 KpFhr i.SS-ErsBtl ”Ost” Shitomir, Kdr. in Graz lt. WV ab 10.44, ab 30.3.34 Fhr.KGr.Schweitzer, 4.45 verw., RK 14.4.45)

SS-Stubaf. Zweltger m.d.F.b. 0104.45 – 00.05.45 (?)
(lt.WV)

IVa Verwaltungsführer:

IVb Truppenarzt:

SS-Stubaf.d.R. Dr.Arthur Orendi (00.07.1944) - 00.00.0000
(* 28.12.1912,SS-Nr.400 022, 20.4.44 Bef. Hstuf.d.R.)

1.Kompanie:

SS-Ustuf. Hans Roller (00.03.1945) - 00.00.1945

2.Kompanie:

SS-Ustuf. Willy Wagner 00.00.1944 - 00.00.1945
(* 20.11.1912 Offenbach,+ 10.64 Frankfurt/ Main,Zugführer 2./Nordland, 10./"Norge", schwer verwun-det, Verlust eines Auges, DK.i.G. 3.4.1943,später Tapferkeitsoffizier, am 20.4.45 noch zum Ober-sturmführer befördert, lt.R.Sellner, Hanau)

3.Kompanie:

SS-Ustuf. Erich Depke (00.03.45) - 00.00.45


4.Kompanie:

SS-Ostuf. Stephan Lellinger (00.03.45) - 00.00.45

5.Kompanie:

SS-Ostuf. Feyrer 00.00.00 – (Sommer 44)
(DF)

6.Kompanie:

SS-Ostuf.Peter Pongratz (00.03.45) - 00.04.45

Stamm-Kompanie


Genesenden-Kompanie
SS-Ostuf. Müller 00.00.44 – 00.00.00
(Fhr. 1944 Gen.Kp. Fellbach b.Graz, s.a. BA NS 756/331, DF 10/63, S. 22)

SS-Ostuf. Hans Ahlf (00.03.45) – 00.00.1945

Führerbewerber-Kompanie Graz-Tobelbad
Lehrgangsleiter:
SS-Ostuf. Matt (00.05.44) – 00.00.00
(Leiter beim 16.FB-Lg,s.a. N.Geiss v. 22.3.2000)

1.Zug:
SS-StOJu. ? (00.05.44) – 00.00.00
(5.44 Zugfhr.b.16.FB-Lg, anschl.Bef.z.Ustuf., s.a. N.Geiss v. 22.3.2000)

2.Zug:
SS-StOJu. Erwin Baase (00.05.44) – 00.00.00
(* 24.05.20 + 06.11.90, SS-Nr. 495 606, 5.44 Zugfhr.b.16.FB-Lg, anschl.Bef.z.Ustuf., noch 11.44 beim Btl, s.a. N.Geiss v. 22.3.2000)

3.Zug:
SS-StOJu. Hans Roller (00.05.44) – 00.00.00
(* 21.11.18, SS-Nr. ?, 5.44 Zugfhr.b.16.FB-Lg, anschl.Bef.z.Ustuf., noch 9.44 u.3.45 beim Btl, s.a. N.Geiss v. 22.3.2000)


Unbekannte Dienststellung SS-Pz.Gr.A.u.E.-Btl 11

SS-Ostuf. Jahn 00.00.44 – 00.00.00
(KpFhr 1944, BA NS 756/331)

Offiziersliste Lennart Westberg
00.06.43 SS-Ostuf.Leopold Paky SS-Nr. 400 112

00.09.43 SS-Ostuf. Günter Weis * 28.09.16 SS-Nr. 281 567

00.11.43 SS-Ostuf. Edgar Mendler * 10.06.19 SS-Nr. 401 289
00.11.43 SS-Ostuf. Adolf Pongratz * 15.06.19 + 25.01.76 SS-Nr. 361 284
00.11.43 SS-Hstuf.Josef Rottach * 26.01.19 SS-Nr. 263 095
(SS-Stubaf. 9.11.43, 7.44 SS-TrÜbPl.Kurmark)
00.11.43 SS-Ostuf. Walter Schaumüller
(* 06.08.20, SS-Nr. 423 914, 1942/43 Ustuf.u.KpChef in Graz, 11.43 Ostuf.i.SS-AuE-11, lt.K.Meyer tel.v. 25.2.2002)

00.11.43 SS-Ostuf. Wily Stillger * 10.11.17 SS-Nr. 277 300

00.01.44 SS-Ostuf.Hans-Jürgen Schmidt *27.12.20 + 00.04.45 SS-Nr. 423 939

00.04.44 SS-Hstuf.d.R.Friedrich Neidlinger * 17.11.18 SS-Nr. 362 299 (-298)
(DAL 20.4.44)
00.04.44 SS-Hstuf.d.R.Karl Neuhäuser * 28.11.11 SS-Nr. 304 778 (-776)
(DAL 20.4.44)

00.06.44 SS-Ustuf. Otto Burghardt * 11.03.11
SS-Ostuf. Olaf Pedersen * 02.09.04
SS-Ostuf. Otto Petereit * 31.10.21 SS-Nr. 431 112

00.07.44 SS-Ostuf. Tage Kaergard * 02.01.14

00.08.44 SS-Ustuf. Oskar Schmidt * 26.11.14

00.09.44 SS-Ustuf. Holger Toft-Christiansen * 22.07.07 (noch 3.45)
00.09.44 SS-Ostuf. Karl-Heinz Weidemann * 26.06.20 (noch 3.45)

00.10.44 SS-Ustuf. Franz Killian * 14.06.12

00.11.44 SS-Ostuf. Werner Böhme * 07.10.12 + 07.03.86 SS-Nr. 12 524
00.11.44 SS-Ostuf. Hans Hollinger * 03.04.15 SS-Nr. 69 531, noch 3.45

00.01.45 SS-Ostuf. Egil Paulsen * 23.08.12

00.03.45 SS-Ustuf. Erwin Baase
SS-Ustuf.(?)Günter Berdelmann
SS-Ustuf. (?) Walter Speike

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K.Kocjancic
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Re: SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- u. Ersatz-Bataillons

Post by K.Kocjancic » 21 May 2016 10:44

Can anyone provide personal accounts from W-SS recruits from this Btl.?

So far I have found them in:
- "Vlamingen in Uniform"
- "The Last Knight of Flanders"

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