Österreichs Generale im Deutschen Heer 1938-1945

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Angelis Maximilian de, General der Artillerie

Post by Frech » 11 Jul 2017 08:11

Angelis Maximilian de (Budapest, 02.10.1889 – 06.12.1974, Graz), GdA:

Sohn des k.u.k. Oberst Anton de Angelis

01.09.1910 Leutnant
01.08.1914 Oberleutnant [61]
01.05.1917 Hauptmann i.G. [61]
08.07.1921 Major (Titel) m.W.v. 1.1.1921
01.03.1923 Stabshauptmann
01.11.1926 Major
15.01.1929 Oberstleutnant
28.06.1933 Oberst
01.04.1938 Generalmajor [22]
01.08.1940 Generalleutnant mit RDA 1.6.1940 [8]
01.03.1942 General der Artillerie [1]

18.08.1910 Leutnant im F.K.R. 42
07.09.1914 Batteriekommandant
01.07.1915 beim Stab der Kaiserjäger-Brigade
9.10.1916 – 3.11.1918 Generalstabsoffizier bei der 2. Kais.Jäg.Brig., zeitweise Kommandant 1. Kais.Jäg.Brig und 88. Inf.Brig.
03.11.1918 in ital. Kriegsgefangenschaft
13.10.1919 Adjutant des liqu. Kommandos für die Ersatzbatterien des F.A.R. 3
07.09.1920 bei der Mörserbatterie der B.A.A. 4
01.01.1926 Versetzung zum Stab des 3. Brig.Kdo.
01.11.1927 Versetzung als Taktiklehrer an die Heeresschule Enns
15.10.1933 Versetzung zur Fachprüfungskommission
01.02.1934 Versetzung zum Stab des 1. Brig.Kdo.
01.09.1934 Versetzung zur Abt. 1/BMfLV
Nach eigenen Angaben im Juli 1934 zur Verfügung gehalten, gemeinsam mit Obstlt Sinzinger das Stadtkommando Wien zu übernehmen. [DÖW, Dok. Auszüge PU]
In der NSR-Liste als „Ringführer“ geführt [DÖW].
01.08.1935 Versetzung zur Fachprüfungskommission
12.03.1938 Staatssekretär für Landsverteidigung
15.03.1938 Übernahme ins dt. Heer
01.04.1938 General z.b.V. beim H.Gr.Kdo 5
01.07.1938 Kommandierung zum Stab des Inf.Rgt. 30
05.08.1938 Kommandierung zur Artillerieschule
10.11.1938 Ernennung zum Arko XV
26.08.1939 – 26.01.1942 Kommandeur 76. Inf.D.
26.01.1942 m.d.F. XXXXIV. A.K. beauftragt
01.03.1942 – 30.11.1943 Kommandierender General XXXXIV. A.K.
25.11.1943 – 20.12.1943 zugleich m.stv.F. der 6. Armee beauftragt
15.01.1944 – 08.04.1944 kommandierender General XXXXIV. A.K.
05.04.1944 - 19.07.1944 m.d.stv.F. bzw. m.d.F. (ab 20.4.) der 6. Armee beauftragt
21.07.1944 – 01.09.1944 m.d.F. 2. Pz.Armee beauftragt (laut HPA seit 18.7.1944)
01.09.1944 – 08.05.1945 Oberbefehlshaber 2. Pz.Armee
09.05.1945 in US-Kriegsgefangenschaft
04.04.1946 in jugosl. Kriegsgefangenschaft überstellt (dort zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt)
05.03.1949 in sowjet. Kriegsgefangenschaft überstellt (dort zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt)
11.10.1955 aus sowjet. Gefangenschaft/Haft entlassen

Dienstbeurteilungen im dt. Heer:

15.2.41, Hansen: Ruhig, selbstbewusst, energisch, im Urteil klar und bestimmt, f.g.a.

28.08.41, v.Kortzfleisch: Sehr klug, mit der besonderen Gabe, seine Ansichten in meisterhaftem Vortrag zu entwickeln. Von der Unfehlbarkeit seiner Ansichten durchaus überzeugt. Umsichtig, Div. zur vollwertigen Kampfeinheit herangebildet. Seine Führung betätigte sich zwar ganz überwiegend am Kartentisch, war aber klar und sicher. Seine Div. hat schöne Erfolge zu verzeichnen. F.g.a.

6.9.41, v. Schobert: Gen.Lt. de A. hat sich schon im Westfeldzug bei dem von mir geführten VII. Korps hervorragend bewährt. Ich habe ihn damals wegen seiner persönlichen Tapferkeit bei Wegnahme des Forts Marre vor Verdun und bei der Einnahme von Toul zum Ritterkreuz vorgeschlagen. Auch im Kampfe in Rußland hat er seine Div. über den Dnjestr bis zum Bug ausgezeichnet geführt. F.g.a. Seine Div. ist in Leistung und Gesinnung ausgezeichnet, ein Erfolg der Führung und Erziehung ihres Div.Kdrs.

12.10.41, v. Briesen: Energisch, ruihg, klar. Sehr starkes Selbstbewußtsein, das im persönlichen Verkehr etwas störend ist. Sichere taktische Grundlagen, zuversichtlich in schwierigen Lagen. Hat seine Div. bei Kämpfen um die Bildung und Erweiterung des Brückenkopfs über den Dnjepr und bei dem Vorgehen aus demselben ausgezeichnet geführt. F.s.g.a.

30.11.41, v. Schwedler: Sehr guter Div.Kdr., persönlich sehr tätig, gewandt und anpassungsfähig. Hat seine Div. stets ruhig und sicher geführt. Die Div. ist ausgezeichnet. F.s.g.a.

23.12.41, Sachs: Tatkräftige, zielbewusste Führung, schwerste Feindangriffe abgewehrt. Truppe unter schwierigsten Verhältnissen planmässig und verlustlos durchgeführt. Führerpersönlichkeit, energisch, sehr klar und tapfer, viel bei der Truppe. F.s.g.a. Zur nächsthöheren Verwendung geeignet.

27.12.41, Hoth: Gen. v. Schwedler urteilt am 30.11.41: sehr tätig, hat ruhig und sicher geführt. Zum Kom.Gen. uneingeschränkt geeignet. Ich bestätige die günstige Beurteilung besonders in bezug auf persönlichen Einsatz. Zum Kom.Gen. voll geeignet.

15.01.1942, von Reichenau: Kom.Gen. erst nach erneuter Bewährung.

5.2.42, H.Gr.Süd: Ohne Einschränkung zum Kom.Gen. geeignet.

4.3.42, v. Schwedler: Sehr guter Div.Kdr., persönlich tätig, gewandt, anpassungsfähig. hat Div. stets ruhig und sicher geführt. F.s.g.a. Zum Kom.Gen. voll geeignet.

1.4.42, Hoth: Klug, zurückhalten, aber von leidenschaftlichem Willen beseelt, zu führen, empfindlich wenn in diesem Willen beschränkt. Behält in Krisen den Kopf oben. In schwierigsten Lagen als geschickter, erfahrener Truppenführer bewährt. Kümmert sich um Einzelheiten, bildet sich an Ort und Stelle eigenes Urteil und setzt seinen Willen durch. Erfindet neue Kampfverfahren und flösst der Truppe Vertrauen ein. Ob operativ geschult, noch nicht festzustellen. F.s.g.a. Wahrscheinlich zur nächsthöheren Verwendung geeignet.

11.3.42, Hoth: Hat sich weiter als kluger und tatkräftiger Führer bewährt.

30.4.42, v. Bock: In den schweren Abwehrkämpfen als Div.Kdr. und Kom.Gen. voll bewährt. Eignung zum Armeeführer muss erst im Bewegungskrieg erwiesen werden.

15.5.43, Ruoff: Führerpersönlichkeit von festem Charakter und umfassenden militärischem Wissen. Zielbewusst, tatkräftig. Vor dem Feinde ausgezeichnt. Hat sein Korps in den schweren Kämpfen immer fest, klar und mit grosser Umsicht geführt. Immer positiv und krisenfest. Findet auch in schwierigen Lagen einen Weg, setzt seinen Willen durch und geniesst volles Vertrauen. Geistig und körperlich sehr frisch und leistungsfähig. Zuverlässige Führereigenschaften. Über Durchschnitt. Eignung zum OB einer Armee.

17.6.43, v. Kluge: Ein sehr guter Kom.Gen. und besonders vorzüglicher Artillerist, der die ihm unterstellte Artillerie meisterhaft führt. Die ihm zugesprochene Eignung zum OB einer Armee kann ich nicht aufrecht erhalten.

6.10.43, Jaenecke: Der sehr guten Beurteilung vom 15.5.43 wird voll zugestimmt. Hat sein Korps im Schwerpunkt der ganzen Kämpfe um den Kubanbrückenkopf mit überlegener Sicherheit und Tatkraft geführt. Zuverlässige Führereigenschaften. Über Durchschnitt. Eignung zum OB einer Armee.

6.1.44, Hollidt: Führerpersönlichkeit von Format und hoher Bildung. Hat sein Korps unter sehr schwierigen Verhältnissen in der Abwehrschlacht in der Wotanstellung und in den Rückzugskämpfen auf den Dnjepr geführt. Taktisch besonders gut veranlagt, in schweren Lagen immer ruhig und sicher hat er die verschiedenen Krisen gemeistert und die drohenden Durchbrüche verhindert. NS. Ruhe und Sicherheit, die auf die Truppe ausstrahlt. Zäh und energisch, immer zuversichtlich. Äußerlich zurückhaltend trotz starken Temperaments. Über Durchschnitt. Eignung: OB.

6.1.44, Schörner, OB H.Gr.SU: Mit der guten Beurteilung einverstanden. nach meinen bisherigen Erfahrungen voll zum OB einer Armee geeignet.

31.3.44, Hollidt, OB 6. Armee: Führerpersönlichkeit von Format und hoher Bildung. Taktisch gut veranlagt. In der Führung zielbewußt, zäh und energisch, immer zuversichtlich. Auch in Ausbildungsfragen hervortretend geschickt. Vor dem Feind gut bewährt, sehr tätig, immer an den Brennpunkten des Kampfes. Hat die schweren Kämpfe im Herbst 43 und im Febr./März 44 sehr erfolgreich und sicher geführt. Körperlich leistungsfähig. Ausgezeichnete Frontpraxis, Sicherheit und Ruhe in Krisenlagen, ehrgeizig. Über Durchschnitt. – OB einer Armee –

23.7.44, Schörner: Ich beziehe mich auf mein Urteil vom 21.7.44. Wird auch seine neue Aufgabe sehr gut erfüllen. Für den Einsatz imm Balkanraum bringt er auf Grund seiner früheren Stellungen und aus dem früheren österreichischen Heer wertvolle Voraussetzungen mit.

Österreichische Auszeichnungen:
31.10.1914 Bronzene Militärverdienstmedaille am Band des Militärverdienstkreuzes mit Schwertern
25.03.1915 Militärverdienstkreuz 3. Kl. mit Kriegsdekoration
01.11.1916 Silberne Militärverdienstmedaille am Band des Militärverdienstkreuzes mit Schwertern
13.05.1918 Militärverdienstkreuz 3. Kl. mit Kriegsdekoration und Schwertern (zum 2. Mal)
Kaiser-Karl-Truppenkreuz
Österr. Kriegserinnerungsmedaille mit Schwertern
12.05.1936 Ritterkreuz 1. Kl. des österr. Verdienstordens
03.09.1936 Militärdienstzeichen für Offiziere 2. Klasse

Deutsche und ausländische Auszeichnungen:
Wehrmacht-Dienstauszeichnungen IV. – I. Kl.
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
13.05.1940 Eisernes Kreuz 2. Kl.
01.06.1940 Eisernes Kreuz 1. Kl.
09.02.1942 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
25.08.1942 Medaille „Winterschlacht im Osten 1941/42“
12.11.1943 Eichenlaub (Nr. 323)
19.09.1941 kgl. rum. Orden Michael der Tapfere III. Kl.

Sources:
Personalverordnungsblatt für die k.u.k. Armee 1914 - 1918
Verordnungsblatt des österr. Staatsamtes bzw. Bundesministeriums für Heereswesen/Landesverteidigung 1918 - 1936
Personalverordnungsblatt des Bundesministeriums für Landesverteidigung 1937/38
OKH/HPA: Karteikarte Generalskartei (NARA T 78 883 Roll 1, pg. 222 - 230)
Dokumentationsarchiv des östeerreichischen Widerstandes (DÖW)
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Bornemann Karl, Generalleutnant z.V.

Post by Frech » 11 Jul 2017 08:26

Bornemann Karl (Znaim, 15.9.1885 – 20.2.1979, Wien), Genlt:

01.01.1908 Leutnant d.R. [1550]
01.01.1910 Leutnant im aktiven Dienstverhältnis
01.08.1914 Oberleutnant [578]
01.05.1916 Hauptmann i.G. [2]
08.07.1921 Major (Titel) m.W.v. 1.1.1921
01.03.1923 Stabshauptmann
25.07.1924 Major
27.03.1928 Oberstleutnant der Verw.Grp. 4
23.03.1931 Oberst der Verw.Grp. 4
26.06.1937 Generalmajor (Gen.Stb.)
01.08.1939 Generalmajor z.V.
01.06.1941 Generalleutnant z.V.

01.10.1906 als Einjährig-Freiwilliger zu I.R. 99
01.10.1906 Einjährig-Freiwilliger im Infanterie-Regiment 99 und Frequentant der Einjährig-freiwilligen-Schule des Infanterie-Regiments 99
30.09.1907 zur Reserve entlassen
01.11.1910 in den aktiven Dienst im Infanterie-Regiment 99 übernommen
01.10.1912 Frequentant der Kriegsschule, Wien
01.01.1910 als Leutnant (328) ins aktive Dienstverhältnis übernommen
01.10.1912 – 31.7.1914 Generalstabsausbildung an der Kriegsschule
01.08.1914 eingeteilt als Generalstabsoffizier bei der 10. Marschbrigade
07.09.1914 Generalstabsoffizier bei 90. Ldw.Brig.
01.06.1916 beim Generalstab 2. Armeekommando
08.08.1916 beim Generalstab 1. Armeekommando
12.10.1916 Generalstabsoffizier bei 10. Geb.Brig.
01.04.1918 in der 5. Abteilung des k.u.k. Kriegsministeriums
01.11.1918 in der 6. Abteilung des k.u.k. Kriegsministeriums
Übernahme ins ÖBH
01.09.1920 im Präsidialbüro des BM für Heerwesen
01.10.1925 beim 2. Brig.Kdo., zugleich Dienstleistung beim I.R. 5
01.05.1926 weiterhin beim 2. Brig.Kdo., zugleich Dienstleistung beim Inf.Baon 2 in Neusiedl
01.11.1927 versetzt vom 2. Brig.Kdo zum stellv. Stabschef 3. Brig.Kdo.
01.02.1929 Stabschef 3. Brig.Kdo.
01.02.1931 Versetzung zur militär. Fachprüfungskommission
01.10.1936 Bestellung zum Infanteriebrigadier der 2. Division
13.03.1938 m.d.F. der 7. Division beauftragt
14.03.1938 Übernahme ins dt. Heer
01.04.1938 Führerreserve
30.09.1938 Entlassung, von der Muff-Kommission in Gruppe II gereiht: „wiederholte antinationale Äußerungen, somit nach Gehaben ausgesprochener Feind nationaler Leute. Für Wehrmacht unerwünscht." (Eckinger)
01.08.1939 Generalmajor z.V. beim Wehrkreis-Kommando XVIII
01.09.1939 Kommandeur Division 148
10.01.1940 Kommandeur Division z.b.V. 442 beim BdE (für die Aufgaben der Kriegsgefangenen- und Flüchtlingslenkung in Frankreich)
01.01.1944 Führerreserve OKH/XVII
05.01.1944 Kommandeur Division z.b.V. 410 beim BdE
01.04.1944 Führerreserve OKH/ kdrt. zum Wehrkreis-Kommando XIII zur Verw. als Kdt. von Würzburg
15.04.1944 Betrauung mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Wehrmachtkommandanten von Würzburg
16.06.1944 Ernennung zum Kommandanten der Wehrmachtkommandantur Würzburg
15.03.1945 Führerreserve OKH/XVII
08.05.1945 Entlassen

Dienstbeurteilungen im dt. Heer:

6.7.40, Halm: Leistungsfähig, beweglich, gewissenhaft, passioniert. Ausserordentlicher Fleiss, weitschweifig, anpassungsfähig, wird in die neuen Verhältnisse hineinwachsen.

17.12.40, Halm: Beweglich und ausdauernd, gewissenhaft, fleissig, hat sich den reichsdeutschen Verhältnissen überraschend schnell angepasst. F.g.a.

15.2.41, Brauner: Geistig und körperlich frisch, energisch, f.s.g.a. Bei Ausbildung sehr gewährt.

24.4.42, Heinrici: Tapfer, rücksichtslos im Einsatz seiner Person. Bewegliche und besonders rührige Persönlichkeit, verliert sich im Eifer in Einzelheiten, Blick für die grossen Zusammenhänge. Bewies als Führer des Marschüberwachungsstabes in monatelangen Kämpfen um die Rollbahn grosse Tatkraft, Energie und sehr gute Organisationsgabe, auch als Führer taktischer Verteidigungsabschnitte bewährt. F.recht.g.a.

6.5.42, v.Kluge: Einverstanden.

25.1.43, Heinrici: Seit Aufstellung der letzten Beurteilung im Kampf gegen die Gruppe Below und später als Führer der gesamten im rückwärtigen Armeegebiet zur Bandenbekämpfung eingesetzten Truppen immr wieder durch beispielgebende Tapferkeit ausgezeichnet. Unermüdlich, in fast übertriebenem Eifer von früh bis tief in die Nacht tätig und bei seinen Truppen unterwegs, hat er sich grosse Erfahrung in der Bandenbekämpfung erworben und beachtliche Erfolge erreicht. Temperamentvoll, von unerhörter Härte gegen sich selbst, energisch, ist sein einziger Fehler, dass er sich oft in Einzelheiten verliert. Weniger ein Mann der Feder, als des praktischen Handelns, hier aber in jeder Beziehung zuverlässig, vorwärtstreibend und zum kraftvollem Handeln bereit. Als Truppenführer im Rahmen der Div. sehr gut bewährt.
1.3.43, Schmidt: In Bandenbekämpfung grosse Erfahrung und Erfolg. Geistig wendig und vielseitig interessiert. Körperlich aussergewöhnlich leistungsfähig. Guter Organisator, guter Durchschnitt. General z.b.V.

2.4.43, v. Kluge: Einverstanden.

7.12.43, Harpe: Ist wegen seines Alters auf die Dauer den Anstrengungen des Ostfeldzuges nicht gewachsen. Bei Bandenbekämpfung und bei Sonderaufgaben bewährt. In Würdigung seiner Verdienste wird Verwendung im Heimatgebiet als Stadtkommandant vorgeschlagen.

15.12.43, Busch: Einverstanden.

1.3.44, Harpe, OB 9.Armee: Sehr einsatzbereit und persönlich tapfer. Mit etwas betonter Frische und verbindlicher Bereitwilligkeit geht an alle Aufgaben heran. Durchschnitt. Verwendung im Heimatkriegsgebiet als Stadtkommandant oder dergleichen.

26.3.44, Busch, OB.H.Gr.Mitte: Einverstanden.

Österreichische Auszeichnungen:
02.12.1908 Militär-Jubiläumskreuz 1848 – 1908
14.02.1915 Bronzene Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes mit Schwertern
28.04.1915 Silberne Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes
21.03.1916 Militärverdienstkreuz 3. Kl. mit Kriegsdekoration und Schwertern
12.02.1917 Silberne Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes mit Schwertern (zum 2. Mal)
16.01.1918 Orden der Eisernen Krone 3. Kl. mit Kriegsdekoration und Schwertern
00.00.1921 Orden der Eisernen Krone 3. Kl. mit Kriegsdekoration (zum 2. Mal nachträglich)
08.10.1934 Militärdienstzeichen für Offiziere 2. Klasse
26.03.1935 Ritterkreuz 1. Kl. des österr. Verdienstordens

Deutsche Auszeichnungen:
Preuß. Eisernes Kreuz 2. Kl.
Wehrmachtdienstauszeichnungen IV. – I.
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
06.01.1940 Kriegsverdienstkreuz 2. Kl. mit Schwertern
25.10.1940 Kriegsverdienstkreuz 1. Kl. mit Schwertern
00.05.1942 Spange zum Eisernen Kreuz 2. Kl.
10.06.1942 Eisernes Kreuz 1. Kl.
08.08.1942 Medaille „Winterschlacht im Osten 1941/42“
08.01.1943 Infanteriesturmabzeichen in Silber [lt. Karteikarte, am Foto jedoch Allgemeines Sturmabzeichen]
23.02.1943 Deutsches Kreuz in Gold

Sources:
Personalverordnungsblatt für die k.u.k. Armee 1914 - 1918
Verordnungsblatt des österr. Staatsamtes bzw. Bundesministeriums für Heereswesen/Landesverteidigung 1918 - 1936
Personalverordnungsblatt des Bundesministeriums für Landesverteidigung 1937/38
ÖSTA/KA/AdR: Personalakte Karl Bornemann
OKH/HPA: Karteikarte Generalskartei (NARA T 78 883 Roll 1, pg. 679 - 686)
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Kern Emil, Generalleutnant z.V.

Post by Frech » 11 Jul 2017 08:39

Kern Emil (Wien, 04.04.1882 – 21.02.1945, Wien, gef. bei einem Luftangriff) , Genlt:

26.10.1912 Heirat mit Elisabeth Ofner (+ am 31.12.1916)
05.11.1919 Heirat mit Leopoldine
13.10.1920 Geburt der Tochter Lotte

01.09.1903 Leutnant [52]
01.05.1909 Oberleutnant [72]
07.08.1914 Hauptmann [439]
01.01.1920 Major
08.07.1921 Oberstleutnant [283] (Titel)
25.10.1928 Oberstleutnant
17.08.1932 Oberst der Verw.Grp. 3
25.12.1935 Generalmajor
01.05.1938 Generalmajor z.V.
01.10.1941 Generalleutnant z.V.

4 Jahre Militärunterrealschule
3 Jahre Militäroberrealschule
3 Jahre Technische Militärakademie
18.08.1903 als Leutnant aus TechnMilAk zur 4./PiB 12
01.11.1908 Versetzung zum PiB 6
1912 – 1913 Kriegsschule
01.11.1913 – 1920 bis zur Liquidierung im Personalstand des Brückenbau-Bataillon 1
26.06.1914 – 18.11.1918 Einteilung als Kommandant der Brückenkompanie 3./1
18.11.1918 – 01.05.1919 Einteilung beim Kommando des liquid. Brückenbau-Bataillon 1
01.05.1919 – 16.10.1920 Verwendung als Gebäudeverwalter d. Inft. und Pionierkaserne Krems
16.10.1920 Dienstantritt im Bundesheer
09.10.1920 Definitive Einteilung beim techn. Baon 6 (Kommandant des Brücken-Bau-Zug)
01.11.1921 Transferierung zum sAJB 3 und Einteilung bei der 2./techn. Baon6 (sic!)
22.06.1922 Transferierung zum Brückenzug 6 in Krems
01.03.1923 beim 1. Brückenzug/PiBaon 1
17.09.1924 Bestellung zum „militärischen Sachverständigen in Strafsachen wegen Verletzung militärischer Dienst- oder Standespflichten“ beim Ortskommando Krems
01.05.1925 Ernennung zum Kommandanten der vereinigten Brückenzüge
01.01.1927 Versetzung zum Pionierbataillon Nr. 2 bei Betrauung mit dem Kommando
01.04.1933 Bestellung zum Pioniertruppen-Inspektor
15.02.1938 Versetzung in den Ruhestand mit 31.3.1938
21.03.1938 Abänderung der Ruhestandsversetzung auf 30.4.1938
26.08.1939 Pionierführer beim Höheren Kommando XXXVI
25.10.1939 Führerreserve
01.03.1940 Höherer Pionieroffizier beim Stab des OB Ost (später: Militär-Befehlshaber Generalgouvernement)
25.10.1940 Armeepionierführer 4. Armee
01.06.1942 Führerreserve
31.08.1943 z.V.-Stellung aufgehoben und pensioniert
31.10.1942 Aufhebung der Mob-Verwendung

Österreichische Auszeichnungen:
02.12.1908 Militär-Jubiläumskreuz 1908
25.07.1915 Bronzene Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes mit Schwertern
27.10.1918 Silberne Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes mit Schwertern
15.04.1916 Militärverdienstkreuz 3. Kl. mit Kriegsdekoration
21.09.1917 Orden der Eisernen Krone 3. Kl. mit Kriegsdekoration
Kaiser-Karl-Truppenkreuz
Österr. Kriegserinnerungsmedaille mit Schwertern
17.03.1930 Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich
08.10.1934 Militärdienstzeichen für Offiziere 2. Klasse

Deutsche und ausländische Auszeichnungen:
Ungar. Kriegserinnerungsmedaille für Frontkämpfer
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
19.02.1918 Preuß. EK.2
Spange zum Eisernen Kreuz 2. Kl.
Kriegsverdienstkreuz II. Kl. mit Schwertern
Kriegsverdienstkreuz I. Kl. mit Schwertern
30.05.1942 Deutsches Kreuz in Silber

Sources:
Personalverordnungsblatt für die k.u.k. Armee 1914 - 1918
Verordnungsblatt des österr. Staatsamtes bzw. Bundesministeriums für Heereswesen/Landesverteidigung 1918 - 1936
Personalverordnungsblatt des Bundesministeriums für Landesverteidigung 1937/38
ÖSTA/KA/AdR: Personalakte Emil Kern
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Keil Rudolf, Generalleutnant

Post by Frech » 11 Jul 2017 08:48

Keil Rudolf (Wien, 25.01.1888 – 04.04.1978, Wien), Genlt:

28.06.1921 Heirat mit Hildegard Göberndorfer

01.09.1908 Kadettoffiziersstellvertreter
01.05.1911 Leutnant
01.08.1914 Oberleutnant
01.08.1917 Hauptmann [346] (ük. IR 4)
08.07.1921 Major (Titel) m.W.v. 1.1.1921
01.03.1923 Stabshauptmann
14.09.1927 Major (Titel)
19.01.1928 Major DKl. V
28.12.1935 Oberstleutnant mit dt. RDA 1.3.1936 [34e]
01.02.1939 Oberst mit RDA 1.10.1938 [24]
01.07.1942 Generalmajor [15]
01.04.1945 Generalleutnant

18.08.1908 Ausmusterung als Kadettoffiziersstellverteter zu IR 4
08.06.1913 Instruktionsoffizier an der Einjährig-Freiwilligen-SchuleWien
01.11.1913 Kraftfahrreferent beim Festungskommando Trebinje
01.06.1914 Kraftfahrreferent beim XVI. Korps
20.08.1916 Kommandant Feld-Automobil-Park Udine
05.11.1918 Kraftfahrreferent beim Landesbefehlshaber Kärnten
Übernahme ins ÖBH
05.09.1921 Kraftfahrreferent beim Landesbefehlshaber West-Ungarn
01.12.1922 Kommandant Motor-Transport-Zug 3. Brig.
07.02.1925 befördert in die VIII. Rangklasse mit Wirkung vom 1.1.1921 (als Kriegsbeschädigter)
01.09.1925 – 1.12.1927 Kommandiert zum höheren Militär-Fachkurs
01.12.1927 Einteilung im BM für Heerwesen
01.05.1930 Bestellung zum Kommandanten Kraftfahrkp 2
01.05.1933 Versetzung ü.d.St. zum IR 3
01.01.1934 Versetzung zum Heeresinspektorat (Kraftfahr-Transport-Referent) bei Aufhebung der Vers. ü.d.St. zum IR 3
01.06.1935 Einteilung als Generalstabsoffizier in der Schnellen Division
01.11.1936 Ernennung zum Kraftfahr-Transport-Inspektor im Generaltruppeninspektorat
15.03.1938 Übernahme ins dt. Heer
01.04.1938 Einteilung im Generalstab XVII. A.K.
09.05.1938 Versetzung zum Stab H.Gr.Kdo 5 (oder: 4. lei. Div.?)
01.08.1938 HMot-Offizier beim Gen.Kdo XVII. A.K.
01.09.1939 Mobverwendung im Gen.Kdo XVII. A.K.
29.01.1940 Führerreserve Wehrkreiskommando VII
01.02.1940 Kommandierung zur Rüstungsinspektion VII
10.03.1940 Abteilungsleiter bei der Rüstungsinspektion VII und Brünn
23.05.1941 Führerreserve OKH/D.r. Chef H Rüst u. BdE (Ag K)
25.06.1941 m.W.d.G.b. Leiter Sonderstab Ost b. Beauftragten für den Vierjahresplan
20.08.1942 Inspekteur für das Wirtschafts-Transport-Dienst Ost
01.03.1945 Generalbevollmächtigter für das Wehrmachttransportwesen der Alpenfestung
06.05.1945 Kriegsgefangenschaft
14.05.1947 entlassen

Dienstbeurteilungen im dt. Heer :

20.2.41, Weigand, Rü-Insp. Prag: Gerader offener Charakter, 14 – 18 vor dem Feinde bewährt. Sehr gute dienstliche Leistungen. Rü I VII urteilt: „Kann mit Vorteil an allen Stellen verwandt werden, bei denen es auf Zeitgwinn und Haltung eines vorhandenen Zustandes ankommt. Z.Zt. als Rü.Kdr. voll bewährt. F.s.g.a., Rü I Krf.Ger, Insp.

4.4.42, v. Schell: Grundanständig, zuverlässige Arbeitskraft, gute organisatorische Befähigung, energisch und weitblickend. Angenehme Umgangsformen, große Bescheidenheit. Leitet die Belange des G.B.K. im Besetzten Ostraum mit viel Takt, Umsicht und Energie. F.s.g.a. Zur nächsthöheren Verwendung geeignet.

1.3.43, Kühn: Weiter voll bewährt. Große organisatorische Gabe. Muß mehr persönliche Fühlung mit den unterstellten Truppen suchen. Über Durchschnitt. Nach Einarbeitung voraussichtlich Div.Kdr.

17.6.43, Fromm: Einverstanden.

1.3.44, Keil, Chef WKW: General der Pz.Tr. Kühn urteilte wie folgt: „Grundanständiger Charakter. Zuverlässige Arbeitskraft. Steht positiv zum nat.soz. Staate. Bisher keine Gelegenheit zur Bewährung vor dem Feinde. Sehr gute organisatorische Befähigung, weitblickend. Etwas weitschweifig in Wort und Schrift. Geistig sehr rege, kluger Kopf.“ War außerordentlich regsam une derfolgreich bei zahlreichen Besuchen der ihm unterstellten Regimenter. Große Organisationsgabe. Über Durchschnitt. Nach Einarbeitung voraussichtlich zum Div.Kdr. geeignet.

30.3.44, Olbricht, Chef d. AHA.: mir nicht hinreichend bekannt.

Österreichische Auszeichnungen:
02.12.1908 Militär-Jubiläumskreuz 1848 – 1908
Mobilisierungs-Erinnerungskreuz 1912-13
Marianerkreuz des Deutschen Ritterordens
17.05.1916 Bronzene Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes mit Schwertern
06.03.1917 Silberne Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes mit Schwertern
19.08.1917 Silberne Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes mit Schwertern (zum 2. Mal)
22.02.1918 Militärverdienstkreuz 3. Kl. mit Kriegsdekoration und Schwertern
Ehrenzeichen vom Roten Kreuz II. Klasse mit Kriegsdekoration
Verwundetenmedaille mit 1 Mittelstreifen
Allgemeines Kärntner Kreuz für Verdienst
Österr. Kriegserinnerungsmedaille mit Schwertern
21.12.1933 Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich
17.10.1934 Militärdienstzeichen für Offiziere 2. Klasse
28.05.1937 Militärverdienstkreuz 3. Klasse des Bundesstaates Österreich

Deutsche und ausländische Auszeichnungen:
00.00.191_ Eisernes Kreuz 2. Kl.
Ungarische Kriegserinnerungsmedaille für Frontkämpfer
31.08.1939 Wehrmacht-Dienstauszeichnungen IV. – I. Kl.
22.07.1939 Erinnerungsmedaille an den 1. Oktober 1938 mit Spange „Prager Burg“
01.10.1939 Ehrenkreuz für Frontkämpfer
30.01.1944 Kriegsverdienstkreuz 2. Kl. mit Schwertern
01.09.1942 Kriegsverdienstkreuz 1. Kl. mit Schwertern
Deutsches Kreuz in Silber [Verleihungsdatum nachzutragen]
nicht komplett (einige Bänder auf der Bandspange sind nicht eindeutig erkennbar)

Sources:
Personalverordnungsblatt für die k.u.k. Armee 1914 - 1918
Verordnungsblatt des österr. Staatsamtes bzw. Bundesministeriums für Heereswesen/Landesverteidigung 1918 - 1936
Personalverordnungsblatt des Bundesministeriums für Landesverteidigung 1937/38
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JakeV
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Re: Österreichs Generale im Deutschen Heer 1938-1945

Post by JakeV » 11 Jul 2017 11:27

Gustav Hugo Maria Adolph-Auffenberg-Komarów (bis 24.11.1923 Adolph)
* 11.07.1887 in Olmütz/Mähren
† 08.02.1967 im Krankenhaus Rudolfstiftung in Wien-Landstraße

Eltern: k. u. k. Oberleutnant Gustav Adolph & Hyacinthe, geb. Freiin von Bauer

getr. am 27.05.1922 in Wien mit Erika Maria Josephine Henriette Baronin von Auffenberg- Komarów (* 02.09.1892 auf dem Schloß Rutzing bei Laibach; † 16.12.1985)


Ing. Rudolf Adalbert Keil
* 25.01.1888 in Wien-Neubau
† 04.04.1978 in Wien-Mariahilf

Eltern: k. u. k. Post-Beamter Alfred Keil & Marie, geb. Kudlata

1. Trauung am 28.06.1921 in Villach mit Hilda, geb. Gäberndorfer (geschieden am 17.06.1948)
2. Trauung am 18.06.1952


Emil Josef Kern
* 04.04.1882 in Wien-Weißgerber
† 21.02.1945 bei einem Luftangriff in Wien zusammen mit seiner Tochter Charlotte („Lotte‟) [Neues Wiener Tagblatt vom 08.03.1945, S. 2]

Eltern: k. u. k. Zoll-Oberamt-Kassier Eduard Carl Johann Kern & Franziska, geb. Zeilinger

getr. am 05.11.1919 in Ischl mit Leopoldine („Poldi‟) Elisabeth, geb. Fortner-Dusch (* 25.10.1897 in Ischl; † 01.10.1994 in Wien)
Kern Emil.png
Jake
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graveland
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Re: Österreichs Generale im Deutschen Heer 1938-1945

Post by graveland » 20 Jul 2017 15:52

Requin Marteau wrote:Bonjour,

Zellner's awards :
1 - Komturkreuz des Ungarischen Verdienstordens
2 - Kriegsverdienstkreuz I. Klasse mit Schwertern


Thierry

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Generalmajor Gustav Suschnig (1886-1959)

Post by askropp » 07 Aug 2017 21:24

Gustav Karl Ottokar Suschnig
*02.12.1886 Graz
+xx.xx.1959 [?]

Vater: Gustav Suschnig, Direktor (+11.06.1917)
Mutter: Maria Suschnig, geb. Jobst
08.06.1914 Heirat mit Wilhelmine Gierke
25.09.1918 Scheidung [Or ist this a typo? Maybe 1928/38?]
1 Sohn (*1920) [Sounds strange, if the other dates are correct]
24.11.1938 Heirat mit Gottfrieda Drobes

01.11.1909 Leutnant
01.05.1914 Oberleutnant
01.05.1917 Hauptmann
07.07.1921 Major [Shouldn't he have been demoted to Stabshauptmann later?]
18.12.1934 Oberstleutnant
15.03.1938 Oberstleutnant (ohne RDA)
01.08.1938 Oberstleutnant (E) mit RDA vom 01.08.1934 (8)
01.06.1939 Oberst (E) (3)
01.06.1941 Oberst mit RDA vom 01.06.1939 (34)
01.02.1943 Generalmajor (21)

12.07.1938 Ausbildungsleiter Spittal / Drau
01.04.1941 Kommandeur des Grenzwachtabschnitts 194
29.04.1941 Kommandeur des Infanterieregiments 738
10.02.1943 Führerreserve OKH (XVIII)
10.03.1943 kommandiert zum Stab des Militärbefehlshabers in Frankreich
26.03.1943 kommandiert zum Stab des Deutschen Bevollmächtigten Generals in Kroatien
01.04.1943 Kommandant des Truppenübungsplatzes Brod
31.07.1943 Führerreserve OKH (XVIII)
20.04.1944 mit der stellvertretenden Wahrnehmung der Geschäfte als Heeresinspekteur bei der kroatischen Wehrmacht beauftragt
20.07.1944 kommandiert zum Stab des Militärbefehlshabers Südost zur Einarbeitung als Feldkommandant
15.08.1944 kommandiert zum Stab des Militärbefehlshabers in Frankreich zur Einarbeitung als Feldkommandant
xx.08.1944 vermisst im Westen [Who knows more?]

24.12.1940 KVK II mit Schwertern
14.04.1941 EK II
25.04.1941 EK I
22.06.1942 Verwundetenabzeichen in Schwarz
test.jpg
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graveland
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Re: Österreichs Generale im Deutschen Heer 1938-1945

Post by graveland » 07 Aug 2017 23:01

Many thanks.

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Re: Österreichs Generale im Deutschen Heer 1938-1945

Post by Frech » 08 Aug 2017 05:23

Suschnig Gustav (Graz, 02.12.1886 – 00.00.1959), GM:

08.06.1914 Erste Heirat mit Wilhelmine Gierke
25.09.1918 Scheidung
29.10.1920 Geburt des Sohnes Armand
24.11.1938 Zweite Heirat mit Gottfrieda Drobes

01.09.1906 Kadettoffiziersstellvertreter
01.11.1909 Leutnant
01.05.1914 Oberleutnant [2] (SanAbt 8) ???
01.05.1917 Hauptmann [1] (SanAbt. 5) ???
07.07.1921 Major (Titel) m.W.v. 1.1.1921
01.03.1923 Stabshauptmann
18.01.1928 Major DKl. V
18.12.1934 Oberstleutnant
01.08.1938 Oberstleutnant (E) mit RDA v. 1.8.1934 [8]
15.12.1938 Oberstleutnant [Eintrag in Karteikarte HPA]
01.06.1939 Oberst E [3] bzw. bei den aktiven Offizieren [34]
01.02.1943 Generalmajor [21]

18.08.1906 Ausmusterung als Kadettoffiziersstellvertreter zu IR 14
for missing data I have to check his Grundbuchblatt
00.00.1926 Kompaniekommandant im AJR 9
01.12.1931 Versetzung zum AJR 10 (Judenburg)
01.05.1933 Versetzung zum AJR 9 (als Stabsoffzier für besondere Verwendung)
01.06.1936 Bestellung zum Kommandanten des II./IR 11
14.03.1938 Übernahme ins dt. Heer
01.04.1938 Oberstleutnant (E) Heeresdienststelle 20
12.07.1938 – 31.03.1941 Ausbildungsleiter Spittal a.d. Drau
01.04.1941 – 23.04.1941 Kommandeur Grenzwachabschnitt 194
29.04.1941 – 28.02.1943 Kommandeur Inf.Reg. 738
28.02.1943 Führerreserve OKH/XVIII
10.03.1943 kommandiert zum Mil.Befehlshaber Frankreich (FK 669)
26.03.1943 kommandiert zum dt. bev. General in Kroatien
01.04.1943 – 31.07.1943 Kommandant Truppenübungsplatz Brod (mangels Eignung abberufen)
31.07.1943 Führerreserve OKH/XVIII
24.11.1943 – 05.01.1944 im Res. Kurlazarett Kudowa
05.01.1944 – 04.02.1944 im Res. Lazarett I Klagenfurt (etwa ab 01.01.1944 bed. k.v.)
20.04.1944 beauftragt mit der Vertretung des Heeresinspekteurs bei der kroat. Wehrmacht
20.07.1944 kommandiert zum Mil.Befehlshaber Südost zur Einarbeitung als FK 1037 (diese Verfügung am 25.07.1944 aufgehoben) und umgeändert in
15.08.1944 kommandiert zum Mil.Befehlshaber Frankreich
00.08.1944 vermisst im Westen

Dienstbeurteilungen im dt. Heer :

13.5.41 Nagy, Kdr. 538. Div.: Beim Einsatz gegen Jugoslawien seine Truppe mit Umsicht und vollem Erfolg geführt. Reg.Kdr.

13.5.41 Schaller-Kalide, stv. Kom.Gen.: Einverstanden.

1.4.42 Fortner, Kdr. 718. Div.: Energischer Offizier mit ausgeprägten Führereigenschaften. Hat sein Offz.-Korps fest in der Hand. Gutes taktisches Urteil u. klare Befehlssprache. Ist hart gegen sich selbst. F.g.a.

30.3.42 Bader, Komm.Gen., Befh i. Serbien: Einverstanden! Bewährter Regts.Kdr.

1.3.43 Fortner, Kdr. 718. Div.: Führer-Natur. Als Reg.-Kdr. besonders bewährt. War wiederholt als Fhr. selbst. Kampfgrruppen m. Erfolg eingesetzt. Hat auch in schwierigen Lagen bei Bandenbekämpfung Ruhe und Überlegung bewahrt u. sich damit als krisenfest erwiesen. Hat in mehreren Fällen vetr.weise Div. geführt. Zur Führung einer Div. voll befähigt. Div.Kdr.

6.3.43 Lüters, Befh.: Als Regt.-Kdr. bei Bandenbekämpfung vortrefflich bewährt. Hat während Beurlaubung d. Div.Kdrs Div. mit Umsicht geführt. Vermag ihm jedoch nur die Geeignetheit als Kdr. einer Sich.Div. zuzuerkennen, da ich bei gesteigerten Anforderungen die Schulung z. Führung einer Feld-Div. fehlt.

7.4.43 Hederich, Befh. Nordostfrankreich: Ruhiges freundliches Wesen. Straffe milit. Einstellung mit schneller Auffassungsgabe. Kameradschaftl. gern gesehen.

13.8.43 Lüters, Befh. d. dt. Tr. in Kroatien: Zeigte sich d. Aufgaben als Kdt. d. Truppenübungsplatzes und als Leiter der Kampfschule nicht gewachsen. Ihm mangelt es an Org.Gabe u.d. takt. Schulung. Sehr wahrscheinl. wurden s. Leistungen auch durch das Herzleiden, das er verschleierte, beeinflußt. Ich vermag ihm zugesproch. Eignung zum Kdr. einer Sich.Div. nicht mehr aufrechterhalten. Wiederherstellung der Dienstfähigkeit noch fraglich. Nur bedingt Durchschnitt. Falls wieder dfhg., Verwendung nur im rückw. Armeegebiet.

19.8.43 Löhr: Einverstanden.

1.9.1943 Bemerkung stellv. Chef PA: Kommt also als Kdr. e. Front-, Sich.-, Ers.-, Res.- oder F.A.-Div. nicht in Frage, daher nur noch in J-Stellen rückw. Gebiet verwenden!

Österreichische Auszeichnungen:
02.12.1908 Militär-Jubiläumskreuz 1848 – 1908
Bronzene Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes mit Schwertern
Silberne Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes mit Schwertern
Ehrenzeichen vom Roten Kreuz 2. Kl.
Militärverdienstkreuz 3. Kl. mit Kriegsdekoration und Schwertern
21.04.1918 Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens mit Kriegsdekoration
Kaiser-Karl-Truppenkreuz
21.04.1934 Goldenes Verdienstzeichen für tapferes und erfolgreiches Verhalten bei den Februarkämpfen
23.10.1934 Militärdienstzeichen für Offiziere 2. Kl.
Österr. Kriegserinnerungsmedaille mit Schwertern

Deutsche und ausländische Auszeichnungen:
Ungarische Kriegserinnerungsmedaille für Frontkämpfer
24.12.1940 Kriegsverdienstkreuz 2. Kl. mit Schwertern
15.04.1941 Eisernes Kreuz 2. Kl.
25.04.1941 Eisernes Kreuz 1. Kl.
22.06.1942 Verwundetenabzeichen in Schwarz
10.04.1943 Kroatischer Orden des Eisernen Kleeblatts II. Klasse mit Eichenlaub

Sources:
Personalverordnungsblatt für die k.u.k. Armee 1914 - 1918
Verordnungsblatt des österr. Staatsamtes bzw. Bundesministeriums für Heereswesen/Landesverteidigung 1918 - 1936
Personalverordnungsblatt des Bundesministeriums für Landesverteidigung 1937/38
OKH/HPA: Karteikarte Generalskartei (NARA T 78 893 Roll 11)

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Re: Österreichs Generale im Deutschen Heer 1938-1945

Post by askropp » 08 Aug 2017 08:13

Christian, are you sure about the spelling? He is spelled "Suschnigg" in the 1938 DAL, but "Suschnig" in the later volumes and in the Generalskartei. A web search generated many results for the elder Gustav Suschnig, a k.u.k. physicist, who was apparently spelled with only one "g".
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Re: Österreichs Generale im Deutschen Heer 1938-1945

Post by JakeV » 08 Aug 2017 10:24

His birth entry also spells him as "Suschnig" and notes no name change, but the names ending with -ig(g) seem to be subjected to several variations, especially in Carinthia.

† 12.10.1959 in Spittal an der Drau/Kärnten [StA Spittal an der Drau Nr. 100/1959]

At the time of his birth, his father was a Buchhalter.

He did not have very good relations with the Catholic Church, something which could explain the peculiar birth of his son (he gave up the Catholic faith from April 1920 to March 1938) and his second marriage was civil. I have, though, noted that even in the k. u. k. Army (in contrast to their Imperial German counterpart) sometimes such matters were kind of overlooked; for example, Victor Sore and Roman Sohn were both born to unmarried mothers.

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Re: Österreichs Generale im Deutschen Heer 1938-1945

Post by Frech » 08 Aug 2017 13:48

I think we will see more when I have a look into his Service records. In Schematismus Bundesheer he is spelled as "Suschnigg". Maybe this was a political statement, because it sounds more "deutsch" then "Suschnig" which would sound more "slowenisch"?

Regards

Christian

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Re: Österreichs Generale im Deutschen Heer 1938-1945

Post by askropp » 08 Aug 2017 15:22

Am I correct that "Suschnig(g)" (slovenian "Šušnik") is just another spelling of "Schuschnigg"? Maybe he wanted to adjust his name to that of the Kanzler?
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Re: Österreichs Generale im Deutschen Heer 1938-1945

Post by Frech » 08 Aug 2017 15:54

I am not sure about that. But it would be possible that he tried to lean near Schuschnigg....

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Oberst Bruno Gerloch (1890-1954)

Post by askropp » 11 Aug 2017 21:03

Gerloch's Karteikarte (there is only one set instead of the usual two in the Generalskartei) says:

01.11.1939 Artilleriekommandeur 90
17.01.1942 Führerreserve OKH (XVII)
12.12.1942 Artilleriekommandeur 2
15.03.1943 Führerreserve OKH (XVII)
05.08.1943 Artilleriekommandeur 117 [last entry]

On 09.08.1944, Gerloch was mFb 708. ID. As he describes himself in FMS B-230, the division was destroyed and, after a failed attempt to escape on foot, the Divisionsstab was captured on 19 August near Magny. The conclusion seems inevitable that Gerloch himself was also captured at this point, although he unfortunately does not use the pronoun "me" in his report. If you check his bio in Bradley etc., you will notice that it contains no real assignment for Gerloch after August 1944, vaguely speaking of him as a Kampfgruppe commander. I doubt that any officer would remain unassigned for nine months, and even be promoted to General during this period. This takes me to a second conclusion: if Gerloch was really a PoW after 19.08.1944, he would certainly NOT have been promoted to GM in April 1945 (apart from that, the alleged "20.04.1945" date is always suspicious in itself). The fact that Gerloch signed his 1946 FMS report as Oberst clearly points in the same direction.
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